Forum: Wirtschaft
Referendum in Griechenland: Tsipras' gefährliches Kalkül
REUTERS

Mit einem Referendum will sich Griechenlands Ministerpräsident Tsipras aus den festgefahrenen Verhandlungen mit den Geldgebern befreien. Doch darauf dürften sich die Gläubiger kaum einlassen. Griechenland droht ein ökonomisches Chaos.

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Gaussen 27.06.2015, 14:19
340. Griechischer Wein und griechischer Sonnenstich führen zu Spätfolgen.

Der Unsinn aus Griechenland ist wohl diesen beiden Faktoren geschuldet. Und manchmal kommt noch ein dritter Faktor dazu: Koks.

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maximilianhoffahrt 27.06.2015, 14:20
341. Merkel und die anderen

Politiker von Welt lassen sich wie Schulbubeb vorführen. Ist es denen eigenlicht nicht peinlich ?

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Hello2 27.06.2015, 14:21
342. aber das passt doch...

Zitat von Watchtower
Inhalt und Tragweite des EU-Vorschlags verstehen Tsipras und Genossen augenscheinlich selber nicht; also soll das Volk Ihnen bei der Würdigung helfen...welch eine Amateur-Truppe....
prima zu Wein, Käse, Oliven und ein bissel Tourismus.

Die Griechen wollen leben wie eine erste Welt Land..aber
das ist maximal 2te oder 3te Liga....das geht nicht...die sind einfach nicht in der Lage solche Löhne und Gehälter zu bezahlen...da geht nix..... Da muss mehr kommen wenn man teure Beamte in Brüssel und anderswo bezahlen will..sorry...kein weiteres Geld aus Germany. Aus die Maus, das ging schon viel zu lang...Reform ab heute mit Vollgas oder am 30.06. ist Ende der Durchsage

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teacher20 27.06.2015, 14:21
343. Auf den Kopf gestellt

Zitat von Jablonec-Karl!
Hr. Zsipras ein Referendum ueber das SPARDIKTAT die EU&IWF durchfuehren will, ist Absolut Richtig und auch Vollkommen Verstaendlich! Es kann Nicht sein, das die EU&IWF ein Ganzes Volk in die Verelendung und Voellige Armut und Hoffnungslosigkeit stuerzen wollen, NUR um die Linke Regierung in Athen zu bestrafen! Zu bestrafen dafuer, das die griechische Regierung nicht Bedingungslos nach der Pfeife der EU&IWF tanzt!
Sie stellen die Dinge auf den Kopf.

Es geht hier weder darum, die "linke Regierung in Athen zu bestrafen", weil sie "nicht bedingungslos nach der Pfeife der EU&IWF tanzt".

Zunächst einmal hat sich Griechenland den Verlauf der Ereignisse, der das Eingreifen von EU und IWF nötig machte, durch seine Unfähigkeit, vernünftig zu wirtschaften, SELBST ZUZUSCHREIBEN.

Ein Land wie Irland z.B., das in einer ähnlich misslichen Lage steckte, ist durch harte, von den selben "Bösewichtern" auferlegte, Sparmaßnahmen längst aus dem Gröbsten heraus.

Warum nicht auch Griechenland, in das zwischenzeitlich weit mehr Kredite geflossen sind?

Ist es so verwegen, dafür den FEHLENDEN WILLEN sowohl der griechischen Regierung als auch der griechischen Bevölkerung, ECHTE Reformen einzuleiten, die einen jahrelangen Zustand beenden, in dem man auf Pump schlicht weit über die eigenen Verhältnisse lebte, verantwortlich zu machen?

Es geht auch nicht darum, "ein ganzes Volk in die Verelendung und völlige Armut und Hoffnungslosigkeit (zu) stürzen".

Das sind antikapitalistische Versatzstücke aus der "realsozialistischen" Mottenkiste, selbst wenn man unterstellt, dass der IWF keine Non-Profit-Menschenrechtsorganisation ist.

Es geht nur darum (DASS man Griechenland NICHT FALLEN LASSEN will - wofür es z.T. schwierig ist, Verständnis aufzubringen), wird permanent deutlich gemacht, dem griechischen Volk eindeutig vor Augen zu führen, in welcher Zwangslage es durch SEIN EIGENES VERSCHULDEN steckt und dass es nur durch hartes Gegensteuern mittel- bis langfristig wieder ein tragbares finanzielles Fundament errichten kann (resp. überhaupt erst einmal errichten muss).

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Ruhri1972 27.06.2015, 14:21
344.

Frau Merkel - Herr Gabriel - ich warte auf die Volksabstimmung in Deutschland. Ich bin überzeugter Europäer- die Bankenhoerigkeit unserer Regierung führt aber zu Teilung der Europäer. Teile und Herrsche sollte nicht der Weg sein.

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rexsayer 27.06.2015, 14:21
345. Jetzt verabschiedet sich der Staat der Fälscher !

Für den Niedergang seines Landes macht der Multimillionär und Reeder Evangelos Angelakos die griechische Politik und die Bürokratie verantwortlich. An einen korrupten Staat will er keine Steuern zahlen. "Oder würden Sie Ihr Geld Al Capone geben?", fragt der Reeder.

https://www.youtube.com/watch?v=QIlqJbLdB78

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hermes_goetterbote 27.06.2015, 14:21
346. Danke!

Zitat von plleus
Als wirklich Betroffener konnte man sich m.E. seit langem eine Meinung bilden. Keiner dieser Vorschläge ist so gavierend neu und wurde in den Medien von Fachleuten bereits diskutiert. Die EU fordert alles 'genau so' im Detail, was aus meiner Sicht schon mehr als fragwürdig ist. Die Sache mit den Träger war aus meiner Sicht deshalb banal, weil wohl jeder Bauherr die Notwendigkeit einer Statik kennt und akzeptiert. Ich habe das beim Hausbau jedenfalls so gesehen.
Danke! Im Namen des Statikers, der die Standsicherheit Ihres Hauses nachweisen durfte :)
Es gibt aber - leider - ganz andere Beispiele, wo Uneinsichtigkeit und Besserwisserei überwiegen.

Zu den Details: Es stimmt, die EU & co sind sehr detailversessen - oft bis zum Excess.
Auf der anderen Seite waren die meisten Äußerungen der griechischen Politiker (ich habe sie - so weit möglich - ungefärbt gelesen, Herr Varoufakis ist sehr mitteilungsfreudig) nur die Darstellung von Ideen, denen die Substanz - die pragmatische Umsetzung und die zu erwartenden Ergebnisse - fehlte. Es reicht nicht aus den Klientelismus/Steuerhinterziehung etc. bekämpfen zu wollen, ohne zu wissen wie es gehen soll.

M.E. wurde einfach zu viel Zeit und Energie (auf beiden Seiten) vergeudet, anstatt sich der langfristigen Lösung der Probleme zu widmen.

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tailspin 27.06.2015, 14:22
347. Machen Sie doch mal die Augen auf

Zitat von Daedalus
Represäntative Demokratie hat schon ihren Sinn! Man wählt ja schließlich Leute, von denen man denkt, dass sie die eigenen Interessen am besten vertreten können oder werden. Direkte Demokratie ist für derart kurzfristige Entscheidungen vollkommen ungeeignet, so etwas benötigt monatelangen Vorlauf. Den hat Griechenland aber nicht mehr. Von daher ist das nur eine weitere Nebelkerze der linken Zockerregierung. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass diese nun das Fass endgültig zum Überlaufen bringen wird.
Niemand anderes als die repraesentative Demokratie auf allen Seiten der Beteiligten, Geber- und Nehmerlaender, hat Griechenland in diese Situation gebracht. Es gibt nicht anderes. Und nun soll ein einziges Volks-Referendum ungeeignet sein? Unlogischer gehts nicht mehr.

Die Repraesentativen bringen es nicht. Man kann das Problem nicht mit den gleichen Methoden loesen, die das Problem erst geschaffen haben.

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barf 27.06.2015, 14:23
348. Sie verstehen wie die meisten die Zusammenhänge nicht

Zitat von tobiash
Wenn die eigenen Wege bedeuten, sich Milliarden von Euronen zu leihen, um den eigenen Sozialismus zu bezahlen und hinterher die Gläubigr zu bbeschimpfen, dann ist das gut so. Genau die richtige Antwort auf die Schauspieler Tsipras & Co. Wer den Weg der Leistungslosigkeit gehen möchte, der soll das tun. Aber nicht mit. meinem Geld!
1. Das Geld, dass nach Griechenland fließt, ist nicht "Ihr" Geld. Es wird im Wesentlichen von der Zentralbank geschöpft. Es gibt auch Staatsgarantien, aber die dienten im Wesentlichen der Stützung der griechischen Banken (siehe 2. Punkt). In der Theorie könnten wir alle demnächst per Inflation dafür bezahlen (und in der Praxis gibt es diese Inflation ja auch schon, und zwar auf dem Immobilienmarkt), aber das gilt dann genauso gut für andere Euro-Länder.

2. Das Geld, das bisher nach Griechenland geflossen ist, ist zum allergrößten Teil nie bei den Griechen angekommen (insofern ist ihre Bezeichnung "Sozialismus"/"Leistunslosigkeit" völlig absurd), sondern floss hauptsächlich direkt zurück nach Deutschland uns Frankreich. Es handelte sich hier mitnichten um eine "Griechenland-Rettung" (sowohl "Griechenland" als auch "Rettung" ist definitv falsch), sondern v.a. um ein Stützungsprogramm für unsere einheimischen Banken.

3. Wo sie von "Ihrem Geld" reden: was würden Sie tun, wenn sie heute Grieche in Griehenland wären? Würden Sie Ihr Geld abheben oder nicht?

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OskarMaria 27.06.2015, 14:23
349. Griechischer Kindergarten

Es ist schon richtig, in wichtigen Fragen das Volk zu befragen. Dazu gehört sicher auch der Ausstieg aus dem Euro oder die Aufkündigung der Mitgliedschaft in der europäischen Union. Soweit würde die griechische Regierung konsequent und legitim handeln, fraglich ist nur, ob das eigentlich auch ihr Wunsch ist?

Denn eigentlich will die Regierung Tsipras weder den Euroraum verlassen, noch die Segnungen Europas verlieren. Nur eben die eingegangenen Verpflichtungen aus den Krediten der Vergangenheit, die will man nicht erfüllen. Denn das griechische Volk hätte schließlich
bei der letzten Wahl anders entschieden.

Die Griechen sind da nicht gänzlich allein - der Vertragsbruch und nationale Egoismen sind inzwischen gängiger Bestandteil europäischer Politik. Das fängt bei den Flüchtlingsfragen an, das beinhalten die Sonderwünsche der Briten und das gipfelt in der gemeinsamen Finanz- und Währungspolitik. Griechenland ist dabei nur der Kindergarten Europas, wo die kleinen Egoisten rotzfrech ihre Sandkastenspiele durchziehen.

Populismus kann man mit kindlichem Denken gleichsetzen. Fordert man: "Wollt ihr alle friedlich und in Wohlstand zusammen leben?" Dann wäre eine 100%ige Zustimmung sicher. Trotzdem kann es bereits in der nächsten Sekunde Streit geben. Im Kindergarten, weil Peter der Petra ihr Schäufelchen weg genommen hat. In der Politik, weil Irland zwar durch Europa finanziell gerettet werden wollte, aber jetzt keine Flüchtlinge solidarisch aufnehmen will.

Griechenland hat eine populistische Regierung gewählt, die meinte die Regeln Europas zu ihren individuellen Gunsten verändern zu können, die meinte die Gesetze der Logik und Mathematik außer Kraft setzen zu können, die meinte, dass man aus fünf Broten und zwei Fischen ein
ganzes Land ernähren könne.

Das entsprach durchaus Kindergartenlogik, wenn Varoufakis im Fernsehen eloquent verkündete:"Nein, wir wollen Europa um kein neues Geld bitten. Im Gegenteil, wir sind der Ansicht, dass Europa Griechenland bereits viel zu viel Euros geliehen hat!" Und im Nachsatz dann um neue Investitionen in Griechenland bittet, die dortige Wirtschaftsleistung anzukurbeln. Für die natürlich frisches Geld notwendig wäre.

Und auch Tsipras versprach vor der Wahl die Verabschiedung eines zwei Milliarden Euro umfassenden Sozialprogramms, eine Erhöhung des auf Betreiben der Troika gesenkten Mindestlohns, ein (aus EU-Mitteln zu finanzierendes) Fünf-Milliarden-Euro-Paket zur Stimulierung der griechischen Wirtschaft, eine Rücknahme der Kürzungen von Renten und Beamtenbezügen sowie einen Erlass des größten Teils der griechischen Schulden. Dumm nur - Tsipras ist nicht Jesus, der aus 5 Broten und 2 Fischen tausende Menschen satt machen konnte (Markus 6,32-44).

So wenig die Politik des IWFs in vielen Fragen überzeugen mag, da hatte Madame Lagarde sicher recht, wenn sie endlich mit Erwachsenen verhandeln wollte. Das jetzt geplante Referendum ist das nächste Kindergartenspektakel. Denn natürlich lehnt das Volk das Spardiktat der "schwäbischen Hausfrau" ab und will was stattdessen? Ein gutes Leben, Wohlstand und soziale Absicherung - wie wir alle eben.

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