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Revolution auf dem Energiemarkt: Diese Mühle erzeugt 100.000 Kilowattstunden Strom
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In Niemandsland zwischen Hamburg und Bremen steht eine alte Mühle. Seit Anfang Juni ist sie Teil eines Masterplans für eine komplett neue Stromversorgung.

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Nat Bampoo 22.06.2018, 11:33
170. Kernenergie ist Mist

Zitat von MtSchiara
Die negativste Wirkung auf die Artenvielfalt haben sogenannte "Grüne Energien", also insbesondere Agrartreibstoffe ("Biomais","Raps", da es sich hier um Monokulturen von Landschaft handelt, die sonst ein Naturschutzgebiet sein könnte), Wasserkraft und Windkraft. Auch die Braunkohle mit ihre Tagebauen schlägt hier negativ zu Buche. Unter dem Aspekt der Erhaltung der Artenvielfalt (leider kein Aspekt der Partei "Die Grünen") hat Kernenergie nach wie vor die beste Ökobilanz. Keine andere Energieform hat eine so geringe Schadwirkung auf die Artenvielfalt wie die Kernenergie. Unter Umweltschutz wird aber leider häufig nicht "Erhalt der Artenvielfalt" oder "Erhalt von Ökosystemen" verstanden. Nur so ist es überhaupt verständlich, daß ausgerechnet die Kernenergie als Artneschützer und Artenvielfaltbewahrer Nummer 1 so zur konstituierenden Haßtechnologie der Grünen avancieren konnte.
In Ihrem Loblied auf den Atomstrom, haben Sie "vergessen" die Problematik der Abfallentsorgung zu erwähnen.
Auch die letzten bekannten Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima dürften im Gedächtnis noch präsent sein, zumal letztere noch immer große Teile der Weltmeere verseucht.

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Antidarwinist 22.06.2018, 11:36
171. Dieser Kampf gegen den Kapitalismus funktioniert nicht.

"Würden mehr Menschen wie Klinghardt ticken, gäbe es im Energiesektor bald wohl eine Revolution. Gewaltige Geldströme würden umgelenkt, weg von ein paar Großfirmen, hin zu Millionen von Menschen mit je ein paar Solarzellen auf dem Dach oder mit ein paar Windrädern auf dem Acker. Die Konzerne würden die Kontrolle verlieren, die Bürger die Macht übernehmen."

Das ist so unglaublich naiv.

Wo kommen denn die Solarzellen und die Windräder her?

Von ein paar Großkonzernen natürlich, die die Anlagen so teuer wie möglich verkaufen.

Genau wie bei KFZ, ganz egal wie sie angetrieben werden.

Kapitalismus bleibt Kapitalismus, da hilft kein Technologiewechsel und auch keine Start-ups.

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misterknowitall2 22.06.2018, 11:39
172. Denken sie nach...oder sind sie Atomphysiker?

Zitat von MtSchiara
Die negativste Wirkung auf die Artenvielfalt haben sogenannte "Grüne Energien", also insbesondere Agrartreibstoffe ("Biomais","Raps", da es sich hier um Monokulturen von Landschaft handelt, die sonst ein Naturschutzgebiet sein könnte), Wasserkraft und Windkraft. Auch die Braunkohle mit ihre Tagebauen schlägt hier negativ zu Buche. Unter dem Aspekt der Erhaltung der Artenvielfalt (leider kein Aspekt der Partei "Die Grünen") hat Kernenergie nach wie vor die beste Ökobilanz. Keine andere Energieform hat eine so geringe Schadwirkung auf die Artenvielfalt wie die Kernenergie. Unter Umweltschutz wird aber leider häufig nicht "Erhalt der Artenvielfalt" oder "Erhalt von Ökosystemen" verstanden. Nur so ist es überhaupt verständlich, daß ausgerechnet die Kernenergie als Artneschützer und Artenvielfaltbewahrer Nummer 1 so zur konstituierenden Haßtechnologie der Grünen avancieren konnte.
Gefahrenpotenzial, Tschernobyl, Fukoshima??? Klar, den Pflanzen und Tieren sieht man kaum an, bei den Tieren wird es schon deutlicher (Krebs etc.). Für uns Menschen jedoch tödlich. Und verabschieden sie sich mal von der Vorstellung, dass es besser wird wenn kein Raps mehr angebaut werden sollte. Die flächen werden weiterhin genutzt. Dann wird eben Weizen als Monokultur angebaut. Wasserkraft und Windkraft nutzen schon vorhandene Energie und macht sie für uns nutztbar, ohne spuren zu hinterlassen. Sauberer wird's nicht werden. Und da alle Tieren und Pflanzen extrem unter der Klimaerwärmung leiden werden, muss man sich mit ein paar toten Vögeln oder Fischen wohl arrangieren. Wenn uns ein Tier vors Auto rennt, denken wir ja auch nicht gleich über den Verbot von Verkehr nach.

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martin_stübs 22.06.2018, 11:41
173. Spielzeug

100 000 Kilowattstunden pro Jahr. Das heißt, auch wenn die "Mühle" im Schnitt nur 8 Stunden pro Tag laufen würde, hätte sie damit die bombastische Leistung von knapp 35 Kilowatt. Echt jetzt? Das ist Spielzeug! Selbst die kleinste Windkraftanlage leistet ein Vielfaches davon. Um ein durschnittliches fossiles Kraftwerk von - sagen wir mal - 500 MW zu ersetzen brauchte man rund 14 000 solcher "Mühlen". Es ist wohl kein Zufall, dass es der Autor des Berichts vermeidet, die Leistung dieser "Stromerzeugungsanlage" zu erwähnen.

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misterknowitall2 22.06.2018, 11:44
174. Im Ernst?

Zitat von sonc
Das Wasserkraft nicht BIO ist, diese Erkenntnis sollte sich doch langsam verbreiten, klar das tut weh, träumen wir doch alle davon, wir könnten unsere Smartphones guten Gewissens laden. Neben den extrem negativen Auswirkungen auf die Wasserfauna gibt es mittlerweile auch Forschung zum Thema Treibhausgase. Die aufgestauten Gewässer sind viel wärmer, als es das frei fließende Gewässer währe: Viele dieser warmen Stauseen erzeugen enorme mengen CO2 (Mann kann an warmen Tagen ja sogar die Blasen aufsteigen sehen). Da können wir genauso gut wieder Fossile Energieträger verwenden. Einfach zu dem Thema mal eine Suchmaschine bemühen.
Das ist ja mal eine steile These. Warmes Wasser erzeugt also CO2. Könnten die Blasen nicht auch Luft oder Sauerstoff sein? Oder waren sie vielleicht in der Eifel? Dann war das vulkanische Aktivität. Das meinen sie doch nicht ernst, oder? Welche Energieform ist denn dann für sie, wie haben sie es genannt, BIO?

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vogtnuernberg 22.06.2018, 11:45
175.

Also nur 0,1 MW und damit weniger als das erste Wasserkraftwerk Thorenberg im Jahr 1886. Wau, der Hammer!

Damit kann man gerade mal 30 Haushalte mit Strom versorgen. Und jetzt lege man die Kosten für das Kraftwerk auf die 30 Haushalte um und berechne den Strompreis, der erhoben werden müsste.

Utopien sind toll, allerdings vernebeln sie bei Geisteswissenschaftlern manchmal den Realitätssinn.

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Byrne 22.06.2018, 11:49
176. Daran ist nichts neu

Ja, das wird noch sehr interessant werden, wer den Besitzern von Solar- oder Windanlagen den Strom abkauft, wenn diese nach 20 Jahren aus der garantierten Vergütung raus fallen.
Wenn ich das richtig verstehe, vermittelt enyway als Zwischenhändler die Stromkunden an den örtlichen Grundversorger, schlägt dann noch ein Premium für sich selbst drauf, von dem ein Teil dann wieder an die Besitzer von abgelaufenen EE-Anlagen gezahlt wird, deren Strom sonst schwer verkäuflich sein dürfte. Den Rest benutzt Enyway, um die eigenen Geschäftsräume und das eigene Personal zu bezahlen, welches hauptsächlich für die Akquise von technisch eher unbedarften Kunden eingesetzt werden dürfte.

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spirit69 22.06.2018, 11:50
177.

Zitat von roby111
--- Wir hatten in Deutschland eines der besten und zuverlässigsten Netze der Welt, sowie die SICHERSTEN Atommeiler, nun haben wir ein Flickschusterwerk aus landschaftszerstörenden Windrädern, fischschreddernden Kleinwasserkraftanlagen und Solarzellen, die die Landschaft verschandeln, ganze Felder abschatten und somit die Vegetation verändern/zerstören, sowie zu Bodenerosion führen, da das Wurzelwerk der Büsche fehlt und Windschäden begünstigen. Dass selbst heutige Solarzellen nur bei idealer Lage und nach 20 Jahren Nutzungsdauer, wenn der Wirkungsgrad schon auf unter ein Viertel des ursprünglichen Werts abgesunken ist, mal soviel Energie erzeugt haben, wie zu ihrer eigenen Herstellung, Aufstellung und Recycling notwendig war/ist, das wird total verdrängt! Die Solarzelle ist sozusagen eine Art "Akku", die Herstellungsenergie wird unter Lichteinwirkung an anderer Stelle wieder frei, das macht auf abgelegenen Berghütten, Freizeitgrundstücken oder in Ländern mit fehlender Infrastruktur (aber langer Sonnenscheindauer...) vielleicht Sinn, in D aber definitiv NICHT! Noch hoffe ich, dass es die Wende in der Energiewende geben wird und bald wieder zuverlässige und günstige Kernkraftwerke entstehen anstelle der flächenintensiven und letztlich gar nicht so ökologischen Alternativen, die zudem den Bau von zig Gaskraftwerken erforderten, und somit unsere Abhängigkeit vom Russen-Gas massiv erhöht wurde. Schröder grinst sich eins und Putin erst recht, aber für uns ist das Alles Andere als gut!
Selten soviel Müll in einen einzigen Post gelesen ...
- Solarzellen die nach 20 Jahren grad mal Ihre Stromkosten der Herstellung liefern ? Schwachsinn. Versuchen Sie es mal mit 2 Jahren, das liegt näher an der Wahrheit.
- Weniger als 1/4 des ursprünglichen Wikrungsgrades? Schwachsinn. Dass Minimum was von den Modulherstellern garantiert wird ist 80% nach 20 Jahren. Von wegen weniger als 25%
- Günstige Kernkraftwerke? Wo gibt es die denn? Selbst wenn man eine Laufzeit von 40 Jahren annimmt und 8000 Vollaststunden pro Jahr, landet man schon bei fast 2 ct/kWh. Und das berücksichtigt nicht einen einzigen Euro für Personal, Wartung, Revisionen, Betriebskosten (Uran) den Rückbau des strahlenden Kraftwerks oder die Kosten für die Endlagerung des Mülls. Aber das machen Sie bestimmt günstig. Kann man ja irgendwo in Afrika verscharrren.

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John.Moredread 22.06.2018, 11:50
178.

Zitat von fischfreund1
Es ist eindrucksvoll, wie die Öko-Ideologie die Recherche und die Urteilsfähigkeit von Journalisten vernebeln kann. Es ist hinlänglich belegt, welches ökologische Desaster solche kleinen Wasserkraftanlagen für die Fließewässer und die Gewässerfauna bedeuten. Gleichzeitig ist schon x-mal durchgerechnet worden, wie vernachlässigbar gering der Beitrag von Kleinwasserkraft zur Stromversorgung unseres Industrielandes ausfällt. Oder ist das eine bezahlte Anzeige?
Die Umweltverträglichkeit von alten Mühlen ist perfekt. Das ist eine alte Mühle, kein Staudamm mit Hochleistungsturbinen. Außerdem geht es in dem Artikel nicht um Wasserkraft. Vielleicht lesen Sie ihn einmal ganz.

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chriso_o 22.06.2018, 11:50
179. Infrastruktur

Natürlich zahlt auch Enyway für die Netz-Infrastruktur. Der Strom der dezentralen Erzeuger (z.B. Mühle) wird wie jeder andere Strom (Atom, Kohle, Gas etc.) in das Stromnetz eingespeist, wodurch Gebühren für die Nutzung/Instandhaltung anfallen.
Das Argument, dass man den Strom garnicht direkt von dem Erzeuger bekommt wie eben von Circular beschrieben ist natürlich teilweise richtig. Sobald der Strom ins Netz eingespeist ist lässt er sich nicht mehr als Mühlen-Öko-Strom aus Scheeßel identifizieren es sei denn einer der "Hipster" möchte eine direkte Leitung von Scheeßel nach Berlin legen. Dann bekommt er allerdings auch nur Strom wenn die Mühle läuft (das ist nur was für die hardcore Hipster) ;)
Der Strom, der aus der Steckdose ankommt kann somit genauso Kohlestrom sein. Was man jedoch beeinflusst ist welcher Strom eingespeisst wird und welche Erzeuger unterstützt werden ergo je mehr Ökostrom eingespeisst wird desto weniger Kohle-, Atom-, Gas-Kraftwerke werden gebraucht.

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