Forum: Wirtschaft
Regierungspläne: Wirtschaft wettert gegen Verpflichtung zu Menschenrechten
CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Die deutsche Wirtschaft wehrt sich gegen ein mögliches Gesetz zur Einhaltung der Menschenrechte im Ausland. Arbeitgeber-Chef Ingo Kramer nennt die Regierungspläne "Unsinn" und eine "faktische Unmöglichkeit".

Seite 1 von 12
iLady 08.04.2019, 07:28
1. na dann..

Tja wenn man es in den entsprechenden Ländern nicht garantieren kann, muss man halt wieder in Ländern produzieren wo man es garantieren kann...

ja ist naiv... aber unsere Welt muss sich eh ändern und dazu gehört auch, den Menschen wieder als Mensch zu sehen und nicht als resorce die man verbraucht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Cailean 08.04.2019, 07:40
2. Seltsame Kriterien

Angenommen, etwas über die Hälfte der Unternehmen hat ein Gewissen und versucht, seine Produktion verantwortunsvoll zu handhaben. Mit welchem Grund sollte die ANDERE Hälfte der Unternehmen dafür belohnt werden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 08.04.2019, 07:41
3. Klar, es ist aufwendig.

Aber die Rückmeldung aus der Textilindustrie zeigt es auf: man diktiert den Lieferanten in Bangladesch etc. Die Rahmenbedingungen, kümmert sich aber 0 darum. Und es sind ja nicht die kleinen oder die Mittelständler die darunter fallen, es sind die Grössen denen es in erster Linie nur um Profit geht.

Aber warum brauche ich ein Tshirt für 5 Euro, lausige Qualität das ich nach dem 2. Waschen wegwerfe, wenn ich eines für 18 Euro bekomme, das ich mindestens 20 mal durch die Waschmaschine jagen kann. Geiz ist eben immer noch geil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anhesas 08.04.2019, 07:46
4. Klare Worte

"Aber nicht dort, wo ich das gar nicht beeinflussen kann oder als Mittelständler noch nicht einmal überblicken kann. Das ist absurd."

Dann sollte ich in solchen Ländern einfach nicht produzieren. Aber Dumpinglöhne und nicht vorhandene Arbeitnehmerrechte sind einfach zu verlockend.

Die verloren gegangene Scham für mieses Verhalten hat auch etwas Gutes: Klartext. So weiß jeder, mit wem er es zu tun hat und kann sich darauf einrichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cyberpommez 08.04.2019, 07:48
5. Absurd?

Die Beachtung von Menschenrechten ist absurd? Ich hoffe ein shitstorm pustet diesen Menschen aus dem Amt. Aber die Tatsache, dass er sich traut sowas offen zu sagen, lässt tief blicken. Schäuble hat sowas auch schon gesagt und es hat ihm nicht geschadet. Na ja, Menschenrechte sind aber auch echt lästig. So kann man doch nicht arbeiten....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vikkru 08.04.2019, 07:49
6. Natürlich geht das!

Wo soll das Problem sein? Unangekündigte Besuche bei Lieferanten und gut ist es, geht im Qualitätsmanagement und bei der Lieferantenentwicklung ja auch.
Maßnahmen dieser Art sollten ausgeweitet werden. Die Billigkonkurrenz wird so unter Druck gesetzt und wird weniger Attraktiv. Diese Vorgaben sollten aber auf EU Ebene verbindlich werden um eine Angleichung innerhalb der EU voranzutreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rollerfahrer 08.04.2019, 07:54
7. Gesetzliche Verpflichtung ist unbedingt notwendig!

Es darf nicht sein, daß Unternehmen sich einen Schiss um ihre Quellen kümmert!
Ob wir nun hier oder dort mit den Menschenrechten oder die Umwelt versauene ist egal!
Damit ist es nur folgelogisch, daß die grundlegenden Anforderungen auch für externe Quellen der Unternehmen gelten müssen! Es stellt sich eh die Frage, wieso 50% Selbstverpflichtung ausreichen soll?
Ohne gesetzliche Grundlagen wird das nichts! Und, ja, wenn das für jede Firma gilt, ist das entgegen der BDA-Position auch umsetzbar!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000239462 08.04.2019, 07:58
8. Bedenklich...

Man sollte die lokalen Regeln der lokalen Regierung lassen. Ein anderes Beispiel: Die US-Regierung soll mir hier nicht vorschreiben, nach welchen Gesetzen zu handeln ist. Dafür ist die Bundesregierung zuständig und sonst niemand. So etwas sollte generell gelten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lak Moose 08.04.2019, 07:59
9. Es ist ganz leicht

einzuhalten, durch die sorgfältige Auswahl der Länder, in denen man produzieren lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 12