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"Reformen auf Vorrat": Europa will aus der Griechenlandkrise nicht lernen
DPA

Die Griechenlandkrise steuert auf einen weiteren Höhepunkt zu - weil Europa die immer gleichen Fehler macht. Drei Gründe, warum die Taktik der Geldgeber unsinnig ist.

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schnurre64 09.05.2016, 18:39
90. Austritt mit festen Wechselkursen

In den Kommentaren zum "Grexit" sollte nicht vergessen werden, dass eine "eigene" Währung zunächst fest an den EURO gekoppelt werden und die notwendige Abwertung dann "step by step" erfolgen sollte. Die dann sofort einsetzende Spekulation (Soros lässt grüßen) müsste von der EZB abgefangen werden.

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shardan 09.05.2016, 18:40
91. Warum

Warum sollte die EU, genauer gesagt ihre Patriarchen und Oligarchen auch nur das Geringste ändern? Merkel und andere stehen hinter der Austeritätspolitik und fahren auf dieser Linie, es besteht gar kein Anlass etwas zu ändern. Schon gar nicht, so lange der Steuerzahler gezwungen wird, letztlich für alles aufzukommen.Die hinter den Oligarchen der EU stehenden banken sind ebenfalls zufrieden, solange sie "systemrelevant" und "alternativlos" gerettet werden - natürlich auch auf Kosten der Steuerzahler. Sobald die Zinsen auch nur ein wenig steigen, ist Griechenland pleite. Auch das alternativlos, solange kein Schuldenverzicht kommt. Und einige andere EU-Länder werden dann auch ins Trudeln geraten - und verlangen, dass man sie wie Griechenland alimentiert. Das böse Beispiel, dass die EU offenbar mit und an Griechenland postulieren will, wird im Moment der Zinserhöhung ein Rohrkrepierer fulminanten Ausmaßes. Und sobald andere Länder wie die USA ihre Zinsen erhöhen, wird der EZB nicht mehr viel Raum bleiben - dann zieht sie nach oder die EU geht insgesamt finanziell zu Grunde.

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schwaebischehausfrau 09.05.2016, 18:47
92. @Markus_Wienken: Doch, gibts!!!

Zitat von markus_wienken
ich gehe nur auf den letzten Satz Ihres Posts ein: Griechenland selbst möchte nicht raus aus dem Euro und innerhalb der EU gibt es keinerlei Möglichkeiten, ein Land aus dem Euroraum "rauszukegeln".
Doch, diese Möglichkeiten gibt's: Indem die anderen Euro-Staaten sich einfach an die Euro-Verträge halten und nicht weiter mit dem Geld ihrer Steuerzahler für die Staatsschulden Griechenland's haften + zahlen. Dann wird Griechenland von sich aus und ganz freiwillig den Euro verlassen, weil es keine EURO mehr hat :-). Und wenn man bei den ersten Rettungs-Krediten klargemacht hätte, dass nicht termin-gerechte Zinszahlungen/Tilgung durch die Griechen automatisch dazu führt, dass der Gläubiger (z.B. Deutschland) die ausbleibenden Zahlungen dann mit seinen EU-Beiträgen (die ja anteilig direkt nach Griechenland gehen) verrechnen darf, dann wäre Griechenland auch ruckzuck aus der EU raus und man könnte sich wieder um ernstere Probleme kümmern in diesem Verein, als 90% seiner Zeit und Ressourcen mit einem Land zu verschwenden, dessen primäres Problem es ist, dass seine in Summe durchaus wohlhabenden Bewohner einfach keine Lust haben, Steuern zu zahlen als Voraussetzung für einen funktionierenden Staat.

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beyman 09.05.2016, 19:02
93.

Zitat von ArnoNyhm1984
Seien wir doch endlich mal ehrlich: GR ist allen Beteiligten komplett egal -es geht allein um die Banken. Wie wir gerade erst neulich erfahren haben, kamen alle bisherigen Rettungspakete zu 95% den Banken zugute. Daher sind alle Reformen, Reförmchen und Reformversprechungen auch allesamt Ablenkungsmanöver: Hauptsache, man hat damit Vorwände, die Bankenfinanzierung weiter zu führen. Das ist die (bittere!) Wahrheit, und so wird sie auch weiterhin praktiziert werden: Der nächste Akt "same procedure as last year", ein bisschen tam-tam für die Medien -und die nächste Milliardentranche in den Rachen der Bankster. Und in 1 Jahr dasselbe Schauspiel.
Warum ist das so schwer zu verstehen, dass der griechische Staatshaushalt um genau diese Summe entlastet wurde? Wohin zum Kuckuck hätte das Geld denn gehen sollen, wenn nicht an die Banken, nachdem Griechenland sich bei diesen verschuldet hatte und alles verjubelte. Hauptsache linke Sch....hausparolen von der "Bankenrettung" nachgeplappert.... Ohne die Bankenrettung hätte kein Geldautomat in Griechenland auch nur ein paar Kröten ausgespuckt.

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RioTokio 09.05.2016, 19:02
94.

Zitat von baba55
Fratzscher sieht ja auch einen möglichen Gewinn bei den Einwanderern aus Nahost, wo doch ALLE PISA Ergebnisse seit vielen Jahren immer das gleiche Bild ergeben. Die Ostasiaten, ganz, ganz weit vorne, dann Nordeuropa und die USA und ganz ganz am Ende kommen immer die muslimischen Länder. Die haben noch nie irgendeine bekanntere Firma begründet, dort werden erschreckend wenige Patente angemeldet und Boko Haram heißt übersetzt "Wissen ist Sünde". Und in ganz Europa sind die Muslime überall am untersten Ende der Arbeitseinkommen. Da passt alles lückenlos zusammen, nur Bofinger und Merkel u Co tun so als ob sie das nicht sehen. Für wie verblödet halten die ihre Wähler? Fratzscher macht halt Gefälligkeits-"Analysen" für Merkel. Den kann man vergessen, wie früher Bofinger, Horn und andere "Wissenschaftler"
So ist es.
Insbesondere der ungeschminkte Blick auf die wirtschaftliche, soziokulturelle, literarische, musikalische, unternehmenstechnische, wissenschaftliche, bildungmäßige Realitäten in allen (nicht asiatischen) islamischen Ländern spricht Bände.

Bofinger und Fratzscher sind für mich Professoren die gegen "normale" Professoren und ihre Analysen in Stellung gebracht werden. So steht Professorenaussage gegen Professorenaussage.
Leider "beraten" beide Merkel.

Fratzscher mißtraue ich zudem aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit für Draghi und die EZB, samt italienischem Forschungsaufenthalt. Der Mißbrauch der EZB zur Staatsfinanzierung Italiens - durch den Ex-Chef der italienischen Notenbank und Ex-Vice-Präsident von Goldman Sachs - Draghi - läuft ungehindert weiter.

Merkel schaut zu.

Dafür gibts dann Bussis von Juncker - Ex Regierungschef der lupenreinen Steueroase und des Bankenparadieses Luxemburg.

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wilam 09.05.2016, 19:06
95. jeder

weiß, dass es irgendwann an den Steuerzahler geht. Nur deswegen hat er (der Geldgeber) keine Angst vor dem gesetzmäßig und unaufhaltsam wachsenden Milliardenberg. Die erschrecken nicht, wenn jede Reform als Streik endet. WIR sollten erschrecken.

Mal probieren Ende mit Schrecken: jedem Griechen 100.000, die er im Lande investieren darf. Wetten, kein Streik, sondern Eigeninteresse am Aufschwung. Jedenfalls besser als weitere Darlehen.

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