Forum: Wirtschaft
Regionaler Vergleich: Wo die Gutverdiener wohnen - und wo die armen Schlucker
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Wohnen Sie in einer reichen oder armen Region? Eine Studie zeigt die durchschnittlichen Einkommen in den 401 Kreisen und Städten Deutschlands. Hier können Sie nachschauen, wie es bei Ihnen aussieht.

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eunegin 24.04.2019, 07:02
1. Einnahmen - Ausgaben

Man sollte neben den Einnahmen auch die Ausgaben betrachten, um Rückschlüsse auf die tatsächliche Lebensqualität zu ziehen. So lebe ich jobbedingt und zufrieden in einer vermeintlich wohlhabenden Region (mit gutem eigenem Einkommen), komme aber dennoch nicht an die Lebensqualität meiner Eltern mit weniger Einkommen in einer nicht so wohlhabenden Gegend heran. Zum Glücklichsein gehört ohnehin ein noch größeres Paket.

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josquin 24.04.2019, 07:26
2. Die Rechnung hinkt

Beispiel: Fast alle Städte haben ein geringeres Einkommen als das umliegende Land (Nürnberg, Erlangen, Freiburg usw.).
Ausnhame: Heilbronn. Vermutlicher Grund: hier wohnt der Kaufland/Lidl-Eigentümer Schwarz, dessen Einkommen ausreicht, um den Schnitt anzuheben

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Theodor 24.04.2019, 07:29
3. Oberflächlich

Der Artikel erwähnt es selbst - die Statistik hat Schwächen und ergibt ein oberflächliches Bild. Dort wo es spannend wird, z.B. der Fragestellung, was das für eine Kommune bzw. einen Landkreis bedeutet, wenn dort Menschen wohnen, die über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügen, werden komplett ausgeblendet. Diese Statistik und deren Beschreibung kann darauf keine Antwort geben und deshalb ist sie oberflächlich und heizt den Populismus an und gehört in die Kategorie: Effekthascherei!

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retourenpaket 24.04.2019, 07:51
4. Fehlen noch EU und andere Industrienationen

Schön, dass mal die allseits vorliegenden Zahlen berichtet werden. Eine reine Fleißarbeit und Start einer Serie von Fragen die man an die Daten stellen kann.

Was fehlt ist der internationale Vergleich, der Wettbewerb der Landkreise verhält sich im Vergleich zu aktuellen Handelskriegen, den Spannungen an denen die EU und der Euro leider oder gar brechen usw. doch in sehr gemütlicher Weise.

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muctr 24.04.2019, 07:56
5. Wenig aussagekräftig

Schade, dass die Zahlen nicht mit den jeweiligen durchschnittlichen Lebenshaltungskosten in den Landkreisen verglichen werden - erst dann könnte man ihnen tatsächlich eine Aussage über den Wohlstand und die Kaufkraft in den Landkreisen entnehmen. Immerhin hat Starnberg auch mit die höchsten Wohnkosten in Deutschland...

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dasfred 24.04.2019, 07:56
6. Wie immer ganz nett anzusehen

Aber wie bei allen Statistiken eben nur ein grobes Abbild. Statistisch gesehen habe ich innerhalb meiner Wohnung das höchste Einkommen. Wenn man allein innerhalb Hamburgs die Stadtteile vergleicht, ist jemand mit einem bestimmten Einkommen in Billstedt reich, in Harvestehude eher arm. Auch die Lebenshaltungskosten sind wichtig, wenn man beurteilen will, wie viel am Ende übrig bleibt.

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hausfeen 24.04.2019, 08:04
7. Zwischen Populismus und Popularismus ist scharf zu unterscheiden.

Zitat von Theodor
... Diese Statistik und deren Beschreibung kann darauf keine Antwort geben und deshalb ist sie oberflächlich und heizt den Populismus an und gehört in die Kategorie: Effekthascherei!
Populismus ist ein sanftes Wort für "faschistische Ideologie", weil man das so radikal nicht mehr sagen mag. Sie meinten aber das wohl in dem Sinne, den Leuten nach dem Mund zu reden. Egal, ob es stimmt oder nicht, egal, ob im Detail noch weitere Teufel stecken.

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kayakclc 24.04.2019, 08:05
8. Was sollen wir daraus lernen?

Statistiken produzieren einmal Daten, die in schönen Frabbildern zusammengefasst werden. Leute von der SPON lieben die tägliche Arm/Reich Artikel. Am Ende ist die gefahr immer, dass eine Neid Debatte entsteht. Dabei ist heute Diversität groß geschrieben! Interessanterweise wollen meist die gleichen Leute, die sich aktiv für
Diversität in Herkunft und Geschlechterrollen einsetzen, und die Sprache durch diversivizieren, oft bei Vermögen und einkommen plötzzlich ein Einheitswert etabilieren. Sie merken gar nicht, dass das im Widerspruch zu ihrer sonstigen Idealen sind!

Dass Leute selbst aus gleichen Schichten mit gleichen Startbedingungen unterschiedliche Entscheidungen treffen, kennt jeder. Wenn dann noch Geschwister selbst bei gleichen Einkommen von seinen Elten eine gleiche Summe von, sagen wir 20.000€ vererbt bekommen, und man nach 20 Jahren deren Vermögenslage untersucht, wird grasse Unterschiede feststellen, weil ein Geschwister lieber teure Urlaube macht, ein zweiter sich ein Auto gekauft hat, während die Dritte das Geld zum schnellern Abzahlen eines Kredits für ihr Reihenhaus verwendet hat. Das selbst bei gleichen Voraussetzungen unterschiedliche Vermögen herauskommen, kennt jeder aus der eigenen Familie. Wenn dann noch unterschiedloche Einkommen dazu kommen, und unterschiedliches Ausgabenverhalten, erhalten wir unterschiede... was für eine Erkenntnis! Das sagt schon der gute Menschenverstand.

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marlies_lönnies-walther 24.04.2019, 08:16
9. das Ruhrgebiet ist der neue Osten

das angegebene Einkommen von Hamburg z.B. setzt sich zusammen aus dem Einkommen von Stadtteilen, wo es deutlich unter 20.000 und anderen, wo es deutlich über 30.000 liegt. Also sehr wenig aussagekräftig. Allerding die Grafik mit der Veränderung zeigt wohl, dass das Ruhrgebiet jetzt dringend eine strukturelle Hilfe braucht, wogegen der Soli für den Osten langsam auslaufen könnte.

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