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Rente: Frauen bekommen nicht mal halb so viel wie Männer
REUTERS

Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen wird im Alter zur riesigen Kluft: Im Schnitt erhält eine Rentnerin in Deutschland 57 Prozent weniger Geld als ein Rentner. Eine Studie zeigt die Gründe.

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Leser161 16.03.2016, 09:48
1. Schlecht

Auch wenn ich gegen das Genderzeug und verzerrende Quoten bin.

Das* scheint mir nicht richtig. Frauen die durch die Familie weniger arbeiten können als ihre Männer, leisten einen genauso wichtigen Beitrag für die Gesellschaft wie ihre Männer.

*Bin ich jetzt eigentlich ein Aber-Feminist?

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j.c78. 16.03.2016, 09:56
2. Skandal

Oder vielleicht doch nicht? Was der Verfasser anprangert ist das Aquivalenzprinzp der Rentenversicherung, also der Zusammenhang zwischen eingezahlten Beiträgen und späterer Rentenhöhe. Es ist nicht Aufgabe der Rentenversicherung, Menschen die aus unterschiedlichen Gründen keine oder wenig Beiträge geleistet haben, eine Rente in einer Höhe auszuzahlen die der eines langjährige Vollzeitbeschäftigten entspricht. Es wäre auch schreiend ungerecht wenn jemand, der nur Mini-Jobs von 5-10 Std/Woche ausgeübt hat, die gleiche Rente erhält wie ein Vollzeitbeschäftigter. Die Sicherstellung des Existenzminimums von Menschen die keine oder wenig Beiträge zur RV geleistet haben, ist keine Aufgabe der Sozial-VERSICHERUNG sondern der Sozialhilfe.

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Sammi ElPadre 16.03.2016, 09:58
3.

Nun, schauen wir uns doch mal an, WARUM Frauen, rein statistisch gesehen, 21% weniger bekommen als Männer. Dazu reicht eigentlich ein einfacher Rundgang durch die Werkhallen der Industrie. Dort wird man so gut wie keine Frauen finden. Dafür wählen viele Frauen Jobs in der Kinderbetreuung oder im Bereich der Pflege. Diese werden aber schlechter bezahlt. Wenn eine Frau nun einen Job als Mechanikerin annehmen würde, würde Sie auch das gleiche Geld wie ein Mann bekommen. Ein Mann in einem Pflegeberuf bekommt ja auch deutlich weniger als ein Mechaniker.

Aber versuchen Sie doch mal eine junge Frau in eine Mechaniker-Lehre zu bekommen...

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Biancchen 16.03.2016, 09:59
4.

Ich finde, wir Frauen werden ganz schön unter Druck gesetzt. Wir sollten am besten den ersten Schritt bei der Partnersuche machen (machen Männer ja schon lange nicht mehr), sind schon lange nicht mehr abgesichert durch Heirat und Kinderkriegen, müssen also arbeiten gehen, sollen aber gleichzeitig trotzdem Kinder kriegen und diese selbstverständlich groß ziehen, weil Papa entweder weg oder viel arbeiten muss.
Und weil das nicht reicht, wird uns auch noch immer wieder auf die Nase gebunden, dass wir fürs Frau sein auch noch finanziell gestraft werden....

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Gunter 16.03.2016, 10:01
5. Blickt noch einer durch?

Bei der komplizierten Rentenformel blickt doch keiner mehr durch. Sollte die Höhe der Rente nicht grundsätzlich hauptsächlich davon abhängen, wie viel im Laufe des Lebens eingezahlt worden ist?
Aber es scheint ja auch wichtig zu sein, wie lange einbezahlt worden ist (Stichwort Rente mit 63), warum spielt das eigentlich eine Rolle?

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claude 16.03.2016, 10:03
6. Gender Gap II

Frauen haben eine durchschittliche Lebenserwartung, die etwa 4 Jahre über der durchschnittlichen Lebenserwartung von Männern liegt, profitieren also in der Regel 4 Jahre länger von der Rente. Sollten Frauen da nicht ein paar Jahre länger arbeiten, als Männer, um das Gender Gap II zu schliessen ?
Ich hab ja überhaupt nix dagegen, über Gender Gaps zu reden und zu versuchen diese zu schliessen, dann aber bitte die Ungerechtigkeiten in beide Richtungen beheben.

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maximgraf 16.03.2016, 10:04
7. Nur die nominale Rente

Die wesentliche Aussage erfolgt zum Schluss: Die Umkehrung hat eingesetzt, wird aber mindestens noch eine Generation andauern, da hie alle Rentnerinnen - auch die über 80-jährigen noch mitzählen.
ABER: Ein Fakt wir (bewusst ?) weggelassen: In der Partnerschaft zählt alles gemeinsam und jeder und jedem steht die Hälfte der Summe zu. Also haben verheiratete Frauen genauso viel wie ihre Männer.
Auch bei einer Scheidung werden die Renten ja geteilt.
Die Untersuchung betrifft also nicht alle Frauen, sondern nur den Teil der Menschen, die sich nicht zu einer Gemeinsamkeit durchringen konnten.

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kuac 16.03.2016, 10:06
8.

Zitat von Leser161
....Das* scheint mir nicht richtig. Frauen die durch die Familie weniger arbeiten können als ihre Männer, leisten einen genauso wichtigen Beitrag für die Gesellschaft wie ihre Männer....
Das ist richtig. Aber, die Rentenhöhe hängt ja von eingezahlten Beiträgen und nicht von der Wichtigkeit der Arbeit für die Gesellschaft, in diesem Fall für eigene Familie.
Auch die Millionen freiwilligen leisten sehr wichtige Beiträge für die Gesellschaft. Dafür gibt es auch keine höhere Renten.

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Hanz Gruber 16.03.2016, 10:07
9.

Zitat von Leser161
Auch wenn ich gegen das Genderzeug und verzerrende Quoten bin. Das* scheint mir nicht richtig. Frauen die durch die Familie weniger arbeiten können als ihre Männer, leisten einen genauso wichtigen Beitrag für die Gesellschaft wie ihre Männer. *Bin ich jetzt eigentlich ein Aber-Feminist?
In diesem Fall wird die Frau auch durch die Rente des Mannes mitgetragen, auch nach dem Ableben des Mannes.
Wenn eine Familie es sich leisten konnte, das nur der Mann arbeitet, dann funktioniert das auch mit der Rente prima. Wer sich dieses Leben nicht leisten konnte, es aber trotzdem tat, der hat eben auch im Rentenalter das Nachsehen.

Wenn Sie dafür sind das Frauen trotz 35 Jahren Arbeitslosigkeit eine volle Rente bekommen sollten, dann stellen Sie sich darauf ein statt 50% Netto vom Brutto zu haben, nur noch mit 25% auszukommen.

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