Forum: Wirtschaft
Regierungsantritt in Italien: Das bisschen Schulden
AFP

Mit Milliardenausgaben will die neue italienische Regierung ihre Wahlversprechen einlösen. Wo das Geld angesichts ohnehin schon hoher Staatsschulden herkommen soll, weiß bisher freilich niemand.

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Dustinthewind 02.06.2018, 20:14
70. Es fällt einem Deutschen überaus schwer, ...

... den Italienern irgendeinen Rat zu erteilen. Jedenfalls wäre es für die Italiener und vermutlich alle Südländer besser gewesen, nicht dem Euroraum anzugehören. Diese Meinung vertrete ich im Übrigen schon lange. Der Fairness halber - und zur Vermeidung von Missverständnissen - sollte auch gesagt werden, dass es die Franzosen waren, die die gemeinsame Währung wollten, eben um Deutschland besser zu kontrollieren; keineswegs wollte Deutschland mit dieser Währung die anderen Länder "gängeln" oder "bevormunden" - sie war ein Zugeständnis für die deutsche Einheit und letztlich der Wunsch der französischen Politik.

Die Idee einer gemeinsamen Währung ist ja auch grundsätzlich sinnvoll, aber nur, wenn Volkswirtschaften ungefähr "gleich ticken".

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haarer.15 02.06.2018, 20:20
71. Neue Regierung

Das Wunschprogramm der beiden Koalitionäre ist sicher kritikwürdig, aber der bisherige Weg der Austerität hat sich eben auch als wirkungslos erwiesen. Das Ergebnis der Wahl wäre kein solches gewesen, wenn sich Italien auf gutem Weg befunden hätte. Im Gegenteil hat sich die Krise im Land stetig nur verschärft und die Schuldenquote ein mittlerweile desaströses Ausmaß erreicht. Statt Kongruenz nur wachsende Divergenz zwischen Nord und Süd. Wir sollten nicht ewig um den heißen Brei herumdiskutieren. Ohne einen glatten Schuldenerlass kommt Italien hundertprozentig nicht aus der Finanzkrise heraus. Was die EZB betreibt, ist leider nur fatale Insolvenzverschleppung. Es gibt leider keine schönere Zustandsbeschreibung. Unverantwortlich. Wie lange will man da noch zusehen ?

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karlo1952 02.06.2018, 20:32
72. Ich finde das Wahlprogramm

sehr gut und wäre froh, wenn sich auch in Deutschland eine Partei so konkret der Sache annehmen würde. Wir könnten das doch mit links Schultern und hätten jede Menge Spielraum bis wir einen Schuldenberg wie die Italiener hätten. Und dann könnten wir ja auch die EZB um Schuldenerlass bitten. Aber leider sind wir ja deutsch und haben für solche Gedanken keine Phantasie.

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mens 02.06.2018, 20:39
73. @40 Alles klar

... und ab 6 Uhr wird zurückgeschossen und die italienische Lira heim ins Reich geholt. Was Sie hier beschreiben sind feuchte Träume von Nationalisten. Wie sieht denn der Plan der Österreicher für die Rückeroberung Südtirols aus? Oder Schlesien? Das sind keine Übertreibungen, denn die Personen, die involviert sind, sind aus diesem Holz geschnitzt. Und derartige Phantasien scheinen in Europa wieder en vogue zu sein. Meist bei Leuten denen es sehr schlecht oder zu gut geht. Es geht doch nur um den Euro, heißt es dann immer - mitnichten. Die Konsequenzen werden erst mal ignoriert, weil es angeblich nicht schlimmer werden kann. Hier setzt dann die Phantasie aus.

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vliege 02.06.2018, 20:40
74. Das Konstrukt EU

wird und soll weiterhin immer mehr von Deutschlands Brieftasche zusammen gehalten. Die Großartige Idee eines Vereinten Europas wird von wenigen Profiteuren aus purem Eigenutz an die Wand gefahren.

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hansaeuropa 02.06.2018, 20:43
75. ganz schwächer Kommentar

voll mikroökonomisch getränkter Inkompetenz. Man kann es nicht oft genug sagen: Ohne neue Schulden gibt es kein Wachstum-nirgendwo auf dieser Welt. Deutschland muss den Neomerkantilismus überwinden, dann geht es seinen Bürgern und dem Rest der Welt besser. Die Höhe der (staatlichen) (Brutto-) Schulden ist völlig uninteressant und dass Deutschland irgendwas bezahlen soll, ist Stammtischökonomie.

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denny101 02.06.2018, 20:45
76.

Zitat von Ossifriese
Vor Italien und den Italienern habe ich eigentlich wenig Angst. Vor meinen lieben Mit-Deutschen, die zumindest hier im Forum wie gewohnt allerlei Holzhämmer herausholen, schon. Sollten diese Wasserträger des "Populismus" einmal hier irgendwelche Macht gewinnen, wird es schlimm. Die kapieren ja nicht mal, dass sie selbst die "Lega" sind...
Das denke ich auch die ganze Zeit, wenn ich hier solchen Unfug lese wie die Schreiber kur vor Ihnen. Die Deutschen scheinen das einzige Volk auf der Welt zu sein, das bei jeder sich bietenden (oder auch sich nicht bietenden) Gelegenheit auf das eigene Land udn die eigene Regierung einzuprügeln.
Wenn man die Präpotenz im Original liest, mit der sich italiensiche Politiker, Medien und Bürger erdreisten, auf Europa, Brüssel, Deutschland oder Merkel einzudreschen, nachdem alle hier (in Italien) gemeinsam über Jahrzehnte tatkräftig am Schlamassel mitgewirkt bzw. von ihm profitiert haben, dann fragt man sich wirklich, ob nicht viele Deutsche ein Problem haben: ein psychisches...

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Mr.Marcus 02.06.2018, 20:59
77. Italien muss gerettet werden, koste es was es wolle...

Genau so wird es laufen und ich verstehe all die Aufregung nicht. Wir Deutschen zahlen viel... aber ist es wirklich zu viel? Sind wir nicht das Land das am Allermeisten von der EU profitiert? Europa geht es immer noch sehr gut und uns doch eigentlich am Besten, oder?

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Kopfmensch 02.06.2018, 21:00
78. Leben und noch mehr Leben lassen

Vor kurzem sagten mir Freunde, nachdem ein Freund gestorben war, das das Leben doch zu kurz ist zum Sparen und es eher jetzt als gleich vorbei sein kann. Getreu dem Motta, lass uns im Jetzt leben, den morgen ist es vielleicht zu spät. Nur wer zahlt die Zeche ?
Wahrscheinlich all jene, die noch nichts dazu beitragen können. Es ist wie eine fast insolvente Firma, die mit den prognostizierten Einnahmen der Zukunft spekuliert. Es gab mal den Spruch, spare in guten Zeiten, um in schlechten Zeiten Reserven zu haben. Das gilt jedoch nicht für die Südländer der EU.

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gatopardo 02.06.2018, 21:02
79. Ihr Beitrag

Zitat von Ossifriese
Vor Italien und den Italienern habe ich eigentlich wenig Angst. Vor meinen lieben Mit-Deutschen, die zumindest hier im Forum wie gewohnt allerlei Holzhämmer herausholen, schon. Sollten diese Wasserträger des "Populismus" einmal hier irgendwelche Macht gewinnen, wird es schlimm. Die kapieren ja nicht mal, dass sie selbst die "Lega" sind...
ist amüsant, aber gleichzeitig trifft er genau das, was ich als im Süden lebender Ostfriese hier nicht vorzutragen wage, um von der Mehrheit nicht heruntergeputzt zu werden.

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