Forum: Wirtschaft
Regionaler Vergleich: Wo die Gutverdiener wohnen - und wo die armen Schlucker
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Wohnen Sie in einer reichen oder armen Region? Eine Studie zeigt die durchschnittlichen Einkommen in den 401 Kreisen und Städten Deutschlands. Hier können Sie nachschauen, wie es bei Ihnen aussieht.

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ein-berliner 24.04.2019, 20:32
90. Geld ist nicht alles

Zitat von Sibylle1969
Die Auswertung hat mehrere Schwächen. Erstens darf man nie Durchschnittseinkommen, sondern immer nur Medianeinkommen miteinander vergleichen, damit Ausreißer nach oben nicht die Statistik verfälschen. Zum anderen ist die Schlussfolgerung "Niedriges Durchschnittseinkommen = arm, hohes Durchschnittseinkommen = reich" ohne Vergleich mit der Kaufkraft nutzlos. Denn mit Ausnahme von Lebensmitteln im Supermarkt ist in teuren Regionen nahezu alles teurer: der wichtigste Faktor sind Mieten/Immobilienpreise, aber sämtliche Preise für Dienstleistungen (Friseur, Stundenlohn für Handwerker oder Reinigungskräfte), Gastronomie und oft auch öffentliche Verkehrsmittel kosten Der Artikel deutet es zwar an, aber kann nicht mal mutmaßen, ob man mit 17.000 Euro in Vorpommern-Greifswald besser oder schlechter dran ist als mit 29.000 Euro in München. Vergleich gefällig: 2-Zimmer-Wohnung mit ca. 50 qm und Balkon in Greifswald ab 280 Euro Kaltmiete zu haben. In München nicht unter 750 Euro. Differenz pro Jahr 5640 Euro (Quelle: Immoscout).
Das Einkommen hat nichts mit der Lebensmittelqualität direkt zu tun. Wo wird jemand wohl eher leben wollen, München oder Greifswald?
Dabei das Umfeld nicht vergessen.

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torcedores 24.04.2019, 22:22
91. Welche Metrik steckt eigentlich hinter den Kennhzahlen ... ?

So, so ... Gelsenkirchen liegt mit einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 16.000 EUR/a also am unteren Rand. Wie wird das eigentlich gemessen? Wir sind eine 6-köpfige Familie, ich bin der Alleinverdiener. In Gelsenkirchen wären wir also im Durchschnitt, wenn wir 96.000 EUR verfügbares Einkommen hätten? Nachdem ich durch die Steuer geplündert wurde, bin ich nicht merklich über diesem Betrag, nachdem ich vor ein paar Jahren aus Idealismus in einen deutlich niedriger bezahlten Beruf gewechselt habe. Werden Kinder und Erwerbslose in die genannten Mittelwerte einbezogen?

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zewavera 25.04.2019, 00:04
92. @#88

Ich habe eben Google angeworfen und finde im tiefsten Osten (Rostock) reichlich unspektakuläre Mietobjekt für +1450? (75qm).
Zudem spuckt Google ca. 666? Kita kosten in München aus, bei 10h Kinderbetreuung. Diese Suche auf Rostock angewendet ergibt ca. 250? und somit 400? mehr im Monat.
Insgesamt kommen wir also auf 650? Mehrkosten an Miete und Kita. Bei einem 3 Personen Haushalt bedeutet dies immerhin 217? Mehrkosten pro Kopf.

Jeder Kollege aus dem gehobenen Management Bereich aus München und Umland fährt als Dienstwagen mindestens 75000? Listenpreis, wohingegen die Kollegen der einkommensschwachen Regionen auf ca. 35000? Liste bei gleicher Hierarchiestufe setzen. Scheint also doch mehr übrig zu sein nach Abzug aller hörenden Mehrkosten des Südens.

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kratzdistel 25.04.2019, 18:59
93. die studie ist nicht frei von fehlern

die Studie übersieht, dass viele nicht ihr Geld dort anlegen, wo sie wohnen. Kronberg ist z.b. keine reicher Stadt, obwohl dort die meisten millionäre wohnen. dagegen hat die Stadt Eschborn sehr hohe Steuereinnahmen und kann ihren bürgern eine sehr gute infrastruktur anbieten. auch die pendlerströme von der linken rheinseite in die metropolregion Frankfurt tragen zum Wohlstand in ihren Wohngebieten bei und entziehen Frankfurt steuereinnahmen. wiesbaden ist eine sehr beliebte wohnstadt auch für reiche von der linken rheinseite und schneidet schlechter ab. deshalb sind solche statistiken kritisch zu hinterfragen

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Karlowitsch 26.04.2019, 11:26
94. Gerade aus den von Ihnen gennaten Gründen

Zitat von zewavera
Ich lebe in einer Einkommen schwachen Region und bin berufsbedingt sehr häufig in und um Starnberg. Die Mietpreise sind dort flächendeckend höher als bei hier, jedoch kosten Lebensmittel und weitere Verbrauchsgüter nicht spürbar mehr. In Zeiten der Digitalisierung und des Onlinehandels wird eine Diskussion über "Dafür kostet hier aber ..." zunehmend irrelevanter, da die Preise im Internet nicht zwischen innerdeutschen Regionen, Einkommensgrenzen oder sozialem Stand unterscheiden.
können ja in den entsprechenden Gegenden die Mieten stärker steigen als früher. Weil die Leute dank Onlinehandel und günstigen Preisen für Lebensmittel allenorten heute mehr Geld für Wohnen übrig haben. (Diese Einkaufsvorteile will mancher aber nicht sehen, nur das, was früher "besser" war, die Mieten)

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Karlowitsch 26.04.2019, 11:32
95. 2 Fehler

Zitat von Brinke
wenn die Lebenserhaltungskosten nicht berücksichtigt werden. Beispiel Berlin: 1,6% Zuwach beim Reallohn aber hier sind im selben Zeitrum alleine die Mietpreise um 30-40% gestiegen.
1. Reallohnwachstum braucht man gar keines, wenn man nur die Inflation ausgleichen will
2. Die Steigerungsraten von niedriger Basis sind wie beim Vergleich Entwicklungsland/Industrieland wohl schnell höher. Absolut gesehen sagt das nichts, im Beispiel Berlin z.B. sollte man sich lieber freuen, dass man jahrzentelang (zu) billig wohnen konnte und selbst jetzt noch gut wegkommt.

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Miere 26.04.2019, 22:45
96. Der Durchschnitt aus Bill Gates und drei Putzfrauen ...

... ist immer noch ein hübsches Sümmchen. Nur hilft das den Putzfrauen gar nichts. Man müsste den Median betrachten, nicht den Durchschnitt.

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nachzudenken 27.04.2019, 08:46
97. Bürgereinkommen

Wenn man schon solche Zahlen veröffentlicht, so sollte man doch daneben das reelle Einkommen des Normalbürgers stellen. Dann sieht die Landkarte ganz anders aus. Das heisst, die Einkommensmillionäre rausrechnen und nur das Einkommen der Normalverdiener (Arbeiter, Angestellter) gegenüberstellen. Diese Landkarte wäre viel aussagekräftiger und würde die wahren Verhältnisse aufdecken.

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vutrongtuan 27.04.2019, 21:14
98.

Ich denke , wo kann man viele Geld verdien und einen guten Job finden, wird man dort wohnen.

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