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Reform für Unternehmen: Wie Macron den Steuerwettlauf in der EU entschärfen will
REUTERS

Diese Reform hätte Symbolcharakter: Frankreichs Präsident Emanuel Macron will die Unternehmensteuern in der EU vereinheitlichen. Was spricht dafür, was dagegen? Der Überblick.

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Freidenker10 27.09.2017, 16:30
1. Transferunion

Blablabla, was Macron am Ende des Tages sehen will ist deutsches Geld für seine Reformen im eigenen Land! Der Umweg über die EU ist doch nichts als Trickserei um zu verschleiern das Frankreich abgewirtschaftet hat und nun auch Geld aus den Töpfen möchte! Da aber vor Jahren die rote Linie Italien gezogen wurde, kann er als Franzose nicht direkt auf deutsche Hilfen hoffen. Am Ende dieses ganzen Wahnsinns wird dann die Transferunion stehen! Und genau das ist meine Befürchtung mit Merkel an der Spitze, die für weltweites Schulterklopfen alles tun wird! Hoffe die FDP steht zu ihrer Meinung zu diesem Thema und wirft es nicht wegen eines Ministeramtes über Bord!

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marty_gi 27.09.2017, 16:30
2. Nichts!

Nichts spricht gegen ein einheitliches Steuerrecht. Dazu dann bitte einen einheitlichen Mindestlohn, ein Preisgefuege, dass der einheitlichen Waehrung entspricht, und schon waeren wir dem, was mit Euro und Europa mal auf Wirtschaftsebene angedacht war, merklich naeher.
Wer dagegen ist sieht nur schon wieder die eigenen Felle davonschwimmen....

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seinedurchlaucht 27.09.2017, 16:33
3. Bitte nicht

Je weniger Wettbewerb, desto weniger strengen die Staaten sich an. Nach der Staatsfinanzierung der Notenbank durch die EZB wäre das ein weiteres Signal in Richtung "weniger Wettbewerb". Die EU hat schon zu viel Zombie-Unternehmen

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peeka(neu) 27.09.2017, 16:34
4. Nanu

Die Frage ist doch nicht, wie hoch die Körperschaftsteuer ist, sondern wie hoch die Steuer bei Gewinnausschüttung liegt. Und hier gilt - man korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege - der Spitzensteuersatz.
Und das Beispiel Gewerbesteuer zeigt auch noch zusätzlich das Problem: Diese Steuer geht an die Kommune, darauf hat die EU selbst bei einer Harmonisierung der Körperschaftsteuer keinen Einfluss.

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peer west 27.09.2017, 16:43
5.

Zitat von marty_gi
Nichts spricht gegen ein einheitliches Steuerrecht. Dazu dann bitte einen einheitlichen Mindestlohn, ein Preisgefuege, dass der einheitlichen Waehrung entspricht, und schon waeren wir dem, was mit Euro und Europa mal auf Wirtschaftsebene angedacht war, merklich naeher. Wer dagegen ist sieht nur schon wieder die eigenen Felle davonschwimmen....
...und natürlich den Schuldenerlass für jene, deren Schulden nicht dem "Preisgefüge" entsprechen. Dann ich bin dabei!

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steuerbelasteter 27.09.2017, 16:52
6. Schlupflöcher der Konzernbesteuerung schliessen

Genau so wichtig wie die Annäherung des Belastungsniveaus ist es, durch Schliessung der entsprechenden Steuerschlupflöcher einen angemessenen Beitrag der grossen internationalen Konzerne zum Steueraufkommen der EU-Länder zu erzwingen. Das ist bisher durch den enormen Einfluss der Lobbyisten weitgehend verhindert worden und zwar trotz anders lautender Bekundungen auch bei uns. Die Unternehmensteuerreform 2008 hat eine deutliche Verbesserung mit Aufkommenssteigerungen bei Körperschaft- und Gewerbesteuer gebracht. Hier muss man sich warm anziehen, weil sich das Problem nicht nur bei den europäischen Grosskonzernen sondern v.a. auch bei den einflussreichen amerikanischen Unternehmen (Apple, Google, Microsoft) stellt. Es gibt steuertechnisch durchaus wirkungsvolle Ansätze (Zinsschranke und Hinzurechnungsbesteuerung der Gewerbesteuer), mit denen manipulative Gewinnverlagerungen bekämpft werden können. Man stöst hier aber, wie schon erwähnt, auf harten Lobbyistenwiderstand, der inbesondere bei der UNION, aber auch in anderen Parteien auf offene Ohren trifft.

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Biraso 27.09.2017, 16:59
7. Finde ich einfach

gut. Diesen weg einzuschlagen ist unglaublich sinvoll udn erschwert Unternehmen die Steuerflucht. Dieser Ansatz kann auch verhältnismäßig hoch sein, da Europa sich in einer so guten Logitischen Lage befindet,d ass es sich immer noch lohnen würde nicht nach USA oder sonst wo hin zu wandern.
Infrastruktur bedingt ist halt Europa schon ein Weltweiter Spitzenreiter.
Die Karte sollte auf jedenfall mal ausgespielt werden.

Macro macht sich defenitiv immer sympathsicher. Wundert mich, dass solche Vorschläge genau wie die Finanstranktaktionsteuer von einem damaligen Investmentbänker kommen und er diese auch wirklich durchsetzen will.

Scheinbar hatter er bei seinem alten Arbeitgeber schlechte erfahrungen gemacht :D

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jobode 27.09.2017, 17:01
8. @Freidenker10

Zitat von Freidenker10
Blablabla, was Macron am Ende des Tages sehen will ist deutsches Geld für seine Reformen im eigenen Land! Der Umweg über die EU ist doch nichts als Trickserei um zu verschleiern das Frankreich abgewirtschaftet hat und nun auch Geld aus den Töpfen möchte! Da aber vor Jahren die rote Linie Italien gezogen wurde, kann er als Franzose nicht direkt auf deutsche Hilfen hoffen. Am Ende dieses ganzen Wahnsinns wird dann die Transferunion stehen! Und genau das ist meine Befürchtung mit Merkel an der Spitze, die für weltweites Schulterklopfen alles tun wird! Hoffe die FDP steht zu ihrer Meinung zu diesem Thema und wirft es nicht wegen eines Ministeramtes über Bord!
entspricht die 10 in Ihrem Nick Ihrem Alter?
Ihr Kommentar hat irgendwie nichts mit dem Thema zu tun. gibt es auch etwas inhaltliches zu dem Thema "Vereinheitlichung der Unternehmenssteuer"?

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VoKut 27.09.2017, 17:01
9. Bisher war ich ein EU-Gegner, und zwar DIESER EU,...

ich bin aber überzeugt, dass die Vorschläge des Emanuel Macron eine Debattengrundlage bilden!
Dem Berliner Fenster (U-Bahn-"Fernsehen"), deren Textlänge allerdings nur Teasern entspricht, war gestern als Zusatzinformation nämlich noch zu entnehmen, dass diese Anpassungen bei "gleichen Bedingungen" erstrebt sein.
Meine bisherige Begründung gegen eine weitere Verdichtung der EU war unter Anderem, dass ich nicht bereit bin, bis 67 zu arbeiten, um den Franzosen die Rente mit 62 zu finanzieren. Oder die deutsche Einlagensicherung zu verwenden, um Italiens Banken/Sparer zu retten.
Ich hoffe, auf diesem Wege treffen sich die EU-Mitgliedsstaaten, denn eines erscheint mir sicher: Gelingt dies nicht, dann wird sich die EU in wenigen Jahren auflösen!
Bei jeder Wahl irgendwo steht ja inzwischen die gesamte EU auf dem Spiel.

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