Forum: Wirtschaft
Rekordverkäufe: Tesla meldet überraschend Gewinn
AP

Erstmals seit drei Jahren verbucht der Elektroauto-Hersteller einen Gewinn. Der Aktienkurs springt in die Höhe.

Seite 8 von 12
allegro_assai 27.10.2016, 16:03
70.

Zitat von platin-iridium
Nun ja - mit über 700 PS kann man wohl nicht nur im Windschatten eines LKW über einen längeren Streckenabschnitt "dranbleiben"...
Oh, danke, dass Sie mir dank notorischer Faktenresistenz hier bereits zum dritten mal die Gelegenheit geben, darauf hinzuweisen, dass eben keine Tesla dauerhaft mit Nennleistung betrieben werden kann - er muss aus thermischen Gründen vorher abregeln. Ganz im Gegensatz zum jedem normalen Auto, das sich da erst pudelwohl fühlt.

Machen Sie ruhig so weiter ;-)

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thedoctor46 27.10.2016, 16:03
71.

Zitat von schwaebischehausfrau
.....Einige Beiträge in diesem Forum belgen nur, was gerade wieder Bob Lutz (der wirklich das Auto-Business kennt und...)
...man darf dabei nicht vergessen, daß diese "One-Man-Show" namens Musk/Tesla finanziell einen recht langen Atem hat - was den "etablierten" Automobilherstellern natürlich gar nicht in den Kram paßt, weil Tesla nun einmal - Verkaufszahlen hin oder her - ein Konkurrent ist.
Gleich, ob man den Tesla mag oder Musk wegen seiner Großmäuligkeit, seinen schrägen Geschäftsideen wie der wiederverwendbaren Space-X-Trägerrakete eben nicht - die Marke Tesla ist - vor allem für die amerikanischen, wenig innovativen Automobilhersteller ein Konkurrent - den es mit allen Mitteln aus dem Feld zu drängen gilt.
Die europäischen Hersteller nehmen sich da nichts, verhalten sich genauso. Da sind Nachrichten über eine baldige Pleite oder unseriöse Geschäftsgebahren an der Tagesordnung.
Ob das nun seriös oder unseriös ist, muß jeder für sich selber bewerten.

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schwaebischehausfrau 27.10.2016, 16:07
72. @theDoctor46:

Zitat von thedoctor46
Wirklich? Wer schnell recherchieren kann, ist klar im Vorteil: Während hierzulande noch darüber diskutiert wird, ob Elektroautos nun ausreichend Reichweite bieten oder nicht, hat Bjørn Nyland seine neue Elektrolimousine Tesla Model S P85 (416 PS, 502 km Reichweite, 4,4 Sek. v. 0-100 km/h, 210 km/h Höchstgeschwindigkeit) einfach mal einer knapp 1.290 langen Winterfahrt durch Norwegen unterzogen. Ist natürlich alles nur "gefaked" - höre ich die "Diesel- und Otto-Fraktion" wieder schreien....: ;-D
Wer nicht nur "schnell", sondern seriös recherchiert, wird auch feststellen, dass dieser Bjorn Nyland als quasi hauptberuflicher "Markenbotschafter" für Tesla agiert. Er hat sogar schon einen Tesla als "Preis" gewonnen, weil er mehr als 10 Bekannte von einem Kauf überzeugt hat und dutzende Tesla-Promotion-Videos auf Youtube platziert hat.

http://www.treehugger.com/cars/norwegian-man-won-free-tesla-model-x-just-being-really-convincing.html

Soll heissen: Ich würde dann doch eher auf Tests von kritischen Auto-Zeitungen vertrauen, bei denen die Tester hoffentlich keine massiven Interessenskonflikte eingehen. By the way: In dem von ihnen zitierten Artikel wird sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass andere Elektro-Autos wie der Nissan-Leaf schnell mal über die Hälfte ihrer Reichweite bei Minus-Temperaturen einbüssen. Dass Tesla diese physikalischen Gesetze so einfach ausser Kraft setzen kann, darf man getrost bezweifeln. Dieses Videos wurde ja gerade deshalb produziert, nachdem sich in den Medien die Berichte über Probleme von Elektro-Autos bei Minus-Geraden gehäuft haben :-).
"Auto-Motor-Sport" hat schon vor 2 Jahren mal unter realistischeren Bedingungen die Reichweite eines Tesla getestet. Und da ist die Reichweite schon über 30 Prozent eingebrochen bei einer Fahrweise von konstant 120 km/h und 13 Grad Temperatur, also nahezu idealen Bedingungen.

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/tesla-s-im-nachtest-258-km-reichweite-bei-120-km-h-und-13-grad-8612751.html

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platin-iridium 27.10.2016, 16:09
73.

Zitat von allegro_assai
Oh, danke, dass Sie mir dank notorischer Faktenresistenz...
...es ist doch seltsam, daß bekennende "Normal-Auto" Fans schnell ausfallend und beleidgend werden:

Zitat von
hier bereits zum dritten mal die Gelegenheit geben, darauf hinzuweisen, dass eben keine Tesla dauerhaft mit Nennleistung betrieben werden kann - er muss aus thermischen Gründen vorher abregeln. Ganz im Gegensatz zum jedem normalen Auto, das sich da erst pudelwohl fühlt.
Nennleistung bedutet bei einem "normalen" Auto ca. 3/4 der Maximaldrehzahl. Die "Rechnung" kommt beim Spritverbrauch und dem erhöhten Verschleiß.

Es geht hier um die Alltagstauglichkeit - und nicht um permanent abforderbare Nenn-/Höchstleistung, die im Übrigen auch bei einem "normalen" Auto relativ schnell ins Geld geht.

Aber machen Sie ruhig so weiter...;-)

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thedoctor46 27.10.2016, 16:44
74.

Zitat von schwaebischehausfrau
Wer nicht nur "schnell", sondern seriös recherchiert, wird auch feststellen, dass dieser Bjorn Nyland als quasi hauptberuflicher "Markenbotschafter" für Tesla agiert.
Das ist doch nun wirklich in der Automobilindustrie nichts außergewöhnliches – selbst heute greift man gerne – wenn es denn notwendig ist und der Protagonist mitspielt – auf mehr oder weniger in Würde verblaßte Ikonen des Automobilrennsports zurück, wie z.B. Audi/VW auf Walter Röhrl.

Zitat von
Soll heissen: Ich würde dann doch eher auf Tests von kritischen Auto-Zeitungen vertrauen, bei denen die Tester hoffentlich keine massiven Interessenskonflikte eingehen. By the way: In dem von ihnen zitierten Artikel wird sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass andere Elektro-Autos wie der Nissan-Leaf schnell mal über die Hälfte ihrer Reichweite bei Minus-Temperaturen einbüssen. Dass Tesla diese physikalischen Gesetze so einfach ausser Kraft setzen kann, darf man getrost bezweifeln.
Natürlich darf man das, aber es geht doch viel mehr um die vor allem in Deutschland („Deutschland, einig Autoland“ ;-D ) vorhandenen, pauschalen Vorurteile, daß E-Antriebe – nicht nur der Tesla – vor allem bei niedrigen Temperaturen absolut alltagsuntauglich wären – was nicht nur durch dieses Video eindrucksvoll widerlegt wird, egal, ob es nun eine überaus positiv dargestellte Werbung für ein Produkt ist oder nicht.

Es bleibt dabei – der Anteil des E-Antriebs im automobilen Sektor wird kontinuierlich zunehmen – genauso, wie der Verbrennungsmotor das Pferdfuhrwerk abgelöst hat.
Der Tag wird kommen, an dem man kopfschüttelnd vor der Tatsache, steht, daß man Verbrennungsmotoren, die ursprünglich als Stationärersatz für die Dampfmaschine konstruiert wurden, so unglaublich lange in Automobile gebaut hat – wohlwissend, daß der bestmögliche Wirkungsgrad dieses Antriebsprinzips eben – wie für Stationäraggregate üblich – nur bei einer bestimmten Drehzahl abgegeben wird. Es wird so kommen, vielleicht nicht in den nächsten 20, sondern 50 Jahren….. .

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hreisslein 27.10.2016, 17:01
75. Wieso soll Telsa keinen Gewinn machen? Sogar VW macht angeblich Gewinn

Möcht an dieser Stelle mal wissen wie viel Kommentarschreiber von der deutschen Autoindustrie bezahlt werden. Wahrscheinlich alle, die sich nun über Bilanztricks, Technik usw. von Tesla lustig machen. Ich hatte vor, einen E-Golf zu kaufen, dann wurde mir schnell klar, dass mich VW schon wieder über den Tisch ziehen wollte. Bei einer Reichweite von gut geschätzten 150km wollten die doch glatt 36.000€ Dann gibt’s keinen Nachlass und es wird auch noch behauptet, mit E-Autos würde VW keinen Gewinn machen, mir kamen die Tränen.
VW macht mit jedem E-Golf mindesten 9.000€ Gewinn. Der Gewinn wird, wie bei VW üblich ist, solange runtergerechnet bis eben nichts mehr übrig bleibt. Ist ja kein Betrug wie bei Diesel-VW. Nachrechnen und feststellen, dass man mit Umbau eines neuen Golf auf Größen zwischen 22.000€ bis 27.000 € je nach Batteriegröße und Ausstattung hinkommt. Betrachte ich nun die Einkaufsvolumina von VW schätze ich, dass hier nochmals 3.000€ Luft nach unten sind. E-Golf sind mind. 12.000€ überteuert.
Übrigens wer Lithium zu den seltenen Erden zählt, ist selten ein Mitbürger der sich Tesla leisten wird. Ich fahre so ein seltenes Auto und fahre auch selten einen höheren Autobahndurchschnitt als 90 km/h.

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allegro_assai 27.10.2016, 17:25
76.

Zitat von hreisslein
... dann wurde mir schnell klar, dass mich VW schon wieder über den Tisch ziehen wollte. Bei einer Reichweite von gut geschätzten 150km wollten die doch glatt 36.000€ Dann gibt’s keinen Nachlass und es wird auch noch behauptet, mit E-Autos würde VW keinen Gewinn machen, mir kamen die Tränen...
Und deshalb zahlen Sie jetzt lieber 72.000 Euro für gut 300 km Reichweite an einen Hersteller, der damit ebenfalls keinen Gewinn macht?

Wenn Sie das bereits abschreckt: Die E-Mobilität wird Sie noch sehr viel teuerer kommen!

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mettwurstlolli 27.10.2016, 17:43
77.

Zitat von DenkenKannHelfen!
Im Beitrag steht, dass Tesla _überraschend_ einen Gewinn eingefahren hat. Davon, dass sich Musk damit jetzt beweihräuchert, habe ich nichts gelesen. Des weiteren musst du mal erklären, wo bitteschön die Brennstoffzelle weniger aufwändig sein soll als ein "klassischer" Elektroantrieb. Ein Brennstoffzellenfahrzeug hat IMMER die Technologie eines normalen E-Mobils - PLUS ein sehr großes X. Auch infrastrukturell ist eine Wasserstofftankstelle deutlich aufwändiger als eine Steckdose an der Wand. Also, bei der Physik hapert es tatsächlich, aber wohl vor allem bei euch Wirtschaftlern.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Ich schrieb INFRASTRUKTURELL weniger aufwändig, weil man einfach auf die bestehende Tankstelleninfrastruktur aufsetzen kann, und die mit Wasserstoffzapfstellen aufrüsten kann. Auch wenn Sie es nicht verstehen, aber wollte man einen relevanten Teil der derzeitigen Autos elektrisch betreiben, würde die Ladeinfrastruktur alle Großstadtstromnetze maßlos überfordern und in den großen Städten zusätzlich neben der Ladestationeninfrastruktur die quasi Neuinstallation des Stromnetzes erfordern. Bisher hab ich noch niemanden getroffen, der das bezahlen will.
Von der Simplizität der Fahrzeugtechnik sprach ich auch, allerdings im Zusammenhang mit dem mangelnden technologischen Alleinstellungsmerkmal von Tesla.

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mettwurstlolli 27.10.2016, 17:52
78.

Zitat von thedoctor46
Das ist doch nun wirklich in der Automobilindustrie nichts außergewöhnliches – selbst heute greift man gerne – wenn es denn notwendig ist und der Protagonist mitspielt – auf mehr oder weniger in Würde verblaßte Ikonen des Automobilrennsports zurück, wie z.B. Audi/VW auf Walter Röhrl. Natürlich darf man das, aber es geht doch viel mehr um die vor allem in Deutschland („Deutschland, einig Autoland“ ;-D ) vorhandenen, pauschalen Vorurteile, daß E-Antriebe – nicht nur der Tesla – vor allem bei niedrigen Temperaturen absolut alltagsuntauglich wären – was nicht nur durch dieses Video eindrucksvoll widerlegt wird, egal, ob es nun eine überaus positiv dargestellte Werbung für ein Produkt ist oder nicht. Es bleibt dabei – der Anteil des E-Antriebs im automobilen Sektor wird kontinuierlich zunehmen – genauso, wie der Verbrennungsmotor das Pferdfuhrwerk abgelöst hat. Der Tag wird kommen, an dem man kopfschüttelnd vor der Tatsache, steht, daß man Verbrennungsmotoren, die ursprünglich als Stationärersatz für die Dampfmaschine konstruiert wurden, so unglaublich lange in Automobile gebaut hat – wohlwissend, daß der bestmögliche Wirkungsgrad dieses Antriebsprinzips eben – wie für Stationäraggregate üblich – nur bei einer bestimmten Drehzahl abgegeben wird. Es wird so kommen, vielleicht nicht in den nächsten 20, sondern 50 Jahren….. .
Komisch, dass die Tesla Fanboys hier kontinuierlich missverstehen, dass das untaugliche am Tesla nicht der Elektroantrieb ist (das Prinzip hat sicher noch Zukunft) sondern die Akkutechnik. Und da ist Tesla genau wie alle anderen die darauf setzen in einer technologischen Sackgasse. Abgesehen davon dass es selbst in dieser Sackgasse andere gibt, die innovativer und besser sind (Kreisel- Brüder zum Beispiel) Der Antrieb selber ist primitiv.

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thedoctor46 27.10.2016, 19:25
79.

Zitat von mettwurstlolli
Komisch, dass die Tesla Fanboys hier kontinuierlich missverstehen, dass das untaugliche am Tesla nicht der Elektroantrieb ist (das Prinzip hat sicher noch Zukunft) sondern die Akkutechnik....
...nun - abgesehen davon, daß ich gewiß kein Musk/Tesla"Fanboy" bin:

Modernste Technologie, sicherste Lithium-Ionen-Zellen, und die aktuell leichteste Batterie am Markt, mit garantierter Lebensdauer bis zu 400.000 km.

Das liest sich - ebenfalls - sehr interessant:

Die "Kreisel-Batterien" bestehen zwar wie bei Tesla ebenfalls aus Lithium-Ionen-Akkus als standardisierte Rundzellen, jedoch haben die Kreisels ein neues Verfahren entwickelt, das Tesla ausstechen soll. Dabei werden die einzelnen Zellen wie Patronenhülsen bei einem Gewehrmagazin in Kunststoffkapseln gesteckt, bevor die Zwischenräume mit einer nicht leitfähigen Kühlflüssigkeit fluten. Dieses Verfahren verkürzt die Ladezeiten der Batterien und verlängert gleichzeitig ihre Lebensdauer.
...und ändert nichts an der Aussage, daß die E-Mobilität - auch im hochpreisklassigen Produktsegment - kontinuierlich zunehmen wird.

Was - leider - die Vertreter der "Verbrennungsmotortechnologie" in Deutschland - da Deutschland eben ein "Autoland" ist - regelmäßig auf die Palme bringt.

Die Tesla-Akku-Technik ist nicht "untauglich", vielleicht etwas "simpel" - da aus der Konsumentenelektronik-/technik abgeleitet.

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