Forum: Wirtschaft
Regierungskritik von US-Konzernen: Die Anti-Trump-AG
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Von Budweiser bis Google: In den USA positionieren sich Konzerne gegen die Politik von Donald Trump. Ein Grund zur Hoffnung - auch deshalb, weil viel Eigennutz im Spiel ist.

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ththt 08.02.2017, 11:30
10. Keine Hilfe

Was für ein Armutszeugnis, wenn man hofft, dass Konzerne für den Erhalt der Demokratie und Freiheit kämpfen werden. Konzerne haben stets eins im Sinn: Gewinn machen. Dass sie dafür auch mit Diktatoren, Autokraten oder Warlords zusammenarbeiten ist ihnen ziemlich egal. Überhaupt hat doch erst diese massiv ungerechte Umverteilung des Geldes zugunsten derer, die über die Produktionsmittel verfügen, dazu beigetragen dass der "kleine Mann" seine Zuflucht in einem Populisten wie Trump suchte. Jegliche Impulse zur Erhalt der Demokratie müssen IMMER von der normalen Bevölkerung ausgehen. Von den Konzernen kann man keine Hilfe erwarten.

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msix 08.02.2017, 11:30
11.

Zitat von unzensierbar
Seit wann ist die Oligarchie ein Grund zur Hoffnung? Ob nun ein Milliardär oder ein ganzer Haufen. Das ist Pest und Cholera. Keiner wird dem Volk etwas gutes tun.
Die IT Unternehmen sind äußerst attraktive Arbeitgeber und zahlen Gehälter weit über Durchschnitt und sind zudem auf qualifiziertes Personal aus der ganzen Welt angewiesen. Dies scheint Trump überhaupt nicht zu begreifen. Der Mann schafft es noch, diese multi Milliarden Dollar Branche gegen die Wand zu fahren.
Anbei noch ein interessanter Artikel zum Thema
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Tech-gegen-Trump-Einreise-Verbot-verunsichert-und-politisiert-US-Startups-3619738.html

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marialeidenberg 08.02.2017, 11:34
12. Wenn Trump sich die Wirtschaftsbosse wegen Behinderung

von deren Gewinnmaximierung zu Feinden macht ist das eine ausgesprochen dämliche Maßnahme, um nicht zu sagen selbstmörderisch. Zusätzlich hat noch ein weiteres äußerst wehrhaftes Wild vor die Flinte geholt: die Medien, vor allem Print.

Wenn er nicht mit wenigstens einer dieser Parteien Frieden schließt hat er ein ganz schwaches Blatt.

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Leser161 08.02.2017, 11:46
13. Keine Hoffnung

Trump ist etwas seltsam, aber er ist demokratisch gewählt. Er versucht die Interessen seiner Anhänger zu vertreten (auch wenn er dabei meistens Mist baut). In 4 Jahren wird er wohl demokratisch abgewählt werden.

Das jetzt Konzerne, die nicht demokratisch gewählt sind und nur vom Profitstreben ihrer Shareholder getrieben sind sich gegen Trump positionieren ist für mich kein Grund zur Hoffnung.

Wenn diese Konzerne erfolgreich wären, DASS wäre das Ende der Demokratie, der Beweis das Millionen von Dollar mehr wert sind als Millionen von Stimmen.

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walligundlach 08.02.2017, 11:46
14. Daß Konzerne Politik machen wird hier sonnenklar.

Das tun sie schon lange. Durch die immensen Wahlkampfspenden, die in den USA durch Richtersprüche ermöglicht wurden. Ob diese Entwicklung nun aber den Menschen dienlich ist, das darf man getrost bezweifeln. Wenn es keine anderen Kräfte gibt, Trump zu bändigen, dann sieht es nicht rosig aus für die Welt.

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mhwse 08.02.2017, 11:52
15. es ist ja auch in der Fertigung so

Zitat von scoopx
Auf den ersten Blick scheint für ein "big country" wie die USA eine Importsubstitution kein großes Problem zu sein, selbst beim Erdöl, wo sie auf Fracking zurückgreifen können. Aber wegen der selbstverschuldeten Mängel im Bildungssystem sind die USA einfach nicht in der Lage, genügend Fachkräfte für das Silicon Valley auszubilden. Sie müssen also Menschen "importieren". Das ist ein absolutes Desaster und ein unglaublicher Abstieg für ein Land, das bis in die 1970er Jahre technisch auf allen Gebieten in der Welt an erster Stelle stand. Aber weil Bildung kaum noch bezahlbar ist studieren junge Amerikaner eben nur noch Wirtschaft, Jura und Medizin - die einzigen Abschlüsse, bei denen sie hoffen können, ihre Studienkredite zurückzubezahlen. Es gibt kaum ein Land, wo die Globalisierung so irreversibel ist wie die USA. Die "financialization" der Volkswirtschaft hat es ja darauf angelegt. Der Rückzug auf das eigene Land ist nicht mehr möglich. Wie Trump schon richtig sagte: zerstörte Industrien liegen in dem Land herum wie umgestürzte Grabsteine. Das sind die Fertigungskapazitäten von einst, die heute nicht mehr vorhanden sind.
dass in der Masse Präzision gar nicht geliefert werden kann.

Gut es geht bei uns auch schon so los - aber gehen Sie sich mal ein öffentliches Gebäude in den USA an - Krankenhaus / z.B. auf der Toilette - alles relativ sauber; wenn Sie sich Seife zum Hände waschen nehmen wollen fällt es schon auf der Seifenspender ist irgendwie an die Wand gekleistert - schief - ebenso der Handtuchspender.

Es ist klar, die Truppe wird im Akkord durchs Gebäude gejagt und kann oder darf gar nicht ordentlich arbeiten ..

Das Mitglied der amerikanischen Mittelklasse will aber saubere Spaltmasse und kauft das Kraftfahrzeug dann lieber in Japan, Korea - oder eben auch in Deutschland ..

mit Druckmachen und Rumbrüllen wird sich also ein Umstand der genau dadurch entstanden ist, nicht abstellen lassen.

Von der Fertigung von Robotern (gut ein erfolgreicher Marsroboter; der hat aber Milliarden gekostet .. und .. meist werden solche Dinge von asiatischen Spitzenkräften erledigt ..) oder gar Smartphones wollen wir gar nicht anfangen - wird nicht gehen.

Welche Wachstumsmärkte wollen denn Briten oder die USA dann anzapfen?

Tesla und Jaguar? - nur die Herausforderung des Autonomen Fahrens haben die Traditionsfirmen längst angenommen - Sportwagen aus GB? machen längst die Münchner.. - und nach dem Aufruf zurück zu Öl und Kohle wird das Thema E-Mobilität wieder mal verschoben .. blöder geht immer, zerstört man sich doch so einen der wirklichen Führungsplätze auf der Welt .. vermutlich werden auch da Spitzenkräfte aus Europa und Asien abgeworben - wenn die aber verboten werden .. ist es bald aus sein, mit dem Superauto ..

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Atheist_Crusader 08.02.2017, 11:57
16.

Zitat von C. V. Neuves
Ich nehme an, viele haben Trump gewählt, weil er weniger für das Großkapital stand als seine Gegenkandidatin. Viele mögen auch überrascht sein, dass seine Umfragewerte ansteigen. Ob Trump den anhaltenden Generalausverkauf der US-Bürger aufzuhalten vermag, falls denn das wirklich der Kern seiner Wünsche ist, das ist eine andere Frage. Eines der Probleme ist ja, dass der natürliche Wohlstand des Landes für breiten individuellen Wohlstand so nicht mehr ausreicht, ein Problem dass auch langsam ins Bewusstsein rücken sollte. Darum sind in den USA bspw. 15% absolut arm, und 35% oder mehr nur Geringverdiener.
Nöö, klar. Ein Immobilienmilliardär steht weniger für das Großkapital als eine Politikerfamilie mit Geld.
Nein, mit Geld hatte das nichts zu tun. Er hat ja selbst seinen angeblichen Geschäftssinn immer wieder als Vorteil gepriesen. Aber er ist eben kein Berufspolitiker, anders als Clinton und Konsorten. Nur eben nicht die gute Art von anders.

Ich denke, diese verarmten Massen werden viel dazu beigetragen haben. Die Städte sind traditionell liberal, das Land konservativ. Und auf dem Land kreist die Wirtschaft oft um eine Handvoll Betriebe - wenn ein paar davon pleite gehen (zum Beispiel weil der Bedarf an Kohle sinkt), dann kann das das langsam Ende bedeuten.
Noch dazu kommt, dass die Liberalen sich zu sehr mit Scheinthemen befasst und den Kontakt zur Basis verloren haben. Für einen Jugendlichen vom Lande muss es sich wie ein Schlag ins Gesicht fühlen, wenn die Eltern zwei oder drei Jobs brauchen um die Familie durchzubringen, nur um dann von liberalen Besserwissern erklärt zu bekommen, dass man ja 'white privilege' hätte und sich dafür schämen sollte.

Das sind die Gründe, aus denen Trump gewählt wurde. Nicht Rassimus (zumindest für die meisten), sondern eine Unzufriedenheit mit dem System. Hillary hat Stabilität geboten, aber eben diese Stabilität wurde von weiten Teilen der Bevölkerung als zunehmend unerträglich empfunden. Trump war ein Risiko, eine Chance das System zu verändern - hoffentlich zum Besseren.
Die ist nicht aufgegangen. Aber ich kann verstehen, warum viele das glauben wollten. Nur hätten sie dafür eher noch Sanders wählen sollen, nicht einen lauten Narzissten mit einer Lastwagenladung an Persönlichkeitsproblemen und gescheiterten Unternehmungen.

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darthmax 08.02.2017, 12:04
17. Einfluss der Konzerne

Genau aus diesem Grund wurde doch Trump gewählt, da er von diesen unabhängig ist.
Seit wann handeln Unternehmen in den USA denn verantwortlich gegen die Menschen..Kapital verpflichtet dort maximal zum Spenden oder einer Gründung der Foundation..soziale Marktwirtschaft .. ein Witz in den USA..dicht am Kommunismus.
Wenn diese Firmen jetzt gegen Trump offen auftreten unterstützen sie genau damit seine Wähler

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Galgenstein 08.02.2017, 12:06
18. Das oft beklagte Bildungsdefizit schlägt auch in diesem Forum wieder einmal zu

Unternehmen machen Gewinne? Skandal! Wie man ein Unternehmen führen und aufbauen kann, wie Arbeitsplätze erhalten werden können, wenn sie sich nicht rechnen dürfen, bleibt das wohlgehütete Geheimnis derer, die wieder einmal Front gegen das Unternehmertum machen.

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Mr Bounz 08.02.2017, 12:10
19.

Zitat von Leser161
Trump ist etwas seltsam, aber er ist demokratisch gewählt. Er versucht die Interessen seiner Anhänger zu vertreten (auch wenn er dabei meistens Mist baut). In 4 Jahren wird er wohl demokratisch abgewählt werden. Das jetzt Konzerne, die nicht demokratisch gewählt sind und nur vom Profitstreben ihrer Shareholder getrieben sind sich gegen Trump positionieren ist für mich kein Grund zur Hoffnung. Wenn diese Konzerne erfolgreich wären, DASS wäre das Ende der Demokratie, der Beweis das Millionen von Dollar mehr wert sind als Millionen von Stimmen.
Ich fang mal hinten an, es muß heißen:
- Wahlmänner sind mehr Wert als Millionen Stimmen!
Wie im Artikel erwähnt sind folgende Punkte für Konzerne wichtig:
- Rechtssicherheit
- Handelsbeziehungen (auch ins Ausland)
Die Interessen seiner Wähler hatte er dabei sicher nicht im Blick:
- Deregulierung der Finanzmärkte
(Dazu noch der Hinweis das er Mrs. Clinton als "Wallstreet Huhre" beschimpft hat und nun der Wallstreet hinten rein kriecht.)
Ich kann mich auch nicht mit etwas Seltsam anfreunden,
- der ist total gestört.

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