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Reform für Unternehmen: Wie Macron den Steuerwettlauf in der EU entschärfen will
REUTERS

Diese Reform hätte Symbolcharakter: Frankreichs Präsident Emanuel Macron will die Unternehmensteuern in der EU vereinheitlichen. Was spricht dafür, was dagegen? Der Überblick.

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Grübler 27.09.2017, 22:05
50. Zusatz:

Es ist beschämend, dass hier einige immer wieder nur die Tiraden davon bringen, dass deutsches Steuergeld abgezogen werden soll. Deutschland profitiert wirtschaftlich am meisten von der EU. Wo geht denn der Großteil der deutschen Exporte hin?!? Ist das so schwer zu verstehen? Wenn wir in der EU keine Harmonisierung auf politischer Ebene erreichen und Länder um uns herum wirtschaftlich zusammenbrechen, wird es auch keine Abnehmer mehr für deutsche Produkte geben. Dann wird der wirtschaftliche Verlust deutlich größer. Von den folgenden politischen Instabilitäten in Europa mal gabz abgesehen. Warum reicht bei manchen Leuten der Wahrnehmungshorizont nur bis zum eigenen Gartenzaun? Rational unverständlich und einfach nur traurig.

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theodtiger 27.09.2017, 22:15
51. Chancen nutzen

In der EU brauchen wir kein Steuerdumping, denn das macht uns insgesamt ärmer. Nur wenige kleine Länder können dabei etwas auf Kosten aller anderen gewinnen. Zum Binnenmarkt gehört auch eine einheitliche Besteuerung. Das stärkt auch die Stabilität des Euros. Die Bundesregierung sollte unbedingt die durch Macron gegebene Chance nutzen.

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jullek 28.09.2017, 07:35
52. Steuerwettbewerb nur schädlich

Der Steuerwettbewerb ist nur schädlich für die Länder der EU. Kleinere Länder leben dann auf Kosten der großen, denen dann das Geld für Infrastruktur und seine Bevölkerung fehlt.

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MütterchenMüh 28.09.2017, 07:46
53. Blattgold der Rest ist Müll

Zitat von Grübler
Es ist beschämend, dass hier einige immer wieder nur die Tiraden davon bringen, dass deutsches Steuergeld abgezogen werden soll. Deutschland profitiert wirtschaftlich am meisten von der EU. Wo geht denn der Großteil der deutschen Exporte hin?!? Ist das so schwer zu verstehen? Wenn wir in der EU keine Harmonisierung auf politischer Ebene erreichen und Länder um uns herum wirtschaftlich zusammenbrechen, wird es auch keine Abnehmer mehr für deutsche Produkte geben. Dann wird der wirtschaftliche Verlust deutlich größer. Von den folgenden politischen Instabilitäten in Europa mal gabz abgesehen. Warum reicht bei manchen Leuten der Wahrnehmungshorizont nur bis zum eigenen Gartenzaun? Rational unverständlich und einfach nur traurig.
Wenn Sie über Ihren begrenzten Gartenzaun geschaut hätten, dann hätten Sie vieleicht mitbekommen, daß auch in unserem so reichen De nicht unerhebliche finanzielle Mittel fehlen.

Nach wie gibt es im Bildungsbereich einen gigantischen Investitionsstau , nicht nur in baulicher Hinsicht , sondern auch gerade im personellen Bereich. Ihnen dürfte u.U. nicht entgangen sein, daß in den meisten deutschen Kommunen und Schulen die Inklusion mangels personeller Ausstattung gescheitert ist.

Marodes Bahnnetz, Autobahnnetz, Autobahn und Eisenbahnbrücken,
Investiitinen im Wasserwegesystem u.s.w.

Das die Bw keinen aktiven Feind benötigt um kampfunfähig zu sein, da das Material den Anforderungen nicht genügt ist ebenfalls bekannt.

Unser so "reiches Land" glänzt nur durch Blattgold , der Inhalt ist Müll!

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vonlipwig 28.09.2017, 08:53
54.

Zitat von MütterchenMüh
Wenn Sie über Ihren begrenzten Gartenzaun geschaut hätten, dann hätten Sie vieleicht mitbekommen, daß auch in unserem so reichen De nicht unerhebliche finanzielle Mittel fehlen. Nach wie gibt es im Bildungsbereich einen gigantischen Investitionsstau , nicht nur in baulicher Hinsicht , sondern auch gerade im personellen Bereich. Ihnen dürfte u.U. nicht entgangen sein, daß in den meisten deutschen Kommunen und Schulen die Inklusion mangels personeller Ausstattung gescheitert ist. Marodes Bahnnetz, Autobahnnetz, Autobahn und Eisenbahnbrücken, Investiitinen im Wasserwegesystem u.s.w. Das die Bw keinen aktiven Feind benötigt um kampfunfähig zu sein, da das Material den Anforderungen nicht genügt ist ebenfalls bekannt. Unser so "reiches Land" glänzt nur durch Blattgold , der Inhalt ist Müll!
Bis auf den letzten Satz kann ich zustimmen.
Aber was hat die falsche Verteilung / Nutzung der Gelder in Deutschland damit zu tun, dass wir, obwohl Nettozahler, wirtschaftlich der Hauptprofiteur der EU sind?
Es wundert mich zudem, dass die Kritiker dieser Ausgleichszahlungen aus den neuen Bundesländer scheinbar kein Problem damit haben, die innerdeutschen Subventionierungen gerne anzunehmen.

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MütterchenMüh 28.09.2017, 09:50
55. xxx

Zitat von vonlipwig
Bis auf den letzten Satz kann ich zustimmen. Aber was hat die falsche Verteilung / Nutzung der Gelder in Deutschland damit zu tun, dass wir, obwohl Nettozahler, wirtschaftlich der Hauptprofiteur der EU sind? Es wundert mich zudem, dass die Kritiker dieser Ausgleichszahlungen aus den neuen Bundesländer scheinbar kein Problem damit haben, die innerdeutschen Subventionierungen gerne anzunehmen.
Sie unterstellen eine fehlerhafte Verteilung, ich dagegen meine, daß für die vielfältigen Aufgaben nicht genügend Mittel vorhanden sind.

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hombre55 28.09.2017, 10:01
56. Steuerwettbewerb wird bleiben

Nicht einmal in Deutschland haben wir eine einheitliche Ertragsteuerbelastung der Unternehmen. Sie schwankt von Bundesland zu Bundesland und von Kommune zu Kommune, je nach Festlegung des Gewerbesteuerhebesatzes. Es ist völlig illusorisch, dass die Steuersätze und Gewinnermittlungsvorschriften in der EU vereinheitlicht werden. Allenfalls wird man sich auf riesige Bandbreiten verständigen können. Da müssten schon das Einstimmigkeitsprinzip und die nationale Steuerhoheit weg. Denkbar erst nach Schaffung eines europäischen Staates, der nicht kommen wird, weil Frankreich immer Frankreich bleiben wird. Das wird unter Macron nicht anders sein. Also ist es legitim zu fragen, warum dieser "visionäre" Regierungschef diese Positionen vertritt, wen er wie damit einfangen will und welche eigentlichen Interessen er verfolgt.

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deufin 28.09.2017, 10:06
57. Alles gleich oder gar keine Union

Entweder man macht alles gleich, oder man löst die Union wieder auf und kehrt zur EWG zurück. Diese zwei Möglichkeiten gibt es nur auf längere Sicht.

Sozialgesetzgebung, Steuerrecht, etc müsste alles komplett angeglichen werden, damit ich bereit wäre Geld für ein anderes Land aufzuwenden.

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marianne.weber 28.09.2017, 10:29
58.

Verhalten sich in der Union nicht ohnehin alle etwa so:
Zusammenarbeit ja, aber nur, wenn alles zu meinem Vorteil ist.
Man kann Merkel ja viel vorwerfen und unzufrieden damit sein, dass sie sich da ein bisschen anders verhält. Aber einer muss den Anfang halt machen und ein bisschen mehr Einigkeit kann Europa und der Welt gerade echt nicht schaden. Wir sollten froh sein, dass bei uns kein testosterongesteuerter Multimillionär an der Spitze unseres Landes steht, der bei der kleinsten Uneinigkeit gleich mit einem Atomkrieg droht. Das fehlte uns gerade noch. Da finde ich es doch gut, dass wenigstens ein paar Leute sich lieber darauf konzentrieren, sich miteinander einig zu sein und gemeinsame Systeme zu entwickeln...

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hikage 28.09.2017, 10:41
59.

Zitat von peeka(neu)
Die Frage ist doch nicht, wie hoch die Körperschaftsteuer ist, sondern wie hoch die Steuer bei Gewinnausschüttung liegt. Und hier gilt - man korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege - der Spitzensteuersatz. Und das Beispiel Gewerbesteuer zeigt auch noch zusätzlich das Problem: Diese Steuer geht an die Kommune, darauf hat die EU selbst bei einer Harmonisierung der Körperschaftsteuer keinen Einfluss.
Na dann korrigiere ich sie mal.

Gewinnausschüttung unterliegt i.d.R. als Kapitalgewinn der Kapitalertragssteuer, dabei gilt also der einheitliche Steuersatz von 25%, unabhängig von der Höhe der Ausschüttung.

Die Körperschaftssteuer geht an Bund und Land. In Deutschland wird zusätzlich noch eine Gewerbesteuer erhoben, deren Hebesatz sich regional unterscheidet. Diese geht an die Kommune.

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