Forum: Wirtschaft
Reisen und Geldanlage: Was der Brexit für Verbraucher bedeutet
Tolga Akmen/ AFP

Das Brexit-Drama trifft auch Leute, die eigentlich nichts damit zu tun haben. Von der Geldanlage über die Krankenkasse bis zum Weihnachtsshopping: Die wichtigsten Infos im Überblick.

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widder58 02.11.2019, 10:33
1. Es gibt Schlimmeres

Warten wir dann doch einfach mal 2-3 Jahre ab. Großbritannien hat durchaus Chancen zu gewinnen. Man betrachte die skandinavischen Staaten oder die Schweiz. Die EU-Mitgliedschaft abzuhängen muß, und wird nach meiner Auffassung, mittelfristig kein Nachteil sein.

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londongirl 02.11.2019, 10:49
2. Reisen

Das Wetter in GB ist wesentlich besser als sein Ruf. Diese "Vorurteile" stammen noch aus der Zeit des berüchtigten Smog. Vor allem in Süden kann man sich nicht beklagen.
Trotzdem gut, eine Analyse aus deutscher Sicht zu lesen. Gerade auf Probleme der deutschen Autohersteller haben die Brexiters immer gesetzt "they need us more than we need them".

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StefanWickbold 02.11.2019, 10:55
3. die weitaus meisten Menschen

werden diese Auswirkungen nicht bemerken, sie sind zumeist sehr speziell.
Der Brexit wird in erster Line die Briten hart treffen. Die Schotten haben das begriffen.

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dirk.resuehr 02.11.2019, 10:55
4. le Carré

ist eben blitzgescheit und ein grandioser Schiftsteller, immer ein Genuß. In logischer Folge zeigt seine Haltung, was er vom Brexit hält. Nebenbei, die Zeiten als London im postiven Sinne die Welt bewegte, sind lange vorbei.
Geblieben sind schales Bier und lächerliche Vorschriften für Pubs neben Verherrlichung lange vergangener "Größe". Obwohl, Schweine in UK habens gut, große Wiesen mit Rundhütten zum Wetterschutz, Massenzucht
nicht bekannt. Im Gedenken an britisches Schweineleben , diverse Auktionen in London oder Crewkerne und den Bermondsey Square, lebt wohl.

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enni3 02.11.2019, 11:12
5. Schon mal was von EFTA gehört

Zitat von widder58
Warten wir dann doch einfach mal 2-3 Jahre ab. Großbritannien hat durchaus Chancen zu gewinnen. Man betrachte die skandinavischen Staaten oder die Schweiz. Die EU-Mitgliedschaft abzuhängen muß, und wird nach meiner Auffassung, mittelfristig kein Nachteil sein.
Die skandinavischen Länder?
Dänemark, Schweden und Finnland sind Mitglied der EU.
Norwegen und Island sind Mitglied der EFTA.

Die Schweiz?
Ist Mitglied der EFTA.

Als EFTA-Mitglied müssen sie alles umsetzen, was die EU beschließt, ohne mitbestimmen zu können. Dafür haben die Länder freien Zugang zum Markt, mit übrigens allen vier Freiheiten.

Übrigens lag das EFTA-Angebot für UK auch auf dem Tisch. Wollten sie aber auch nur mit Sonderregeln, weshalb Norwegen letzendlich blockiert hat.

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soerensen 02.11.2019, 11:15
6. @widder58

Genau das, was die Schweiz und Norwegen machen, eine enge Anbindung an die EU, wollen die Briten gerade nicht.

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Beat Adler 02.11.2019, 11:19
7. NACH dem Brexit ist VOR dem Brexit!

NACH dem Brexit ist VOR dem Brexit!

Selbst dann, wenn der Fall eintritt, dass BoJo und seine Torries am 12.12.19 eine deutliche Mehrheit erobern und im House of Commons Alles, was sie wollen, durchbringen, inklusive dem heute 600-seitigen Austrittsvertrag, der zu ueber 95% der Gleiche ist wie der 585-seitige von Vorher, geht es DANACH erst richtig los: Die Verhandlungen zwischen der Rest EU der 27 und BoJo ueber die Zukunft Grossbritaniens!

Da in Grossbritanien in 650 Wahlkreisen nach dem Prinzip --der Gewinner bekommt den Sitz-- gewaehlt wird, sind Vorhersagen sehr unzuverlaessig, siehe die Wahl 2017, wo der May von den Umfragen ein riesiger Vorspung prognostiziert wurde, und sie dann die Wahlen verlor.

In jedem Wahlkreis, wo Nigel Farage seinen Brexitpartei-Kandidaten gegen den BoJo-Torry antreten laesst und noch Labour und LibDems sowie die Gruenen mitmischen, kann der Sieger 23.8% der Stimmen haben und ins House of Commons einziehen. Der Verlierer hat vieleicht 23.5% der Stimmen bekommen. Kein serioeses Umfrageinstitut kann so genau vorhersagen.

Mit haengendem Parlament geht die Brexitsaga weiter, und weiter, und weiter......
mfG Beat

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spontanhv 02.11.2019, 11:29
8. Abgeblasen

Man sollte sich nicht um ungelegte Eier kümmern. Denn es ist noch lange nicht gesagt, dass der Brexit kommt. Der kommt nur, wenn es den Tories gelingt, die absolute Mehrheit im Parlament zu erreichen und alle diese für die Ratifizierung des Austrittsabkommens von Boris Johnson stimmen.

Im Augenblick sieht das ziemlich düster aus, denn der Hardcore-Brexiteer Farage versucht Boris Johnson zu erpressen. Er verlangt, dass Boris Johnson und seine Tories einen No-Deal-Brexit anstreben sollen, das heißt, das Austrittsabkommen nicht weiter zu verfolgen. Erst dann würde Farage seine Anhänger dazu auffordern, Tories zu wählen, wo Farages Partei selber keine Chancen hat.

Da Boris Johnson diese Erpressung bisher ablehnt, ist es wahrscheinlich, dass die Farage-Partei wertvolle Stimmen von den Tories und anderen Brexit-Anhängern abzieht. Die verlieren dann die Wahl und die, die in der EU bleiben wollen, bekommen die Überhand.

Leute wie Farage nennt man auch "Agent Provocateur", die, die das Gegenteil von dem bewirken wollen, was sie sagen. Farage hat seinen Posten im EU-Parlament ja erst mal 5 Jahre sicher!

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christoph.bohr 02.11.2019, 11:32
9. sachliche Fehler in diesem Artikel !

es ist gerade ein Vorteil für BMW (Mini) die Produktion in England zu haben. Minis werden in den USA echte Konkurrenz zu Hyundai - der Preis sinkt es werden keine Zölle fällig. Das Handelsabkommen zwischen den USA und England tritt mit dem Tag des Brexit in Kraft und beinhaltet die Zollfreiheit. Den gleiche Vorteil haben alle andere Autohersteller die in England Fabriken betreiben von Honda Toyota Renault bis hin zu Rolls Royce und auch Bentley. Das gleiche trifft für alle anderen produzierenden Branchen zu.
Diese Branchen hat Thatcher zugunsten London City abgebaut - nun stehen sie vor einer Renaissance. Die London City wird auf lange Zeit der europäische Finanzplatz bleiben unterstützt durch China. Und bei der nächsten Eurorettung sind die Briten nicht mehr dabei. Die die Meinungsmacher ist das Pfund gerade unter Druck geschrieben worden, es könnte aber zur guten Anlage werden nach dem Brexit und bei abstürzendem Euro.

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