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Rechtswidrige Bankgebühren: Holen Sie sich Ihr Geld zurück!
REUTERS

Deutsche Banken haben ihren Kreditkunden unzulässige Gebühren in Milliardenhöhe berechnet. Freiwillig geben sie das Geld nicht her. Also müssen die Kunden selbst aktiv werden. Es ist ganz einfach - hier die Anleitung.

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Mara Cash 08.11.2014, 10:55
1. Was ist die Definition von

Ich zahle für einen Kredit von Anfang 2009 monatliche Gebühren von 1,10 Euro - eine Art Kontoführungsgebühr für den Kredit für eine Betriebsübernahme. Es handelt sich um einen Betriebsmittelkredit - ich bin Freiberuflerin. Nun die Frage: Sind die monatlichen 1,10 Euro Gebühren rechtens? Wären die 1,10 Euro rechtens, wenn es sich um einen reinen Konsumentenkredit gehandelt hätte?

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Volks.Hirn 08.11.2014, 11:01
2. Besondere Sorgfaltspflicht

steht im Gesetz. Und ist DIE Begründung für die einzigartige Fähigkeit der Banken Giralgeld zu "drucken".

Da darf man eigentlich erwarten das die Banken von SICH aus WIDER DEM GESETZ kassierte Gebühren zurückerstatten.

Ansonsten kommt der Verdacht aus das es sich um BETRUG handelt.

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thlogical 08.11.2014, 11:02
3. Antwort meiner Bank

Sehr geehrter Herr ...,

vielen Dank für ihre Mail. Leider können wir erst jetzt darauf zurückkommen, da der Sachverhalt vorab fallindividuell geprüft werden musste.

Zu den einzelnen in Rede stehenden Verträgen können wir Ihnen folgendes mitteilen:

Dem Abschluss der Dahrlehensverträge xxxx und xxxx ist unser Finanzierungsvorschlag vom 09.07.2012 vorausgegangen. Die bereits hierin aufgeführten Bearbeitungsentgelte blieben von Ihnen im Rahmen Ihrer Annahme am 12.07.2012. unkommentiert. Änderungswünsche hatten Sie nicht genannt, sodass wir Ihnen nach Herbeiführung der Entscheidung gleichlautende Dahrlehensverträge Mitte August vorlegten und Sie diese - ebenfalls unkommentiert - unterzeichneten.

Der BGH hat in seinem Urteilnur zu AGB-rechtlich vereinbarten Entgelten Stellung genommen. Den vorgeschalteten Finanzierungsvorschlag nutzen wir jedoch, um die Erwartungen unserer Kundschaft weitgehend in unsere Entscheidung einfließen zu lassen. Es handelt sich daher hinsichtlich der Bearbeitungsentgeldes nicht um formularmäßige Vertragsbestandteile, die AGB-rechtlich zu beurteilen wären. Individualvereinbarungen hingegenunterliegen grundsätzlich keiner gerichtlichen Überprüfung.

Einen Erstattungsgrund sehen wir nicht.

MfG

... hm für mich ist das Betrug an einem Kunden der das nicht weiß und vorallen seit wann sind Bearbeitungsgebühren verhandelbar? Das sind Volks und Raifeisenbanken!!!

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jakam 08.11.2014, 11:09
4.

Danke für diese Information, sofort viral über Facebook etc. verbreitet - ich kann nur hoffen, daß das jetzt viele tun, damit die Banken nicht damit durchkommen, das einfach zu behalten.
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no__comment 08.11.2014, 11:13
5. seltsame Regelung

Wenn ich den Zinssatz für einen Kredit-Vertrag mit meiner Bank aushandel und dabei eine Bearbeitungsgebühr einkalkuliert wird, kann ich nun sagen, dass mich der Vertrag nicht mehr interessiert und die Gebühr zurückfordern? Wäre ohne Gebühr nicht einfach der Zinssatz schlechter gewesen?

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NormanR 08.11.2014, 11:17
6. die Banken sind gnadenlose Raffzähne

danke, Herr Tenhagen.

Peinlich, daß man selber tätig werden muß nach einen Gerichtsbeschluß.
Typisch für Deutschland.

Genau, daß jeder für sich klagen muß.
Mit Recht hat das nix mehr zu tun.

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ChrisCCAA 08.11.2014, 11:18
7. Lieber Herr Tenhagen

bitte nennen Sie doch bitte konkrete Beispiele und den konkreten rechtsanspruch. So verwirren Sie die Menschen! Um den Rechtsanspruch mal klar zu stellen:
1. Die Urteile gelten nur für Verbraucher! Gebühren bei Gewerbetreibende sind zulässig.
2. Die Bearbeitungsgebühr muß klar benannt sein! Eine Kontoführungsgebühr für ein Darlehenskonto ist bisher nicht beanstandet worden!
3. Die meisten Bank die von dem Urteil betroffen sind, sind die Autobanken, Tragobank, Onlinefinanzierer und auch die Postbank. Diese haben ja immer die Kunden mit niedrigen nominalzinsen gelockt und dann bearbeitungsgebühren verlangt. Bei Sparkassen und Genossenschaftsbank war und ist eine zusätzliche prozentuale Bearbeitungsgebühr im Privatkundengeschäft unüblich.

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breisig 08.11.2014, 11:19
8. fehlerhafte widerrufsbelehrungen

klasse, jetzt macht doch bitte noch einen bericht über fehlerhafte widerrufsbelehrungen der banken bei immobilienkrediten und warum sich die banken mittlerweile zusammenrotten, damit betroffene keine ersatzkredite bei einer anderen bank bekommen.

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Creedo! 08.11.2014, 11:32
9. hm ...

Die Richter haben gesprochen! Hugh!
Nett für Bankkunden, aber irgendwie nicht nachvollziehbar. Also ein üblicher Richterspruch in Deutschland. Wie wird geurteilt, nach Recht und Gesetz? Nein, nach dem Prinzip des absurdestmöglichen Urteils. Entsprechend motiviert sind die Banken bei der Erstattung der Gebühren.
Denn: Was regen sich die Kunden auf? Die haben doch im vollen Bewußtsein anfallender Bearbeitungsgebühren den Kreditvertrag unterschrieben. Dabei hatten sie sogar noch eine nachträgliche Überlegungsfrist. Aber all das hat die Kreditnehmer nicht abgehalten, das Geld zu nehmen. Wie kommt man dann darauf, die Gebühren zurückzuverlangen? Pure Gier. Aber wie kommen Richter darauf, diesem Ansinnen Legitimation zu verleihen?
Begründung: Der Vertragsabschluss liegt im Interesse des Kreditinstitutes und weil es an der Kreditvergabe ein Interesse hat, darf es keine Gebühren erheben.
Nur: Wann darf man dann überhaupt Gebühren erheben?
Ich mußte letztens einen Strafzettel bezahlen. Neben der eigentliche Strafe mußte ich auch noch Bearbeitungsgebühren des Amtes abdrücken? Ja wieso? Die Erhebung und der Einzug der Strafe liegt doch im Interesse des Amtes. Wie können die da Gebühren erheben?
Oder wie schaut's mit meinem neuen Personalausweis? Da fallen Gebühren an. Warum? Die Ausstellung eines Ausweises liegt allein im Interesse des Amtes, der Gemeinde/Stadt bzw. des Staates. Ich will das Ding eigentlich gar nicht, muss es aber haben. Ich werde gezwungen, einen Personalausweis zu beantragen (zu verlängern) und soll dann Gebühren bezahlen? Tja, kann ich jetzt klagen, aber wohl ohne Erfolg, denn was dem Bankkunden recht ist, ist dem Staatsbürger noch lange nicht billig.
Das Urteil kann man also getrost in die Rubrik Bankenbashing (weils eben envogue ist) schieben. Und das sich die Banken da bitten lassen, ist nur allzu verständlich.
BMW würde auch nicht so zügig und selbstlos agieren, wenn z.B. ein Richter beschließt, dass Überführungskosten, die der Kunde vertraglich akzeptiert hat, unrechtens sind.

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