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Rentenreform: Worauf sich die Große Koalition geeinigt hat
DPA

"Wir fühlen uns wieder wie auf der Zugspitze": Führende Vertreter der Großen Koalition haben sich bei Rente und Arbeitslosenversicherung verständigt. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

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reinerotto 29.08.2018, 06:40
1. Arbeitsbeschaffung für Familiengerichte

>Jetzt bekommen alle Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern einen halben Punkt zusätzlich.< Offenbat sind die Politiker lernresistent. Denn schon die letzte Erhöhung führte zu einer Klagewelle geschiedener Väter, wegen Neuberechnung des Versorgungsausgleichs. Ich war einer von den Klägern, der das erfolgreich durchgefochten hatte, zur Erhöhung der mageren Rente. Nun das Gleiche noch einmal. Warum nicht einfach einen viertel Punkt je Elternteil ?

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ayee 29.08.2018, 07:09
2. Rentenpakt bis 2025

Großer Applaus für einen Rentenpakt für die nächsten 7 Jahre. Von mehr als Stammwählerbeschwichtigung der Volksparteien kann man da auch nicht sprechen. Die Rente steht auf so wackeligen Füßen, die Ursachen der Probleme sind seit Jahrzehnten bekannt, aber man diese Verwalterparteien weigern sich weiterhin, eine Vision zu entwickeln, wo es eigentlich hingehen soll. Man klebt lieber ein Pflaster nach dem nächsten drauf. Sehr zur Freude der jungen Generation, die mit den Volksparteien oder gar Politik allgemein nicht viel anfangen kann. Ich wünschte, es würde eine Rentenpflicht für Bundestagsabgeordnete geben. Kann doch nicht sein, dass dort reigenweise geistig unflexible aus der Welt von gestern regieren.

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kjeldahl 29.08.2018, 07:22
3. Schlaflied für die Deutschen

Das entscheidende an diesem "Rentenpaket" ist das Datum, bis zu dem es gilt: 2025.

Das ist plus / minus etwa das Datum, ab dem Jahr für Jahr Millionen Menschen der geburtenstarken Jahrgänge das Renteneintrittsalter erreichen.

Und für die gibt es .... Nichts, keine Sicherheiten.
Da wird in Politik und Medien über Asylanten und Terrorgefahr schwadroniert - was individuell für fast niemanden eine Gefahr darstellt.... Aber dass über Millionen Menschen das Damoklesschwert der Armut pendelt. Unbestimmt verschoben und verdrängt. Das verschwindet bald wieder in der Versenkung.

Und das mit großen Tönen von der SPD. Dass es doch eines der zentralen Versprechen dieses Staates wäre, "Menschen nach einem Leben voller Arbeit im Alter ein sicheres Auskommen zu garantieren".

Stattdessen spalten sie alt und jung. Als ob die Jungen nicht auch froh wären, wenn der Staat auch ihnen eine annehmbare Rente garantiert. Auch wer heute 25 Jahre alt ist, wird einmal 70 werden und von etwas leben wollen.

Die Politik hat eines DER Zukunftsprobleme wieder einmal verschoben. Wieder einmal davor zurückgeschreckt, sich unbeliebt zu machen und unsere Sozialsysteme auf eine breitere Basis zu stellen.

Und dafür, für dieses Ergebnis, ist dann Andrea Nahes quasi in Feierlaune?

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Pfaffenwinkel 29.08.2018, 07:24
4. Das Ergebnis

ist besser als nichts, aber dennoch mager.

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Online-Joker 29.08.2018, 07:25
5. Viel Lärm um nichts

Plötzlich sind all die guten und langfristigen Ideen zur Rente also wieder vom Tisch - was war denn dasteht, Herr Scholz?

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vomDeich 29.08.2018, 07:26
6. Das wars schon?

Also nichts neues, nur das was bereits für die Regierungsbildung vereinbart war. Es haben die entschieden, die nicht von der gesetzlichen Rente abhängig sind, dass die Rentner mit 48% auskommen....bis 2025... (im Übrigen Brutto, dann ja noch abzüglich Krankenkasse, Pflege, Sonderbeitrag und die guten Steuern). Na ja, eine Rentenreform ist in weite Ferne. "Fein" gemacht ihr Sozis (vom Rest habe ich nichts anderes erwartet) das war es dann mit Euch, genießt noch ein wenig die Regierungszeit. Es ist mir ein Graus was diese selbstherrliche politische Elite aus dieser Partei gemacht haben, ihr selbstgefälligen und von der Wirklichkeit entfernten Politiker.

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hamburger-humanist 29.08.2018, 07:36
7. Comedy

Das ist doch wirklich comedy. Die Parteien haben beschlossen, dass alles so bleibt wie es ist und sich im wesentlichen nichts ändert. Alle Beschlüsse, die getroffen wurden, sind seit Monaten und Jahren festgeschrieben. Doppelte Haltelinie etc.
Das Festschreiben absoluter Armutsrenten als soziale Errungenschaften zu verkaufen ist einfach nur peinlich. Wahrscheinlich sind die beteiligten Personen auch tatsächlich stolz auf ihre ''Entscheidung''. Einfach nur erbärmlich. Eine echte Reform, eine wirklich spürbare Veränderung des System ist von diesen Parteien und Politikern nicht zu erwarten.
Sie können es einfach nicht. Absolute vollversager.
Ich stehe politisch zwar links, aber ich wünsche mir manchmal doch eine afd im 20+% Bereich, damit die Politik endlich mal was merkt. Aber vermutlich würde nichtmal das helfen....

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spon-facebook-10000015195 29.08.2018, 07:39
8. Das soll ein Gewinn sein??

Das Rentenniveau soll also bei 48% beibehalten werden? Das ist doch lächerlich. Darin sind keinerlei Steigerungsraten oder Teuerungsraten einkalkuliert. Gerade Geringverdiener sind mit diesen 48% gnadenlos unterbezahlt. D.h. also, dass man bis 2025 auf keine Steigerung hoffen kann. Nur die deutsche Politik kann sowas als großen Erfolg feiern und sich selbst in den Himmel loben. Dieser „Erfolg“ wird noch mehr Menschen in die Altersarmut bringen.

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ceroc 29.08.2018, 07:40
9. Ersthaft...

48% bis 2025. Wir brauchen da ganz schnell ein umdenken und neue Konzepte. Das alles wird schön weiter nach hinten geschoben in der Hoffnung es trifft eine andere Legislaturperiode.

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