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Regierungskriseln: Bloß nicht wieder vier Jahre Groko!
REUTERS

Wenn sich in Berlin keine Regierung findet, liegt das im Kern daran, dass keine Partei eine wirklich gute Idee hat, wo's hingehen soll. Das spricht für eine nationale Kreativpause. Und danach Neuwahlen.

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LittleBigMan 26.11.2017, 22:49
260. Wille vs Mathe

Zitat von Spiegelleserin57
dass die Bürger die GroKO abgewählt haben. Auch er sollte den Willen der Bürger berücksichtigen und bedenken dass der Bürger sehr verärgert sein wird wenn sein Wille nicht berücksichtigt wird. Dann brauchen wir nämlich gar keine Wahlen mehr!
CDU und SPD haben zusammen immer noch mehr als 50%. Also nix mit Abwahl, dafür eine große Klatsche. Die SPD hatte die Klatsche verstanden und hätte Platz gemacht für eine neue Koalition, was unsere Polit-Profis aus Eitelkeit und Parteien-Profilierungs-Neurose nicht hinbekommen haben. Dabei steht nun leider zu befürchten, dass mit einer neuen GroKo der alte Trott wieder in der Bundespolitik Einzug hält, den ich wirklich für abgewählt hielt.

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LittleBigMan 27.11.2017, 23:31
261. Möchtegern Mathe

Zitat von ariston666
Keine erneute Groko das ist Wählerbetrug! 4lange Jahre Stillstand-Duldungsstarre der SPD.In jedem europäischen Land gibt es Neuwahlen.Merkel und Schulz sind die eindeutigen Verlierer der BTW und diese Looser sollen weiter wursteln das ist unglaubwürdig.Die Wähler haben diese Parteien abgewählt,das ist undemokratisch wenn Herr Steinmeier das Wählervotum nicht anerkennt.Eine erneute GROKO löst keine Probleme sondern behindert eine Erneuerung von Europa.
Wieso können eigentlich so viele Menschen hier nicht mehr rechnen. CDU und SPD haben über 50% der Wählerstimmen erhalten. Das ist in einer Demokratie die Mehrheit. Dass hier von den Wählern ein Denkzettel verabreicht wurde ist klar, und die SPD hatte dies auch so verstanden und von einer GroKo Abstand genommen. Nach dem Scheitern von Jamaica gibt es aber keine gewollte Mehrheit mehr abseits der GroKo. Ich empfinde dies alles andere als ideal, ist aber in einer Demokratie zu respektieren.
Eine aktive, ideenreiche Minderheitsregierung ist offensichtlich mit diesem Personal nicht möglich, vielleicht aus Angst, die eigene Partei nicht entsprechend profilieren zu können. Krawall statt Kompromiss gibt halt deutlich mehr Aufmerksamkeit.
Meine Befürchtung ist nun, dass nach Bildung der GroKo der Wähler-Denkzettel ad acta gelegt wird und der alte Trott wieder Einzug hält. So wie das mit allen unbequemen Fakten wie Panama- und Paradise-Papers, zunehmende Altersarmut etc. bisher auch immer erfolgreich praktiziert wurde.

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Nörgelkopf1 27.11.2017, 10:35
262. Wen die SPD politischen Selbstmord begehen will, dann GROKO.

Es würde der AFD gut in den Kram passen, SPD verschlissen zwischen CDU und CSU. Ein Deutschland nach der Weimarer Republik. Nein, Minderheitsregierung und das Volk bestimmt. Nicht der Parteienproporz. Es müssen Mehrheiten gesucht werden.

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Bananenschale 27.11.2017, 16:39
263. Eigenartig

Zitat von jumbing
Ich habe die SPD gewählt, damit ENDLICH wieder jemand ins Kanzleramt einzieht, der unser Land gestaltet und nicht nur mehr schlecht als recht verwaltet. Deshalb kann ich nur raten, jetzt nicht wieder der Steigbügelhalter für Merkel zu sein. Eine Minderheitsregierung für ein Jahr unter ihrer "Führung" böte die Gelegenheit, ohne Rücksicht auf den Koalitionspartner ihre Schwächen schonunglos offenzulegen und den Wählern eine echte Alternative anzubieten. Für die CDU bestände zudem die Möglichkeit, sich wieder als Partei zu definieren und nicht weiter als Kanzler(Merkel)Wahlverein zu fungieren. Wenn dann auch noch die Merkelfans in den Medien endlich objektiv berichten, könnten Wahlen in einem Jahr einen Regierungswechsel ermöglichen
Sie haben SPD gewählt? Schämen Sie sich!

Nein, im Ernst: Wieso läuft Schulz immer wie eine beleidigte Leberwurst herum, wenn die Sprache auf Merkel kommt? Sein launiger Stil prallt ab. Da kriegt er einen dicken Hals. Ok. Nur Kanzler kann mit einem solchen Charakter nicht. Das müßte Ihnen klar sein. Und ebenso, daß in absehbarer Zeit keine realistische Machtperspektive für SPD gibt. Wenn Sie einen politischen Wandel wollen, ist die Perspektive doch so: Merkel würde innerhalb der CDU gestürzt, Ihr/e Nachfolger/In erwiese als unfähig und ein Opositions-Kanditat übernähme nach einer Vertrauensfrage oder Mistrauensvotum das Amt. So, von welcher Partei wäre der/die denn nun? Na? Sehen Sie: AfD oder SPD. Und die Wette ist ja wohl noch offen. Soviel ist aber klar: Besser würde nichts.

Um Sie zu beruhigen: Was wäre, wenn Herr Lauterbach Kanzlerkanditat der SPD wäre? Er vereint eine gewisse Schärfe des Standpunktes ( im Unterschied zu Frau Merkel ) mit nüchternem Kalkül, das für jede politische Durchsetzungsfähigkeit Voraussetzung ist. Das ist aber wg. der m.E. für die SPD gebotenen Trennung von Partei- und Fraktions-Vorsitz kein Schaden. Bei den Grünen viele mir Fr. Künast ein. Wo ist die eigentlich?

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