Forum: Wirtschaft
Reformen in Griechenland: Durchwinken, durchatmen, durchhalten
AFP

Zwangspfändungen werden leichter, Anleger stärker in die Pflicht genommen: Das griechische Parlament hat weitere Reformforderungen gebilligt - doch das war erst der Anfang. Womit muss Premier Tsipras jetzt rechnen? Der Überblick.

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2wwk 23.07.2015, 15:00
50. Tsipras hat Griechenland in den Ruin getrieben

alles Tafelsilber "versilbert" seit er an die Macht kam
.. er hat die Situation extrem verschlimmert
.. aber die linken in Europa sind begeistert

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Manitou-01@gmx.de 23.07.2015, 15:04
51.

Zitat von ohjeee
och jeeee... mir kommen die Tränen! Ehrlich! http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/ezb-kritisiert-griechisches-zwangsraeumungsgesetz-13532869.html "Das von der linken Regierung geplante Gesetz sieht vor, dass Erstwohnsitze mit einem Wert von bis zu 300.000 Euro bei einem Zahlungsverzug des Besitzers nicht zwangsweise geräumt .....
Wohneigentum hat in Griechenland einen wesentlich höheren Stellenwert. Deutschland ist dagegen ein überwiegendes Mieterland. Denkbar wäre jedoch eine regel, wonach die Wohnung zwar gepfändet werden darf, aber dem früheren Eigentümer zu festgelegten Konditionen zu vermieten ist, bei einer versteigerung wäre der Käufer dann an den Mietvertrag gebunden.
In den USA hat man gesehen, wie eine massenhafte Pfändung und Räumung von Immobilien Werte vernichtet und ur Verwahrlosung (mit Wertverlust) auch für angrenzende Grundstücke führt.
Insofern ist das jetzige Gesetz krisenverschärfend, vor allem wenn sinkende Immobilienpreise dazu führen, daß der Versteigerungserlös weder den Kredit deckt, noch der frühere Eigentümer bereits gezahlte Tilgung zurückerhält.

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schwyz 23.07.2015, 15:09
52. Griechenland ist ein

Wenn Europäer dieser Tage Reformen von Griechenland verlangen, verweisen sie gerne auf die vermeintlichen Musterkinder Irland und Portugal, denen die harten Einschnitte doch auch geholfen hätten. Weit gefehlt: In Portugal und Spanien liegt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf heute noch immer um bis zu sieben Prozent tiefer als zum Höhepunkt der Krise 2010. In Irland ging es zwar leicht bergauf, aber nur halb so stark wie etwa in Deutschland.

Auch die Arbeitslosigkeit ist in Spanien und Portugal seitdem sogar noch gestiegen. Wer noch einen Job hat, arbeitet mehr als noch vor fünf Jahren. Rund eine Million Menschen mehr als zum Höhepunkt der Krise sind in Spanien, Portugal und Irland von Armut bedroht, zwei Millionen zusätzliche Menschen leben in Haushalten mit geringem Einkommen.

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Hamada 23.07.2015, 15:13
53. Immer die gleiche Leier

Griechenland bekommt Kredite um Krediten zu bedienen.Also raus aus der rechten Tasche und rein in die linke Tasche. Der böse,böse Grieche sieht keinen einzigen Cent. Die 86 Milliarden die die Griechen bekommen sollen, sind auch für den Finanzsektor.
Es ist schon schlimm, wie die deutsche Presse ihre Leser informiert.
Die schnelle Zwangsversteigerungen von Immobilien, sollen zu Luxusneubauten führen, die die Investoren bis jetzt nicht umsetzen konnten. Warum? Weil man die armen der Ärmsten nicht auf der Straße setzen wollte.

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yomo 23.07.2015, 15:17
54. Es ist 2075 in Griechenland...

... in Brüssel wird das 197. Hilfspaket für Griechenland geschnürt. In Europa herrscht Hunger und Armut. In ganz Europa? Nein, da gibt es ein kleines Land in dem Milch und Ouzo fließen. Alle Rentner von 25 bis 105 leben sorglos von ihrem Ersparten. Manchmal schicken sie kleine Päckchen an ihre hungernden Verwandten in Resteuropa ...

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antigone2011 23.07.2015, 15:20
55. Varoufakis hat Recht

Zitat von melea
Nein, genau genommen helfen wir Deutschen Griechenland nicht. Von den 230 Milliarden Euro, die das zweite Hilfspaket 2012 umfasste, hat Griechenland nur 27 Milliarden für den eigenen Staatshaushalt verwendet. Der Großteil, 88 Prozent, gingen allein für den Schuldendienst drauf. Griechenland hat damit Altschulden bezahlt, seine bedrohten Banken gerettet, .....
Genau so ist es.
Von den 7,16 Mrd. Euro aus dem EFSM sind bereits wieder 6,75 Mrd. an die Gläubiger (einschließlich der griechischen Notenbank) zurückgeflossen. Mit den neuen Kreditschulden sind also nur alte Kreditschulden abgelöst worden, die Schuldenspirale dreht sich weiter, und an der Situation ändert sich gar nichts. Gleichzeitig wird mit Mehrwertsteuererhöhung und Rentenkürzung weiter Kaufkraft aus dem Markt gezogen.
Exfinanzminister Varoufakis mag kein talentierter Diplomat sein, aber in der Sache hat er einfach Recht: Das 'Reformprogramm' "ist bereits gescheitert."

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nixkapital 23.07.2015, 15:21
56. ?

...ja und den Luxemburgern geht es zig-mal besser als den griechen. Und nun?

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melea 23.07.2015, 15:23
57. Grexit?

Die Lösung ist der Grexit, wird gern postuliert. Das stimmt so nicht, wenn dahinter die Annahme steht, dass bei einem Grexit sämtliche griechischen Schulden verschwinden oder wir Griechenland plötzlich kein Geld mehr geben müssten. Beides wäre jedenfalls falsch.
Griechenland hat derzeit den Vorteil, dass sich das Land von anderen Euro-Ländern zu vergleichsweise niedrigen Zinssätzen Geld leihen kann. Tritt Griechenland aber aus dem Euro aus, gibt es diese Möglichkeit nicht mehr. Die Zinsen für griechische Staatsanleihen würden also hochschnellen und Griechenlands Schulden würden nur noch mehr wachsen. Die Chance, diese jemals zurückzuzahlen - also auch unsere Kredite - wäre verschwindend gering. Für Deutschland bedeutet das Kosten von rund 80 Milliarden Euro.
Auch Griechenlands Wirtschaft würde unter einem Grexit leiden. Griechenland könnte etwa seinen Staatsbediensteten keine Gehälter mehr zahlen, die wiederum nicht konsumieren. Zudem ist Griechenland ein Nett-Importland, es könnte also seine Importe nicht mehr bezahlen.

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nixkapital 23.07.2015, 15:25
58. Darum geht's doch....

Darauf läuft es doch hinaus. In Griechenland geht es nicht um die Rückzahlung der Schulden. Griechenland ist ein gigantischer Freilandversuch, Europa auf chinesisches Niveau zu senken, damit auch in Zukunft das europäische Oligarchensystem im Geldspeicher spielen gehen kann

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nixkapital 23.07.2015, 15:29
59.

Oh Gott. Zerstören Sie doch bitte nicht das Bild vom hart arbeitenden deutschen Arbeiter, der sein sauerverdientes Geld dem "faulen Griechen" in die Hängematte kippt. Daran haben Politik und Medienlandschaft lange gearbeitet und nun stören Sie das Ganze mit ein paar Fakten...

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