Forum: Wirtschaft
Referendum in Griechenland: Der Zocker
AP/dpa

Alexis Tsipras zockt: Mit seiner spontanen Referendumsankündigung löst der griechische Premier große Unruhe aus - in Griechenland wie im Rest Europas. Was hat er sich dabei nur gedacht?

Seite 2 von 29
sting111 27.06.2015, 09:59
10. Eine Annahme der Vorschlaege der EURO-Gruppe

sollte dann aber auch den Ruecktritt von Tsipras bedingen. Diese Regierung hat genug zerstoert, auf allen Feldern der Politik und des gesellschaftlichen Miteinanders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
großwolke 27.06.2015, 09:59
11.

Herr Christides, ich werde hier nicht (wie sonst) den Oberlehrer geben. Nur diese eine kleine Bemerkung: harte Entscheidungen sind nie einfach. Deswegen nennt man sie "harte Entscheidungen". Alexis Tsipras hatte nie eine reelle Chance, sein Wort zu halten. Ob er das vorher wusste, wissen konnte? Ich weiß es nicht. Jetzt quasi sein Versagen einzugestehen und sich eine demokratische Rückversicherung für sein weiteres Handeln zu holen, erscheint mir eher eine reife Entscheidung zu sein als Zockertum. Das Parlament hat es ja unabhängig vom Ausgang des Referendums immer noch in der Hand, sein Mandat zu beenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derhey 27.06.2015, 10:00
12. Hilfskredite

abgreifen bis nach der Auszählung und dann neu verhandeln, was denn sonst.
Und unsere Eliten in der Eurozone stehen staunend davor und lassen die Griechen gewähren - und den Lira-Draghi.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diekleinefrau 27.06.2015, 10:03
13. Macht der Geldgeber

Solche Schuldenkrisen gab es schon immer. Die Könige früher ließen dann einfach die Kreditgeber umbringen oder beseitigen, um ihre Probleme zu lösen. Demokratien ist das nicht möglich, anstatt der Gläubiger gehen sie unter. Denn das Geldverleihsystem ist krank von Anfang an. Es ist das eigentliche Problem seit Jahrhunderten und für viele Kriege verantwortlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bernadinho 27.06.2015, 10:03
14. Die Griechen werden ja sagen,

denn Umfragen belegen, dass mehr als 70% eine Einigung akzeptieren würden, um den Euro zu behalten. Das weiß Tsipras. Und daher ist dieses Referendum für ihn nur ein weiteres Druckmittel, um die Gläubiger dazu zubewegen, bei den Angeboten weiter auf Griechenland zuzugehen, sich zu einigen und mehr Zeit zu gewinnen für weitere ELA-Ausschüttungen. Denn andererseits würde es heißen, Europa hätte sich einer demokratischen Entscheidung der griechischen Bevölkerung verweigert!
Europa sollte sich auf diese linke Weise aber nicht erpressen lassen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
beyondthinking 27.06.2015, 10:08
15. Erfrischend...

wenn in Europa endlich mal die Menschen selbst über ihr Schicksal entscheiden dürfen. So etwas käme in Deutschland nie vor. Auch wenn das Ergebnis natürlich wieder "alternativlos" sein wird...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bahnfahrer27 27.06.2015, 10:08
16. tja, was hat sich Alexis dabei nur gadacht?

Das Volk zu befragen. Wo kommen wir denn dahin in Europa, wenn wir jetzt auch noch anfangen das Volk nach seiner Meinung zu befragen.
Kein Wunder, dass Europa - genauer die EU - in tiefer Sorge ist und heller Aufregung ist. Demokratie ist schließlich nicht vorgesehen im Europa der EU.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sybille 27.06.2015, 10:10
17. Nur konsequent

Syriza, Tsipras und Varoufakis sind angetreten und gewählt worden, weil die Griechen eine humanitäre Katastrophe erleben. Wir reden hier von Menschen, von ganz normalen Menschen, die sich das vom Leben erhofft haben, was sich alle Menschen erhoffen. Das wird in all den Diskussionen gerne unterschlagen bzw. mit voller Absicht vergessen. Denn die sog. Institutionen haben nur eines im Blick: die Banken, die sog. Märkte. Diese Märkte haben aber kein Interesse an Menschen, die kosten bloß. Und wenn Tsipras ein Referndum ankündigt und in Griechenland durchführen lässt, ist das eine Konsequenz seiner Haltung, seines Wahlversprechens eine Besserung für das griechische Volk, für die Menschen herbeizuführen. Wenn die sog. Instituitionen nicht mitspielen, dann deshalb, weil sie Vertreter der Märkte sind und nicht Vertreter der Menschen in Europa oder - im Falle IWF - der Welt. Ich wünsche Syriza einen langen Atem, ihre Haltung, ihr Verständnis von Menschen und Wirtschaft in die Welt zu tragen. Denn humanitäre Katastrophen haben wir auch in der Bevölkerung Portugals, Spaniens etc. In all den Ländern, in denen angeblich alles so toll läuft. Auch in Irland gibt es zu viele Menschen, die den Erfolg der Märkte bezahlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mapomuc01 27.06.2015, 10:11
18.

Zitat von berthold.moeller
Nun, ob eine Demokratie ist es doch gut an und zu mal dass Volk zu fragen. Die Schweizer machen dass erfrischend oft! Den Griechen bleibt zu wünschen, dass sie gut informiert sind und sich richtig entscheiden. Dass bringt auch dem Rest von Europa die nötige Klarheit.
Richtig - Demokratie ist gut und ich fordere eine Abstimmung in Deutschland ob auch nur ein Euro an Steuergeldern noch nach Griechenland gehen darf. Wenn schon direkte Demokratie, was auch so gesehen werden kann, dass sich Politiker scheuen Verantwortung zu übernehmen, dann für alle. Doof nur, wenn es dazu käme, die Griechen zwar die Bedingungen annehmen würden, die Franzosen, Polen, Deutschen etc. aber nicht mehr dazu bereit wären, Griechenland weiter Kredite zu gewähren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merokutt 27.06.2015, 10:11
19.

Was spricht denn dagegen, die zu befragen, die es direkt betrifft? Nur weil sonst überall über die Köpfe hinwegregiert wird, heißt es doch nicht, dass Tsipras das auch tun muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 29