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Rentenreform: Gesetzeslücke erlaubt Berufsausstieg mit 61
DPA

Das Gesetz zur Rente mit 63 ist nicht nur heftig umstritten, es enthält auch handwerkliche Fehler. Eine Lücke ermöglicht, bereits mit 61 Jahren aus dem Vollzeit-Beruf auszusteigen, ohne später Abschläge befürchten zu müssen.

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tl-hd 27.06.2014, 17:08
170.

Zitat von viceman
aber der muß doch der maßstab sein, das tatsächlich erreichte durchschnittsalter. genausa das durchschnittlich tatsächliche renteneintrittsalter.die durchschnittliche "rentenbezugsdauer" bei der alle -auch die alterteilzeit des öffentlichen dienstes, frühverrentung der 90-er jahre + der großkonzerne, pensionsbezieher usw. mit eingerechnet sind, verwischt da einiges. und es ist so, die "größeren renten" haben die meist voll erwerbstätigen männer, daher sind diese 74 jahre eine realistische zahl.
Nehmen wir mal ein bewusst überzogenes Beispiel: Angenommen, die Hälfte aller Jungs würde direkt nach der Geburt sterben, von der anderen Hälfte würden aber alle 100 Jahre alt. Dann wäre das Durchschnittsalter 50 Jahre. Von denen, die in das System eingezahlt haben, würden aber alle 100 Jahre alt werden. Wie gesagt, das Beispiel ist von den Zahlenwerten her überzogen, soll aber das Prinzip darstellen: Da das Durchschnittsalter auch diejenigen einbezieht, die sterben, bevor sie nennenswerte Beiträge zur Rentenversicherung gemacht haben, ist es für den Eintritt ins Rentenalter eben keine realistische Zahl.

Wenn Sie eine Statistik machen, wie alt diejenigen im Schnitt werden, die z.B. das 60. Lebensjahr erreicht haben (also in die Nähe des Rentenalters kommen), dann wird die Lebenserwartung dieser schon deutlich höher als 74 Jahre sein.

Allgemein gesagt: Durchschnittswerte sind bestenfalls dann eine realistische Größe, wenn sie auch den Durchschnitt der zu betrachtenden Gruppe wiedergeben und weder den Durchschnitt einer ausgesuchten Teilgruppe davon noch den Durchschnitt einer größeren Gruppe.

Zitat von
neben den "versicherungsfremden leistungen" muß natürlich die unterhölung des systems durch "riester" und ähnlichem kokulores aufhören. das fördergeld vom staat und die einzahlungen der versicherten dazu bringt in der gesetzlichen rente wesentlich mehr ertrag, als bei arroganzversicherung und diebstahlsbank...
Hier stimme ich Ihnen zu.

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loops-2000 27.06.2014, 19:43
171.

Hi hi, alles Peanut im Vergleich zu den fast 500 000 000 000 Euro (fast eine halbe Billion Euro) die uns die Beamten demnächst kosten.

Sind dann für jeden Erwerbstätigen 12500 ? :-)

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spon-facebook-10000141686 28.06.2014, 23:24
172. Super...

es geht doch gar nicht mehr um den Einzelfall - hier die Rente mit 61 oder 63 oder eine "Hartz4"-Erhöhung um 5 € - es geht um Divide et impera, Teile und Herrsche! Und wenn ich hier die Beiträge lese, funktioniert das Bestens. Alle hacken aufeinander ein, und die Millionäre und Milliardäre bekommen Steuersenkungen von ihren Erfülungsgehilfen wie Schröder; Fischer; Merkel und Schäuble und lachen uns alle aus - vielleicht tun sie das; das währe noch eine Form der Wahrnehmung.
Aber ich denke, daß diese Taktgeber der Politik den Großteil der Bevölkerung eher wie lästige, wenn auch nützliche Insekten betrachten,die bitteschön den Dienst zur Mehrung ihres Wohlstandes zu leisten haben und Widerworte gar nicht witzig finden.

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guenters 28.06.2014, 10:10
173. wohl noch zu jung

Zitat von egal
Bei unserer Lebenszeit sollten wir nicht über Rente mit 63 nachdenken, sondern realistisch über Rente mit 70 oder 72. Aber unsere lieben Sozis verpulven mal lieber wieder, das Ygeld anderer Leute. Wie so häufig von denen, die sich nicht wehren können - unserer Kinder!
Wer so denkt, der sollte bis 80 oder 85 arbeiten. M.E. kann so nur jemand denken, der noch nie richtig gearbeitet hat. Und dann zu den Kindern - die müssen halt auch erstmal 45 Jahre arbeiten, dann bekommen auch sie eine Rente. Schließlich hat derjenige, der 45 Jahre gearbeitet hat auch 45 Jahre in die Rentenkasse einbezahlt. Es wird immer so dargestellt, als ob die Rente eine Sozialleistung wäre. Mitnichten - dafür hat jeder Rentner gearbeitet.

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karl-felix 28.06.2014, 14:38
174. Nein

Zitat von opinio...
Man kommt also einmal mehr mit Trickserei weiter! Trinkerei bei der Steuer verdammen wir, verdammen sie als Sozialschädlinge. Bei der Rente gelten offensichtlich andere Maßstäbe. Hier ist es allenfalls "Mogeln"
versuchen Sie es mal. Sie können von dieser Rente nicht leben.
Sie haben erhebliche Einbussen, da Ihnen 5-6 Jahre Lebenseinkommen fehlen und die beiden Jahre mit Minijob gewaltig die Rente nach unter prügeln.
Das ist nur interessant für Leute, die mit 60 rausgeschmissen werden , deren Betrieb Konkurs macht
oder deren Berufskrankheit nicht anerkannt wurde. Also nur für eine Handvoll der Ärmsten unter den Armen, die eh keine hohe Lebenserwartung haben.
Warum verdammen Sie Trinkerei bei der Steuer? Oder meinen Sie am Steuer? Sie trinken doch auch , oder ? Schliesslich haben Sie das, lt. Geheimrat, zuerst gelernt. Zumindest habe ich Ihre Einlassung so verstanden.

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karl-felix 28.06.2014, 14:41
175. Auch

Zitat von Andreas-Schindler
Aber in den 2 Jahren mit nur wenig Wochenstunden Arbeit Erhöht sich die Rente nicht. Anders als wenn man die 2 Jahre Voll Arbeitet und dadurch noch dafür sorgt das die Rente steigt. Diese Lücke Lohnt sich nur für Diejenigen denen die Erarbeitete Rente mit 61 Jahren Reicht.
für die nicht, da denen die Jahre des Lebenseinkommens aus Berufstätigkeit fehlen. Das ist wirklich nur die Reissleine für Leute die wirklich nicht mehr können bzw. keinen Job mehr finden.

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karl-felix 28.06.2014, 14:47
176. Sie

Zitat von Master_of_Darkness
ist die Totengräberin der Generationengerechtigkeit. Und wenn ich die Empfehlungen des DGB lese, wird mir schlecht. SPD und DGB dürften keine Mitglieder unter 45 mehr haben.
meinen weil der DGB für eine menschenwürdige Rente eintritt ?

Glauben Sie mir, auch unsere Kinder und Enkel haben ein Interesse daran, nach 45 arbeitsreichen Jahren einen angemessenen Lebensunterhalt zu erhalten.
Die hier Betroffenen hat man gezwungen, über Hartz IV die eigenen Alters-Ersparnisse aufzubrauchen und speist Sie jetzt ab mit Renten unter dem Sozialhilfeniveau.

Und Ihnen wird schlecht, wenn jemand schreibt, dass dieses nach 45 Versicherungsjahren nicht in Ordnung ist ?

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karl-felix 28.06.2014, 14:56
177. Was

Zitat von ichsagwas
Eine unglaubliche Frechheit, das alles. Mit solchen Gesetzen zerstören wir unseren Sozialstaat. Die nächste Regierung wird das alles wieder kassieren, und das Renteneintrittsalter wird dann garantiert erhöht. Nicht weil es gewünscht oder als gerecht empfunden wird, sondern weil es einfach nicht mehr anders gehen wird. Alternativ kann man natürlich die Renten insgesamt kürzen oder die Beiträge weiter erhöhen. Aber will das jemand ?
halten Sie von der Alternative, anständige Löhne zu zahlen ? Was von der Alternative, die Finanzierung auf breitere Füsse zu stellen und nicht alles beim Faktor Arbeit abzuladen ?

Ganz konkretes Beispiel. Was lässt Sie so gegen eine anständige Rente wüten?
Ein einziges Beispiel bitte für " eine unglaubliche Frechheit " bei Renten unter 1000 Euro und Mieten von 500 Euro.

Mir würde es nicht das geringste ausmachen, wenn mein Lohn um 5% erhöht würde und der Rentenversicherungsbeitrag um 0,5%. Würde ich meinen Eltern gönnen.
Ich hätte z.B. auch nichts dagegen, mit einer Waffensteuer die Rentenkasse zu unterstützen. Jeder Schuss Munition, jede Schusswaffe , jeder Panzer, jede Drohne würde halt mit einer Humanabgabe analog der Ökoabgabe zugunsten der Rentenversicherung in Höhe des ermässigten Mehrwertsteuersatzes belastet. Würde mich nicht stören.

Ich habe nicht den Eindruck, dass Sie ein ausgeprägtes Streben nach einem Sozialstaat artikulieren möchten.

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karl-felix 28.06.2014, 15:01
178. Was

Zitat von Immanuel_Goldstein
Wir haben ein Parlament voller Juristen und Beamten und zahllose dieser Leute auch noch in bestbezahlten Beraterjobs und dann gibt es solche handwerklichen Fehler. Meiner Meinung noch sollten diese Fehler zum sofortigen Rücktritt der Verantwortlichen führen und sie für den selbstverschuldeten Schaden haftbar gemacht werden. Gleiches gilt für den Bundespräsidenten, der die Gesetze mit seinem Juristenstab bekanntlich prüft und unterschreibt. So können wir einfach nicht weiter machen. Wir hochbesteuerten Bürger haben ein Recht auf ordentliche Arbeit und bei derartigem Dilettantismus fliegen wir normalerweise aus unserem Job.
Sie für einen Fehler halten, halte ich für gesetzeskonform. Die zwei Jahre im Minijob sind Beitragsjahre. Wo ist Ihr Problem, ausser dass es mal wieder die ärmsten der Armen trifft, da der Minijob die Rente praktisch nicht erhöht?

Ich glaube nicht, dass Sie ein hochbesteuerter Bürger sind, denn wie jeder weiss, Sozialneid ist das Privileg der Bettler. (-:
Freuen Sie sich also, wenn Sie mit 60 aus dem Job fliegen, dass Sie sich dann mit einem Minijob in die Rente retten müssen. Und freuen Sie sich noch mehr, wenn Ihre Rente dann über der Grundsicherung liegt, sonst haben Sie ganz umsonst getrickst.

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kimmberlie67 29.06.2014, 06:34
179. Warum denn icht

wir sind doch ein einiges Europa.
Wenn die Griechen mit 55 in Rente gehen dann hat der
deutsche sechs Jahre mehr auf der Uhr und da von
wird Griechenland über Wasser gehalten.

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