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Rettungsfonds: Bankenrettungsfonds Soffin macht Milliardengewinn
dpa

Jetzt ist auch die Düsseldorfer Hypothekenbank raus: Fünf Jahre nach Einrichtung des Bankenrettungsschirms Soffin nimmt kein Institut mehr eine Liquiditätsgarantie in Anspruch. Insgesamt nahm der Fonds bislang gut zwei Milliarden Euro ein.

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sonkaioshin 13.12.2013, 15:49
1. gefährlich

Zu beweisen das Garantien genügen...zumindest für Deutschland...schließlich müsste Deutschland ja nur spanische Einlagen garantieren und allein wegen der Garantie wird es nie notwendig Geld zu über weisen...ist ja jetzt nun keine neue Idee...Krugman un Münchau verlangen das ja schon eine Weile....gefährlich also ihnen positive Beispiele zu liefern....

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wibo2 13.12.2013, 16:08
2. Geht bei der immerwährenden Banken-Rettung alles mit rechten Dingen zu?

Zitat von sysop
Fünf Jahre nach Einrichtung des Bankenrettungsschirms Soffin nimmt kein Institut mehr eine Liquiditätsgarantie in Anspruch.
Weil "Big Banks Big Problems" haben ... Läuft da alles nach Recht
und Gesetz ab? Vom Soffin werden wir noch viel hören!

Eine Endabrechnung wird erst in einigen Jahren möglich sein, wenn
alle Geschäfte abgeschlossen sind. Die Lage der Branche bleibt
unverändert prekär, weshalb diese ihre stinkenden
Krisen-Wertpapiere und ihren Kredit Problemmüll in Bad Banks
endlagern. Für deren Verluste zahlt der SoFFin. Der SoFFin wurde
2008 gegründet und zwar in

"Ausgestaltung eines Sondervermögens des Bundes."

Er unterliegt nicht der regulären Haushaltsplanung. 65 Prozent der
Verluste trägt dabei der Bund, 35 Prozent die Bundesländer.

siehe "Voodoo in den Bankbilanzen"
(...nicht nur der Zombiebanken)
http://blog.fuw.ch/nevermindthemarke...-bankbilanzen/

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huggi 13.12.2013, 16:41
3.

Zitat von sysop
Jetzt ist auch die Düsseldorfer Hypothekenbank raus: Fünf Jahre nach Einrichtung des Bankenrettungsschirms Soffin nimmt kein Institut mehr eine Liquiditätsgarantie in Anspruch. Insgesamt nahm der Fonds bislang gut zwei Milliarden Euro ein. ... Allerdings stützen die deutschen Steuerzahler mehrere .....
... wenn man sieht, dass der größte Anteil für die Hypo Real Estate HRE geleistet wurde hat sich die öffentliche Hand vor allem selbst gerettet. Wäre die HRE insolvent geworden wären alle Kredite fällig gestellt worden und da die meisten HRE Kredite an die Öffentliche Hand gegangen waren, wäre das unterm Strich sicher teurer geworden.

Somit war die gewählte Vorgehensweise auch im Nachhinein nicht die Schlechteste.

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CommonSense2006 13.12.2013, 18:50
4.

Zitat von huggi
... wenn man sieht, dass der größte Anteil für die Hypo Real Estate HRE geleistet wurde hat sich die vor allem selbst gerettet. Wäre die HRE insolvent geworden wären alle Kredite fällig gestellt worden und da die meisten HRE Kredite an die Öffentliche Hand gegangen waren, wäre das unterm Strich sicher teurer geworden. Somit war die gewählte Vorgehensweise auch im Nachhinein nicht die Schlechteste.
Scusi, aber nach meinem Wissensstand kann die Bank nicht einfach die Kredite fällig stellen, wenn der Schuldner nicht in Verzug geraten ist.

Wenn der Kreditgeber (die Bank) Probleme bekommt, kann sie die Kredite nötigenfalls verkaufen an andere Banken, aber in der damaligen Situation nur mit ordentlichen Abschlägen. Die Abwicklung der Bank hätte den Bund trotzdem Milliarden gekostet, weil sie die Einleger hätte abfinden müssen, für deren Einlagen er garantiert. Und es hätte Massenpanik auf dem Markt gegeben, weil die Kunden den anderen Banken auch nicht mehr vertrauthätten.

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ohje62 14.12.2013, 00:28
5. @wibo2 Sie haben so gar keine Ahnung,

dafuer eine feste Meinung, oder? Es besteht aus Ihrer Sicht wohl die Gefahr, dass der Steuerzahler doch nicht zahlen muss, sondern mit den Garantien noch Geld verdient. Das waere ja furchtbar fuer Ihr Weltbild.

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kf_mailer 14.12.2013, 10:47
6.

Bankenrettung ist ein Verbrechen, es setzt die Marktwirtschaft außer Kraft und wenn es dann so gut ist, warum darf der Bürger nicht entscheiden wieviel Steuern er bezahlt oder der Arbeitslose wieviel Unterstützung er bekommt?

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wibo2 14.12.2013, 17:21
7. @ohje62

Zitat von ohje62
@wibo2 Sie haben so gar keine Ahnung, dafuer eine feste Meinung, oder? Es besteht aus Ihrer Sicht wohl die Gefahr, dass der Steuerzahler doch nicht zahlen muss, sondern mit den Garantien noch Geld verdient. Das waere ja furchtbar fuer Ihr Weltbild.
Da Sie mich direkt ansprechen, würde ich gerne verstehen, was Sie
mir sagen wollen?

Wollen Sie etwa echt behaupten, dass am Ende des Tages der
Steuerzahler mit dem Soffin Geld verdienen wird? Bis die Bad Banks
endgültig abgewickelt sein werden, für die der Soffin zahlen muss,
werden noch viele Jahre vergehen. Abgerechnet wird zum Schluss.
Schaun wir mal! MfG wibo2

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derbergischelöwe 15.12.2013, 11:59
8. Verkehrte Welt

Eine Meldung aus Absurdistan. Deutschlands Steuerzahler garantieren für skrupellose unfähige Pleitebanken mit ihrem Geld. Das ist riskant denn dieses Geld geht ganz schnell flöten denn eine Lösung für die Risiken ist nicht in Sicht und irgendwann müssen sie abgeschrieben werden, d.h. jmd. wird bezahlen bzw. Verlust machen... Aber was lesen wir hier: das Ganze ist der Hammer, es nützt quasi dem dt. Steuermichel, denn er verdient sich mit den Gebühren für diese Garantien dumm und dämlich. Verkehrte Welt. Das hiesse ja auch, dass Kriminalität super ist, weil sie Jobs für Gefängniswärter schafft usw.. Dumm, dümmer, Deutschland.

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dirkseni 15.12.2013, 12:53
9. Auch günstig für Wirschaft und Arbeitsplätze

Zitat von sysop
Jetzt ist auch die Düsseldorfer Hypothekenbank raus: Fünf Jahre nach Einrichtung des Bankenrettungsschirms Soffin nimmt kein Institut mehr eine Liquiditätsgarantie in Anspruch. Insgesamt nahm der Fonds bislang gut zwei Milliarden Euro ein.
Es ging sicherlich nicht immer alles mir rechten Dingen zu in der Bankenwirtschaft. Das tut es auch nicht in der Politik, egal aus welcher Farbe sie besteht, erst recht nicht in der heutigen Justiz, denn die "Gewaltenteilung gem. Grundgesetz ist auf der Strecke geblieben!
Aber die Entscheidungen der damaligen Regierung unter Führung von Kanzlerin Merkel und Beistand von Peer Steinbrück waren goldrichtig!
Die häßliche Diskussion um Banken und ihre maroden Verhaltensweisen bei teilweisem Größenwahn kann diskutieren, die Rettung war für uns Deutsche das Wichtigste. Und man sieht, man hangelt sich raus!
Aber:
Das ist meine Sorge: Wurden inzwischen Kredite von gutgläubigen Kunden an Hedgefonds im Paket verkauft? Wurden aus den eigenen Abteilungen Kredite vorschnell gekündigt und damit Hauseigentümer aus ihren Häusern vertrieben, kleine, mittlere und große Firmen an die Wand gefahren? Immer nach Abwicklung, wie es so schön heißt.
Die Folgen werden nicht bedacht. Sehr schäbig benehmen sich einige Banken auf diesem Sektor, das wird nicht genügend laut ausgeschrieen, weil die Belastetens dann immer so kaputt gemacht werden, daß sie sich nicht mehr wehren können.
Und dann dreht man derzeit am Modell des Zwangsversteigerungs-gesetzes so herum, daß gerade diesen "Verbrechern im weißen Kragen" das Leben leichter gemacht wird, der Zugriff erleichtert wird.
Dem entgegenzuwirken, halte ich für sehr wichtig.
Ich verlange vor jeder Zwangsversteigerung, vor Eröffnungsbeschluß, einen Mediatoren! Dann wird herauskommen, wie dünnhäutig mitunter die Vorgänge bei den Geldgebern sind.
Fest steht, daß mit der Bildung dieses Rettungsschirms sehr viele Arbeitsplätze gehalten und gerettet werden konnten, Firmen vor der Pleite bewahrt, die heute wieder Fuß gefaßt haben können.
Ich hoffe, das wurde hinreichend in den Sonderkreditabteilungen berücksichtigt.

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