Forum: Wirtschaft
Reis, Hühnchen, Zahnpasta: Kuba rationiert Lebensmittel und Hygieneartikel
Alexandre Meneghini/Reuters

Die Versorgungskrise in Kuba verschärft sich. Nun hat die Regierung Dinge des alltäglichen Bedarfs rationiert.

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stelzerdd 11.05.2019, 11:29
1. falsche Abbildung

Das Bild erweckt einen völlig falschen Eindruck, wie in Kuba Läden für rationierte Artikel des einfachsten Grundbedarfs aussehen. So, wie abgebildet, jedenfalls nicht.
In Kuba gibt es 2 Währungen! Den "Kubanischen Peso" CUP, auch Peso Nacional genannt UND den "Konvertiblen Peso" CUC, der praktisch 1 Dollar entspricht. Der CUP ist eine Binnenwährung - und praktisch wertlos, weil es dafür fast nichts zu kaufen gibt.
"Beschränkungen für den Verkauf von Lebensmitteln und Hygieneartikeln in Kuba gelten für subventionierte Waren in staatlichen Geschäften". Da fehlt der Zusatz: Das sind Waren die mit der Binnenwährung CUP bezahlt werden können!
Wer in Kuba nicht auch ein paar CUC hat, ist übel dran. Für CUPs gibts eben praktisch nur die paar rationierten Waren des Grundbedarfs.
Die Läden, in denen für die Binnenwährung CUP verkauft wird, sehen auch entsprechend aus. Finster, Einrichtung wenigstens 60 Jahre alt, leere alte Regale, Tresen - keine Selbstbedienung, und meistens eine bärbeißige Verkäuferin.
Man sieht es einem Laden sofort beim Betreten an, ob man dort mit richtigem Geld (CUC) bezahlen kann - der sieht ungefähr so aus wie auf dem Bild zum Artikel. So eine Art "Intershop" wie in der DDR.
Aber dort ist nichts rationiert, wie im Sozialismus üblich gibt es aber mal dies nicht und mal jenes nicht.

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susuki 11.05.2019, 11:53
2. Und dennoch...

300 Tage Sonne, kuschlige Winter und eine ganz ordentliche Lebensqualität.

Nur auf 30 verschiedene Sorten Deo müssen Kubaner ohne CUC verzichten. Letztlich passt es bis die Castros & Co als Biomasse den Müllhaufen der Geschichte speisen.

Danach geht es aufwärts, sodenn 30 Sorten Deos zu einem gelungenen oder gar bedeutungsvollem Leben beitragen.

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Leto13 11.05.2019, 12:09
3. hm

Wenn die US-Wirtschaftssanktionen die Wirtschaft nicht beeinträchtigen, was bewirken sie?

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PeaceNow 11.05.2019, 12:19
4. Lückenhaft Bericht

Denn die Haupt Devisen Quelle ist der Tourismus, sowie Export von Rum, Tabakerzeugnissen und Zuckerrohr.
Die Eigenproduktion von Lebensmitteln kann mangels zusätzlicher geeigneter Flächen, sowie ohne Modernisierung der Landwirtschaft, wozu Milliarden fehlen, nicht erhöht werden.
Erschwert wird die Lage durch die illegalen und unbegründeten US Sanktionen, da Kuba die USA nicht bedroht und nichts illegales tut.
Ein weiteres Land von vielen das direkt vom US Imperialismus und Hegemonismus terrorisiert und tyrannisiert wird.

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gruener00 11.05.2019, 12:24
5. Sozialismus...

...funktioniert eben nicht.

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Manola 11.05.2019, 12:31
6. Kein täglich Brot auf Kuba

Zitat von susuki
300 Tage Sonne, kuschlige Winter und eine ganz ordentliche Lebensqualität. Nur auf 30 verschiedene Sorten Deo müssen Kubaner ohne CUC verzichten. Letztlich passt es bis die Castros & Co als Biomasse den Müllhaufen der Geschichte speisen. Danach geht es aufwärts, sodenn 30 Sorten Deos zu einem gelungenen oder gar bedeutungsvollem Leben beitragen.
Da sind sie aber auf einem alten Stand bezüglich der Lebensqualität auf Kuba!
Seit der Krise in Venezuela geht es in Kuba um den täglich Kampf etwas zu essen zu finden. Selbst vor den CUC Intershop Läden gibt es lange Schlangen. Von den 30 verschiedenen Deo's sind die noch lange entfernt!

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Manola 11.05.2019, 12:47
7. Immer sind die Ami's schuld

Zitat von PeaceNow
Denn die Haupt Devisen Quelle ist der Tourismus, sowie Export von Rum, Tabakerzeugnissen und Zuckerrohr. Die Eigenproduktion von Lebensmitteln kann mangels zusätzlicher geeigneter Flächen, sowie ohne Modernisierung der Landwirtschaft, wozu Milliarden fehlen, nicht erhöht werden. Erschwert wird die Lage durch die illegalen und unbegründeten US Sanktionen, da Kuba die USA nicht bedroht und nichts illegales tut. Ein weiteres Land von vielen das direkt vom US Imperialismus und Hegemonismus terrorisiert und tyrannisiert wird.
Das kommunistische Regime benutzt das Embargo schon seit Jahrzehnten als Ausrede warum es den Kubanern so schlecht geht!
In Wirklichkeit hat das Embargo kaum Auswirkungen. Man kann ja alles von anderen kaufen sofern man das Geld hat.
Erst waren es die Russen, dann die Venezulaner die Kuba unterstützt haben. Jetzt wo die Venezulaner selber kein Geld mehr haben sind die Kubaner auf sich selber angewiesen. 60 Jahre Kommunismus haben ihre Spuren hinterlassen. Wenn man den Leuten umgerechnet 20 Dollar im Monat bezahlt, gibt es keine grosse Motivation produktiv zu sein. Da wird sich der Herr Diaz-Canel irgendwas neues einfallen lassen müssen!

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Manola 11.05.2019, 12:48
8.

Zitat von Leto13
Wenn die US-Wirtschaftssanktionen die Wirtschaft nicht beeinträchtigen, was bewirken sie?
Gibt der kubanischen Regierung eine Ausrede warum es der Bevölkerung so schlecht geht, sonst nichts!

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Ökofred 11.05.2019, 13:03
9. versteh ich nicht...

Zitat von stelzerdd
Das Bild erweckt einen völlig falschen Eindruck, wie in Kuba Läden für rationierte Artikel des einfachsten Grundbedarfs aussehen. So, wie abgebildet, jedenfalls nicht. In Kuba gibt es 2 Währungen! Den "Kubanischen Peso" CUP, auch Peso Nacional genannt UND den "Konvertiblen Peso" CUC, der praktisch 1 Dollar entspricht. Der CUP ist eine Binnenwährung - und praktisch wertlos, weil es dafür fast nichts zu kaufen gibt. "Beschränkungen für den Verkauf von Lebensmitteln und Hygieneartikeln in Kuba gelten für subventionierte Waren in staatlichen Geschäften". Da fehlt der Zusatz: Das sind Waren die mit der Binnenwährung CUP bezahlt werden können! Wer in Kuba nicht auch ein paar CUC hat, ist übel dran. Für CUPs gibts eben praktisch nur die paar rationierten Waren des Grundbedarfs. Die Läden, in denen für die Binnenwährung CUP verkauft wird, sehen auch entsprechend aus. Finster, Einrichtung wenigstens 60 Jahre alt, leere alte Regale, Tresen - keine Selbstbedienung, und meistens eine bärbeißige Verkäuferin. Man sieht es einem Laden sofort beim Betreten an, ob man dort mit richtigem Geld (CUC) bezahlen kann - der sieht ungefähr so aus wie auf dem Bild zum Artikel. So eine Art "Intershop" wie in der DDR. Aber dort ist nichts rationiert, wie im Sozialismus üblich gibt es aber mal dies nicht und mal jenes nicht.
War im Sommer auf Kuba und bin über Land gefahren, es gab viele Läden wie auf dem Bild und meist konnte man mit beiden Währungen zahlen. Der "Intershop" Charakter war offensichtlich, aber es gab selten Schlangen (wie auf dem Bild), Alkohol gibt's auch für CUP. Für die Provinz mag Ihre Darstellung einigermaßen stimmen, in Havanna und den größeren Städten gab es sogar "offizielle" private Restaurants in denen man mit CUP zahlen konnte.

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