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Reform der Erbschaftsteuer: Was vom Erbe übrig bleibt
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Wie hoch darf der Staat eine Erbschaft besteuern? Bis Juni muss die Bundesregierung neue Antworten finden. Theoretisch begründen lässt sich jeder Steuersatz - von null bis 100 Prozent.

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Pless1 11.02.2016, 14:17
80.

Zitat von mathiew69
ja, die steuern sind vielerorts teilweise höher. ABER auch die Freibeträge. in USA teilweise 2,5 MIO. Damit könnte der Mittelstand leben. Träfe dann die wirklich Reichen. Mit 1-2 Mio ist man im Vergleich zu den wirklich Reichen nicht reich....
Nein, die träfe es nicht. Die würden ihren Wohnsitz nach Monaco oder Vaduz verlagern und wären in Deutschland nicht mehr steuerpflichtig.

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peter_freiburg 11.02.2016, 14:20
81.

Zitat von aixlight
Sie haben das Prinzip des Freibetrags nicht verstanden. Bei 2 M€ Freibetrag müssten Sie dann 200.000 versteuern, mit z.B. 10% bleiben 20.000 € Steuern. Das zahlen andere an Miete in einem Jahr an irgendeinen Hauserben.
ok, verstanden

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Neulandbewohner 11.02.2016, 14:20
82. Danke!

Zitat von jan07
Einkommen ist Einkommen, ganz gleich, woher es kommt. Natürlich darf ein Einkommen nur einmal versteuert werden - aber immer bezogen auf den, der das Einkommen erhält. Insofern ist eine Erbschaft ein Einkommen wie jedes andere, das z.B. durch eine Erwerbstätigkeit erworben wird. Es sollte nach genau den gleichen Regeln versteuert werden. Einzige Ausnahme sind Betriebsvermögen, weil daran Arbeitsplätze hängen.
Endlich mal jemand, der sich wohltuend von der Masse derer abhebt, die immer etwas von Doppelbesteuerung krakeelen. Für den oder die Erben ist das geerbte Vermögen schlicht und einfach unversteuertes Einkommen. Und es gibt nicht wenige Volkswirtschaftler die fordern, daß leistungsloses Einkommen (Erbe, Zinseinkünfte usw.) mindestens gleich besteuert werden muss wie Arbeitseinkommen.

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thomas1506 11.02.2016, 14:22
83. Progressive Erbschaftssteuer sinnvoll

Im Prinzip kann es so bleiben, nur sollten die Steuersätze angepasst werden. Über den Eingangssteuersatz kann man ja gerne verhandeln (ab 500.000 oder eine Million?)
Nur sollte es darüber hinaus deutliche Abschläge geben. Warum soll nicht der Staat 50% der Gewinne von Aldi & Co erhalten?
Die Zerschlagung von Familienunternehmen wird man doch wohl verhindern können. Die Anteile wandern an den Staat, das operative Geschäft verbleibt wie gahabt. Gewinne werden dann anteilig abgeführt. Wäre eigentlich ganz einfach.
Nur gilt auch hier: Es muss eine internationale Lösung gefunden werden, die es Steuerflüchtlingen schwer macht.

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misterknowitall 11.02.2016, 14:23
84.

Zitat von DrStrom66
und manifestiert nur die Abhängigkeit vom Staat. Steuern sind immer schon von den Mächtigen eingezogen worden um ihre Macht zu festigen und um weiter an der Macht zu bleiben. Wenn man ich die Geschichte der Steuern an sieht , ist es immer das einsammeln Werten durch die Mächtigen, die damit Kriege führten oder ihren Lastern frönten.
Unfug. Sicher gibt es Steuern (paradebeispiel Sektsteuer) die in Ihre Argumentation passen, aber der Großteil wird in die Sozialkassen, unsere Infrastruktur und die Sicherheit investiert. Es ist doch eher so, das die reichen und mächtigen keine oder kaum Steuern zahlen und da liegt der Hase im Pfeffer.

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peter_freiburg 11.02.2016, 14:23
85. nicht so radikal

Zitat von desertmole
Der Erber hat ja auch nichts dafür getan. Man sollte gar nichts mehr vererben dürfen, auch keine Konzerne, Kunstgegenstände (da dürfte so manch einer in NY nach Luft schnappen) und alles verfällt an den Staat. Dafür brauchen die Arbeitnehmer (Beamte ausgeschlossen) keine Steuern mehr zahlen und wir haben eine gerechte Welt.
das macht aber keinen Sinn... denn kein Mensch würde etwas aufbauen oder anschaffen, dass es zu vererben gäbe. Wozu auch? Wenn dann die Arbeitnehmer auch noch keine Steuern zahlen, hätte der Staat ja bald gar nichts mehr, keine Steuern, keine Erbeinnahmen :).

So funktionierts auch nicht. Und warum gleich so radikal? Warum nicht Erbschaftssteuer über einem gewissen Freibetrag sehr stark steigern (plus Kapitalertragssteuer stark steigern) und die Lohnsteuer senken?

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Reinhold Schramm 11.02.2016, 14:24
86. Arbeit und leistungsloser Reichtum

Ein Arbeiter bekommt nach 45 Vollzeitarbeitsjahren -- ohne Arbeitslosigkeit -- eine Netto-Altersrente in Höhe von mtl. 1.500 Euro.
Frau Susanne Klatten, Erbin aus der Quandt-Familie, verfügt über ein Kapital- und Privatvermögen in Höhe von rund 24.000.000.000 Euro (24. Mrd.).
Nachweislich lagen die persönlich leistungslosen Jahresdividenden der Fam. Quandt, Hauptaktionäre bei der BMW AG, zeitweilig bei mehreren Hundert Millionen Euro. Selbst deren Steuer an die Staatskasse wäre ein Ergebnis aus der Wert- und Mehrwertschöpfung der großen Mehrzahl der BMW-MitarbeierInnen.
Was ist im Vergleich dazu der Einbruch in eine Bank? Der Unterschied besteht darin, dass es für den Bankraub eine mehrjährige Haftstrafe gibt, aber für den persönlich leistungslosen Dividenden-Aktionär und vorgeblichen 'Wohltätigkeitsstifter', ein Bayrisches Verdienstkreuz.

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wut62 11.02.2016, 14:24
87. Erbschaftssteuer ist falsch

Viele argumentieren, dass es sich um versteuertes Einkommen handelt. Ich halte dieses Argument für vollkommen richtig. Alles andere wäre ein willkürlicher Eingriff in die Freiheit der Bürger. Derjenige der gespart hat, wird bestraft wenn er seinen Kindern etwas vererbt. Auch Kinder haben etwas während des Vermögensaufbaus geleistet. (evtl. Verzicht auf geregeltes Familienleben, usw.).Derjenige, der sein Vermögen "verprasst" hat, hat außer Konsumsteuer nichts für die Gesellschaft geleistet.
Der Ansatz muss völlig anders sein. Die Progression in der Versteuerung der Einkommen muss beibehalten und angepasst werden. Einkommen über einen bestimmten Betrag, halte ich für gesellschaftlich untragbar. Millioneneinkommen müssen mit einem hohen, steigendem Steuersatz besteuert und mit einem Solidarbeitrag für die Sozialkassen belastet werden. Solange Einkommen über z.B. 1 Millionen nur mit 47 % besteuert werden und nach der Beitragsbemessungsgrenze nicht mehr sozialversicherungspflichtig sind oder privat versichert sind und überhaupt nicht in die Sozialversicherungen einzahlen, gibt es keine Gerechtigkeit. Wie sind Einkommen von über 1 Millionen (als Beispiel) überhaupt zu rechtfertigen?

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flexier 11.02.2016, 14:26
88. Da fällt dann Schenkungssteuer an!

Zitat von mikechumberlain
Und wenn Sie Ihr Auto Ihrem Sohn schenken, muss der dann auch nochmal 19% Mehrwertsteuer bezahlen? Nee, gell!
Je nach Steuerklasse und Wert bis zu 50% !!!

http://www.erbrecht-einfach.de/schenkung/schenkungssteuer-hoehe-und-freibetrag.html

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fritzyoski 11.02.2016, 14:27
89. Erbschaftssteuer

Vor dem Ableben wird das Vermoegen in Bargeld oder Edelmetalle umgewandelt und ohne grosse Formalitaeten an die naechste Generation weiter gegeben. Wer unbedingt Erbschaftssteuer bezahlen will soll das von mir aus machen, ich halte mich da vornehm zurueck ;)

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