Forum: Wirtschaft
Regionalstudie: Berlin und Ruhrpott werden zu Armutshochburgen
dapd

In Deutschlands Regionen steigt die Armut zum Teil dramatisch - das zeigt eine neue Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Längst sind nicht mehr nur die ostdeutschen Bundesländer betroffen. Das Ruhrgebiet gehört zusammen mit Berlin zu den "Problemregionen Nummer eins".

Seite 27 von 63
hansjot23 20.12.2012, 18:06
260. Schulen

Zitat von widower+2
Besonders aufschlussreich ist, was Sie in der Antwort auf den von Ihnen zitierten Beitrag eines anderen Foristen verschweigen. Nämlich wie das Vermögen der Familie Quandt zustande gekommen ist. Über die Leichen von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen. Ob sich dieses Vermögen auf dem Papier nun mal vermehrt und mal vermindert (Börsenkurse) ist gar nicht mal so interessant. Interessant ist vielmehr, warum die Familie das Alles behalten darf. Mit einer angemessen Vermögenssteuer könnte allein die Familie Quandt schon einige Luxusschulen pro Jahr finanzieren. Das hat also sehr wohl was mit maroden Schulen zu tun.
Finden Sie, wir brauchen Luxusschulen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chico 76 20.12.2012, 18:09
261. Ein

Zitat von lupo44
........Wir mussten alle was dafür tun um nicht arm zu sein und auch zu werden.
richtiges Statement.
Als jemand, der in (fast) allen Kontinenten schon sein Geld verdient hat, kann ich nur feststellen, dass nirgends eine solche Mehrheit an Leistungsverweigerern anzutreffen ist, wie bei uns.
Her mit der "Staatsknete" hat Teile der 68er bewegt, heute ist es eine Allgemeinforderung geworden.
Wir sind auf dem Weg in die Neidgesellschaft Nr.1
In anderen Ländern wird beruflicher Erfolg bewundert, bei uns denunziert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RioTokio 20.12.2012, 18:09
262.

Zitat von uezegei
Die CDU/FDP Regierung hat zunächst einmal dafür gesorgt, dass Milliardensummen verschwunden sind, dass eine "Treuhand" Betriebe, Grund und Boden an blutsaugende Westgroßkapitalisten verschleudert wurden und das funktionierende Strukturen "abgewickelt" wurden, so dass das Land keinerlei Lebensgrundlagen mehr hatte. Schon damals hätte sehen können, wer sehen wollte, was uns allen mit einer CDU/FDP Regierung drohte, droht und drohen wird. Den wirtschaftlichen Sachverstand eines Helmut Kohl, der von nichts eine Ahnung hatte, ausser davon, wie man schwarze Kasse verteilt und "vergisst", übertrifft Frau Wagenknecht nicht nur im Längen, sondern um ganze Äquatoren.
Sie meinen die CDU/FDP hat die verschwundenen SED Milliarden?

Ansonsten sind Fehler passiert bei der Abwicklung der ganzen sozialist. Schrottfirmen. Viele waren eben absolut nicht wettbewerbsfähig. Ein paar Glücksritte und dubiose Gestalten aus Ost- und West haben im Chaos Kasse gemacht.

Sie hätten sicher alles viel viel besser gemacht und sich an das "Handbuch zur Abwicklung sozialistischer Pleiteländer" gehalten...
Spätestens wenn mit Nordkorea das nächste sozialistische Traumland zusammenbricht wird man sehen ob andere besser im Sanieren sind.

Kohl hat den paar Euros an Parteifreunde eher "ideellen" Schaden angerichtet, ansonsten geht es um Peanuts.

Wagenknecht hat ja noch nirgens regiert, also nichts geleistet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steuerzahler0815 20.12.2012, 18:16
263.

Zitat von dhanz
Richtig. Aber die verbliebenen 10% reichen aus, um wenigstens Frau Wagenknecht ein Leben in Saus und Braus zu ermöglichen. Insofern hat die Frau - genau wie der Typ mit den Teppichen an den Ohren - ihr Ziel erreicht.
stimmt eig jetzt wo sie es sagen fällt es mir auch auf
zusammen mit ihrem ehemann kommt frau wagenknecht doch auf über 200000 Euro pro Jahr. Wie passt das mit sozialer Gerechtigkeit un d der Hetze gegen jeden der mehr als 2000 Euro im Monat verdient. Wenn man noch Pensionsansprüche einrechnet müsste man als Selbstständiger knapp 517000 Euro pro Jahr verdienen, eine relativ hohe Summe auf die die knapp 1% in Deutschland kommen. Also gehört Frau Wagenknecht selbst zu den bösen 1%! (und Herr Steinbrück auch)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansjot23 20.12.2012, 18:17
264. Geld ist für die Meisten etwas Reales

Zitat von redwed11
Die auf die Aktien erhaltenen Dividende sind nicht nur Buchgeld, das sind reale Zuwächse am Vermögen. Lassen Sie doch die Märchen von den verlorenen Milliarden. Sollen den Leuten damit die Tränchen hervorgelockt werden und bleiben Sie bei den Realitäten. Dividende werden ausgezahlt.
Was, bitte ist REALES VERMÖGEN? Vermögen ist noch nie real gewesen, und kann es auch nicht sein. Es VERMAG nur dazu zu dienen, etwas Reales zu schaffen. In der Hexenküche heisst es: "Denn ein vollkommener Widerspruch bleibt gleich geheimnisvoll für Kluge wie für Toren." (Faust I 2557f)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klaus meucht 20.12.2012, 18:20
265. Definition

Zitat von tropfstein
Was ist Armut?
Erfinden Sie eine bessere Definition die messbar ist.

Ich kenne keine Definition die nicht unproblematisch ist. Aber egal welche Definition man nimmt, es geht vielen Menschen schlechter als vor 2 bis 3 Jahrzehnten, und das ist auch erklärbar.

Als mein Vater jung war hat fast jeder seinen Beruf bekommen, den er wollte. Und die Generation meines Vaters blieb häufig bis zur Rente bei dem Betrieb bei der man die Lehre machte.

Als ich jung war bekam man i.a. auch einen Beruf, konnte aber nicht mehr wählerisch sein. Der Wechsel des Arbeitgebers alle paar Jahre wird zur Normalität. Wobei es mit zunehmenden Alter schwierger wird zu wechseln.

Die Generation hinter mir hat das zusätzliche Problem immer wieder Phasen der Arbeitslosigkeit zu haben. Diesen Eckrentner der 40 Jahre ohne Arbeitslosigkeit lebt wird zur Ausnahme.

Die besten haben keine Probleme auch in schwieriger werdenden Zeiten einen gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden. Aber es können nicht alle die Besten sein. Und wären alle so gut wie die Besten, dann würden diese nur noch prekäre Beschäftigung finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansjot23 20.12.2012, 18:22
266. Erfolg?

Zitat von chico 76
richtiges Statement. Als jemand, der in (fast) allen Kontinenten schon sein Geld verdient hat, kann ich nur feststellen, dass eine solche Mehrheit an Leistungsverweigerern anzutreffen ist, wie bei uns. Her mit der "Staatsknete" hat Teile der 68er bewegt, heute ist es eine Allgemeinforderung geworden. Wir sind auf dem Weg in die Neidgesellschaft Nr.1 In anderen Ländern wird beruflicher Erfolg bewundert, bei uns denunziert.
Nicht der Erfolg wird bewundert. Der Besitz wird bewundert, und zu dem Kreis der Bewunderer gehören Sie vielleicht auch. Sie sprechen nämlich davon, dass Sie Ihr Geld verdient haben, nicht von etwas Anderem. Wir sind im Übrigen noch nicht die Nummer 1, wir bemühen uns aber erkennbar, es zu werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cassandra106 20.12.2012, 18:22
267.

Zitat von cassandra106
Der Osten wurde Radikal ausgeplündert. Was in der BRD inzwischen an Bankengeschäften gelaufen ist mit 18 Milliarden für eine Bank, die keine Fünftel davon wert ist, lief nach der Wende im Osten genau umgekehrt. Und Berlin wurde maßgeblich von Schwarz/Gelb in die Verschuldung gezogen, ohne Wowereit verteidigen zu wollen, aber unter Rot/Rot ging es zumindest wieder in die andere Richtung. - Und auch BER wurde lange vor Rot/Rot geplant und auf den Weg gebracht.
Link scheint nicht zu funktionieren:
Frontal21 Dokumentation: Beutezug Ost - ZDF - Dailymotion-Video

Beitrag melden Antworten / Zitieren
astrid1814 20.12.2012, 18:31
268. Na,ja...

Zitat von RioTokio
Sie meinen die CDU/FDP hat die verschwundenen SED Milliarden? Ansonsten sind Fehler passiert bei der Abwicklung der ganzen sozialist. Schrottfirmen. Viele waren eben absolut nicht wettbewerbsfähig. Ein paar Glücksritte und dubiose Gestalten aus Ost- und West haben im Chaos Kasse gemacht. Sie hätten sicher alles viel viel besser gemacht und sich an das "Handbuch zur Abwicklung sozialistischer Pleiteländer" gehalten... Spätestens wenn mit Nordkorea das nächste sozialistische Traumland zusammenbricht wird man sehen ob andere besser im Sanieren sind. Kohl hat den paar Euros an Parteifreunde eher "ideellen" Schaden angerichtet, ansonsten geht es um Peanuts. Wagenknecht hat ja noch nirgens regiert, also nichts geleistet.
Rio Tokio, Sie Selbstverantwortlicher. Wo und wann haben Sie denn schon regiert? Noch gar nicht? Nun , dann haben Sie also auch noch nichts geleistet!? Oder wie jetzt?
Im Übrigen würde ich Ihnen dringend raten, sich intensiv mit der Wirklichkeit der Abwicklung der "DDR" auseinander zu setzen.
Dann könnte man die Hoffnung hegen, dass Sie in Zukunft in der Lage sind, einen Beitrag zu schreiben, der nicht völlig sinnfrei ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sensei 20.12.2012, 18:35
269.

Zitat von zynik
"Eigenverantwortung" ist doch lediglich ein Schlagwort aus dem neoliberalen Bullshit-Bingo, dass immer nur dann verwendet wird, wenn sich sozial benachteiligte Mitbürger erdreisten Ansprüche zu stellen.
Immer wenn ich mit Linken-Phantasten ein Bier trinken gehe und frage, wie lange das Geld von den dann in der nächsten Revolution
enteigneten 1% wohl so zum finanzieren ihres Utopias reichen wird - kommt dann meist lange nichts.

Und dann heißt es: das wären die Lösungen von Gestern, so wird das auch nicht funktionieren, weil die Kompetenz(!) des Verwaltens der Geldsummen in der Unterschicht gar nicht da ist. Die würden dass dann auch nur durch konsumieren - und dann hätte sich nichts gebessert. Siehe die EU-Milliarden in Südeuropa.

Anscheinend ist die Lösung irgendwie mystisch. Wenn ich nach Lösungen schaue, gibt es Allgemeinplätze wie "gesellschaftliche Teilhabe" oder "Arbeitsplätze die auch bei einfachen Tätigkeiten noch ein anständiges Leben erlauben". Was immer "anständig" bedeutet, die Definition ist nirgends zu finden.

Eigenverantwortung dagegen ist recht konkret definiert. Wenn man in eine Diskussion hineingeht, kann man den "Gegnern" nicht mit wolkigen Ideen kommen. Fr. Wagenknecht ist ja inzwischen auch nur noch in Allgemeinplätzen wie "der Kapitalismus muss eingedämmt werden" unterwegs.

Kein Wunder dass man der "westlichen" Linken absolute Planlosigkeit vorwirft - gerade in Frankreich sieht man die Travestie. Außerhalb von schwachsinniger Umverteilung ist nach tausenden von Diskussionsrunden nichts da. Wenn die Leistungsträger nicht wollen, was passiert dann? Wird Belgien erobert? Die Fremdenlegion macht sich sicherlich schon bereit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 27 von 63