Forum: Wirtschaft
Reaktorunglück: Fukushima soll radioaktives Wasser ins Meer leiten
Issei Kato/Reuters

Mehr als acht Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima werden die Speicherkapazitäten für strahlendes Wasser knapp. Der Betreiber soll es nun in den pazifischen Ozean leiten.

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mantrid 10.09.2019, 08:48
1. Atomstrom ist ja sooo billig

Klar, wenn man die atomare Belstung global entsorgt, haben alle etwas davon. Müsste Tepco die atomaren Altlasten verantwortungsvoll entsorgen, wären die so was von Pleite. Aber Gier kennt keine Moral, siehe Vattenfall. Die wollen Entschädigung vor einem Schiedsgericht, weil sie die Atommeiler abstellen müssen, aber für die Altlasten sollen die Steuerzahler blechen. Ich hofrfe, die Bundesregierung stellt ihenn für den Fall, dass Vattenfall vor dem Schiedsgericht erfolgreich ist, jeden einzelenen Cent für die nächsten Jahrtausende in Rechnung.

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Meckerameise 10.09.2019, 08:53
2.

Dann brauchen wir uns ja nicht mehr Gedanken um Plastik und Öl im Meer zu machen. Kinder, eure Zukunft ist eine strahlende! Wir machen eine Hysterie um das bisschen Plastik von Obsttheken und Plastikhalme und auf der anderen Seite der Kugel kippt man schön radioaktiv verseuchtes Wasser in den Ozean.

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frerejaques 10.09.2019, 09:08
3. Havarie des gnadenlosen Profitdenkens

Das Terrain, auf dem der Reaktor errichtet ist, lag ursprünglich 35 m höher und wurde nur deshalb abgetragen, um Energie für die Pumpen zu sparen. Ohne diese Aktion wäre die Anlage vor einem Tsunami geschützt gewesen. Die potentielle Gefahr eines Tsunami-Havarie wurde aus Gründen der Betriebskosten-Senkung in Kauf genommen und von allen Sicherheitsexperten abgesegnet, einschließlich des Umweltministeriums, das nicht am Dienst der Natur, sondern unter der Kontrolle der Industrie steht.

Die Ableitung des kontaminierten Wassers ist ein Umweltverbrechen, das dem gnadenlosen Profitdenken geschuldet ist. Japan sollte dafür zur Rechenschaft gezogen werden - auch in finanzieller Hinsicht.

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Rahvin 10.09.2019, 09:30
4.

Den Japanern fehlt dahingehend leider jedwedes Bewusstsein. Sämtliche Japaner, mit denen ich über die Thematik "Atomstrom" und "Fukushima" gesprochen habe, gaben sich entweder ahnungslos oder recht unbesorgt. Die Regierung hätte schließlich alles im Griff. Dieses Vogel-Strauss-Denken ist weit verbreitet und wird oftmals mit Höflichkeit oder Zurückhaltung verwechselt. Man muss die Dinge einfach so benennen, wie sie sind: Solange die Japaner ihre Geschichte nicht aufarbeiten, ihre Umwelt nicht vor derartigen Schweinereien schützen, sind sie auf internationalem Parkett eigentlich nicht ernst zu nehmen. Die Unterordnung von Naturschutz gegen wirtschaftlichen Interessen und die allgegenwärtige Korruption gehören angesprochen und in irgendeiner Form sanktioniert, wenn man langfristig ein Umdenken erreichen will.

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felisconcolor 10.09.2019, 09:36
5. Die Quelle

Zitat von frerejaques
Das Terrain, auf dem der Reaktor errichtet ist, lag ursprünglich 35 m höher und wurde nur deshalb abgetragen, um Energie für die Pumpen zu sparen. ...
über diese Information hätte ich gerne.

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nikaja 10.09.2019, 09:42
6. Globalisierung

Nun ist endlich auch die Globalisierung im Katastrophenbereich angekommen. Man kippt den Dreck ins Meer und alle haben etwas davon. Dies wird stillschweigend vielerorts gemacht M, doch diesmal steht der Schuldige fest, Tepco oder die japanische Regierung. Alle halten den Mund, denn wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen schmeissen.

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didih432 10.09.2019, 09:42
7. Recherche komplettieren

BITTE.
Was bleibt zuletzt im Abwasser? Was hat TRITIUM für Eigenschaften? Und welche haben die evtl. noch vorhandenen Stoffe?

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antooneo 10.09.2019, 09:46
8. Schwache Radioaktivität ist kein Problem

Es ist in der Wissenschaft bekannt und auch schon oft publiziert worden, dass schwache Radioaktiviät (also deutlich unter 100 mSievert/Jahr) nicht nur unschädlich ist, sondern sogar gegen Krebs schützt. Da werden Politiker offenbar immer noch und immer wieder falsch informiert.

Nach Hiroschima hat man unter dem damaligen Schock ad hoc-Annahmen gemacht. Diese waren sehr fehlerhaft und wurden offiziell nie korrigiert.

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hsc71@gmx.de 10.09.2019, 09:47
9.

Zitat von Meckerameise
Dann brauchen wir uns ja nicht mehr Gedanken um Plastik und Öl im Meer zu machen. Kinder, eure Zukunft ist eine strahlende! Wir machen eine Hysterie um das bisschen Plastik von Obsttheken und Plastikhalme und auf der anderen Seite der Kugel kippt man schön radioaktiv verseuchtes Wasser in den Ozean.
Bei der Verdünnung im Meer ist nach kurzer Zeit kein Unterschied mehr zwischen natürlicher und eingeleiteter Radioaktivität festzustellen - simple Mathematik. Das Trinkwasser in einigen deutschen Regionen mit natürlichem Urananreicherungen ist da wesentlich höher radioaktiv als dann das Wasser im Pazifik in jener Region.

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