Forum: Wirtschaft
Reform im Bundestag: So soll die neue Grundsteuer aussehen
Arne Dedert/dpa

Es ist die wichtigste Steuerreform des Jahres: Der Bundestag entscheidet über die Neuberechnung der Grundsteuer. Was soll geändert werden und woran könnte die Reform noch scheitern? Der Überblick.

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urbanism 18.10.2019, 08:59
1. wie in der Bildungspolitik, jeder wird selbst rummurksen

Das Problem sehe ich hier, dass jedes Bundesland die Option erhält selbst rummurksen zu können. Eine Steuergleichheit wird es somit nicht höchstwahrscheinlich nicht geben. Stattdessen wie in der Bildungspolitik ein heilloses Durcheinander, die unter dem Strich der Steuerzahler bzw. der Mieter teuer büßen muss.
Olaf Scholz hat auf alle Fälle wieder bewiesen, dass er mit seinem Aufgabengebiet überfordert ist.

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peddy 18.10.2019, 08:59
2. Gemeinheit

.... da sorge ich für das Alter vor, indem ich mühsam erspart eine Immobilie finanziere und jetzt wird mir das gedankt, indem ich zusätzlich Steuern zahlen muss in Abhängigkeit, wie die Nachbarn ihre Grundstücke verkaufen. (Bodenrichtwert).

Ich hoffe, die Preise und damit die Grundsteuer steigen nicht über meine Einkommens- und späteren Rentensteigerungen.

Damit ist eine eigene Rentenvorsorge, wozu der Erwerb und Unterhalt einer eigengenutzten Immobilie gehört, nicht kalkulierbar.

Grmpf

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Susi64 18.10.2019, 09:02
3. Am schlimmsten ist die Einbeziehung des Bodenwerts

Es geht ja dabei nicht darum, dass ein Haus in einer teuren Gegend gebaut wird sondern dass sich die Steuer für bestehende Gebäude erhöht, wenn der Bodenwert steigt. Ein Haus und auch eine Wohnung in einem Haus sind Immobilien, weil sie nicht einfach umziehen können. Also gerade ältere Menschen werden dann aus "hippen" Gegenden vertrieben, weil sie es nicht mehr zahlen können und zwar Mieter und Häuslebauer. Was die SPD daran sozial findet ist mir schleierhaft.
Das es keine Belastung für den Bürger gibt ist einfach lächerlich und wird die Politikverdrossenheit weiter fördern.
Die einzigen, die immer zahlen können, sind die Immmobilienkonzerne, alle anderen haben damit Probleme.

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vothka 18.10.2019, 09:02
4.

Reiner Selbstbedienungsladen für die Kommunen - daran ändert die Reform gar nichts

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EckhardSchönknecht 18.10.2019, 09:16
5. Entschuldigung

Leider kann ich es nicht anders sagen und entschuldige mich dafür: die Schwachsinnigen sind wieder unterwegs und optimieren die Dinge zu Tode:

Auf der einen Seite sind sie unterwegs in Sachen Weltfrieden und den vereinigten Staaten von Europa und auf der anderen Seite geht es in die Feingranulierung nach dem Motto "Jeder macht was er will". Das Konzept lautet bekämpfen von Komplexität durch mehr Komplexität.

PS.: In 11 Gemeinden Deutschlands gab es schon vorher keine Grundsteuer und in anderen gibt es Hebesätze bis 1000 Prozent [Leider hinter einer paywall]:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/grundsteuer-im-steuerparadies-norderfriedrichskoog-16272083.html

Der Name Norderfriedrichskoog ist ja schon länger gut bekannt und parallel wird seit Jahren geforscht und gemacht und getan in Sachen "gleichwertige Lebensverhältnisse überall in Deutschland". In diesen gleichwertigen Lebensverhältnissen kann man heute nur noch in zwei Varianten überleben:

a) monetäre Überversorgung woher auch immer oder b) die normale Überversorgung der "Leistungsträger im System", also VIP in Politik, Sport, Musik, Wirtschaft. Jorunalismus usw. Immer wenn eine Chance kommt, ein größeres Thema ein bisschen zu nutzen um strukturell den Karren oder die Richtung zu drehen, wird das Ganze unter SPD Beteilung grandios in den Sand gesetzt. Und anschliessend bietet es anderen Überversorgten im System (mit Hilfe von Spezial-Rechtsanwälten) die Chance "im Kampf um alles" mal wieder vor die Gerichte zu ziehen.

Yo, gut gemacht :-( kann man da nur sagen.

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Solid 18.10.2019, 09:22
6.

Wenn sich der Nebel lichtet, werden alle mindestens das Doppelte zahlen, Eigenheimbesitzer wohl sogar das zehnfache.

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stefanbodensee 18.10.2019, 09:23
7. Ausnahmen sind leider nicht so gut ....

Wenn ich lese, daß der 'Eigentümerverband Haus & Grund' Bedenken anmeldet, dann weiß ich, daß man grundsätzlich schon mal auf einem passablen Weg ist. Ich schließe mich allerdings dem Vorschreiber an, wenn er sagt, daß das erneute Rumgemurkse einzelner Länder kontraproduktiv sein würde. Es scheint nach wie vor schwer zu sein, einheitliche Richtlinien in der Bundesrepublik zu schaffen, ein ewiges Dauerdrama, siehe Schulwesen etc.

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laracrofti 18.10.2019, 09:27
8. Immobilienkonzerne

Zitat von Susi64
Es geht ja dabei nicht darum, dass ein Haus in einer teuren Gegend gebaut wird sondern dass sich die Steuer für bestehende Gebäude erhöht, wenn der Bodenwert steigt. Ein Haus und auch eine Wohnung in einem Haus sind Immobilien, weil sie nicht einfach umziehen können. Also gerade ältere Menschen werden dann aus "hippen" Gegenden vertrieben, weil sie es nicht mehr zahlen können und zwar Mieter und Häuslebauer. Was die SPD daran sozial findet ist mir schleierhaft. Das es keine Belastung für den Bürger gibt ist einfach lächerlich und wird die Politikverdrossenheit weiter fördern. Die einzigen, die immer zahlen können, sind die Immmobilienkonzerne, alle anderen haben damit Probleme.
zahlen keine Grundsteuer, da werden die Immobilien und Grundstücke Gesellschaften vermacht, da wiederum erwerben sie Gesellschaftsanteile und und und. Erst wenn Vermieter drin sind, dann bezahlt man brav, schließlich kann man diese Steuern für den eigenen Gewinn neutral auf die armen Schlucker umlegen.

Wo bleiben die Steuerschlupflöcher und Auswege für mich kleine Nicht-Millionär-Steuerzahlerin?

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Alex2311 18.10.2019, 09:28
9. Gier

es ist heutzutage in der Mode, sich abwechselnd über gierige Vermieter und geizige Verbraucher zu entrüsten.
In einigen Fällen wird's stimmen, in anderen nicht.
Aber nun mal wirklich gierig ist jedoch der Staat, der sich immer neue Tricks einfallen lässt, um von meinem überschaubaren Lohneinkommen noch mehr wegzunehmen.
Neulich CO2-Steuer, die horrenden und steigenden Stromsteuern, die enorme Grunderwerbssteuer, und jetz noch das hier.
Das nenne ich Gier pur!

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