Forum: Wirtschaft
Rasanter Strukturwandel: Jobwunder Ost

Der ostdeutsche Arbeitsmarkt erlitt nach der Wiedervereinigung einen brutalen Niedergang - und blieb zwei Jahrzehnte trostlos. Doch inzwischen hat die Arbeitslosigkeit im Osten ihren Schrecken verloren.

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sibbi78 16.07.2019, 19:25
60. Als Opel das Bochumer Werk schloss,

Zitat von ossimann
Ich wollte nur sagen das mit den Abflauen der Wirtschaft die Gefahr wächst das qualifizierte Arbeitskräfte freigesetzt werden die den Arbeitsmarkt dann zur Verfügung stehen und es nicht unbedingt einer grenzenlosen Zuwanderung bedarf . Es dürfte leichter sein ein entlassenen Banker neu zu integrieren wie einen Analphabeten aus fernen Lande . Das ist ökonomisch gemeint .
versuchte man die entlassenen Arbeiter in Autowerkstätten unterzubringen - ohne Erfolg! Die Opel-Arbeiter galten als hochqualifiziert in ihren Jobs, aber als untauglich in verwandten Arbeitsstellen.
Und da wollen Sie einen "entlassenen Banker" eher neu integrieren als eine zugewanderte Fachkraft, nur weil dieser Banker eventuell ein "guter Deutscher" ist?

Im Übrigen: Die an ihren Heimatorten verbliebenen ostdeutschen Arbeitnehmer, die es trotz fehlender Arbeitsangebote in ihrer Region nicht fertig gebracht haben dorthin zu gehen, wo es Arbeit gibt, sollten sich ein Beispiel an ihren nord-, west- und süddeutschen Landsleuten nehmen: Da ist es völlig normal dorthin zu gehen, wo es Beschäftigung gibt, oder zumindest die Woche über zum entfernten Arbeitsplatz zu pendeln bzw. dort die Arbeitswoche zu verbringen.
Das kostet Zeit, Geld und Lebensqualität, wird aber ohne großes Gejammer hingenommen.

Gemeckert wird nur von den faulen und bequemen Daheimhockern. Das ist im Osten nicht anders als im Norden, Westen und Süden...

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thomas1110 16.07.2019, 19:44
61. Schönfärberei

Der einzige nachvollziehbare Grund für den Rückgang der Arbeitslosigkeit, ist die steigende Zahl von Rentnern, die zuvor 20 Jahre oder länger arbeitslos waren.

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maxmarius 16.07.2019, 19:54
62.

Zitat von ossimann
Ich wollte nur sagen das mit den Abflauen der Wirtschaft die Gefahr wächst das qualifizierte Arbeitskräfte freigesetzt werden die den Arbeitsmarkt dann zur Verfügung stehen und es nicht unbedingt einer grenzenlosen Zuwanderung bedarf . Es dürfte leichter sein ein entlassenen Banker neu zu integrieren wie einen Analphabeten aus fernen Lande . Das ist ökonomisch gemeint .
Mal ganz ökonomisch gemeint ist es sinnvoller, den Banker erst einmal sein Geld ausgeben zu lassen und ihn dann auf H4 zu setzen.
Sie können natürlich aber auch versuchen, ihn in Pflegeberufen und im Handwerk einzusetzen.

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L_P 16.07.2019, 19:54
63. Träumen

Zitat von sibbi78
versuchte man die entlassenen Arbeiter in Autowerkstätten unterzubringen - ohne Erfolg! Die Opel-Arbeiter galten als hochqualifiziert in ihren Jobs, aber als untauglich in verwandten Arbeitsstellen. Und da wollen Sie einen "entlassenen Banker" eher neu integrieren als eine zugewanderte Fachkraft, nur weil dieser Banker eventuell ein "guter Deutscher" ist? Im Übrigen: Die an ihren Heimatorten verbliebenen ostdeutschen Arbeitnehmer, die es trotz fehlender Arbeitsangebote in ihrer Region nicht fertig gebracht haben dorthin zu gehen, wo es Arbeit gibt, sollten sich ein Beispiel an ihren nord-, west- und süddeutschen Landsleuten nehmen: Da ist es völlig normal dorthin zu gehen, wo es Beschäftigung gibt, oder zumindest die Woche über zum entfernten Arbeitsplatz zu pendeln bzw. dort die Arbeitswoche zu verbringen. Das kostet Zeit, Geld und Lebensqualität, wird aber ohne großes Gejammer hingenommen. Gemeckert wird nur von den faulen und bequemen Daheimhockern. Das ist im Osten nicht anders als im Norden, Westen und Süden...
ist (noch) nicht verboten. Es gab eine Zeit, in der ich im Zug Ossis auf dem Weg zur Arbeit in den Westen getroffen habe und ich fuhr gen Osten. Wenn man im Treibstoffgewerbe ist, kann ich verstehen, daß man so etwas gut findet Sonst nicht.

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ex_Kamikaze 16.07.2019, 20:03
64. Es gibt kein Jobwunder Ost,

es gab eine Massenabwanderung und jetzt hat sich die Situation auf niedrigem Niveau etwas stablisiert. Angesichts der Alterspyramide wird das nur eine Momentaufnahme sein.
Und nicht zu vergessen - es steht eine Wahl vor der Tür. Niemand kann sicher sein wie die ausgeht. Keine der ist Westen etablierten Parteien ist wirklich im Osten verankert, teilweise fehlen komplette Wählerschichten. So gibt es weder ein christliches konservatives Bürgertum, noch gewerkschaftlich verankerte Arbeitnehmer noch grüne gut ausgebildete Großstadtbewohner ohne echte Sorgen.
Und es droht ein AfD-Sieg aus Protest, nicht zuletzt auch weil niemand wirklich das wirtschaftliche und soziale Programm gelesen hat.

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MT98 16.07.2019, 20:09
65. @pariah_aflame, Mal lesen.

Wir brauchen fremde Arbeitskräfte, ja, aber welche, dir wir brauchen und wollen!
Die Ost-Erfolgsmeldungen sind für die Menschen gedacht, welche nicht im Osten leben und noch nie hier waren. Die Ossis werden trotzdem so wählen, wie sie die heutige Zeit erleben.

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kimbali24 16.07.2019, 20:14
66. Ein Westdeutscher in Ostdeutschland

Ich kann aus meiner Erfahrung, als Westdeutscher, sagen: Die Löhne in Sachen sind am niedrigsten im ganzem Bundesgebiet. Fachkräfte werden oft schlecht bezahlt. Teilweise so schlecht, dass diese in anderen Bereichen arbeiten, weil die Bezahlung gleich schlecht ist, wie in ihren erlernten Beruf, aber die Einteilung der Arbeitszeit besser ist. Ausnahmen ist eigentlich nur der öffentliche Dienst, dieser aber stellt aber Fachkräfte meinst in niedriger Gehaltsstufen ein. Dies hat zur Folge, dass z.B. viele Lehrer aus Sachsen in den Westen ging, weil Sie mehr Lohn bekamen und gleichzeitig Beamter wurden. Dieses hat das Land Sachsen aber bereits selber festgestellt.
Zum Thema Lebenshaltungskosten, diese sind in den letzten Jahren explodiert. Vonovia &Co. haben Ostdeutschland entdeckt. Die (Neu-)Mieten in Dresden und Leipzig haben längst West-Niveau erreicht. Und Aldi Nord hat z.B. überall die gleichen Preise.

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xhinri 16.07.2019, 21:00
67. Eine ziemlich seltsame Aussage

“Seit dem Mauerfall sind unter dem Strich 1,9 Millionen Menschen mehr vom Osten in den Westen gezogen als umgekehrt“, heißt es in dem Beitrag - eine seltsame Aussage unter dem Aspekt der Arbeitslosigkeit.
Tatsache ist, dass die DDR 1989/90 ca. 16,5 Millionen Einwohner hatte, während heute - wie auch kürzlich von SPON berichtet - nur noch rund 13,9 Millionen Menschen auf dem Gebiet der früheren DDR leben. Das ist ein Minus von 2,6 Millionen im Vergleich zu 1989/90 und das “Jobwunder Ost“, der prozentuale Rückgang der Arbeitslosigkeit, damit in allererster Linie nur ein dem massiven Bevölkerungsrückgang geschuldeter Basiseffekt.

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mostly_harmless 16.07.2019, 21:07
68.

Zitat von HuFu
das "Jobwunder Ost" ist gar keines, denn a) 40 h Woche b) Niedrigstlöhne c) kaum Tarifbindungen usw usf. Das heisst, ganz bewusst werden hier nach 30 Jahren immer noch die Ostdeutschen teils wie der letzte Dr... behandelt, [...]
40-Stunden-Woche ist in vielen Branchen bundesweit der Normallfall. Und die fehlenden Tarifbindungen gibt es, weil die Ossis den geringsten gewerkschaftlichen Organisationgrad haben. Aber es zeigt sich an Ihrem Beitrag mal wieder, was den Ossis bis heute fehlt: Die Fähigkeit sich an die eigene Nase zu fassen. Selbstkritik Fehlanzeige.

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viceman 16.07.2019, 21:10
69. einiges stimmt nicht

an dieser "wissenschaftlichen" Untersuchung. Der Osten mag - eventuell - nominal keine Bevölkerung verlieren, falls das stimmt. Aber es gehen die Jungen und es kommen nur Alte zurück... Ich kann es keinem verdenken, daß man sein Glück da versucht, wo die Chancen besser sind...

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