Forum: Wirtschaft
Reaktion auf Deflationsstatistik: "Ein Segen für die lahmende Konjunktur"
DPA

Zum ersten Mal seit 2009 gehen die Verbraucherpreise in der Eurozone zurück. Für viele Ökonomen ist das eine gute Nachricht, vor allem wegen des billigen Öls. Angst vor einer Deflationsspirale hat nur eine Minderheit.

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dichterliebe 07.01.2015, 17:23
40. Und wer verdient daran?

Was ist uns noch etwas wert und wem sind wir es?

Warum die für Milliarden erkaufte #Deflation eine teure Illusion ist.
Deflationsillusion http://flaneurgedichte.blogspot.com/2015/01/deflationsillusion.html

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demokratiesucher 07.01.2015, 17:38
41. Es gibt keine Deflation !

Nur einen günstigen Ölpreis !
Das Herr Draghi hieraus eine Deflation basteln will, soll ihm nur helfen seine geplanten Staatsanleihekäufe zu legitimieren.
Was für eine Farce ...

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marcaurel1957 07.01.2015, 17:39
42.

Zitat von Ruhri1972
An der Statistik sind grosse Zweifel angebracht. Beispiel: Viele Kommunen haben zu Jahresfrist zahlreiche Gebühren im 2stelligen Prozentbereich angehoben. Das Land NRW zog mit der Grunderwerbssteuer an. Da der Warenkorb der Statistiker nur das Aufzeigen soll was die Auftraggeber wollen, ist es hält nur ein Instrument der Beeinflussung.
Der Warenprobe wird in Abständen von einigen Jahren durch umfassende Befragungen ermittelt und repräsentiert exakt das, wofür dir Deutschen Ihr Geld ausgeben....wie wäre es also, wenn Sie sich besser informieren würden? Man kann das alles bei Destatis nachlesen

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Thomas Schnitzer 07.01.2015, 17:39
43.

Zitat von bla.bla.bla
da bitte ich mal einen Volkswirt um Klärung. In der Fotostrecke heisst es bzgl. sinkender Preise: "Doch für Unternehmen bedeuten sie geringere Einnahmen. Auch sie investieren nun weniger Geld, kürzen Löhne oder entlassen gar Mitarbeiter." Also nach dieser Logik müssten sämtliche Computerhersteller schon seit vielen Jahren weder Lohn zahlen noch Mitarbeiter beschäftigen. Es gibt schliesslich so etwas wie Preiselastizität der Nachfrage und technischen Fortschritt. Erstere führt dazu, dass bei geringeren Preisen ggfs. die Nachfrage so stark ansteigt, dass der Umsatz des Anbieters sogar steigt (wie z.B. bei unzähligen Elektronikprodukten) und der technische Fortschritt führt dazu, dass die Herstellungskosten noch viel stärker sinken als die Preise, der Hersteller also seinen Gewinn dann auch bei sinkenden Preisen noch steigern kann. Getränkedosen benötigen heute z.B. nur noch ein Drittel des Materials. Noch ein paar Beispiele: Computer, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Billigflüge, Möbel, ... Durchweg sind bei diesen Produkten die Preise über Jahre stark gefallen, und dennoch sind die Anbieter sicher nicht verschwunden. [...]
Bin zwar Wirtschaftsinformatiker, aber grob kann ich das erklären. Das hat grundsätzlich mit der typischen Preisentwicklung eines Produktes im Laufe seiner Lebenszeit zu tun.

Innovationen werden zunächst immer relativ teuer verkauft, um die Entwicklungskosten zu decken. Zu diesem Zeitpunkt hat der Anbieter wenige, betuchte Kunden. Da er gleichzeitig nicht weiß, wie sich das Produkt entwickelt, versucht er aber, die Entwicklungskosten bereits jetzt zu decken.

Mit zunehmender Marktdurchdringung kann der Preis nun weiter sinken, denn der Anteil der Entwicklungskosten am Preis wird geringer, da diese bereits gedeckt sind und aufgrund der größeren Käuferschicht auch eine günstigere Massenproduktion möglich ist.

Bei Erreichen der Marktsättigung hingegen sinkt der Preis zunächst weiter, um dann wieder anzusteigen, da die Massenproduktion für geringe Absatzzahlen nicht mehr lohnt, man aber noch Gewinn aus Reparaturen ziehen möchte. (Festplatten sind da Paradebeispiel)

Bei hoch innovativen Produkten, wie Computern kommt folgendes hinzu: Die Preise für das gleich Modell sinken wie oben beschrieben. Es wird nun wie sie bereits bemerkt haben mit Innovation gegengesteuert.

Die nächste Generation Geräte ist daher um so vieles leistungsfähiger, dass die Marktsättigung niemals eintritt, weil bei Erreichen selbiger das Produkt so veraltet ist, dass modernen Anforderungen (z.B. nächste Version des Betriebssystems) nicht mehr gerecht wird und somit automatisch der Bedarf am Nachfolgemodell generiert wird.

Bei Autos geht das mit ABS, ESP etc...

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marcaurel1957 07.01.2015, 17:44
44.

Zitat von muellerthomas
Ja, dann liegt die Inflation bei 0,8%
Auch als Ökonom weiß ich gegenwärtig nicht, ob Maßnahmen zur Bekämpfung einer Deflation sinnvoll sind....es macht sicher Sinn den Ölpreis herauszurechnen....ob dann immer noch der Kauf von Staatsanleihen sinnvoll ist, ist fraglich, anderseits muss eien Deflation möglichst früh bekämpft werden

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Reiner Weint 07.01.2015, 17:50
45. Deflation

Zitat von bla.bla.bla
Es gibt schliesslich so etwas wie Preiselastizität der Nachfrage und technischen Fortschritt. Erstere führt dazu, dass bei geringeren Preisen ggfs. die Nachfrage so stark ansteigt, dass der Umsatz des Anbieters sogar steigt (wie z.B. bei unzähligen Elektronikprodukten) und der technische Fortschritt führt dazu, dass die Herstellungskosten noch viel stärker sinken als die Preise, der Hersteller also seinen Gewinn dann auch bei sinkenden Preisen noch steigern kann. Getränkedosen benötigen heute z.B. nur noch ein Drittel des Materials.
Ich bin zwar kein Volkswirt, aber die von Ihnen beschriebenen Effekte haben nichts mit einer Deflation zu tun. Eine "echte" oder meinetwegen "gefährliche" Deflation ist ein signifikanter Rückgang des Preisniveaus aufgrund mangelhafter Nachfrage, also in einer Depression.
Rückläufige Preise aufgrund des technischen Fortschritts, durch Rationalisierung, Globalisierung oder bei Überangebot eines Rohstoffs sind nur technisch gesehen eine Deflation. Daraus gleich eine Gefahr zu machen, die energisch bekämpft werden muss, ist m.E. absurd.
In der Realität dient das Aufblasen des Mythos Deflation nur dazu die Öffentlichkeit auf weitere Anleihekäufe der EZB vorzubereiten. Anleihen niedriger Bonität von Euro Wackelkandidaten meine ich. Bzw. verdeckte monetäre Finanzierung von Staatshaushalten.

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kein_untertan 07.01.2015, 17:55
46. Hintergrund der angeheizten Deflationsdebatte

könnte sein, dass es so leichter zu vermitteln wäre, die Märkte mit frischem Kapital zu fluten und darauf zu hoffen, dass über mehr Wachstum die Inflation wieder auf 2% steigt.
Allerdings pampert man damit vor allem ein Parallelsystem, welches mit der Realwirtschaft wenig bis nichts zu tun hat. Die Niedrigzinsphase hat auch bisher nicht die erhofften realwirtschaftlichen Effekte gebracht. Im Gegenteil; das Miniwachstum über die letzten 12 Jahre hat uns eine Billion an zusätzlichen Schulden eingebracht. Wachstumsfalle; selbst für den angeblichen großen Profiteur bleiben unterm Strich nur Miese und steigende Armut.

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marcaurel1957 07.01.2015, 17:55
47.

Zitat von gesellschaft
bezogen auf Konsum-Grundversorgung, Einkommen ca. 20% bei der Mehrheit. Volksverdummung unerträglich.
Bei ihre Aussage hinsichtlich der Volksverdummung möchte ich Ihnen nichtwidersprechen....

Hingegen liegt die Preissteigerung seit der Euroeinführung bei knapp 30%...

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DieterKühne 07.01.2015, 18:23
48. @theo k - Schuldner sind nur bei sinnvollen Investitionen die Guten

Ich pflichte Ihnen bei, dass sinnvolle (!!) Investitionen in unserem Wirtschaftssystem notwendig sind und die dafür gemachten Schulden (Kredite) ok sind. Ein gutes Argument "ökonomischer Gutmenschen", und das Konsumieren von Gebäudedämmung und umweltgerechter Energieversorgung ist ein wirklich großartiges Anliegen. Leider denken nicht alle Investoren so konstruktiv, und viele Investitionen fließen in unsinnige und unterhaltsintensive Projekte (Regionalflughäfen, Elbphilharmonie, usw.). Darüberhinaus wird mit hohem Risiko viel Geld eingesetzt, in der Gewissheit dass Verluste meistens sozialisiert werden. In diesen Fällen vermag ich nicht einzusehen, dass die Schuldner die Guten sind. In Griechenland, Spanien und anderen Ländern wurde auch Geld ausgegeben, und da redet keiner von guten Schuldnern. Im übrigen geht das für Energiekosten eingesparte Geld nicht verloren, sondern wird in anderen Bereichen ausgegeben, siehe höhere Verkaufszahlen von Neuwagen in 2014 (auch ohne Geschäftswagen). Woher soll da eine echte (nicht technische oder statistische) Deflation kommen.

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BettyB. 07.01.2015, 18:58
49. Deflationsängste

Lachhaft. Lachhafte -0,2%. Wer wollte wegen dieser sein Kaufverhalten ändern? Ausgaben von 5000 Euro ergeben dabei die Ersparnis 10 Euro. Auf die Idee können nur Ökonomen kommen, die nicht rechnen können...

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