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Rente und Pflege: Spahn fordert höhere Sozialabgaben für Kinderlose
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Eltern tragen mehrfach zum Rentensystems bei: Durch eigene Beiträge - und durch ihre Kinder, die Beitragszahler der Zukunft. Kinderlose sollten deshalb mehr zahlen, findet CDU-Nachwuchshoffnung Jens Spahn.

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hexenbesen.65 13.11.2018, 11:32
420.

Zitat von pittiken
Und Singles können doch in eine WG ziehen, wenn ihnen die Lebenshaltungskosten zu hoch sind.
Ja, vier Leute in einer WG, und bitte nur einer, der arbeiten geht...dann wollen wir mal sehen, wer hier "besonders belastet" ist... Immer diese Milchmädchenrechnung mit "WIR Singels müssen am MEISTEN zahlen".... und lassen sich dann von den Kindern anderer gemütlich ihre Rente zahlen... weil die meisten wollen gar keine Kinder--aus Egosismus (die paar, die wollen, und nicht können, sind an der Hand abzuzählen) oder "Singles",die einfach zu blöde für ne Partnerschaft sind (wie sagte Glöökler gerade gestern: Singels ab 50 haben irgendeine Macke- deswegen finden die niemanden ) Wenn ich meine (unverheirateten) Bekannte anseh, versteh ich manche Leute, die sagen "Nein danke"..ansprüche stellen , der Partner soll aussehen wie "Sexiest Man / Woman alive" aber selber aussehen wie Honk...
Die können ruhig ein paar Euro mehr in die Kasse zahlen---weil Eltern zahlen schon so genug : Für mehr Miete, mehr Essen, mehr Kleider, mehr "Urlaub" (wenn überhaupt)....Singels können ihr Geld ALLEINE ausgeben...eine Familie mit einem Gehalt (oder mit Glück zwei) eben nicht. Da hängen noch andere Leben dran !

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hexenbesen.65 13.11.2018, 11:37
421.

Zitat von pittiken
Vollständiger Ausgleich für verdienstlose Elternzeit? Wenn Mama nicht arbeiten möchte, ist in Ordnung, aber dafür jetzt auch noch komplett entschädigt zu werden. Das ist ja mehr als Kommunismus.
Ich soll also 12 Wochen nach der Geburt wieder arbeiten gehen ? Und wo tu ich mein Baby hin ? Auf den Rücken schnallen und ab in die Fabrik....während der Frühschicht in der Pause stillen, und in der Spätschicht auch ? Oder während eines Meetings mit dem Chef ? "Moment Chef, ich muss erst mal die linke Brust auspacken, Junior hat hunger...."
Wir bekamen gerade mal für ein halbes Jahr Unterstützung....den Rest konnten wir zusehen, wie wir über die Runden kamen (und da kostete die Kita auch schon richtig Geld, und wir hatten damals noch kein Anrecht auf einen Kitaplatz ab X- Monate ... Die nahmen die Kinder erst mit 3 Jahren ) Bis 3 Jahre Unterstützung finde ich ok...weil das Kind dann in der Kita ist, und beide Eltern wieder arbeiten können. Wenn Madame aber meint, sie müsse zuhause bleiben, bis Junior mit dem Abi fertig ist....dann ist es ihr Pech...würde ich auch nicht zahlen.

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pittiken 13.11.2018, 12:07
422.

Zitat von uezegei
Kinder brauchen Geschenke und Urlaub? Uns hat man zum Spielen in den Garten geschickt und als Geschenke gab es Schulsachen Wenn die Eltern ihre Gören heutzutage nicht derart verwöhnen würden, kämen die mit dem Geld locker aus
Und was hat das damit zu tun, damit die Kinder, wenn ihre eigenen Eltern Rente beziehen, nicht nur Beiträge für die eigenen Eltern zahlen, sondern auch für die Rente der Kinderlosen?

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pittiken 13.11.2018, 13:00
423.

Zitat von supergrobi123
Wir ALLE haben verstanden, wie das Umlagesystem funktioniert! Nur sind wir alle in der Lage, das System in seiner GESAMTHEIT zu betrachten und nicht nach wenigen Jahrzehnten so zu tun, als würden sich Ihre 4 Beitragszahler (aus Beispiel 1) nach erfolgter Beitragszahlung einfach in Luft auflösen! Das werden dann 4 Rentner, die Ihrer tollen Rechnung nach dann wieder jeweils 4 Beitragszahler benötigen, also insgesamt 16! Wenn die dann in Rente gehen, brauchen wir schon 64 Beitragszahler, eine Generation später sind es 256, dann 1024, 4096, 16384 usw. Merken Sie denn nun, das da was schief läuft in Ihrer Traumwelt? Merken Sie, dass unendliches, exponentielles Bevölkerungswachstum nötig ist, um Ihre Vorstellungen zu erfüllen?`Ist Ihnen bewusst, dass in JEDER entwickelten Gesellschaft WELTWEIT das exakte Gegenteil der Fall ist und mit dem Entwicklungsgrad einer Gesellschaft die Bevölkerung abnimmt? Meine Güte! Ich allein habe es ja schon mehrfach wiederholt, andere User ebenfalls, warum Sind Sie so stur und ignorieren die glasklare Tatsache, dass JEDER Arbeitnehmer nur EINEN Beitrag zahlt und anschließen EINE Rente erhält? Ich habe da noch eine ganz schlimme Rechnung für Sie! Für den Durchschnittsdeutschen fließen nach aktueller Formel in 40 Arbeitsjahren insgesamt 281.775,20 in die Rentenkasse. Er erhält bis zum statistisch zu erwartenden Tod mit 80,6 Jahren aber nur 209.091,84 Rente (brutto)! Aktuell erhält man also 1 Rente, hat aber 1,35 Renten bezahlt! Es wäre im Vergleich zu heute also ein großer Wurf, wenn 1 Rentenzahler genau 1 Rente zahlt, nämlich die eigene! Auch ohne, dass die gesammelten Beiträge über die Gesamtlaufzeit des" Projektes Rente" von hier 53,6 Jahren Renditen erwirtschaften würden (und sich damit easy verdoppeln lassen sollten) hätte man dann eine vernünftige Rente (2068,-- Euro statt 1531,--). Warum nur wollen Sie unbedingt an dem gescheiterten Generationenvertrag festhalten und ihn mit unfairen Gesetzen zusätzlich zementieren?
Sie haben das Umlagesystem nicht verstanden.

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pittiken 13.11.2018, 13:07
424.

Zitat von grotefend
Man darf nicht die einen gegen die anderen ausspielen. Doch muss man feststellen, dass Eltern natürlich mehr belastet sind. Wer denkt, das Kindergeld reiche, um ein Kind großzuziehen, der irrt. Da muss weitaus mehr aufgewendet werden. Hinzu kommt, und das wird meist vergessen, dass mindestens ein Elternteil auf Teilzeit geht, um sich mehr um die Kinder kümmern zu können. Das stellt nicht nur eine Einkommenseinbuße dar, sondern schlägt sich auch in der Rente nieder. Diese Einbußen sind sozusagen die Investition in die eigenen Kinder bzw. in die künftigen Träger der Sozialsysteme. Rhetorisch sollte Spahn jedoch nicht von einer Mehrbelastung für Kinderlose sprechen, sondern für eine Besserstelllung von Menschen, die Kinder großgezogen und zum Erhalt des Generationenvertrages beigetragen haben.
Es ist doch egal, ob er von Mehrbelastung für Kinderlose spricht, oder ob es eine Besserstellung von Menschen, die Kinder großgezogen haben und damit unbewusst zum Erhalt des Generationenvertrages beigetragen haben, spricht.

Neidhammel auf der Kinderlosenseite werden die Besserstellung der Kinderhabenden Seite nicht gönnen, weil sie denken, sie würden benachteiligt etc.

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pittiken 13.11.2018, 13:26
425.

Zitat von supergrobi123
Es ist völlig unerheblich, aus wievielen Generationen die Beitragszahler stammen. Jeder einzelne von ihnen wird später eine Rente erhalten. JEDER Beitragszahler bezahlt über sein Arbeitsleben EINEN Beitrag und erhält dann EINE Rente! 1:1! Immer! Sie können auch 1000 Kinder in die Welt setzen, in 500 Generationen. An dieser einfachen Gleichung ÄNDERT SICH NICHTS!!! Egal ob das Land 80.000.000 Einwohner hat oder 100! Was ist denn daran nicht zu verstehen??? Die Beitragszeit beträgt rund 40 Jahre. Die Rentenzeit im Schnitt 13,6 Jahre (nicht 20 Jahre, 87 werden nur wenige). Zum Glück! Bei einer kapitalgedeckten Rente müssten Sie eigentlich nur 40 Jahre lang eine Drittelrente pro Monat ansparen (wenn wir Kapitalerträge einrechnen sogar noch weniger) um dann 13,6 Jahre eine volle Rente zu kassieren. Und zwar jeder einzelne von uns. Aktuell, dank des generationenübergreifenden Irrsinns, zahlen wir aber monaltlich knapp die Hälfte unserer zukünftigen Rente als Beitrag! Und bevor Sie wieder damit anfangen: Jeder Mensch zahlt EINE Rente und erhält EINE Rente. Zusätzliche Menschen sorgen GLEICHERMASSEN für zusätzliche Zahlungen und Entnahmen. Warum bekommen Sie das nicht in Ihr Gehirn?
Mit der Beitragszahlung in die Rente, in den privaten Sparplan finanzieren Sie die aktuellen Rentenbezieher. Damit erwerben sie einen Anspruch auf eigene Rentenzahlung. Wenn also kein Kind = späterer Beitragszahler/Steuerzahler da ist, wer soll sich noch einmal Ihren Anspruch begleichen?

Sie erwerben mit Ihren Rentenbeiträgen nur den Anspruch auf eigene Rentenzahlung, Für die Begleichung Ihres Anspruches sind dann die späteren Beitragszahler verantwortlich. Gilt auch für die Kapitalstockfinanzierung, wird nur anders genannt.

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pittiken 13.11.2018, 13:30
426.

Zitat von grotefend
Da stecken doch einige logische Fehlschlüsse in Ihrer Argumentation. Wir können gerne darüber diskutieren, inwiefern das aktuelle System funktioniert. Fakt ist jedoch: wir haben es und müssen demnach nach seinen Spielregeln spielen. Vor dem Umlagesystem war es so, dass die Nachkommen für ihre Eltern im Alters sorgen zu hatten. Seit der Einführung der Rentenversicherung ist es so, dass die arbeitende Generation die Generation der Rentner finanziert. Ergo: um die Rente finanzieren zu können braucht es Einzahler. Wenn also keine Kinder gezeugt werden, zahlt auch keiner in die Rentenversicherung ein und keiner kann Rente beziehen. Es ist jedem selbst überlassen, wie er sein Leben lebt. Doch ist zu Kenntnis zu nehmen, dass Eltern (ob freiwillig oder nicht) einen Dienst für die Rentnergeneration leisten, damit diese ihren Wohlstand weiter genießen können - verbunden mit finanziellen Einbußen (Gehalt, Rente etc.), die mit der Erziehung von Kindern einhergehen. Während diejenigen, die (polemisch gesagt) egoistisch ihr Geld auf regelmäßigen Fernreisen verprassen, Vollzeit arbeiten können, dadurch mehr Geld für die Altersvorsorge sparen und einen höheren Rentenanspruch erarbeiten, haben die, die dafür sorgen, dass der hohe Rentenanspruch finanziert werden kann im Alter das Nachsehen. Gerne können wir über Alternativen zum aktuellen System sprechen. Wir können die Altersvorsorge komplett privat gestalten, wir können auch beschließen, dass Kinder später für ihre Eltern aufkommen müssen (aber dann dürften Sie wohl noch lauter schreien als bei der jetzigen Diskussion). P.S.: Was Ihre Urlaube mit dem Thema zu tun haben, ist mir weiterhin ein Rätsel, aber auf die logischen Fehlschlüsse in Ihrer Argumentation habe ich ja bereits hingewiesen.
Auch die reinprivate Ausgestaltung der Rentenfinanzierung ist auf die Kinder als späteren Einzahler in das System angewiesen.

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lamblies 14.11.2018, 09:31
427. Mein Titel

Kinder zahlen keine Rentenbeiträge!
Rentenbeiträge zahlt ein gesetzlich rentenversicherter Arbeitnehmer und erwirbt damit eigene Rentenansprüche.
Wenn nun die Rentenversicherung ein Problem hat, diese Rentenansprüche zu gewährleisten, dann muss das Geld eben woanders her genommen werden, z.B. aus Steuermitteln.

Mann weiss doch schon lange, dass aufgrund geringer werdenden Einzahlern dieses System nicht aufrecht zu erhalten ist, es sei denn, die Löhne wären so hoch, diese Summen zu schultern. Mit der Einführung des Niedriglohnsektors hat man aber das genaue Gegenteil unternommen.

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thseeling 29.11.2018, 12:14
428. Ehegattensplitting

Zitat von Indiana.Jones
Das Ehegattensplitting ist keine Subvention. Wo haben Sie diese Info her? Es dient dazu, Steuerungerechtigkeiten zu vermeiden, die sich aufgrund der progressiven Besteuerung ergeben würden. Also als Beispiel: Alleinverdiener mit 80 kEUR vs. zwei Verdiener, einer mit 60 kEUR, de andere mit 20 kEUR vs. zwei Verdiener, beide mit 40 kEUR.
Das Ehegattensplitting in der jetzigen Form *ist* eine Subvention. Es hätte in den 50er Jahren andere Möglichkeiten der Steuergerechtigkeit gegeben, aber Adenauers Regierung hat die einfachste und schlechteste Lösung gewählt.
Man hätte z.B. auch die Steuerprogression abschaffen können.

Haben Sie die Kommentare unter dem Blogartikel der FR gelesen? Dort wird das alles sehr schön erläutert.

Hier nochmal: http://frblog.de/kinderlose

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