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Rekordhoch: Bitcoin-Kurs steigt über 8000-Dollar-Marke
REUTERS

Der Höhenflug des Bitcoin scheint unaufhaltsam. Die Kryptowährung hat erstmals die Marke von 8000 Dollar überschritten. Grund dürfte eine erneute Aufspaltung sein.

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buerger_nr_x 17.11.2017, 16:48
1. Münzbildpropaganda

Ich bitte die Journalisten auf das Eindringlichste, diese Propaganda in Form der Verknüpfung von ‚Gold‘münzbildern mit diesen selbst ernannten Tauschmitteln zu unterlassen oder sie richtig zu rücken. Das passendere analoge Bild wären zerstörte Landschaft und quecksilberverseuchtes Wasser für viele, etwas Gewinn für wenige. (in Analogie zu dem enormen Energieverbrauch für das Betreiben und Suchen nach neuen passenden Bitmustern, das ev. nur noch lukrativ ist, da die bisher gefundenen ins Konzept passenden Bitstrings so an Wert steigen (durch die wenigen realen Wertstellungen) und somit vermeintlich der Wert aller anderen nicht zum Kauf angebotenen Zeichenketten auch steigen würde. Raus kommt man aus dem Zeug im Falle eines steilen Absturzes dann schlechter als bei anderen Anlagen. (Abschalten von ständig Energiekosten verursachenden Servern aufgrund eines Preissturzes dürfte wie ein Damokles-Schwert über allem schweben))
Das Zeug wird auch weiter steigen, da wie bei Währungen mit begrenzten physikalischen Ressourcen (wie z.B. beim besagten Metall …), aber über die Zeit stetig steigendem Kapitalbedarf der Preis für das, was man als Geld ansieht, steigen muss.
Die Frage ist nur, wer das als Geld ansehen muss … und ob man sich mit dem daraus abgezweigten Geld im realen Leben wirklich wohlfühlen kann. So wie ich das bisher verstehe, könnte ich es nicht …

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Tr1umph 17.11.2017, 16:51
2.

BitCoins sollten endlich verboten werden. Der einzig legale Zweck für den man die braucht sind Spekulationen.

Ansonsten werden die hauptsächlich für kriminelles verwendet. Kryptoviren sind erst durch anonyme Zahlungsmittel wie BitCoin profitabel geworden. Wird interessanterweise kaum in den Nachrichten erwähnt. Vorher war die automatische anonyme Zahlungsabwicklung nicht möglich. Aber nicht nur für Massenerpressungen sind BitCoins beliebt. Wenn mal wieder irgendeine Firma mit DDoS Attacken erpresst wird oder jemand einen Filmfirma wie Disney oder HBO mit der Veröffentlichung von neuen Filmen /Serien droht, dann werden immer BitCoins verlangt. Früher sind Erpressungen an der Lösegeldübergabe gescheitert. Heute ist das Kinderleicht, dank BitCoins.

Aber auch der Rest der Internet Kriminellen freut sich. Waffenhändler, Drogendealer, Kinderpornohändler,etc. Endlich ne einheitliche, sichere Wärung. Die man lange lagern kann ohne sich sofort gedanken um die Umwandlung in Bares machen zu müssen.

Für Steuerhinterziehung sind die im übrigen auch super.

Das einzige wo es keinen nennenswerten Vorteil gegenüber früher gibt sind die legalen Sachen.

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Frank Zi. 17.11.2017, 17:15
3.

Zitat von Tr1umph
Das einzige wo es keinen nennenswerten Vorteil gegenüber früher gibt sind die legalen Sachen.
Fast sofortige "Überweisungen" sind schon ein nicer legaler Vorteil von Bitcoins im Vergleich zu Überweisungen von früher.
Auch die nicht unendlich wachsende Geldmenge im Vergleich zu althergebrachten Währungen wie EUR oder USD ist für Bitcoinbesitzer ein nicer Vorteil. Bei 21 Millionen Bitcoin ist definitiv Schluss.

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xusamx 17.11.2017, 17:38
4. Peng

Irgendwann platzt diese Seifenblase auch.

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günter1934 17.11.2017, 17:43
5. Zwiebeln...

War da nicht mal sowas ähnliches mit Tulpenzwiebeln in Holland?

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Atheist_Crusader 17.11.2017, 17:50
6.

Kann mir irgendjemand erklären (Links gehen auch):
1. Wo der reale Gegenwert von Bitcoins liegt. Meines Wissens nach kann man die via Rechner selbst generieren. Was irgendwie so wäre als würden Banken selbstgebastelte Geldscheine annehmen.
Üblicherweise steht hinter Währungen ein Staat, der entweder eine äquivalente Goldmenge dafür gebunkert hat oder zumindest mit seiner Wirtschaftskraft für den Wert dieser Währung einsteht. Wo ist das bei Bitcoins gegeben?
2. Wo kann man die überhaupt ausgeben? Wer akzeptiert eine Währung, von der sich die Kunden mal eben mehr schaffen können, wenn ihnen danach ist?

Alles was ich darüber weiß klingt irgendwie mehr nach "clap your hands if you believe" als eine soliden Konzept. Es hat einen Wert, weil Leute glauben, dass es einen Wert hat. Wechselkurse berechnen sich nach der Nachfrage... aber wer garantiert einem denn, dass die ganze Währung morgen noch einen Wert hat? Was sind 100.000 Bitcoins wert, wenn meine Bank sie nicht will und ich sie nur in Euro umwandeln kann wenn ich irgendwelche Privatpersonen finde die gerade Bitcoins kaufen wollen?

Hat darauf irgendjemand sinnvolle Antworten? Fiskalpolitik ist jetzt nicht meine starke Seite, aber nach allem was ich weiß scheint mir das ganze System irgendwie primär deswegen zu funktionieren weil genug Leute glauben, dass es das tut. Und das wäre ein 1A Setup für einen totalen Kollaps.

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lex82 17.11.2017, 19:26
7. Realer Gegenwert des Dollar?

Zitat von Atheist_Crusader
Kann mir irgendjemand erklären (Links gehen auch): 1. Wo der reale Gegenwert von Bitcoins liegt. Meines Wissens nach kann man die via Rechner selbst generieren.
Es können maximal 21 Millionen Bitcoins generiert werden. Alle 10 Minuten bekommen die sogenannten "Miner", das sind vereinfacht gesagt die, die das Netzwerk betreiben (jeder kann mitmachen), ein paar Bitcoins. Dieser "Lohn" sinkt aber langsam, so dass sich die Gesamtmenge allmählich 21 Millionen annähert.

Es gibt tausende Texte und Videos, die Bitcoin erklären. Ich empfehle zum Einstieg diese aktuelle 3Sat-Dokumentation: https://www.youtube.com/watch?v=_A88oGnMbn0

Der große Vorteil ist, dass es die Gesamtmenge begrenzt ist, man Bitcoins relativ leicht und günstig transferieren und unmöglich fälschen kann. Es ist vergleichbar mit digitalem Gold, nur eben nicht so unhandlich. Gold wird übrigens auch vorwiegend zu Schmuck, Münzen und Barren verarbeitet, so dass der "reale Gegenwert" hier auch schwer zu ermitteln ist. Der reale Gegenwert von goldgedeckten Währungen ist natürlich Gold, so dass man sich hier dieselbe Frage stellen muss. Ungedeckte Währungen haben nicht einmal dass, sondern man muss darauf vertrauen, dass einem irgendjemand morgen (oder auch in 10 Jahren) noch etwas dafür gibt. Diese Vertrauen schwindet ganz offensichtlich bei ausreichend vielen Leuten, so dass sie sich lieber Bitcoins kaufen. Fragen sie mal die Inder oder auch die Bewohner einiger südamerikanischer Länder.

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brucewillisdoesit 17.11.2017, 19:33
8.

Zitat von Tr1umph
BitCoins sollten endlich verboten werden. Der einzig legale Zweck für den man die braucht sind Spekulationen. Ansonsten werden die hauptsächlich für kriminelles verwendet. Kryptoviren sind erst durch anonyme Zahlungsmittel wie BitCoin profitabel geworden. Wird interessanterweise kaum in den Nachrichten erwähnt. Vorher war die automatische anonyme Zahlungsabwicklung nicht möglich. Aber nicht nur für Massenerpressungen sind BitCoins beliebt. Wenn mal wieder irgendeine Firma mit DDoS Attacken erpresst wird oder jemand einen Filmfirma wie Disney oder HBO mit der Veröffentlichung von neuen Filmen /Serien droht, dann werden immer BitCoins verlangt. Früher sind Erpressungen an der Lösegeldübergabe gescheitert. Heute ist das Kinderleicht, dank BitCoins. Aber auch der Rest der Internet Kriminellen freut sich. Waffenhändler, Drogendealer, Kinderpornohändler,etc. Endlich ne einheitliche, sichere Wärung. Die man lange lagern kann ohne sich sofort gedanken um die Umwandlung in Bares machen zu müssen. Für Steuerhinterziehung sind die im übrigen auch super. Das einzige wo es keinen nennenswerten Vorteil gegenüber früher gibt sind die legalen Sachen.
Der deutsche Wutbürger mal wieder, der in "Verbieten" die Lösung aller Probleme sieht.
1) Kann man mit Bitcoin nichts anderes machen, als mit Bargeld auch, d.h. wer Bitcoin verbieten möchte, muss konsequenterweiße auch für ein weltweites Verbot von Bargeld sein, damit jede Transaktion staatlich überwacht werden kann. Geichzeitig müßte man auch weltweit jegliche Form von Barter verbieten.
2) Wäre das ein erheblicher rechtlicher Eingriff, den man in dieser Form eigentlich ansonsten nur in Dikaturen findet. Ich weiß, Leute die es mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht so haben, stört das nicht weiter.

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theroadtoutopia 17.11.2017, 19:44
9. Das! Geht! Nicht! - genauer gesagt,...

Zitat von Tr1umph
BitCoins sollten endlich verboten werden.
..., ist es nicht durchsetzbar. Einzig der Tausch von Bitcoin in staatliche Fiat-Währungen oder in Sachwerte könnte durch Landesgesetze eingeschränkt werden.

Wenn aber in den von Ihnen angesprochenen kriminellen Kreisen Dienstleistungen untereinander direkt in Bitcoin abgerechnet werden, entfällt diese Möglichkeit. Bezüglich des Umtausches in andere Werte müssten alle Staaten der Erde am gleichen Strang in die gleiche Richtung ziehen, wenn ein Verbot des Eintausches realistisch sein sollte.

"alle Staaten der Erde am gleichen Strang in die gleiche Richtung ziehen" => "Es gibt einen Weihnachtsmann der am Nordpol lebt"...

Ich wäre übrigens auch dafür im Zusammenhang mit Bitcoin und anderen Cryptowährungen auf Bilder mit irgend welchen Phantasiemünzen zu verzichten. Man führt nämlich damit Leute in die Irre.

Ich drücke das jetzt mal ungenau Pi-mal-Daumen aus. Niemand besitzt irgend einen Bitcoin-Teil. Bitcoins sind ausschliesslich in einer grossen Datenbank - der Blockchain - notiert. Diese Datei ist aktuell etwas über 140MB gross. Diese Datei existiert auf der Welt viele tausend Mal kopiert, wobei sich die Rechner direkt mit miteinander austauschen, ohne eine zentrale Stelle (Peer-toPeer).

In dieser Datenbank steht viele grosse Zahlen drin, die Bitcoins-Teile identifizieren. Als "Besitzer" verfügt man über eine andere sehr grosse Zahl, die in einen Algorithmus gepackt beweist, dass man Verfügungsrecht über diesen Eintrag besitzt.

Wenn man etwas mit einem Bitcoin-Teil bezahlt gibt man auch nicht diesen Wert (die Zahl) weiter, sondern die geht in eine Transaktion ein, wird dabei sozusagen venichtet, und es werden neue Zahlen erstellt.

Das ist alles (naja, fast ;-) ). Es hat nichts mit dem Austausch irgend welcher Münzen oder Scheine zu tun, sondern nur mit Buchungen, hinter denen keine Namen, sondern Zahlen stehen.

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