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Referendum in der Schweiz: Warum wir das Grundeinkommen für eine gute Idee halten - o
[DPA; imago;PR]

Am Sonntag entscheiden die Schweizer über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Wir haben sechs Prominente aus Politik und Ökonomie gefragt: Wie halten Sie es mit dem Grundeinkommen - und warum?

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adal_ 04.06.2016, 15:08
60.

Zitat von ludwigmvdr
als einer der hier genannten "Besserverdiener" tatsächlich, anders als einige glauben, bei dem Gedanken, wie schön das BGE für mich doch wäre. Ich würde vielleicht noch fünf Jahre mein Fell zu Markte tragen und schon bevor ich fünfzig bin, in die dann bereits opulent ausgestattete Ruhephase eintreten. Mit mir sicher ein ganz erheblicher Teil der bisherigen Leistungsträger - also die 90% der (Einkommens-) Steuerlast tragenden. Na, wie würde das den Gleichmachern dann gefallen ?
Kein Problem. Ihre opulente Ausstattung ist natürlich steuerpflichtig.

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INGXXL 04.06.2016, 15:08
61. #44

Und wer putzt dann die Klos? Und der Flüchtlingsströme wird noch mehr zunehmen. Oder sind die ausgeschlossen.

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hansfrans79 04.06.2016, 15:09
62.

Zitat von Berliner42
Frau Kipping träumt. Es ist überhaupt nicht gesagt, daß das BGE (die Bezeichnung leistungsloses Grundeinkommen gefällt mir besser) für all das ausreicht. Erstaunt bin ich über den Realismus von Herrn Giegold. Die BGE-Jünger haben alle nicht auf dem Schirm, daß das BGE für viele Empfänger eine Kürzung der Leistungen bedeuten würde. Während andere, die es nicht brauchen, es trotzdem bekommen. Das ist furchtbar ineffizient und erzeugt dramatische Fehlsteuerungen. Darüber hinaus glaubt doch eh keiner, daß die Kosteneinsparungen bei Arbeits- und Sozialämtern real wären. Wann baut denn der Staat solche Apparate ab?
Was soll die Frage? Genau darum geht es doch..
Und ja, natürlich "leistungslos".
In der modernen Arbeitswelt wird auch Ihr können nicht wirklich gebraucht, da es eh zu wenig zu tun für zu viele Menschen gibt.
Die Verbindung von Erwerbstätigkeit und Einkommen muss aufgelöst werden, die Welt hat sich verändert.

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turbomix 04.06.2016, 15:10
63.

Zitat von acitapple
Die Idee ist sicherlich vom Wunsch Gutes zu tun getrieben. Ich persönlich glaube nicht so recht daran. Wer so ein Einkommen bekäme würde bald nicht mehr arbeiten und somit auch nicht mehr produktiv am der volkswirtschaftlichen Leistungserbringung beteiligen. Das Pferd springt nur so hoch wie es muss.
Da verstehen Sie was völlig falsch. Nirgendwo wird bei einem BGE aufgefordert, nicht mehr arbeiten zu gehen. Als wäre es eine Pflicht nicht mehr arbeiten zu gehen. In Gegenteil, wer nicht mehr arbeiten geht, verliert die Privilegien eines BGE und muss das gleiche Prozedere wie heute durchmachen. Sperre, Jobcenter, Hartz IV. Wie kommt man bloß auf die absurde Annahme und Propaganda, dass man bei einem BGE nicht mehr arbeiten gehen müsste?

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lothar63 04.06.2016, 15:11
64. Grundrechenarten helfen

Vielleicht habe ich es nicht verstanden. Die Befürworter mögen mir helfen. Wenn jeder nur 10.000/Jahr erhält, kommen 800 Milliarden heraus, das doppelte des Bundeshaushaltes. Kranken-, Pflegeversicherung, ein Teil der Renten und einige andere Sozialleistungen müssen weiterhin irgendwie andere finanziert werden. Wie soll das gehen? Das bisschen Hartz IV und ALG kann es schon rechnerisch nicht gegenfinanzieren. Und ich prophezeihe: Bürokratie gibt es weiterhin massenhaft.

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michael1637 04.06.2016, 15:14
65. Im Prinzip eine gute Idee, aber mit unseren Politikern nicht machbar

Wenn die Digitalisierung der Produktionsprozesse weiter um sich greift und bestimmte Berufsgruppen, wie z.B. Lastwagenfahrer, einfach überflüssig werden, wird man ein BGE einführen müssen, weil sonst der gesellschaftliche Zusammenhalt einfach nicht mehr gegeben ist. Die Finanzierung wird dann durch die hohe Effizienz der Produktionsprozesse möglich werden (sonst wären die vielen Arbeitsplätze ja zuvor auch nicht weggefallen).
Ich sehe ein ganz anderes Problem: die klare Abgrenzung der Solidargemeinschaft. Heute kann jeder Migrant, der es irgendwie nach Deutschland schafft, damit rechnen, das er mit Hartz IV (oder vergleichbaren Sozialleistungen anderen Namens) durchgefüttert wird bis an sein Lebensende. Ein BGE in Deutschland würde eine Migrationswelle in Afrika und Asien auslösen, die die von 2015 weit in den Schatten stellt, und ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Politiker darauf angemessen reagieren.

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piper.arrowii 04.06.2016, 15:14
66. Wird in Deutschland nicht funktionieren

1. Welcher Politiker oder welche Partei hätte den Willen die Sozialbürokratie aufzulösen und die Mitarbeiter (besonders die Führungskräfte) auf die Straße zu setzen.

2. Welchem Beruf sollten diese Menschen in der realen Wirtschaft nachgehen ?

3. Welcher Politiker oder welche Partei hätte genug Mut, eine gerechte, alles umfassende, Besteuerung von Einkommen jeder Art durchzusetzen ?

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politikerkritiker 04.06.2016, 15:14
67. Wenn Leute wie

die Kommunistin Frau Kipping das gut finden, MUSS ein dicker Haken dran sein. Kommunisten könnten noch nie wirtschaften. Siehe DDR ....

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winello 04.06.2016, 15:15
68. Grundeinkommen

Mal abgesehen von der Finanzierbarkeit müsste das Grundeinkommen den grössten Teil der staatlichen Sozialleistungen ersetzen - was von den Befürwortern auch propagiert wird. Seitens der Verwaltungen auf allen Ebenen würden 10'000ende nicht mehr benötigt. Allein diese loszuwerden wäre auf Grund der Erfahrung kaum möglich. Man würde versuchen sie irgendwo unter zu bringen. Dann würde die Diskussion beginnen überall wo das Grundeinkommen nicht reicht, genau wie bei den heutigen Leistungen. Das Karussell begänne sich von neuem zu drehen - einfach eine Stufe teurer

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hotgorn 04.06.2016, 15:15
69. Sven Giegold

Behinderte können sich nur in sehr seltenen fällen Vermögen ansparen oder Luxusgüter kaufen. Mehr Sozialarbeit ist zwar nötig aber auch mehr finanzielle Beinarbeit für Behinderte. Was nützt es wenn Behinderte in einer WfBM arbeiten aber am Ende des Tages nicht für sich selbst sondern für den Bezirk arbeiten.
Ein Modell wäre eine staatliche BU die auch einspringt jemand vor dem Beginn der Arbeit erkrankt z.B. im Studium oder der Schulzeit, und er auch unabhängig von den Eltern versichert ist.

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