Forum: Wirtschaft
Rentenpolitik der Bundesregierung: Politische Zechprellerei
imago/Westend61

Neue Milliarden-Leistungen - und gleichzeitig eine Kommission, die die absehbare Finanznot abwenden soll: Die Rentenpolitik der Bundesregierung ist widersprüchlich. Und sie weigert sich, den Preis dafür zu bezahlen.

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wire-less 06.06.2018, 19:52
1. Erprobtes Konzept

schon die Atom-Endlagerfrage wurde mit Milliarden Kosten in die Zukunft verschoben. Hat prima Funktioniert. Das Establishment weiß genau das das Problem nicht gelöst werden kann und späteren Generationen teuer vor die Füsse fällt. Ist ihnen aber Egal. Leider agiert unsere Führung völlig Verantwortungslos. Der Wähler merkts allerdings und wendet sich immer mehr ab.

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Lykanthrop_ 06.06.2018, 19:54
2.

Was ist das Ziel der Rente ?
Altersversorgung.
Wenn wir die Rente finanzierbar halten wollen müssen wir dem alles Unterordnen.
Privilegien und Besitzstände.
Ich wäre für ein System für alle, mitsamt einer Mindestrente und einer Maximalrente.
Ich das durchsetzbar ? Vermutlich leider nicht.
Es wird eher zu einer Finanzierung der Rente von allen durch die Hintertür kommen. Man nennt das dann Steuerzuschuss. Ehrlich ist das nicht.

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rolantik 06.06.2018, 19:56
3. Überflüssige Kommision

Völlig überflüssig eine teure Kommission einzustzzen, die nur darüber reden kann, ob die Steuerlast steigt, oder das Eintrittsalter erhöht, oder beides, so wie im Artikel treffend beschrieben.
Herr Heil ist nicht der richtige Mann, diesen Prozess zu leiten, an diesen Platz gehört ein Rentenfachmann, der abseits der Politik auch die Interessen der Rentnerinnen und Rentner vertritt.
Es ist traurig mit anzusehen, wie auch bereits Frau Nahles als Ministerin in diesem Punkt versagt hat. Die einzige Lösung, die ihr damals einfiel war die Steuer zu erhöhen, um ein Niveau zu halten, das aber immer noch nicht zufriedenstellend ist.
Das Risiko liegt in der Annahme der Entwicklung des Arbeitsmarktes, denn im Moment füllen sich zwar die Rentenkassen, aber die eventuellen Überschüsse werden wohl notwendig sein, um bei einem Abschwung genügend Polster zu haben, um die Renten stabil zu halten.

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tomrobert 06.06.2018, 20:03
4. Schröder hat die Renten um 25% gekürzt und die Reichensteuer gesenkt

Die Sozialversicherungsbeiträge werden ausschließlich durch die Leistung der Arbeitnehmer bezahlt.
Einen Arbeitgeberbeitrag gibt es nicht!
Also haben die Arbeitgeber auch kein Mitspracherecht.
Die Produktivität steigt permanent. Immer mehr Roboter in Menschen leeren Fabriken erwirtschaften immer mehr und die Merkel Regierung wird nicht müde uns diesen Schwachsinn aufzutischen:
Das Märchen von den belasteten nachfolgenden Generationen. Nach der Devise: wenn man Nonsens lang genug wiederholt dann glaubt es irgendwann jeder.

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weltgedanke 06.06.2018, 20:04
5.

Das gesetzliche Rentensystem (=Generationenvertrag) hat einen erheblichen Geburtsfehler: Das Rentenniveau hängt direkt von der Anzahl der Beitragszahler im Verhältnis zu Rentenempfängern ab, Menschen bemessen aber subjektiv den ihnen zustehenden Rentenanspruch danach, welche Rentenbeiträge sie in der Vergangenheit eingezahlt haben, wahlweise auch, was sie allgemein im Leben vollbracht haben.

Diese zwei Perspektiven passen nur unter bestimmten Voraussetzungen zusammen, die immer weniger gegeben sind.

Entweder man macht also ein Rentensytem, das damit einhergeht, wie die meisten Menschen denken (also letztendlich flächendeckend Pensionskassen, wo jeder für sich spart), oder man fährt strikt nach dem System, das man geschaffen hat, dann muss man aber bereit sein, Erwartungshaltungen zu enttäuschen.

Wenn die Regierung beides nicht will, ist das nur menschlich, gerade im Hinblick auf die Übermacht der Senioren als Wählergruppe, aber irgendjemand wird den Schwarzen Peter eines Tages haben. Das System wird implodieren, wenn alle so weitermachen wie bisher.

Man kann nicht immer weniger Kinder bekommen, immer älter werden, immer früher in Rente gehen und immer noch den gleichen Lebensstandard im Alter haben wollen. Und mit welchem Recht erwarten die Rentner denn, dass ihre Kinder, die sie gar nicht bekommen haben, und deren Kinder, die es auch nicht gibt, das auch noch mit Steuergeldern bezahlen?

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fat_bob_ger 06.06.2018, 20:06
6. Ich bin mir ziemlich sicher,

dass die Expertenkommission mehr Zeit braucht und deshalb ihren Bericht erst nach den Wahlen vorlegen wird. So kann man dieses Thema aus dem Wahlkampf heraushalten und dann könnte es zu Beginn der nächsten Legislaturperiode doch recht schnell gehen mit einer Rentenreform, die es in sich hat. Das wird mit dem Druck der Verhältnisse zusammenhängen: Bei Hochkonjunktur wird man sich angesichts voller Kassen schwer tun mit Reformen, herrscht Arbeitslosigkeit wird es auch schwierig: Wie soll man längere Arbeitsphasen verlangen, wenn viele Menschen ohne Arbeit sind? Anderseits würde dann Ebbe in den Kassen herrschen. Mein Fazit: In dieser Legislaturperiode wird auf diesem Gebiet sich nichts wesentlich verändern und irgendwann wird die Reform wie ein Dampfhammer auf den Steuer- und Beitragszahler schlagen. Angesichts der Rentenpläne der EU-Nachbarstaaten wird sich das Verständnis der dt. Arbeitnehmer und Beamten in engen Grenzen halten. Wir fahren auf der Rententitanic, die Musik spielt schmissige Weisen und die kalte Luft des Eisberges ist noch fern.

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RalfHenrichs 06.06.2018, 20:09
7. Wenn man keine Ahnung hat,

sollte man solche Artikel nicht schreiben. Außer man will nicht aufklären sondern Propaganda betreiben. Es gibt nur noch zwei Stellschrauben? Was ist mit einer höheren Produktivität? Was ist mit der Schaffung von mehr Vollzeitarbeitsplätzen und einem deutlich höheren Lohnniveau? Was ist mit einer Entschlackung der Rente, d.h. dass Punkte, die nicht zur Rente gehören, aus der Rente herausgenommen werden? Was ist mit mehr Beitragszahler, z.B. Beamte, Selbständige in die Rente? Was ist mit der Streichung der Beitragsbemmungsgrenze? Was ist...? Man muss ja nicht alles wollen oder machen, aber es gibt eine Vielzahl mehr Möglichkeiten als sich Klein-Hänschen namens Florian Diekmann vorstellen kann oder will. Gab es für einen so dümmlichen Artikel wirklich eine Bezahlung?

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Tolotos 06.06.2018, 20:15
8. Das ist der in Deutschland gewohnte Betrug an gesetzlich Versicherten!

Denn für diese Subvention zur Kasse gebeten werden Mal wieder nur diejenigen, der nicht durch Verbeamtung, Selbstständigkeit, etc. von der Versicherungspflicht befreit sind. Also wie gewohnt, der Souverän der deutschen Demokratie, Beamte und Geldadel!

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alfred13 06.06.2018, 20:18
9. Lügen, Lügen - nichts als Lügen

Wie alle Politiker der letzten 30 und voraussichtlich kommenden 30 Jahre lavieren sich diese von Legislaturperiode zu Legislaturperiode ohne den Deutschen die Wahrheit - die diese längst kennen - zu sagen: die Rente in dieser Form wird es bald nicht mehr geben! Das bekannte Paradoxon der Politik, dass - übrigens nicht nur im Bereich der Rentenpolitik - diejenigen, die den Wählern, die dies außerhalb der Wahltermine fordern, aber zur Wahl nicht goutieren, die Wahrheit sagen, nicht gewählt werden. Trotzdem oder gerade deswegen: die Demographie ist unbestechlich. Die Kinder, die heute nicht geboren sind, werden nicht mehr geboren! Es ist bekannt, dass die Alterspyramide und damit das Transfersystem der gesetzlichen Rente demnächst Kopf steht, mithin immer weniger Beitragszahler immer mehr Renter -alimentieren müsssen, ohne selbst je adäquate Ansprüche zu erwerben. Zu dieser unbequemen Wahrheit gehört auch die längere Lebenserwartung, mit der die entsprechend längere Rentenbezugsdauer korrespondiert. Dazu gehört ebenfalls: die Rentner sind die mächtigste Wählergruppe; die Jungen haben keine Lobby, die sie vor der Ausplünderung durch die unverantwortliche Rentenpolitik (und zugleich hohe Soziallasten) schützt. Wir kommen nicht umhin: wir werden länger arbeiten müssen, was im Umkehrschluss eine (weitere) Senkung des Rentenniveaus bedeutet - möglichst sofort. Bereits die Rente mit 63 war ein Sünden- und zugleich Rückfall in die Illusion umfassender staatlicher Absicherung zu Lasten der künftigen Beitragszahler. Die Prolongation des status quo sowie die Einsetzung der Kommission sind letztlich nichts anderes als Ausdruck der Hasenfüßigkeit der Politik, die sich längst bekannten Einsichten fortgesetzt verschließt. Dazu bedarf es keiner Kommission und keines Zuwartens Weitere Alimentation aus dem Bundeshaushalt scheidet aus, denn bereits heute werden mehr als 100 Milliarden EUR jährlich zur Deckung der Rentenansprüche gezahlt. Tendenz: steigend. Die Fakten sowie die überaus unbequemen Konsequenzen liegen längst auf der Hand. Statt durch Kommissionitis Zeit zu kaufen, ist es längst Zeit, deutlich zu warnen: Leute, es ist vorbei - eine Rentenergeneration wie diese wird es nie wieder geben!

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