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Rentenreform: Worauf sich die Große Koalition geeinigt hat
DPA

"Wir fühlen uns wieder wie auf der Zugspitze": Führende Vertreter der Großen Koalition haben sich bei Rente und Arbeitslosenversicherung verständigt. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

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best62 29.08.2018, 10:29
80. Renten"reform" ?

Das Rentenniveau soll bei 48% beibehalten werden!
Da hab ich mal ein paar Fragen ;)
Warum ist es in vielen anderen Ländern möglich ein höheres Rentenniveau zu erreichen?
Wo sind denn die Unterschiede zu unseren Rentensystem?
Und warum wird darüber nicht diskutiert?
Ich denke, hier kann man mal "cherrypicking" betreiben.

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Emderfriese 29.08.2018, 10:32
81. Zeit

Okay, Fazit: Alles soll so bleiben, wie es ist, mindestens bis 2025. Dass ihnen der ganze Laden um die Ohren fliegen könnte, scheinen die "Politiker" nicht zu begreifen. Zeit, für eine soziale Revolution aufzustehen...

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Emderfriese 29.08.2018, 10:40
82. Kontra

Zitat von Icy_0872
Dieses Gerücht hält sich seit Jahren hartnäckig, auch wenn es falsch ist. Jeder Pensionär zahlt für seine Pension, denn es werden bei jeder Anpassung an den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes 0,1 % einbehalten. Geregelt ist das übrigens im "Gesetz über eine Versorgungsrücklage des Bundes" (VersRücklG).
Es geht auch überhaupt nicht darum, dass die Pensionäre zu viel kriegen. Es geht darum, dass die Nicht-Pensionäre zu wenig erhalten! Es geht um eine deutliche Aufstockung der Renten, die den Pensionen angepasst werden müssen. Dem Einen zu nehmen um dem Anderen zu geben ist der falsche Weg. Beide Gruppen müssen gleich gut gestellt werden! Nebenbei: Ich bin schlichter Rentner und kein Pensionär.

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Fxxx 29.08.2018, 10:52
83. Das Problem mal wieder weggemerkelt...

...soll heißen eine temporäre Scheinlösung, die die aktuelle Debatte im Keim erstickt. Und wenn das Problem dann wirklich groß wird (ab 2025) dann können es andere ausbaden. Und die Mehrheit der Bevölkerung lässt sich damit abspeisen und wendet sich wieder anderen Themen zu.

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Wolfgang Heubach 29.08.2018, 11:00
84. Die eigentlichen Probleme wieder einmal vertagt

Typisch GroKo: Man denkt immer nur bis zur nächsten Wahl, löst aber die Grund- und Zukunftsprobleme und -Fragen der Gesellschaft nicht. Vertagt, auf die lange Bank geschoben - eben weiter so wie immer.

Finanzminister Scholz hat recht, wenn er ein Rentenpaket bis 2040 schnüren möchte. Warum auch nicht? Frau Merkel will das nicht, weil vermutlich 2025 ihre Kanzlerschaft enden soll.

Wie Pensionäre haben auch die Retner ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie es über 2025 hinaus weiter gehen soll. Die Pensionen sollen bis zum St. Nimmerleinstag bezahlt werden, egal, welche wirtschaftlichen Verhältnisse herrschen, oder sich der Staat dies noch leisten kann. Nur bei den Renten - das sind erworbene Lebensleistungen, für die Beiträge entrichtet wurden - gehen die Uhren anders.

Wir brauchen endlich eine Altersversorgung für alle aus einem Topf. Alte Zöpfe müssen abgeschnitten werden. Das erfordert die soziale Gerechtigkeit ebenso wie es keine Staatsbürger erster und zweiter Klasse mehr geben darf !

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Patrik74 29.08.2018, 11:10
85. Heiße Luft

1. Das Leistungsprinzip ist keines, denn was die Gummipunkte wert sein werden, wenn man dereinst Rechte bezieht, weiß man nicht, das wir jedes Jahr aufs neue fetsgelegt und über die Jahre von einer "Reform" durch die nächste gejagt. Obendrein wird aus den Sozialkassen alles mögliche versicherungsfremde mitbezahlt und insgesamt wird das ganze System bereits zu etwa einem Drittel aus Steuern finanziert. Die sog. "Versicherung" ist nichts weiter als eine Schimäre. Faktisch ist es ein ganz einfaches Transfersystem mit einem komplizierten Verteilungsschlüssel. Befassen sie sich mal mit der real existierenden Wirklichkeit und nicht mit theoretischen Hirngespinsten.

2. Ist der grundsätzliche Fehler der Sozialversicherungen, dass sie seit Bismarcks Zeiten eine Versicherung von Arbeitern für Arbeiter ist und die "Elite" außen vor bleibt. Die Aristokratie ist aber seit dem 1. WK abgeschafft und es gibt keinen Grund, den Geldadel nicht in die Finanzierung einzubeziehen zumal er einen immer größeren Anteil des Volkseinkommens vereinnahmt.

3. Sie können sich die Welt schönrechnen wie sie wollen, die großen Einkommensbezieher beteiligen sich nur unterproportional an der Finanzierung des Gemeinwesens, und wenn man davon noch die Unternehmenssubventionen abzieht bleibt nicht viel mehr als eine schwarze Null. In 2016 betrug das Steueraufkommen insgesamt 706 Mrd, davon waren veranlagte ESt + Steuern vom Ertrag + KSt + Abgeltungssteuer nur 106 Mrd. also ca. 15%. Da die Betriebe zum größten Teil, denjenigen gehören, die zu den Top 10% Einkommensbeziehern gehören und ca. 70% des Einkomemns auf sich vereinen, ist ihr Beitrag LÄCHERLICH! (Und da sind die Subventionen nicht mal abgezogen.) Hinzu kommen die Sozialabgaben. Die Einnahmen der Sozialversicherungen betrugen ca. 604 Mrd.€. Selbst wenn man die Hälfte den Unternehmen (und ihren Eignern) zurechnet, dann tragen sie von den ca. 1,3 Bio. nur ca. 0,4 Bio. also ca. 31%. Das ist ein WITZ, wenn man unterstellt, dass man eigentlich über eine Progression (die reichen zahlen anteilig mehr) die Lasten bei den reichen konzentrieren will.

Noch einmal die Empfehlung: Nehmen sie ihren Kopf aus den Büchern und befassen sie sich mit dne wahren Verhältnissen.

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MJR 29.08.2018, 11:11
86. Ich bin Bestager, dies ist nicht meine Regierung.

Mein Fazit kann nicht anders ausfallen: Danke für gar nichts!
Ich gehöre zur Gruppe der um die 45 Jährigen.
Das Haus ist bereits gebaut. Alles Okay? Nein: Ich könnte wegen des Abtrags auch Baukindergeld gebrauchen! Nur: Der Drops ist gelutscht. Schön, dass die Renten bis 2025 sicher sind... wieder profitiert meine Generation nicht. Steuersenkungen gibt es ja auch nicht, die sich positiv auf meinen seit Jahrzehnten stagnierenden Reallohn auswirken könnten! Ab 2025 werden also die Beiträge weiter steigen.
Resultat: Die Besten der Besten verlassen dieses Land. Wer kann haut ab und nutzt Deutschland nur noch als "Generator" für den eigene Wohlstand. Einkommensmillionäre flüchten ins Ausland. Vermögen werden verschoben. Aber die Krönung bilden zwei wesentliche Nebelkerzen, die immer wieder geworfen werden:
(1) Lüge vom Fachkräftemangel
(2) Es geht uns gut, wir sind Exportweltmeister
Zu 1: Gäbe es einen Fachkräftemangel, müsste die Arbeiter in den betroffenen Bereichen ja üppigste Einkommen generieren! Dem ist aber nicht so. Eine Pflegekraft gehört zu den am Schlechtesten verdienenden Arbeitern, obwohl sie angeblich Mangelware ist? So, so....! In Wahrheit geht es um Lohnkosten in allen Sektoren. Weil Ingenieure und Ärzte inzwischen höhere Löhne fordern, will die Industrie genau an dieser Stelle sparen. Mehr Konkurrenz, ein voller Arbeitsmarkt generiert geringe Löhne. Löhne stagnieren übrigens rational betrachtet seit ca. 1998!
Zu 2: Zweifelsohne generiert Deutschland mit seiner Industrie einen gigantischen Überschuß und üppige Gewinne. Nur profitieren die Deutschen Leistungsträger dieser Gewinne so wenig, wie in keinem anderen europäischen Land! Die Gewinne fließen ab als Dividenden für Shareholder oder in die zahlreichen Hände sich bereichernden Manager und anderer Einkommensmillionäre. Dem deutschen Arbeiter bringt die boomende Wirtschaft folglich keinen fairen Gewinn!

Nun also noch die Rente, die trotz finanzieller Möglichkeiten, über die ein "Nobby Blühm" seinerzeit vor Freude heulend zusammengebrochen wäre... trotz alledem findet sich kein Mut uns "Bestager" eine Zukunft zu garantieren!
Dies führt mittlerweile dazu, dass mittelständische Leistungsträger sich vermehrt in die Ränder des politischen Spektrums flüchten und die Kooperation mit beschissenen Neonazis und Rassisten als das geringere Übel betrachten! In Anbetracht dieser Entwicklung stolz auf die Regierungsleistung zu sein, ist Hohn!
Die AfD wird zweitstärkste Partei sein. Wann wachen die Regierenden endlich auf? Wenn sie um die Juniorpartnerschaft mit dieser Partei buhlen müssen, oder wann?! Wacht endlich auf! Es gibt mehr in diesem Land als Einkommensmillionäre, Rentner und Flüchtlinge! Die Mitte bricht euch weg!

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Ökofred 29.08.2018, 11:14
87. wie meinen??

Zitat von Marvin__
Die neuen Panzer werden also aus der Rentenkasse finanziert. Wieder mal. Wenn die Regierung ehrlich wäre, müßte sie 35 Mrd Euro aus Steuermitteln in die Rentenkasse einzahlen, zur Finanzierung der Mütterrente. Dann wäre allerdings kein Geld mehr da zur Erhöhung des Verteidungshaushalts. Am meisten erstaunt, wie sich CDU und SPD mal wieder von Mautminister Dobrindt am Nasenring durch Arena führen lassen. Damit die CSU in Bayern im Landtagswahlkampf punkten kann.
Die Regierung zahlt jedes Jahr 90 Mrd in die Rentenkasse - mit steigender Tendenz.

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tatsache2011 29.08.2018, 11:22
88. Kinder sind die Rücklage für Renten und Pensionen

Zitat von pepe83
Mütterrente ... Die Frauen haben sich im jungen Jahren durch ihre Männer alimentieren lassen und nun lassen sie sich durch die Gesellschaft finanzieren.
Ihr Wunsch zur Mütterente wird erfüllt: Weniger Kinder.
Immer mehr Frauen lassen sich nicht mehr "durch ihre Männer alimentieren" und in Zukunft nicht "durch die Gesellschaft finanzieren", denn sie haben keine Kinder.
Damit entfällt immer mehr die Mütterrente.
Nach Ihrer Meinung sollen alle Frauen keine Kinder haben (?).

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bockmist 29.08.2018, 11:22
89. Reines Theater

Es bleibt so wie es ist. Das noch als Zugspitze zu verkaufen ist ein reiner Hohn. Wann werden wir Deutsche wach?

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