Forum: Wirtschaft
Rettungsschirm: Deutschland macht 2,9 Milliarden Euro Gewinn mit Griechenland-Hilfe
AFP

Deutschland gilt als Zahlmeister Europas. An der Rettung Griechenlands hat die Bundesrepublik allerdings ganz gut verdient. Die Grünen fordern Konsequenzen.

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Detzen 21.06.2018, 12:18
120. Hermes Bürgschaften

Liebe Spiegel Redaktion!
Erklärt den lieben Lesern doch noch mal was es mit den Hermes Bürgschaften auf sich hat.
Wir zahlen die Schulden an die Banken. Die Deutschen Firmen, Hoch Tief, Telekom, Krauss Maffai, Howaldts Werft Kiel, MAN usw. , die in Griechenland auf Kredit gebaut und verkauft haben bekamen ihr Geld ja von den Banken und sind fein raus. Und die Panzer, U-Boote sowie die anderen Sachen funktionieren im Gegensatz zu den in der BRD verwendeten, zum beispiel. Alle wussten das Griechenland das nie zurückzahlen kann, aber trotzdem haben die Firmen wacker Geschäfte gemacht, dank Hermes Bürgschaften.

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Herr_Jeh 21.06.2018, 12:40
121. Deutschland ist selbst Schuldner

Deutschland "verdient" ohnehin nur an der Zinsdifferenz zwischen griechischen und eigenen Schulden. Da sich
die wackelige Ausfallsicherheit des Griechenland-Pakets aber auf die deutsche Bonität auswirkt, steigt auch die Zinslast der deutschen Alt-Schulden. Alleine schon ein Anstieg des Kreditzinses um 0,1 Prozentpunkte würde die jährlichen 3,5 Mrd übersteigen.

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blödbacke 21.06.2018, 12:40
122. Nein sowas aber auch?

Da denkt der deutsche Wutbürger, dass die Griechen Milliarden bekommen haben, die hierzulande fehlen, und jetzt sowas...

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hefe21 21.06.2018, 12:44
123. Paroli den Parolen

Zitat von egoneiermann
12 Seiten rechte Parolen, dass dies kein Gewinn, sondern alles Geld verloren sei. Wenn ich bei meiner Steuererklärung nicht den Zinsertrag (ja und das ist dann eben auch ein Gewinn) angebe, sondern sage, dass man erst mal warten soll, ob ich mein eingesetztes Geld auch zurück bekomme, dann werde ich keinen netten Brief zurück bekommen.
"12 Seiten rechte Parolen,.." da liegen Sie insofern richtig, als kundige Foristen diese "Zinsgewinne" als Erträge auf der rechten Seite einer Bilanz richtiggestellt haben. Ob ein versteuerbarer "Gewinn" übrigbleibt, stellt sich nach Gegenüberstellung mit den Sollzahlen heraus.
Die genauen Konstruktionen, also geldliche Vor- und Rückläufe, der
umfangreichen Griechenhilfen sind wohl auch dem Herrn Kindler nicht bekannt. Das "Gewinngeschrei" erinnert aber frappant an die EZB, die die Zinserträge ihrer zusammengerafften Anleihen auch als solche ausgibt und verschweigt, dass sie diese den Altanleihebesitzern über den Kurs schon vorab finanziert hat. Sich also nur einen Vorschuss zurückholt.

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marcaurel1957 21.06.2018, 13:00
124.

Zitat von merk!
.....Da tauchte im Dezember 2011 das Kürzel CAC auf. Es steht für Collective Action Clause und bedeutet, dass durch einen Mehrheitsbeschluss der Gläubiger die Anleihebedingungen nachträglich geändert werden können. Und zwar auch für jene, die nicht zustimmen. Das war nun eine ganz neue Dimension. Das stellte 2000 Jahre Rechtsgeschichte auf den Kopf. Schon die ..........
Die CAC wurden bereits kurz nach 2001 eingeführt und in den Folgejahren in praktisch allen Staaten in Gesetze überführt. Außer Altanleihen dürfte es kaum noch Anleihen ohne diese Klausel geben.
Hizu kommt, dass diese Klausel sinnvoll und meist sogar notwendig sind, um Umstrukturierungen gelinge zu lassen.
Die notwendige InteressenAbwägung zwischen Gläubigern und Schuldnern wird durch sehr hohe Zustimmungsquoten von 75-85% .erreicht

Ich kann also nichts Schlechtes an derartigen Klauseln finden, zumal Sie davon wußten, als Sie die Anleihen kauften.

Letzlich gint es ähnliche Funktionen auch im nationalen Recht, durch die Privatinsolvenz schauen die Gläubiger auch in die Röhre.....
Inwieweit waren Sie den an einem Schuldenschnitt beteiligt?

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marcaurel1957 21.06.2018, 13:02
125.

Zitat von Michael Jürgens
Wie sie aus den anderen Artikeln entnehmen können, profitiert Deutschland aber gar nicht von der Griechenland Hilfe sondern erleidet Milliardenverluste. Deswegen funktioniert der Gedanke mit der Moral und Schuldzuweisung leider nicht...
Erläutern Sie mir bitte, wo und wann Deutschland „Milliardenverlust“ gemacht hat?

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marcaurel1957 21.06.2018, 13:03
126.

Zitat von ohjeee
soso, die Grünen fordern mal wieder was für andere, nur nicht für die Deutschen Bürger. Wie wäre es denn, diese "Riesengewinne" an Deutsche Sparer auszuzahlen, deren ....
Wieso schrumpft denn Ihre Altersversorgung? Sie wächst durchaus, wenn auch langsamer als Sie leichtsinnigerweise angenommen haben, denn ein Recht auf einen bestimmten Zinssatz gibt es nicht!

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trex#1 21.06.2018, 13:26
127.

Die Grünen beweisen mal wieder ihre Inkompetenz in Wirtschaftsfragen.
Wenn auch nur ein Cent Gewinn in Griechenland zu machen wäre mit Krediten, dann hätten Goldman Sachs & Co reichlich Kredite gewährt.

Haben sie aber nicht, weil Griechenland insolvent ist,. Wenn sie 1 Millarde Kredit bekommen, können sie natürlich davon mal ein paar Millionen an Zinsen zahlen.
Aber selbst diese Zinsen erhält der deutsche Staat nicht aus Griechenland, sondern von der Bundesbank, weil die griechischen Zinsen als Verbindlichkeit im Targetsaldo hängen und die Bundesbank die Überweisung an den deutschen Staat übernimmt.

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touri 21.06.2018, 13:27
128.

Zitat von Schämer
Deutschland hat Staatsanleihen Griechenlands aufgekauft. Der Zinsatz war höher als normal wegen des Risikoaufschlages, somit hat Deutschland hier mehr Gewinn gemacht als man sonst hätte erzilen können
Das können Sie aber erst sagen, wenn die Staatsanleihe zurückgezahlt, oder weiterverkauft wurde. Sollte das jemals der Fall sein, dann können wir ja eine Rechnung aufmachen.

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bernd-klehn 21.06.2018, 14:06
129. Griechenland für deutschen Steuerzahler bisher Verlustgeschäft.

Die deutschen Steuerzahler haben bisher schon 8,9 Milliarden für die HRE und deren Grichenlandanleihen zahlen müssen.
"Die hohe Risikovorsorge allein in Verbindung mit den Griechenland-Engagements (der HRE) in Höhe von 8,9 Milliarden Euro konnte in den ursprünglichen Planungen für die Abwicklungsanstalt nicht vorgesehen werden", sagte Vorstandssprecher Christian Bluhm.

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