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"Reformen auf Vorrat": Europa will aus der Griechenlandkrise nicht lernen
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Die Griechenlandkrise steuert auf einen weiteren Höhepunkt zu - weil Europa die immer gleichen Fehler macht. Drei Gründe, warum die Taktik der Geldgeber unsinnig ist.

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hollowman08 09.05.2016, 15:13
10. Es ist zum lachen

wenn es nicht so traurig für das griechsche Volk wäre dass die Aposteln der freien Marktwirtschaft für Griechenland nur den x-Jahresplan draufhaben und auf Planwirtschaft für das Land umstellen.
Warum dann nicht gleich es ganz machen und ein sozialistisches system einführen mit klaren Planwirtschaftszielen und einen 5 -Jahresplan mit enteignungen und Verstaatlichungen für die nächsten 300 bis 400 Jahre.

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Oskar45 09.05.2016, 15:14
11. Griechenland ist nicht reformierbar

Seit Jahrzehnten wird an Griechenland versucht das Land an eine moderne Verwaltung und zu einem erste Welt Land heran zu führen. Doch trotz aller Hilfen sehen die Politik und die Bevölkerung in Griechenland nicht ein, dass Steuern bezahlt und diese auch eingetrieben werden müssen. Hierzu gehört auch die Beseitigung der Klientelpolitik und des Steuerbetrugs, der von allen Gruppierungen betrieben wird.
Jetzt sollte man sich endlich eingestehen, dass mit Griechenland kein Staat zu machen ist. Griechenland darf nicht weiter unterstützt werden und den anderen Steuerzahlern auf der Tasche liegen. Sie müssen aus dem Euro aussteigen oder endlich durch Einstellung der Hilfen heraus katapultiert werden. Ansonsten gehen die hiesigen Steuerzahler weiter auf die Barrikaden und wenden sich endgültig vom Euro und der EU ab.

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Süddeutscher 09.05.2016, 15:18
12. Einer der renommiertesten Ökonomen?

Marcel Fratzscher soll soll sich in sachen Ökonomie und Volkswirtschaft also auskennen? Und er erwähnt mit keiner Silbe das Naheliegendste, nämlich den GREXIT? Sorry, aber wer immer noch nicht begriffen hat, dass wirtschaftsschwache Länder wie Griechenland eine weiche Währung mit Abwertungsmöglichkeit brauchen, hat den Knall nicht gehört. Aber schon klar: Der flächendeckende Erhalt des so viel Hass stiftenden Euros ist freilich oberste Pflicht für einen Handlanger des dt. Wirtschaftsministeriums und somit der Regierung. Für mich daher nicht relevant.

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schnurre64 09.05.2016, 15:18
13. Kleine Chance

Eine kleine Überlebenschance für die "Süd-Euro-Zone" läge im Abschied der Betonköpfe Schäuble / Merkel nach 2017.

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olli0816 09.05.2016, 15:21
14. Wenn man das Gute im Menschen sieht

Was Griechenland betrifft, bin ich inzwischen absolut hoffnungslos. Die Politik und vor allem die Gesellschaft ist nicht bereit, sich weiter zu entwickeln. Stattdessen werden Reformen auf dem Rücken der armen Menschen dort beschlossen. Ich habe noch keine Meldung gesehen, dass z.B. den reichsten 10% eine Solidaritätssteuer auferlegt wird, um das Land zu unterstützen. Im Gegenteil, die Liste der 2.000 größten Steuerbetrüger ist noch nicht einmal abgearbeitet, geschweige denn nennenswert in Angriff genommen worden. Das griechische Volk weigert sich, Steuern für ihr eigenes Staatswesen zu zahlen. Wenn ich mir den Kommentar #1 anschaue, das nur die EU-Politiker oder Merkel am Zustand Griechenlands schuld seien, kann ich nur den Kopf schütteln.

Das größte Problem der EU- und Deutschlandpolitiker ist es, den Gedanken nicht zuzulassen, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Ja, das kostet nicht nur Griechenland Geld, sondern auch allen anderen EURO-Ländern. Der Autor des Artikels redet von Erfolg und Schuldendienst. Aber Schuldendienst ist nicht möglich, da das Land absolut bankrott ist. Gleiches für Erfolg: Welche Industrien besitzt Griechenland? Mir fällt außer Ouzo und Feta nichts wirklich ein. Die Reeder sind schon lange außen vor.

Im Grunde muß man für dieses Land die Uhren wieder zurück stellen: Raus aus dem EURO, EU Mitgliedschaft schon, aber nur mit eingeschränkten Rechten und Pflichten. Hilfsprojekte, die direkt der armen Bevölkerung helfen, wenn gewollt. Keinerlei Einmischung in griechische Belange (das gilt sowohl für Forderungen als auch Unterstützung). Griechenland muß sich erstmal selber finden, dann kann man in Zukunft vielleicht wieder über eine erweiterte Mitgliedschaft reden. Das wäre der beste Weg für dieses Land und ganz Europa. Die ständige Alimentierung ist einfach nicht mehr vermittelbar.

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deglaboy 09.05.2016, 15:25
15. Sieht ganz danach aus, als hätten die, die man geprügelt hat...

am Ende doch recht. Grexit, Rückkehr zur Drachme, neues Geschäftsmodell entwickeln. Herr Sinn lässt grüßen. Einem schwarzen Loch kann man noch so viel Materie in den Schlund werfen, je mehr es bekommt, umso mehr will es weiter.
Ich denke das deutsche Steuerzahler-Deppen-Volk hat es satt dem schlechten Geld immer auf ein neues gutes Geld hinterher zu werfen. Nur weil Merkel das so will. Die Frau hat uns so nah an den Abgrund geführt, dass wir uns keinen Millimeter mehr regen können, es sei denn nach hinten.

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salkin 09.05.2016, 15:25
16.

Zitat von rkinfo
Seit Jahren zeichnet sich die alternativlose Insolvenz der Griechen ab. Nachdem mittlerweile die EZB die meisten Schulden aus Athen hält und eh Inflation benötigt wäre der Schuldenschnitt quasi kostenlos erhältlich. Gleichzeitig wären die EU-Länder ihre Bürgschafte so los. Die Griechen erfüllen nicht im Ansatz die Kriterien für den Euro was ihren Ausstieg bedeutet. Neue Drachmen wären auch eine gute Anstossfinanzierung für den griechischen Staat.
Die meisten Schulden der Griechen hält nicht die EZB sondern der ESM. Aktuell ist hier noch ein Unterschied.

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baba55 09.05.2016, 15:31
17. Seit Jahren gilt

Seit mehr als 100 Jahren bekommt ihr nichts auf die Reihe (Erbe der osmanischen Herrschaft)
Ihr solltet austreten und euer Schicksal ENDLICH mal in die eigenen Hände nehmen.
Immer sollen andere dafür verantwortlich sein (Banken, Deutschland,...).
Und ihr müsst begreifen, dass ihr euren Lebensstandard, den ihr euch ergaunert habt, noch NIE selbst erarbeitet habt. GR stellt euch endlich mal der Realität.
Ein Fast-Drittweltland ohne jegliche Industrie kann nicht wie ein Erst-Welt-Land leben (bzw nur immer auf Kosten Anderer, wie bisher!). Klasr ist das natürlich nicht erfreulich aber die Realität.

Dann könnt ihr abwerten und eure Schulden einfach nicht zahlen und endlich mal SELBSTVERANTWORTLICH (!) leben und Eure sozialistischen oder was auch immer für Visionen ausleben.
IHR müsst mal selbst eure Kleptokraten und Eure Korruption loswerden und reinen Tisch machen und nicht wie Kinder darauf warten, dass es Andere für Euch schon richten werden. Ihr nervt!

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Luftkabel 09.05.2016, 15:33
18. Wenn KEIN Wille für Reformen vorhanden ist, dann gibt es auch keinen Cent.

Mich würde mal interessieren ob mittlerweile das Finanzamt funktioniert und ob es nun endlich ein Katasteramt gibt? Es ist Zeit, dass die Griechen langsam mal die Verantwortung für ihre Misere übernehmen, und auch mal die Ärmelhochkrempeln und ordentlich in die Händespucken und zupacken damit ihr Land auf die Beine kommt, aber genau das Gegenteil wird gemacht, alles blockiert und Generalstrik.

SO wird das nichts. Ein kollektives anpacken ist nun von nöten.

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M. Michaelis 09.05.2016, 15:34
19.

Das Grundproblem ist dass man um jeden Preis einen Konkurs verhindern will, dabei ist ein Konkurs das einzige was Sinn macht.

Das hat man bei der Bankenrettung schon nicht kapiert, man kapiert es bei europäischen Pleitestaaten nicht.

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