Forum: Wirtschaft
Regionalstudie: Berlin und Ruhrpott werden zu Armutshochburgen
dapd

In Deutschlands Regionen steigt die Armut zum Teil dramatisch - das zeigt eine neue Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Längst sind nicht mehr nur die ostdeutschen Bundesländer betroffen. Das Ruhrgebiet gehört zusammen mit Berlin zu den "Problemregionen Nummer eins".

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dhanz 20.12.2012, 19:25
290.

Zitat von magetasalex
Irgendetwas gefällt mir nicht an dem Begriff"Eigenverantwortung".Eigenverantwortung bedeutet für mich streng genommen, dass ich absolut selbst über mein Leben bestimmen kann. Das heißt ich müßte dann auch bestimmen können, ob ich Steuern bezahle oder nicht (ganz gleich welche). Wenn der Staatsapparat auch Eigenverantwortung für sich selbst tragen würde, dürfte er von niemand anderem Geld (im weitesten Sinne) abverlangen. Er müßte absolut selbst sich versorgen um über sein Dasein zu bestimmen. Mache ich einen Denkfehler?
Ja.
Eigenverantwortung heißt, das Ihnen niemand die Verantwortung für Ihr eigenes Leben abnehmen kann. Auch wenn es die Politiker immer wieder versprechen. 'Wähl' mich, dann sorge ich dafür, das es Dir gut geht. Der Staat sorgt dafür, das alles in Deinem Sinne geregelt wird".
Der 'vorsorgende' Sozialstaat, wie es der Mecki aus Rheinland-Pfalz einmal genannt hat. Ein Leben mit Vollkaskomentalität von der Wiege bis zur Bahre, wo man die Vorteile selbst einstreicht und die Nachteile bei 'Vater Staat' abliefert.
Eigenverantwortung heißt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und die Verantwortung für sein Handeln zu nehmen.
Der Staat schaft den Rahmen, in dem Sie sich eigenverantwortlich bewegen können. Sie treffen die Entscheidungen für Ihr Leben. Zur Eigenvereantwortung gehört dann aber auch, die Konsequenzen aus diesen Entscheidungen zu tragen. Dazu sind aber die meisten Bürger nicht mehr bereit.

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hansjot23 20.12.2012, 19:34
291. Alle Blogs sind gleich

Es ist doch kurios: Gehen Sie mal in den Ägypten-Blog, in den US-Waffenblog, in den Putin-Blog, oder bleiben Sie hier im BRD-Armutsblog: überall wird nicht nur um das Gleiche, sondern mehr noch, um das SELBE gestritten: Wie kann wer Verhältnisse schaffen, unter denen die Menschen sich menschenwürdig entwickeln können? Ob das nun Demokratie in Ägypten ist, ob es Verständnis der Ursachen von Gewalt und das Ergreifen von Massnahmen ist, oder ob es das richtige Handeln für ein gesundes Russland ist. Alle, die da wissensreich aus dem Kopf heraus das vortragen, was "man" zu tun oder zu unterlassen hätte, gehen fehl, solange sie nicht erst mal auf SICH SELBER schauen, und darauf, was für ein Menschenbild und was für einen Begriff von Wert sie eigentlich selber haben. Und was ihnen noch zu tun frommt. Und zwar konkret.

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Palmstroem 20.12.2012, 19:36
292. Armut hat eine Farbe - Rot

Zitat von sysop
In Deutschlands Regionen steigt die Armut zum Teil dramatisch - das zeigt eine neue Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Längst sind nicht mehr nur die ostdeutschen Bundesländer betroffen. Das Ruhrgebiet gehört zusammen mit Berlin zu den "Problemregionen Nummer eins".
Die Armut steigt dort gravierend an, wo ROT regiert! Warum ist in Bayern die Armutsquote nur halb so hoch wie im Ruhrpott.
Der Grund ist einfach, während CDU/CSU auf moderne Arbeitsplätze setzen, setzt die SPD auf eine Transfergesellschaft. Nur durch innovative, gutbezahlte Arbeitsplätze läßt sich das Armutsrisiko vermeiden wie Bayern oder Baden-Württemberg zeigt. Staatliche Transfers dagegen befördern die Armut, weil sie die Menschen entmündigt und Leistungsanreize fehlen.

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widower+2 20.12.2012, 19:41
293. Na dann

Zitat von gazettenberg
Die großen Vermögen zahlen genau ein Jahr Vermögenssteuer, dann sind sie im Ausland, bezahlt würde Ihre Vermögenssteuer also nur von Hausbesitzern, Mietern (Vermögenssteuer auf Wohngebäude) und den mittelständischen Betrieben. Weil die Vermögenssteuer den Kostendruck auf Betriebsvermögen erhöht, gibt's dann erstmal einen bundesweiten Stellenabbau.
Wenn unsere Superreichen wirklich alle so ticken wie Sie hier postulieren, bleibt eigentlich nur noch eine Konsequenz: weitgehende Enteignung.

Wer sein gesamten Leben über den Haufen wirft, weil er statt 2 Milliarden nach Vermögenssteuer vielleicht nur noch 1,9 Milliarden hat, den sollte man eigentlich gleich in die Psychiatrie einweisen.

Auch Superreiche sind Menschen. Ja, sogar ich sage das. Für Sie scheinen die allesamt nur wandelnde Gewinn- und Verlustrechnungen zu sein. Nun gut, zu 80 % sind sie das wohl auch.

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RioTokio 20.12.2012, 19:43
294.

Zitat von aufmerksamer Leser
... einfach Geschwätz! Fahren Sie doch! Demografisch findet inzwischen eine sehr bedenkliche Entwicklung statt. Die meisten hochqualifizierten und jüngeren Leute sind abgewandert. Hier hätte die Politik längst eingreifen müssen - aber auf dem Auge "Ost" ist sie blind. Allein wenn wieder mal ein Statistik gemacht wird, dann wird der "Osten" wieder aufgeführt. Und zu dem Thema "Fehler ... mögen passiert sein ...", dann lesen Sie einfach mal das Buch "Raubzug Ost: Wie die Treuhand die DDR plünderte". Ein wirtschaftlicher Schaden im sogenannten "Osten" ist ein Schaden für das gesamte Land. Offensichtlich haben das viele noch nicht begriffen. Wir leben im Jahr 2012.
Ja, ohne Mauer wird eben abgewandert wenn die Lebensumstände woanders besser sind.
Ist blöd. Aber was wollen Sie dagegen tun?
Was soll "die Politik" da tun?
Am Ende geht es um Jobs.
Sollen Politiker nun als Unternehmer tätig werden und mit unseren Steuergeldern ihr Glück als Unternehmer versuchen, so cargoliftermäßig?

Die Abwicklung von tausenden maroder Firmen hat zu Fehlern geführt. Woher sollten wohl tausende fähiger, total integrer Manager plötzlich kommen als die DDR finanziell und moralisch kollabierte?

Mit Hilfe von viel West-Steuergeld wurde aber vieles erreicht!

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hdwinkel 20.12.2012, 19:45
295. Fehler

Zitat von RioTokio
...Ansonsten sind Fehler passiert bei der Abwicklung der ganzen sozialist. Schrottfirmen. Viele waren eben absolut nicht wettbewerbsfähig. Ein paar Glücksritte und dubiose Gestalten aus Ost- und West haben im Chaos Kasse gemacht...
Ein paar dubiose Gestalten also. Da meinen Sie z.B. einen gewissen Horst Köhler:
"Wie sich westdeutsche Banken auf unsere Kosten an fiktiven DDR-Krediten bereicherten"
Schulden ohne Sühne - Kommentare - Meinung - Tagesspiegel
"Wie einige mit Blick auf die DDR bis 1989 sagen, es sei nicht alles schlecht gewesen, lässt sich so auch die Politik der Währungsunion betrachten. Es war nicht alles schlecht. Manches schon."

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aufmerksamer Leser 20.12.2012, 19:45
296. Schweiz

Zitat von der_provokateur_troll
Da wo überwiegend links gewählt wird/wurde ist die meiste Armut. Von diesen Parteien werden die Menschen dazu erzogen, dass der Staat die wichtigsten Dinge im Leben übernimmt. Daher entwickelt man wenig Eigenantrieb, etwas selbst in die Hand zu nehmen und wird bequem. Es gibt das Sprichwort "Not macht erfinderisch", erst wenn das Geld all ist und die Menschen wirklich in Not geraten, werden sie wieder einen Eigenantrieb entwickeln. Ich bin in die Schweiz ausgewandert, weil hier die Menschen zu Selbstständigkeit erzogen werden. Deshalb verdiene ich auch dreimal so viel wie in Deutschland. Wenn ich sehe, dass meine ehemaligen Landsleute sich immer tiefer in die S..... reiten, werde ich traurig, weil D eigentlich ein großartiges Land ist.
Und in der Schweiz sind alle Menschen glücklich und steinreich ;-)))).
Entschuldigung, wenn ich lachen muss. Allein wenn ich an die Lebenshaltungskosten in der Schweiz denke ... . Aber Ihr Problem! Man hat Sie bestimmt mit offenen Armen empfangen.
SGB USS

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dhanz 20.12.2012, 19:45
297.

Zitat von heidi1-preiss
stimme mit ihnen vollkommen überein. es gibt halt menschen, die verdrängen die realitäten. aber ich möchte etwas anderes sagen. die guten zeiten sind endgültig vorbei.
In der Tat.
Wenn man die politische Forderung in Deutschland, das es keine großen Unterschiede in der Gesellschaft geben darf, auf den ganzen Erdball ausdehnt, darf man sich auch nicht wundern.
Der Lebensstandard der (West) Deutschen muss doch dann - wenn man die o.a. politisiche Forderung verwirklichen will - absinken. Sowohl bei der Wiedervereinigung, als auch bei EU-Erweiterung und der Globalisierung haben 'wir' lebenstandard-mäßig die Ar..karte gezogen.
Oder glaubte tatsächlich jemand, wir können hier mit unseren Sozialstandards (Arbeitszeit, Kündigungschutz, Sozialleistungen) den Wohlstand erhalten und dieser würde sich - ohne Abstriche bei uns - über den ganzen Erdball ausbreiten?

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c++ 20.12.2012, 19:46
298.

Zitat von RioTokio
Wagenknecht ist Anhängerin der kommunistischen Plattform - mehr ist dazu nicht zu sagen...
Ich bin kein Fan von Wagenknecht. In der Eurokrise liefert sie aber sehr scharfsinnige Analysen im Gegensatz zu den Vertretern der anderen Bundestagsparteien, die nur ihre Euroideologie breittreten. In der Analyse trifft sie sich dann durchaus gelegentlich mit einem Liberalen wie Prof Sinn. Und bei der Lösung der Eurokrise ist sie die einzige Vertreterin, die darauf hinweist, dass die Staatsschuldenkrise auch durch Vermögensschnitt bei denen bereinigt werden könnte, die vor allem von den Rettungspaketen profitieren. Andere Vorschläge sind allerdings nicht so prickelnd, aber immerhin eine ganz wichtige Stimme in der Diskussion. Muss ich zu meinem Bedauern feststellen.

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Steuerzahler0815 20.12.2012, 19:52
299.

Zitat von dhanz
Ja. Eigenverantwortung heißt, das Ihnen niemand die Verantwortung für Ihr eigenes Leben abnehmen kann. Auch wenn es die Politiker immer wieder versprechen. 'Wähl' mich, dann sorge ich dafür, das es Dir gut geht. Der Staat sorgt dafür, das alles in Deinem Sinne geregelt wird". Der 'vorsorgende' Sozialstaat, wie es der Mecki aus Rheinland-Pfalz einmal genannt hat. Ein Leben mit Vollkaskomentalität von der Wiege bis zur Bahre, wo man die Vorteile selbst einstreicht und die Nachteile bei 'Vater Staat' abliefert. Eigenverantwortung heißt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und die Verantwortung für sein Handeln zu nehmen. Der Staat schaft den Rahmen, in dem Sie sich eigenverantwortlich bewegen können. Sie treffen die Entscheidungen für Ihr Leben. Zur Eigenvereantwortung gehört dann aber auch, die Konsequenzen aus diesen Entscheidungen zu tragen. Dazu sind aber die meisten Bürger nicht mehr bereit.
seh ich auch so
ich lebe seit einigen monaten in österreich
der Steuersatz ist hier zwar noch höher als in deutschland aber immerhin wird das geld nicht dafür eingesetzt Luxussozialleistungen zu finanzieren sondern wird für Infrastrukturprojekte, Bildung, Militär und andere wichtige Sachen ausgegeben für die ich gerne zahle. Außerdem sind die Löhne hier etwas höher, ich verdiene hier trotz der höheren Steuern knapp 15000 Euro mehr hier bei geringfügig höheren Kosten. Was mich in Deutschland vor allem ärgert ist dass die Ossis es in 22 Jahren nicht auf die Reihe bekommen ohne Almosen aus dem Westen zu leben.

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