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Regulierung von Kryptowährungen: "Wir sollten den Bitcoin sich selbst überlassen"
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Ökonomen und Banker wollen den Bitcoin und andere Kryptowährungen endlich regulieren. Ein riesiger Fehler, sagt Finanzprofessor Jan-Pieter Krahnen - denn dann würde es erst richtig gefährlich.

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steffenherrmann 05.03.2018, 12:27
1. Bitcoin kann kein Zahlungsmittel werden

Bitcoin wird niemals ein relevantes Zahlungsmittel, weil wegen des aufwändigen Algorithmus der Energieverbrauch viel zu hoch sind. Für normale Zahlungen im zwei- oder dreistelligen Bereich sind die Transaktionen schlicht zu teuer.

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marthaimschnee 05.03.2018, 12:37
2. nur warum?

Woher nimmt Herr Krahnen die Überzeugung, daß ein Instrument, das wie "richtiges" Geld reguliert wäre, automatisch gesetzliches Zahlungsmittel ist? Es gibt ja auch jede Menge andere Finanzspinnereien, die kein gesetzliches Zahlungsmittel darstellen, obwohl sie ähnlich reguliert werden.

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600watt 05.03.2018, 12:43
3.

Zitat von steffenherrmann
Bitcoin wird niemals ein relevantes Zahlungsmittel, weil wegen des aufwändigen Algorithmus der Energieverbrauch viel zu hoch sind. Für normale Zahlungen im zwei- oder dreistelligen Bereich sind die Transaktionen schlicht zu teuer.
das bitcoin protokoll ist software, die sich entwickeln wird. es sind bereits 2nd layer protokolle in arbeit (stichwort lightning), die es ermöglichen werden grosse transaktionsvolumina zu bei geringen kosten abzuwickeln. ihr argument ist ungefähr so sinnvoll wie das internet 1999 als gescheitert zu betrachten, weil es "so langsam" war.

dem interview stimme ich zu: wenn die staaten bitcoin regulieren, dann werden alle dämme brechen und die preise sich verzigfachen. denn dann werden institutionelle anleger milliarden in bitcoin investieren können.

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istdochallesnichtwahr 05.03.2018, 12:46
4. Sie verstehen es einfach nicht

Mit jedem neuen Artikel der über Bitcoin, oder andere Cryptowährungen, erscheint frage ich mich ob sie es nicht verstehen wollen. Der Artikel ist wieder einmal voll von den üblichen, längst überholten, Mißverständnissen und falschen Fakten. Eine Gelddruckmaschine ist der Bitcoin sicherlich nicht weil die maximale Menge der Coins begrenzt ist, und ein Großteil bereits im Umlauf ist. Anders als bei herkömmlichen Währungen wo der Staat Geld druckt wenn ihm danach ist. Der Energieverbrauch ist natürlich immens und aktuell in China in der Tat dreckig. Allerdings gibt es andere Ländern, wie zum Beispiel Kanada, die riesige Überschüsse an Wasser-Energie haben und sich des Minings annehmen können und wollen, bzw dies schon tun. Hat eigentlich mal jemand die Rechnung aufgemacht wieviel Energie und Rohstoffe Münzen und Geldscheine verbrauchen? Herstellung, Transport, etc? Die würde mich interessieren! Auch die Transaktionsgebühren sind schon lange nicht mehr so hoch wie sie im Dezember waren und durchaus akzeptabel, auch für kleinere Beträge. Darüber hinaus gibt es diverse Bestrebungen diese Gebühren und die Geschwindigkeit weiter zu optimieren. Allerdings kann es auch gut sein das der Bitcoin eher das Referenz-Asset für Cryptos werden wird, so wie Gold im aktuellen Markt, und andere Währungen haben das Gebührenproblem schon lange behoben, wie z.B. Verge ($xvg) und unzählige andere. Auch das Thema der "Schattenwelt" ist wahnsinnig ausgelutscht. Im Darkweb nutzt doch kein Mensch mit Bitcoin das es nachgewiesener Maßen nicht anonym ist, sondern mit einem gewissen Aufwand eben doch zugeordnet werden kann, was ich persönlich für positiv halte! Also wieso die alte Leier von der Schattenwelt. Da kann man auch gleich Bill Gates zitieren das der Bitcoin Menschen umbringt weil man damit Drogen kaufen kann.... Gut das dies mit Dollar/Euro nicht möglich ist! Und das Ripple keine Cryptowährung im klassischen Sinne ist sondern ein technischer Ersatz für Swift muss man auch nicht schon wieder erklären. In diesem Sinne danke für den Artikel, sinnvoll war er in meinen Augen nicht!

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kpkuenkele 05.03.2018, 12:50
5. Zwiespältiges Verhalten der Regierungen

Auf der einen Seite behandeln europäische Regierungen den Bitcoin als ein Spekulationsobjekt mit extremem Ausfallrisiko aufgrund des zugrundeliegenden Schneeballsystems, das keineswegs einen Segen von offizieller Seite erhalten darf. Auf der anderen Seite behandeln sie es wie ein reguläres Zahlungsmittel sobald sie selbst Zugriff auf Bitcoins erhalten, wie unlängst die bulgarische Regierung durch Beschlagnahmen im kriminellen Milieu. Etwas mehr Konsequenz wäre hier wünschenswert. Der Staat sollte seinen Institutionen den Umgang mit Bitcoins untersagen, ebenso wie allen Banken, die an staatlich oder gemeinschaftlich organisierten Einlagesicherungsverfahren teilnehmen. Bitcoins sind ein Paradebeispiel dafür, dass es der Politik auch nach der letzten Finanzkrise in keinster Weise gelungen ist, die Erzeugung virtueller Werte ohne Bezug zur Realwirtschaft sowie die damit verbundenen Spekulationsblasen an den Finanzmärkten zu unterbinden.

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tinnytim 05.03.2018, 13:12
6. 'Bitcoin - der beste Zeitpunkt zum einsteigen'

Herr Krahnen hat da durchaus einen validen Punkt mit seiner Zurückhaltung vor Regulierung. Aus meiner Sicht ist wird sich der Markt bald selbst regulieren durch sinkendes Interesse von Kleinanlegern. Ich habe vorher noch nie erlebt, dass derart offensiv in allen Bereichen des Internets für den Kauf eines Finanzprodukts (zuerst Bitcoin speziell und später Kryptowährungen allgemein) geworben wurde. Vielleicht gab es etwas ähnliches bei der Telekom-Aktie, aber damals hab ich mich für derartiges noch nicht interessiert.

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MannAusmNorden 05.03.2018, 13:16
7. Nicht regulieren ... irgendwann reguliert sich das von selbst

Ich meine (als Finanz-Laie), dass man Bitcoin und Co nicht regulieren sollte. Und da denke ich nicht nur an den Energieverbauch für kleine Zahlungen, die Langsamkeit des Systems (Rechnung in Minuten nicht in Millisekunden!) oder so. Ich denke vor allem an die Menge an Wert, die da gerade im Umlauf ist. Wie "wenige" Milliarden Dollar sind es denn derzeit? Momentan sind wir bei etwa 17 Millionen (Quelle: Statista.com), was bei einem Wert von 9.000€ pro Coin einen Gesamtumlaufswert von 153 Milliarden ausmacht... gerade also ein viertel des US-Verteidigungshaushalts :-D. Weltwirtschaftlich kein Betrag, und deshalb auch eher "unter ferner liefen".
Bevor die Banken keinen iDollar selbst errechnen und schürfen, wird es keinen Regulierungsbedarf geben.

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hansistyle2 05.03.2018, 13:18
8.

ich akzeptiere den bitcoin schon für meinen onlinehandel als auch im geschäft vor ort und läden die es akzeptierten gab es in berlin schon 2009/2010. Es wird noch weiter expandieren, auch wenn nicht unbedingt mit dem Bitcoin, aber definitiv anderen altcoins die schnellere Transaktionen haben und weniger Gebühren verursachen. Schaut mal rüber in die Niederlande, der Gulden coin (NLG) stieg um das doppelte zu seinem Alltimehigh, weil es immer mehr Akzeptanz gibt und besonders die jugendlichen es einfach praktisch finden alles mit dem Smartphone zu erledigen, QR Codes sei dank.

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pariah_aflame 05.03.2018, 13:19
9. Völlig eindimensional

"Wir sollten den Bitcoin einfach sich selbst überlassen. Er wird dann in einer Schattenwelt weiter existieren aber niemals zum staatlich anerkannten Zahlungsmittel werden. Diese mangelnde Perspektive hat dann zur Folge, dass er irgendwann verschwindet und zwecklos wird. Er bleibt uns dann als Hype in Erinnerung."

Der Interviewte hat offensichtlich keine Ahnung, dass Bitcoin nur ein Vorbote der Blockchain-Revolution ist. Schon in weniger als 10 Jahren werden 10% des Welthandels über Blockchains abgewickelt.

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