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Rentenpakt des Arbeitsministers: Heils Versprechen
DPA

Die Renten sind sicher: Dieses alte Versprechen will Arbeitsminister Heil mit einem Gesetzespaket erneuern. Kurzfristig sollen Millionen Bürger davon profitieren. Doch für die Zukunft bleiben viele Probleme.

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lkrenzien 14.07.2018, 02:52
30. halbherzig

Die Motivation in allen Ehren. Aber was ist mit der Beitragsbemessungsgrenze oder mit dem ganzen Thema Beamtenpensionen und Politikerpensionen ? Ich denke mal, es gibt noch genug Reformbedarf. Und an das ganze Thema betriebliche Altersvorsorge traut sich eh niemand ran.

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rainercom 14.07.2018, 08:02
31. Ich stelle fest

jeder neue Minister will in irgend einer Form seinen Fußabdruck hinterlassen.
Deshalb schraubt auch jeder in seinen Zuständigkeitsbereich herum ohne wirklich was zu bewegen.
Schafft endlich das Beamtentum ab.
Da alleine wäre schon geholfen.

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gflegels 14.07.2018, 08:59
32. Ein wenig Aufklärung

Wenn ich Zeitungsschreibern unterstelle, dass sie keine Ahnung vom System der gesetzlichen Rente haben, ist das keine Beleidigung, sondern soll als Entschuldigung für das gelten, was sie in der Regel darüber so schreiben.
Wenn der Spiegel bspw. das IW (Institut der deutschen Wirtschaft (IW)) als "Experten" anführt und dabei vergisst, dass das IW der Teil der INSM ist, der die Aussagen dieser Organisation mit schein-wissenschaftlichen Argumenten unterfüttert, kann das doch bloß die Unwissenheit sein, oder?
Wenn Hubertus Heil von einem Rentenniveau von 48% spricht, sollte ein mit Wissen bedachter Artikelschreiber auch kurz erklären, auf welcher Basis diese Zahl beruht, damit das die Leser nicht auf ihr letztes Gehalt beziehen. Es ist eine rein fiktive Größe.
Auch würde ein Verweis auf das Mackenroth-Theorem nützlich sein, um das Begreifen bei den Lesern zu erlangen, dass ein ansparen für später eine Illusion ist, weil immer die aktuell arbeitenden Generationen die tatsächlich anfallenden Auszahlungen erwirtschaften müssen. Dann würde der Leser auch begreifen, dass jedes Rentensystem, egal ob privat oder staatlich, ein Umlagesystem ist, dass darauf beruht, heute einzuzahlen, um später daraus eine Rente zu beziehen.
Auch vergisst die schreibende Zunft gerne, darauf hinzuweisen, dass die gesetzliche Rente ein Versicherungssystem ist, aus dem nach Art. 14 GG Vermögensansprüche entstehen. Dass die versicherungsfremden Leistungen, die der Staat aus den Beiträgen für die GRV finanziert, in Form von den gezahlten Zuschüssen des Bundes nicht einmal voll ausgeglichen werden, scheint die schreibende Zunft auch nicht zu wissen. Auch, dass die Beiträge nicht dazu dienen, die Renten zu finanzieren, sondern ausschließlich eine späteren Anwartschaft auf eine Rente, wird stets unterschlagen. Daraus die fälligen Renten zu zahlen, ist die Investition des Staates.

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anrufi 14.07.2018, 10:46
33. Idee

Lieber Herr Heil, wenn Sie und Ihre Kollegen für bezahlbare Wohnungen sorgen und für Wohnungen, die auch Menschen im Rentenalter mit geringer Rente noch bezahlen können, dann haben Sie schon viel für die Rente getan!

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tatsache2011 14.07.2018, 12:00
34. Zahlung für die Rente der Eltern

Zitat von Berliner42
Meine eigene Rente muß auch von anderen Beitragszahler finanziert werden. Was ist so falsch daran, wenn ich darauf verzichte und dann selber auch nichts zahlen will? Daran kann sich nur stören, wer weiß, daß die Rente für mich ein Verlustgeschäft ist, von dem ich nicht zurücktreten soll.
Sie lassen wieder die Rente Ihrer Eltern weg, denn die haben Sie von anderen Beitragszahlern bezahlen lassen, weil Sie sich nicht am Umlagesystem beteiligen, sondern sich befreien lassen.

Die Beitragszahlung ist für jeden Beitragszahler ein "Verlustgeschäft", weil kinderlose Rentner auch versorgt werden müssen.
Der Kindermangel macht sich in Zukunft stärker in der Rentenversicherung bemerkbar.

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gflegels 14.07.2018, 12:22
35. mangelndes Wissen

Wenn ich Zeitungsschreibern unterstelle, dass sie keine Ahnung vom System der gesetzlichen Rente haben, ist das keine Beleidigung, sondern soll als Entschuldigung für das gelten, was sie in der Regel darüber so schreiben.
Wenn der Spiegel bspw. das IW (Institut der deutschen Wirtschaft (IW)) als "Experten" anführt und dabei vergisst, dass das IW der Teil der INSM ist, der die Aussagen dieser Organisation mit schein-wissenschaftlichen Argumenten unterfüttert, kann das doch bloß die Unwissenheit sein, oder?
Wenn Hubertus Heil von einem Rentenniveau von 48% spricht, sollte ein mit Wissen bedachter Artikelschreiber auch kurz erklären, auf welcher Basis diese Zahl beruht, damit das die Leser nicht auf ihr letztes Gehalt beziehen. Es ist eine rein fiktive Größe.
Auch würde ein Verweis auf das Mackenroth-Theorem nützlich sein, um das Begreifen bei den Lesern zu erlangen, dass ein ansparen für später eine Illusion ist, weil immer die aktuell arbeitenden Generationen die tatsächlich anfallenden Auszahlungen erwirtschaften müssen. Dann würde der Leser auch begreifen, dass jedes Rentensystem, egal ob privat oder staatlich, ein Umlagesystem ist, dass darauf beruht, heute einzuzahlen, um später daraus eine Rente zu beziehen.
Auch vergisst die schreibende Zunft gerne, darauf hinzuweisen, dass die gesetzliche Rente ein Versicherungssystem ist, aus dem nach Art. 14 GG Vermögensansprüche entstehen. Dass die versicherungsfremden Leistungen, die der Staat aus den Beiträgen für die GRV finanziert, in Form von den gezahlten Zuschüssen des Bundes nicht einmal voll ausgeglichen werden, scheint die schreibende Zunft auch nicht zu wissen. Auch, dass die Beiträge nicht dazu dienen, die Renten zu finanzieren, sondern ausschließlich eine späteren Anwartschaft auf eine Rente, wird stets unterschlagen. Daraus die fälligen Renten zu zahlen, ist die Investition des Staates.

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spon_5354403 14.07.2018, 12:55
36.

"... Dass die Regierung beim Thema Rente Tempo macht, hat auch wahltaktische Gründe: Die sozialpolitischen Wohltaten sollen Konkurrenten wie der AfD das Wasser abgraben. ..."

Ab wann die Merken werden, das (bei der jungen Generation wie mir), genau das Gegenteil bewirkt wird?

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LinkerTyp 14.07.2018, 13:02
37. Hubertus Hungerlohn

Die selbe SPD, die mit Schröder und der Agenda 2010 die gesetzliche Rente getötet hat, damit private Rentenversicherungen abgeschlossen werden müssen, was ja sehr gut war für diese Versicherungskonzerne... diese SPD, mit Hubertus Heil, welcher die Agenda 2010 mitgetragen hat, der will jetzt die Rente "sichern" weil "die gesetzlche Rente der Grundpfeiler" sein soll. Heuchelei auf dem höchsten Niveau.

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gflegels 14.07.2018, 17:07
38. @Tatsache 2011-@Berliner42

Zitat von tatsache2011
Sie lassen wieder die Rente Ihrer Eltern weg, denn die haben Sie von anderen Beitragszahlern bezahlen lassen, weil Sie sich nicht am Umlagesystem beteiligen, sondern sich befreien lassen. Die Beitragszahlung ist für jeden Beitragszahler ein "Verlustgeschäft", weil kinderlose Rentner auch versorgt werden müssen. Der Kindermangel macht sich in Zukunft stärker in der Rentenversicherung bemerkbar.
So ein Schmarrn! Nicht die Beitragszahler finanzieren die gesetzliche Rente, sondern der Staat, der schon immer die Rolle des Versicherers übernommen hat.
Was der Beitragszahler finanziert, ist in erster Linie seine Anwartschaft auf eine spätere Rente, darüber hinaus aber auch die vielen versicherungsfremden Leistungen, wie z. B. die Mütterrente, die eigentlich aus Steuermitteln finanziert werden müsste. So wurden die Kriegsfolgelasten ausschließlich von den Beitragszahlern getragen, ebenso die Übernahme der DDR Rentenanwartschaften, die Regulierung von DDR-Unrecht, ebenso wie die Regulierung von NS-Unrecht.
Ich müsste noch etliche weitere Fremdlasten aufführen, doch darum geht es hier nicht.
Jedes Rentensystem ist ein Umlagesystem, denn ein Kapitalstock ist eine Illusion. Private Versicherer nehmen die Beitragseingänge und investieren sie in unterschiedliche Unternehmungen und wenn sie Pech haben, geht die Versicherung pleite oder reduziert die Zusagen, die sie bei Abschluss des Vertrages gemacht hat (aktuell vom BGH abgesegnet).
Der Staat als Versicherer nimmt die Beiträge und finanziert daraus die aktuellen Renten und das ist wesentlich cleverer, als der Weg der privaten Versicherer. Damit fließen die Beitragseinnahmen direkt zurück in den Wirtschaftskreislauf, erhalten Arbeitsplätze, der Staat kassiert Steuern (indirekte Steuern, Mehrwertsteuer) aus dem Konsum der Rentner.
Der Terminus "Generationenvertrag" wird einfach missbraucht, um die Renten zu privatisieren, wie das seit 1995 durch die WTO mit GATS gefordert wird. Tatsächlich hat Wilfrid Schreiber (der Vater des Umlagesystems) diesen Begriff in Anlehnung an das Mackenroth-Theorem einmal verwendet und es war wohl die Rürup-Kommission, die diesen Begriff dann im Sinne von rot-grün umgedeutet hat.

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tatsache2011 14.07.2018, 22:24
39. Der Staat hat kein Geld

Zitat von gflegels
So ein Schmarrn! Nicht die Beitragszahler finanzieren die gesetzliche Rente, sondern der Staat, der schon immer die Rolle des Versicherers übernommen hat. Was der Beitragszahler finanziert, ist in erster Linie seine Anwartschaft auf eine spätere Rente, ....
Der Beitragszahler bekommt eine Anwartschaft auf Rente, aber die Höhe wird erst in der Zukunft vom Gesetzgeber festgelegt.
Der Staat hat kein Geld, sondern bekommt es von den Beitragszahlern.

Die Rentenversicherung ist keine Versicherung, denn sie hat keine Kapitalrücklage.
Sie ist auch kein Generationenvertrag, denn die Beitragszahler erhalten die spätere Rente nicht von den heutigen Rentnern, sondern von den heutigen Kindern.
Die Rentenversicherung ist ein Gesetz und das darf geändert werden, weil nicht mehr ausreichend Kinder von der mittleren Generation wegen der hohen Kosten für die Eltern aufgezogen werden.

Die "Rentenkommission" wird weitere Änderungen vorschlagen.
Haben Sie nicht bemerkt, dass die Renten durch den Nachhaltigkeitsfaktor (Kindermangel) gekürzt wurden?

Die gesetzliche Rente - auch der heutigen Beitragszahler - wurde durch den Riesterfaktor 4% gekürzt.
Durch private Vorsorge wird die gesetzliche Rente z.B. 1000 Euro monatlich 40 Euro gesenkt.
Gegen die Kürzung der gesetzlichen Rente muss erst mal mit privaten Beiträgen "angeriestert" werden, um gleich gestellt zu sein.

siehe http://www.handelsblatt.com/finanzen...7346524-2.html

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