Forum: Wirtschaft
Rentenpläne: Von der Leyen will Selbständige zu Altersvorsorge zwingen
dapd

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nimmt die Selbständigen in die Pflicht, sie sollen künftig in Eigenregie für das Alter sparen. Freiberufler dürfen sich zwar für eine Vorsorgeform entscheiden, im Zweifelsfall sollen sie aber in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden.

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wll 21.03.2012, 10:20
140. Kein Titel

Zitat von Selamat2009
Effekt des Ganzen: Geringverdiener zahlen ein, bekommen aber nichts heraus.
Wer durch Beiträge Rentenansprüche erwirbt, bekommt diese bei Erreichen des Rentenalters auch ausgezahlt. Wie kommen sie darauf, das dies bei Geringverdienern nicht der Fall sein sollte?
Zitat von Selamat2009
Zudem dürfen sie damit die deutsche Versicherungswirtschaft finanzieren. Allianz & Co. - hier sieht man wieder deren Einfluss auf die Regierung.
Wer keine private Altersvorsorge wünscht, kann sich auch in der gesetzlichen Rentenversicherung versichern lassen. Diese Wahlmöglichkeit wurde ja im Artikel ausdrücklich betont.

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Olaf 21.03.2012, 10:21
141.

Zitat von beobachter999
Denken sie doch mal bitte nach: Die Meisten Leute die nicht versichert sind können dies nicht! Nicht jeder Selbstständige macht locker ein paar 1000er netto im Monat. Was wollen sie mit denen machen? Einfach pfänden, guter Vorschlag, erhöht die Lebensschulden, zu holen ist da Nichts. Im Übrigen: Die "Allgmeinheit" ist ganz froh über das Herr der Miniselbstständigen die für sie "günstig" die Arbeit machen. Warum schafft diese "Allgemeinheit" nicht die Rahmenbedingungen das jeder ordentlich verdienen kann. Oder glauben sie allen Ernstes ein normaler Mensch freut sich auf Altersarmut?
Jeder wird einmal alt und gebrechlich, kann nicht mehr arbeiten und ist dann auf Hilfe von anderen angewiesen.

Ich finde es nicht in Ordnung sich das Geld für die Altersvorsorge zu sparen und dann zu erwarten, dass andere für einen Sorgen.

Sogar die 400 Euro Minijobber zahlen Rentenbeiträge. Eine Menge Geringverdiener könnten ihre Rentenbeiträge, die einfach abgezogen werden, selber sehr gut gebrauchen.

Eine Arbeit, die keine Alterssicherung ermöglicht, ist keine.

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klausindo 21.03.2012, 10:22
142.

Zitat von Liberalitärer
Korrekt, die Deutsche Rentenversicherung rät ab, zumindest am Telefon. Meist kommt weniger raus als Grundsicherung. Das ist zumindest eine faire Beratung. Gerade deshalb empfiehlt es sich, ernsthaft zu überlegen - gerade für Erben - ihr Alter in Ländern mit einem besseren Preis/Leistungsverhältnis zu verleben. Nicht jeder mit starken sozialen Bindungen in D wird das können, aber es werden sehr viele werden. Das interessiert auch nicht, aus den Augen, aus dem Sinn.
Ist mir auch vor Jahren passiert das die Rentenversicherung abgeraten hat ueberhaupt noch einzuzahlen.
Der Transfer von Rentnern und Kranken in Laender mit einem besseren Preis/Leistungsverhaeltnis findet schon laengst statt. Demenz/Alzheimer Kranke in Thailand Rentner ueberall auf der Welt.
DW TV zeigte eine Bericht ueber einen Alzheimer Kranken der ,laut Aerzte, in D noch 2 Jahre zu leben hat. In Thailand lebt er nun schon 5 Jahre und wird sehr gut verpflegt. Es ist schon verwunderlich was sich in den letzten 25 Jahren so in D veraendert hat.
Ich habe alle Beitraege in diesem Forum gelesen und 90% ist nonsens. (ausser diesem Bericht worauf ich antworte und ich glaube das dieser Forist auch im Ausland lebt. Stimmts?) ) Immer nur meckern hilft auch nicht. Ich habe mich auch vor 25 Jahren entschieden im Ausland etwas neues anzufangen weil es in meinem Industriezweig keine Zukunft gab. Nach harten Anfangsjahren hat es sich im Endeffekt doch gelohnt. Es sieht so aus das D ein Land der Meckerer geworden ist. Vielleicht was es auch frueher so aber man hatte halt keine Internet Foren.
Man sollte dem alten Spruch "Spare in der Zeit dann hast du in der Not" folgen und nicht dem wahnsinningen Kosumangebot in der westlichen Welt folgen.

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Halodri73 21.03.2012, 10:23
143. Fachwissen?

Zitat von beobachter999
Da haben sie glaube ich nicht aufgepasst. Oder ihre Vorurteile hindern sie einfach. Wer Pleite gegangen ist muß nicht bestraft werden, der Schuldenturm wurde seit dem Mittelalter abgeschafft, es zählt auch nicht mehr als Sünde. Wer .....
Viele Kleinunternehmer laufen in die "jetzt-Leben-Falle", einige andere verfallen dem "ich -muss-ALLES-re-investieren"-Irrglauben.

Wer in seinem Businessplan die eigene Versorgung schlichtweg ausblendet, muss sich nach ein paar Jahren fragen lassen, ob der Laden wirtschaftlich ist. Wenn nein: Machen Sie was anderes!

Das klingt hart und - ja, ich weiss aus eigener Erfahrung - ist es auch. Aber wer den Weg der Selbständigleit geht, bezahlt für seine unternehmerische Freieheit einen hohen Preis. Klappt es und man wird Reich, neiden es einem die Menschen. Klappt es nicht, steht man ohne Absicherung da.
Aber das weiss man auch vorher!

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emmimann 21.03.2012, 10:23
144.

Zitat von Olaf
Jeder wird einmal alt und gebrechlich, kann nicht mehr arbeiten und ist dann auf Hilfe von anderen angewiesen. Ich finde es nicht in Ordnung sich das Geld für die Altersvorsorge zu sparen und dann zu erwarten, dass andere für einen Sorgen. Sogar die 400 Euro Minijobber zahlen Rentenbeiträge. Eine Menge Geringverdiener könnten ihre Rentenbeiträge, die einfach abgezogen werden, selber sehr gut gebrauchen. Eine Arbeit, die keine Alterssicherung ermöglicht, ist keine.
Schreiben aber nix wissen. Ein 400 EURO Jobber zahlt gar nix in die Rentenversicherung, das muss der Arbeitgeber alleine zahlen!!

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emil_sinclair73 21.03.2012, 10:24
145. Das ist wieder nicht korrekt!

Zitat von Dr. Fuzzi
Wusste gar nicht, das es z.B. Rürup bereits 1986 gegeben hat! Hatte da auch schon bereits 10 Jahre Betriebspension als Angestellter angespart - verfiel auch, da ich zu jung mit dem Arbeiten begonnen hatte!
Das was verfallen konnte war nicht die Entgeltumwandlung sondern eine freiwilliger Zuschuß oder eine betriebliche Rente die eine Zusatzleistung des Arbeitgeber freiwillig gezahlt hat. Aber es gibt natürlich tausend gute Gründe warum man trotzdem nichts tun kann. Das Problem Nr. 1 ist allerdings der Konsum!

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Halodri73 21.03.2012, 10:25
146. Ihre Vorsorge sind bislang nicht kalkuliert??

Zitat von emmimann
in meinem Laden, der sich trägt, werden die Angestellten diesen Mehraufwand durch Lohnverzicht finanzieren müssen....
Kalkulationsfehler.
Wie wäre es mit mehr Umsatz?

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Ungebildeter 21.03.2012, 10:25
147.

Zitat von muttisbester
Da viele Selbstständige oft scheinselbstständig sind, ist das Gesetz ein wirkungsvoller Mechanismus gegen Lohndumping! Nach den Gesetzen des Marktes müssten nun die Selbstständigen diese 300 Euro monatlich in Ihre Arbeit einkalkulieren und in Rechnung stellen. Hoffentlich klappts! Frau von der Leyen wird mir immer sympathischer.
Und was machen die Selbständigen, die mit ihrem Einkommen derzeit gerade so auskommen? Die geben ihre Selbständigkeit dann auf und erhalten künftig staatliche Transferleistungen? Guter Plan, Kompliment. Und so weit gedacht. Toll.

Wo wir gerade dabei sind: die meisten Unternehmen sind gerade am Anfang dadurch geprägt, dass man nicht aus den Vollen schöpfen kann, sondern etwaige Überschüsse (die aber oftmals eh am Anfang nicht entstehen) in die Firma investiert.

Also mal rechnen: der Selbständige verdient im ersten Monat seiner Selbständigkeit 1200 Euro. Die hat er quasi als Gewinn (in den meisten Fällen sicherlich unrealistisch, weil weitaus weniger, aber gut).
Dann kommt zuerst die GKV: die nehmen an, dass er ca. 1900 Euro Gewinn hat (ab dem ersten Monat^^). Hat er nicht, aber interessiert die nicht. Beitrag 300 Euro, richtig?
Dann kommt die Rentenversicherung: 300 Euro + 100.

Da hat er von seinem üppigen Gewinn gleich mal 700 Euro weniger. Er müsste also bei 1200 Gewinn mit 500 Euro auskommen.

Wie genau soll das gehen?

Abgesehen davon: als Ministerin für Wirtschaft sollte vdL ein Interesse daran haben, dass die Investitionsneigung vorhanden ist. Soll der jetzt von den 500 Euro auch noch investieren?

Nee, der macht - wenn er schlau ist - folgendes: der geht in H4, bekommt seine Grundsicherung (die nicht so weit von den 500 Euro entfernt ist) und bekommt die Miete vom Staat.

Glühstrumpf. Die Frau hats verstanden.

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Olaf 21.03.2012, 10:26
148.

Zitat von Zereus
Im Prinzip ist das richtig, nur sollte man es dann direkt durchziehen und Selbstständige in die gesetzliche Rente zwingen. So ist das nichts anderes als ein ziemlich großes Geschenk für die Versicherungsbranche.
Das ist bestimmt auch ein Punkt, aber irgend etwas muss man tun.

In meiner Jugend gab es viele ältere in der Sozialhilfe, die gerne erzählten sie hätten ihr Leben lang gearbeitet und bekämen nun keine Rente. Was die nicht erzählten war, dass sie Selbstständig gewesen sind und nicht vorgesorgt hatten.

Da waren viele ehemaligen Kneipenwirte und Binnenschiffer drunter, die früher gut verdient hatten, aber keine Lust was fürs Alter beiseite zu legen.

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alexbln 21.03.2012, 10:27
149.

ich finde selbständigkeit jeder art gehört verboten!
(ironie aus)
einfach nur noch krank in was sich der staat noch alles einzumischen gedenkt, natürlich unter dem deckmäntelchen -es doch nur gut zu meinen und gegen altersarmut vorzugehen.

und man bedenke , von der leyen ist noch harmlos im vergleich zu den rot -grünen spinnernideen diesbezüglich.
sowas kann nur von löeuten kommen, die selber noch niemals im leben für ihren lebensunterhalt selber gesorgt haben.

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