Forum: Wirtschaft
Rekordverkäufe: Tesla meldet überraschend Gewinn
AP

Erstmals seit drei Jahren verbucht der Elektroauto-Hersteller einen Gewinn. Der Aktienkurs springt in die Höhe.

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schwaebischehausfrau 27.10.2016, 15:02
60. @The Doctor46: Yep - 400 KM Reichweite..

Zitat von thedoctor46
....Das neue Model S mit 60 kWh Leistung hat eine Reichweite von 400 Kilometern, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Preis: 76.600 Euro.
Diese theoretische Reichweite von 400 KM bei einem 60 kwh Akku und einem Fahrzeug-Gewicht von über 2 Tonnen ist bei normaler Fahrweise exakt so realistisch wie die Abgas- und Sprit-Verbrauchswerte der Diesel-Autos von VW, Ford, Mercedes & Co. Das kriegen Sie höchstens hin, wenn sie konstant 80 km/h auf der Autobahn fahren, Heizung, Klimaanlage und Hifi-Anlage ausgeschaltet lassen. In Norwegen sind die dick mit Mantel und Schal und Pudelmütze im Auto sitzenden und eingemümmelten Tesla-Fahrer im Winter schon ein Running Gag - die müssen die Heizung ausgeschaltet lassen, damit ihre Batterie bis nach Hause reicht. Und die von Ihnen genannte Höchstgeschwindigkeit funktioniert bei Elektro-Autos nur ein paar hundert Meter - dann nämlich muß automatisch runter-reguliert werden, damit der Akku nicht überhitzt und anfängt zu brennen. Tipp: Schauen Sie sich mal ein Video an über einen Tesla-Versuch auf dem Nürburg-Ring, das auf Youtube kursiert. Fakt ist: Sie kommen mit einem Elektro-Auto nichtmal am gleichen Tag von Frankfurt nach Köln und zurück, ohne das Fahrzeug mind. 1 Stunde aufzuladen an einer der wenigen verfügbaren Schnell-Ladestationen. Wenn Sie allerdings Ihre Oma in Köln besuchen und bei Oma in der Garage parken und dort den Wagen aufladen an einer normalen Steckdose, dann werden Sie eine Übernachtung einplanen müssen. Wenn ihre Oma in Köln-Mitte irgendwo in einem Mietshaus im 3. Stock wohnt, können sie ja vor dem Haus parken (falls zufällig ein Parkplatz frei ist) und ein 15m langes Verlängerungskabel zu ihrem Tesla runterlassen und aufladen..

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premstar_pill 27.10.2016, 15:02
61.

Zitat von bogdan8128
is klar im Vorteil. Da steht was von Model S im Vergleich zu S-Klasse.
Das ist ein vollkommen unsinniger Vergleich da Mercedes ungefähr zehn Modelle in der Klasse und Preiskategorie des Tesla Model S im Programm hat.

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platin-iridium 27.10.2016, 15:07
62.

Zitat von premstar_pill
Nein. Ich verstehe absolut nicht was Sie meinen.
Schade, ich erkläre es gerne nochmal: - es ist die gleiche Preiskategorie.
Völlig gleichgültig, was Sie glauben, wer sich für E-Autos interessiert oder nicht.
Jetzt verstanden? Außerdem beantworte ich Suggestiv-Fragen wie "glauben Sie wirklich?" - nicht.
Hier zählen Fakten - und kein Glaube.
Vielleicht interessiert sich ja so mancher endlich mal für die Daten des Autos:

Wie weit kommt man nun mit dem P85D? Die Antwort: Kommt drauf an. Die von uns unter verschiedenen Bedingungen ermittelten Distanzen reichen von 205 Kilometern bei, nun ja, sehr häufigem Vollgas bis zu maximal 447 Kilometern bei sehr zurückhaltendem Tempo. Auf der Normrunde verbrauchte der Tesla 23,3 kWh/100 km, das ermöglicht – für den Alltag realistische – 365 Kilometer am Stück. Große Klasse für ein Elektroauto! Die Reichweite ist ja nur ein Aspekt am Tesla, ein anderer sind natürlich die 700 PS. Und die 967 Nm Drehmoment.

So mancher überzeugte Fahrer deutscher Oberklasselimousinen könnte da langfristig ins Grübeln kommen.... ..

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bogdan8128 27.10.2016, 15:17
63. dann verbessern Sie den Vergleich

Zitat von premstar_pill
Das ist ein vollkommen unsinniger Vergleich da Mercedes ungefähr zehn Modelle in der Klasse und Preiskategorie des Tesla Model S im Programm hat.
10 Modelle? Bitte um Auflistung.
Das mit der gesamten Modellpaletten wird sich auch bald ändern, wenn Tesla den Model 3 und Model Y auf dem Markt bringt.

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allegro_assai 27.10.2016, 15:23
64.

Zitat von platin-iridium
... 700 PS. Und die 967 Nm Drehmoment. So mancher überzeugte Fahrer deutscher Oberklasselimousinen könnte da langfristig ins Grübeln kommen.... ..
Nur ergeben die nackten Zahlenwerte im Fall des Tesla keine entsprechend nutzbaren Fahrleistungen. Es bringt garantiert keinen Autofahrer ins Grübeln, wenn der Tesla nicht einmal die Chance hat, über einen längeren Streckenabschnitt dranzubleiben... außer im Windschatten eines LKWs.

Aber schon richtig - es ging um Quartalszahlen, und dazu ist in den ersten Postings alles gesagt. Ausgaben künstlich über die Quartalsgrenze hinaus verzögern, Einnahmen bündeln. Schon verbucht man einen Mini-Mini-Mini-Gewinn, der weder skalierbar noch reproduzierbar ist - Hauptsache, man hält die unreflektierten Fanboys und Investoren nochmals bei Laune.

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thedoctor46 27.10.2016, 15:30
65.

Zitat von schwaebischehausfrau
In Norwegen sind die dick mit Mantel und Schal und Pudelmütze im Auto sitzenden und eingemümmelten Tesla-Fahrer im Winter schon ein Running Gag - die müssen die Heizung ausgeschaltet lassen, damit ihre Batterie bis nach Hause reicht.....
Wirklich? Wer schnell recherchieren kann, ist klar im Vorteil:

Während hierzulande noch darüber diskutiert wird, ob Elektroautos nun ausreichend Reichweite bieten oder nicht, hat Bjørn Nyland seine neue Elektrolimousine Tesla Model S P85 (416 PS, 502 km Reichweite, 4,4 Sek. v. 0-100 km/h, 210 km/h Höchstgeschwindigkeit) einfach mal einer knapp 1.290 langen Winterfahrt durch Norwegen unterzogen.

Ist natürlich alles nur "gefaked" - höre ich die "Diesel- und Otto-Fraktion" wieder schreien....:

;-D

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gerd0210 27.10.2016, 15:39
66.

Zitat von thedoctor46
Wirklich? Wer schnell recherchieren kann, ist klar im Vorteil: Während hierzulande noch darüber diskutiert wird, ob Elektroautos nun ausreichend Reichweite bieten oder nicht, hat Bjørn Nyland seine neue Elektrolimousine Tesla Model S P85 (416 PS, 502 km Reichweite, 4,4 Sek. v. 0-100 km/h, 210 km/h Höchstgeschwindigkeit) einfach mal einer knapp 1.290 langen Winterfahrt durch Norwegen unterzogen. Ist natürlich alles nur "gefaked" - höre ich die "Diesel- und Otto-Fraktion" wieder schreien....: ;-D
Da verschweigen Sie aber, dass er nicht einmal die 416 PS genutzt hat, nicht ein einziges Mal in 4,4 s von Null auf 100 beschleunigt hat, nicht einmal 210 gefahren ist. Ebenso steht da nicht, wie oft er nachgeladen hat.

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DenkenKannHelfen! 27.10.2016, 15:43
67.

Zitat von mettwurstlolli
geht etwas am Thema vorbei. Es geht nicht darum, ob man meint, dass ein Elektroantrieb sinnvoll sein kann. Es geht erstens darum dass: hier nicht die Auto- Rubrik ist sondern die Wirtschaftsrubrik - und die suggerierte Kernthese der PM von Tesla - es gibt eine fundamentale Trendwende und der cash Büro hat ein Ende -schlicht nicht belegbar ist, jedenfalls nicht mit diesem homöopathischen Quartalsüberschuss - wie auch immer er zustande gekommen ist. [...] drittens die Physik dafür spricht, dass das Modell Elektroantrib mittels aufladbaren Akkus technisch eine Sackgasse ist, eigentlich ist die Brennstoffzelle das viel sinnvollere und Infrastrukturell viel weniger aufwändige Modell. Dort wiederum ist Toyota führend und hat Tesla gar nichts zu bieten (was nicht wundert, weil, einen Elektromotor zu bauen eine Idiotenaufgabe ist, im Vergleich zu einem Brennstoffzellenantrieb) Das heißt, die wirtschaftliche Zukunft des Modells Akku, in die Tesla gerade Milliarden verpulvert (im Übrigen in Akkutechnologie von Gestern) ist mehr als fraglich.
Im Beitrag steht, dass Tesla _überraschend_ einen Gewinn eingefahren hat.
Davon, dass sich Musk damit jetzt beweihräuchert, habe ich nichts gelesen.

Des weiteren musst du mal erklären, wo bitteschön die Brennstoffzelle weniger aufwändig sein soll als ein "klassischer" Elektroantrieb. Ein Brennstoffzellenfahrzeug hat IMMER die Technologie eines normalen E-Mobils - PLUS ein sehr großes X.
Auch infrastrukturell ist eine Wasserstofftankstelle deutlich aufwändiger als eine Steckdose an der Wand.

Also, bei der Physik hapert es tatsächlich, aber wohl vor allem bei euch Wirtschaftlern.

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schwaebischehausfrau 27.10.2016, 15:44
68. @Chaps: Der

Zitat von chaps
Respekt für Musk. In kurzer Zeit ein Unternehmen für E-Autos gegründet und ist dabei einer der führenden Anbieter geworden. In der Vergangenheit haben Foristen bei SPON und einige selbsternannte Experten in der Presse den Untergang von Tesla vorausgesagt.Scheint wohl doch alles anders zu kommen.
Viele seriöse Analysten prognostizieren auch nach dieser getunten Quartals-Bilanz nach wie vor den "Untergang" dieses Wunder-Unternehmens. Die Tesla-Story läuft genauso ab wie jedes andere Schneeball-System (aka "Ponzi Scheme"). Es funktioniert solange, wie immer neue Anleger bereit sind, Geld nachzuschiessen. Der durch sehr kreatives Bilanz-Tuning erreichte einmalige Quartals-Gewinn (der erste seit 3 über 3 Jahren) hat genau diesen Zweck: den Aktienkurs hochzutreiben, um über Ausgabe von neuen Aktien zu teurem Aktienpreis nochmal ein paar Milliarden Dollar einzusammeln. Das wird in den nächsten 6 Monaten passieren müssen. Der "Gewinn" basierte einzig auf Sonder-Erträgen (Zero-Emission-Vehicle Credits) die Tesla von anderen Autobauern bekommen hat, die die US-Abgasnormen mit ihrer Flotte nicht einhalten (ähnlich wie in Europa CO2-Emissions-Zertifikate gehandelt werden) . Diese Erträge wird Tesla bald nicht mehr haben, da alle anderen Auto-Hersteller in den nächsten 18 Monaten eine Großzahl von eigenen Hybrid- und Elektor-Autos auf den Markt werfen werden und dann keine oder kaum noch "ZEV-Kredite" bei Tesla kaufen müssen. Diese Flut von Wettbewerbsmodellen wird zudem dazu führen, dass Tesla noch größere Rabatte als jetzt schon gewähren muss , um seine Kisten noch zu verkaufen. Daimler, BMW oder GM können theoretisch auf Jahre ihre Hybrid/E-Autos massiv subventionieren und diese Verluste mit den Gewinnen aus ihrer normalen Flotte quer-subventionieren. Tesla kann das nicht. Wer selbst mit einem 120.000 Euro teuren Auto nur Geld verbrennt (und das sogar trotz Steuerzahler-Subventionen von bis zu 10.000 pro Auto, die es nicht ewig geben wird) , also in dem Luxus-Segment, indem die anderen Hersteller ihre größten Margen und Milliarden-Gewinne einfahren, der wird mit einem 35.000 Dollar-Auto ganz sicher keinen Gewinn machen können. Einige Beiträge in diesem Forum belgen nur, was gerade wieder Bob Lutz (der wirklich das Auto-Business kennt und das ganze Tesla-Geschäftsmodell mit teuren Fabriken in den USA, dem Wahnsinn einer eigenen proprietären Lade-Infrastruktur und eigenen Verkaufsläden zu Recht gnadenlos zerpflückt) festgestellt hat: Tesla-Fans zeigen alle Anzeichen einer religiösen Sekte: Sie sehnen sich nach einem "Guru", einem "Wunderheiler" und glauben bedingungslos jeden Unsinn und jede "Vision", die der verzapft. Bis zum bitteren Ende..:-)

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platin-iridium 27.10.2016, 15:46
69.

Zitat von allegro_assai
Nur ergeben die nackten Zahlenwerte im Fall des Tesla keine entsprechend nutzbaren Fahrleistungen. Es bringt garantiert keinen Autofahrer ins Grübeln, wenn der Tesla nicht einmal die Chance hat, über einen längeren Streckenabschnitt dranzubleiben... außer im Windschatten eines LKWs.
Nun ja - mit über 700 PS kann man wohl nicht nur im Windschatten eines LKW über einen längeren Streckenabschnitt "dranbleiben".... .

Zitat von
Aber schon richtig - es ging um Quartalszahlen, und dazu ist in den ersten Postings alles gesagt. Ausgaben künstlich über die Quartalsgrenze hinaus verzögern, Einnahmen bündeln. Schon verbucht man einen Mini-Mini-Mini-Gewinn, der weder skalierbar noch reproduzierbar ist - Hauptsache, man hält die unreflektierten Fanboys und Investoren nochmals bei Laune.
Aber bittesehr, das machen doch die meisten Autohersteller nicht anders, gleich wo auch immer auf der Welt.... - vor allem was die "Fanboys" und "Investoren" betrifft.
Porsche z.B. stand schon mehrfach vor der Pleite.... .

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