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Regierungskritik von US-Konzernen: Die Anti-Trump-AG
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Von Budweiser bis Google: In den USA positionieren sich Konzerne gegen die Politik von Donald Trump. Ein Grund zur Hoffnung - auch deshalb, weil viel Eigennutz im Spiel ist.

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unzensierbar 08.02.2017, 10:40
1. Grund zur Hoffnung?

Seit wann ist die Oligarchie ein Grund zur Hoffnung? Ob nun ein Milliardär oder ein ganzer Haufen. Das ist Pest und Cholera. Keiner wird dem Volk etwas gutes tun.

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Neulandbewohner 08.02.2017, 10:43
2. Boykott?

Man darf gespannt sein, wie lange die Trumpeten jetzt einen Budweiser-Boykott durchhalten...Manchen würden so ein paar Tage ohne ein Bud sicherlich mal ganz gut tun!

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tkedm 08.02.2017, 11:02
3.

Tja, leider sind die Konzerne die einzigen, die einen Trump zur Vernunft bringen können. Demonstranten werden von ihm ja nur verlacht. Und von Mächtigen ist dieser Typ ja leicht beeinflussbar. Das ist dann doch mal ein positiver Punkt.

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scoopx 08.02.2017, 11:05
4. Globalisierung und Import-Substitution

Auf den ersten Blick scheint für ein "big country" wie die USA eine Importsubstitution kein großes Problem zu sein, selbst beim Erdöl, wo sie auf Fracking zurückgreifen können.

Aber wegen der selbstverschuldeten Mängel im Bildungssystem sind die USA einfach nicht in der Lage, genügend Fachkräfte für das Silicon Valley auszubilden. Sie müssen also Menschen "importieren". Das ist ein absolutes Desaster und ein unglaublicher Abstieg für ein Land, das bis in die 1970er Jahre technisch auf allen Gebieten in der Welt an erster Stelle stand. Aber weil Bildung kaum noch bezahlbar ist studieren junge Amerikaner eben nur noch Wirtschaft, Jura und Medizin - die einzigen Abschlüsse, bei denen sie hoffen können, ihre Studienkredite zurückzubezahlen.

Es gibt kaum ein Land, wo die Globalisierung so irreversibel ist wie die USA. Die "financialization" der Volkswirtschaft hat es ja darauf angelegt. Der Rückzug auf das eigene Land ist nicht mehr möglich. Wie Trump schon richtig sagte: zerstörte Industrien liegen in dem Land herum wie umgestürzte Grabsteine. Das sind die Fertigungskapazitäten von einst, die heute nicht mehr vorhanden sind.

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Seraphan 08.02.2017, 11:14
5.

Selbstverständlich haben Unternehmen ein Eigeninteresse - das müssen sie sogar. Aber sicherlich nicht, wie hier im Artikel behauptet, um an billige Arbeitskräfte zu kommen. Gehen Sie davon aus, dass, vor allem im Silicon Valley, sehr viele Unternehmer so weit links angesiedelt sind, dass ihnen die Politik Trumps persönlich gegen den Strich geht.

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jjcamera 08.02.2017, 11:20
6. alles wird gut

Was wird passieren?
Menschen, die Trump geistig und mental überlegen sind (davon gibt es sehr viele), werden ihn für ihre eigenen Ziele benutzen. Putin ist dazu ein gutes Beispiel. Er kennt die Schwächen Trumps: Unbesonnenheit und bösartiger Narzissmus. So ein Mensch ist leicht von außen steuerbar. Auch wir sollten lernen, wie mit dem Mann umzugehen ist, und wie leicht sich seine Schwächen in eigene Vorteile ummünzen lassen. Dann wird alles gut.

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Atheist_Crusader 08.02.2017, 11:20
7.

Hut ab für die Person die das Logo im Bildhintergrund entworfen hat. Es sagt "President Elect Donald J. Trump", aber auf die Entfernung sieht es aus wie ein "Einfahrt verboten"-Schild.
Ich bezweifle, dass das beabsichtigt war, aber es ist doch ein nettes Omen ;)

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C. V. Neuves 08.02.2017, 11:26
8.

Ich nehme an, viele haben Trump gewählt, weil er weniger für das Großkapital stand als seine Gegenkandidatin. Viele mögen auch überrascht sein, dass seine Umfragewerte ansteigen.

Ob Trump den anhaltenden Generalausverkauf der US-Bürger aufzuhalten vermag, falls denn das wirklich der Kern seiner Wünsche ist, das ist eine andere Frage. Eines der Probleme ist ja, dass der natürliche Wohlstand des Landes für breiten individuellen Wohlstand so nicht mehr ausreicht, ein Problem dass auch langsam ins Bewusstsein rücken sollte. Darum sind in den USA bspw. 15% absolut arm, und 35% oder mehr nur Geringverdiener.

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Katzazi 08.02.2017, 11:29
9.

Zitat von scoopx
Auf den ersten Blick scheint für ein "big country" wie die USA eine Importsubstitution kein großes Problem zu sein, selbst beim Erdöl, wo sie auf Fracking zurückgreifen können. Aber wegen der selbstverschuldeten Mängel im Bildungssystem sind die USA einfach nicht in der Lage, genügend Fachkräfte für das Silicon Valley auszubilden. Sie müssen also Menschen "importieren". Das ist ein absolutes Desaster und ein unglaublicher Abstieg für ein Land, das bis in die 1970er Jahre technisch auf allen Gebieten in der Welt an erster Stelle stand. Aber weil Bildung kaum noch bezahlbar ist studieren junge Amerikaner eben nur noch Wirtschaft, Jura und Medizin - die einzigen Abschlüsse, bei denen sie hoffen können, ihre Studienkredite zurückzubezahlen. Es gibt kaum ein Land, wo die Globalisierung so irreversibel ist wie die USA. Die "financialization" der Volkswirtschaft hat es ja darauf angelegt. Der Rückzug auf das eigene Land ist nicht mehr möglich. Wie Trump schon richtig sagte: zerstörte Industrien liegen in dem Land herum wie umgestürzte Grabsteine. Das sind die Fertigungskapazitäten von einst, die heute nicht mehr vorhanden sind.
Das ist doch Unsinn. USA hat schon immer Menschen mit ihrem Wissen und Ausbildung "importiert". Es war immer schon ein Einwandererland. Gerade der Budweiser-Spot thematisiert das auch. Viele Menschen mit neuen Ideen, die zu Hause (= Europa) keine Chance hatten, sind über die Jahrhunderte in die USA gegangen. Auch gerade im und kurz nach dem 2. Weltkrieg ist wieder ein immenser Schub an Wissen mit den Menschen in die USA migriert. Später hat sich USA auch extra für Wissenschaftler und Kreative aus aller Welt angelockt. USA hat immer schon nicht nur selbst ausgebildet, sondern auch Wissen und Ideen angezogen. Und weil Trump droht das zu beenden protestieren die Unternehmen derart.

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