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Revolution auf dem Energiemarkt: Diese Mühle erzeugt 100.000 Kilowattstunden Strom
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In Niemandsland zwischen Hamburg und Bremen steht eine alte Mühle. Seit Anfang Juni ist sie Teil eines Masterplans für eine komplett neue Stromversorgung.

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misterknowitall2 22.06.2018, 12:39
200. Hören sie doch auf.

Zitat von Freedom of Seech
Die grüne Pippi Langstrumpf: ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt. 2006 waren 10% des deutschen Ackerlandes Brachland (worüber sich Insekten und Pflanzen freuten), der Rest war für Nahrungsproduktion. Brachland gibt es heute nicht mehr. Statt dessen 25% der deutschen Ackerfläche für Raps und Mais Monokulturen mit Jauche verseucht für Öko-Energie Erzeugung. Der Anteil dieser Erneuerbaren Energie an der gesamten Erneuerbaren Energie liegt in Deutschland bei 60% (inkl. Strom, Sprit, Fernwärme etc.).
Ach, kommen Sie. Die Flächen würden auch so weiter mit Jauche zugespritzt, denn Brachland gab es nur wegen der Subventionen. Und ob der Mais nun in der Biogasanlage landet oder als Futtermais für das Vieh gebraucht wird, ist auch ziemlich egal. Monokultur bleibt Monokultur.

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bammy 22.06.2018, 12:40
201.

Zitat von martinm70
Ist eigentlich das Grundproblem. Man muß sich nur mal in Firmen umsehen wie oft sich keiner drum schert ob ein Licht gebraucht wird oder nicht. PCs die durchlaufen ohne das es nötig wäre. Übertriebene Straßenbeleuchtung etc. Ich will auch gar nicht erst von diesem schwachsinnigen Bitcoin Mining anfangen. Neuerdings ist man bei TV Technologie der Meinung das Stromverbrauch keine Rolle mehr spielt, Neue Fernseher müssen dank HDR am besten so hell strahlen wie die Sonne selbst, daß damit der Stromverbrauch enorm nach oben geht ist auf einmal egal. Die Lösung wäre. Pro Person in einem Haushalt gibt es ein gewisses "Strom Kontingent", wird das überschritten wird Strom weitaus teurer, so daß ein Bewußtsein dafür entsteht wo man Strom sparen könnte.
Solange bedarfsunabhängig Strom ins Netz eingespeist wird und für ein Überangebot sorgt, das wiederum Preisstürze an den Strombörsen verursacht, die aber der Netzbetreiber nicht mitgehen kann, weil er da feste Vergütungssätze zahlen muss, was dem Verbraucher als Umlage aufs Auge gedrückt wird, solange braucht man nicht über unnötigen Stromverbrauch diskutieren. Da ja auch unnötig viel Strom erzeugt wird, was der Verbraucher zahlen muss. Im Gegenteil wenn der Verbraucher in Zeiten börslichen Niedrigpreisen Strom spart, kann dadurch die Umlage erhöht werden. Diesen Irrsinn muss man sich mal vorstellen.

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syracusa 22.06.2018, 12:42
202.

Zitat von angelobonn
@tempus fugit Nr. 195. Ein Hausanschluss mit nur 3 kw ist ein Extrembeispiel, das ich mir kaum vorstellbar. Laut der einschlägigen liegt der Standardhausananschluss bei 14,5 kW und bei 34 kW, bei einer elektrischen Warmwasseraufbereitung. Mit anderen Worten kann die Mühle bei elektrischer Wärmeaufbereitung nicht mal ein Einfamilienhaus versorgen, selbst in ihrem Extrembeispiel aber maximal 8. Die Aussage im Artikel ist also schlicht falsch.
Da ist gar nix falsch, sonder Sie argumentieren unseriös mit Leistung (kW), wo der Artikel elektrische Arbeit (kWh) nennt.

Dass die Mühle leistungsmäßig kaum einen Haushalt mit elektrischem Durchlauferhitzer bedienen kann, ist bzgl. ihres Energieertrags vollkommen irrelevant, denn diese Mühle ist nicht der einzige Stromerzeuger im Netz. Die große Summe der Verbraucher mit z.T. großen Anschlussleistungen sorgt über die Statistik der großen Zahl zuverlässig für einen stabilen Netzbetrieb.

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syracusa 22.06.2018, 12:47
203.

Zitat von tempus fugit
Nur mit PV hat er im Moment noch Probleme, aber das gibt sich schon, demnächst....
Immerhin hat Einstein dafür den Nobelpreis erhalten. Ob das Nobelkomittee so vorausschauend war, den Photoeffekt (die Grundlage der Photovoltaik) mit dem Nobelpreis zu würdigen, und nicht die Relativitätstheorie als Grundlage von AKWs?

Die Energiewende ist bisher tatsächlich extrem erfolgreich verlaufen. Mit einer relativ geringen und schon in ca 20 Jahren getilgten Anschubfinanzierung haben wir uns und der ganzen Welt eine saubere, unerschöpfliche, und kostengünstige Energiequelle erschlossen. Das EEG ist IMO damit das erfolgreichste Gesetz aller Zeiten, und vermutlich auch das auf lange Sicht mit der höchsten Rendite.

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aussie12 22.06.2018, 12:48
204. In Perth scheint die Sonne

an 330 Tagen und da wohne ich. Mit 6 KW solar auf dem Dach ist meine Stromrechnung
im Sommer auf Null da ich den Verbrauch in der Nacht (Kuehlschrank/Computer) mit dem
Ueberschuss des Tage bezahle. Im Winter muss ich halt dazuzahlen. In 5 -10 Jahren habe ich eine Speicherbatterie mit 10 KW ( kostet dann wohl nur ca. 4000 E) und koennte dann vom Netz gehen. Im Winter kommt es dann wohl zu Engpaessen aber das koennte ich als Rentner riskieren. In Deutschland scheint die Sonne wohl weniger und man braeuchte noch zusaetzlich ein Windrad und oder Dieselgenerator. Ein Elektroauto koennte dann in 2025 auch als Zwischenspeicher genutzt werden. Grosse Verbrauche/Industrie koennen zusaetzliche Dieselgeneratoren installieren. Das Modell wird hier schon vielfach in den Minen genutzt die weit weg sind. Die Deutschen mit Merkel wollten der Zeit/Fortschritt vorgreifen und das wird teuer. Die AKW abzuschalten in Panik (Merkel) und den Atomstrom von FRankreich zu beziehen bezahlt jetzt jeder in Deutschland. Langfristig ist das zwar richtig aber kurzfristig muss ich bei jedem Besuch in Deutschland festellen dass die Deutschen sich in jeder Hinsicht kaputt arbeiten und wenig dafuer bekommen dank der Politik.

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dietrichknoll 22.06.2018, 12:54
205. Revolution - ein grosses Wort

Alle sind hier sympathisch beschrieben und es wird ausführlich erklärt was sie tun und wenn die dann nicht mehr weiter wissen bzw. den gewünschten Strom nicht liefern können, dann kommt in einem Halbsatz "... weil im Zweifel ein sogenannter Grundversorger einspringt". Revolution ist für diese Art von Arbeits- und Sympathieteilung ein grosses Wort. Ein echte Revolution ist aus meiner Sicht, wenn jemand kommt der den Öko-Strom billig speichern kann.

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bammy 22.06.2018, 12:56
206.

Zitat von tempus fugit
...Sie waren mal in einem Kohlemeiler tätig - aber: Wenn kein WIND- oder PV-Strom gespeichert werden soll, wozu dann Speicher? Isses heiss in Berlin?
Nirgendwo habe ich geschrieben, das die Speicher keinen Wind oder PV Strom speichern sollen.
Ohne Speicher sind Wind und PV Anlagen in unserem Stromversorgungssystem nutzlos. Daher hätte man ein paar zigtausend Windräder weniger bauen sollen und das Geld in die ENtwicklung von Speichern stecken sollen. Das wäre auch der Optik unsere Nord- und Mitteldeutschen Flachlandschaften an einigen Orten besser bekommen.
Wer weiß wo da schon heute mit unsere Energiewende gestanden hätte und als Nebenprodukt wäre vielleicht ein leichter leistungsstarker Akku mit dem man so einige 100KM weit kommt, ohne auf Radio und Lüftung zu verzichten.

Sorry, wenn ich mich da zu kurz gefasst habe.

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TimeTraveler 22.06.2018, 12:57
207. Gibt es bereits ...

Zitat von martinm70
#198 Die Lösung wäre. Pro Person in einem Haushalt gibt es ein gewisses "Strom Kontingent", wird das überschritten wird Strom weitaus teurer, so daß ein Bewußtsein dafür entsteht wo man Strom sparen könnte. ...
Kuehlschrank+FAN+Licht (fuer ein Zimmer) monatlicher Strompreis
0 EUR. Sowas nennt man Grundversorgung. Mehrverbrauch muss natuerlich bezahlt werde. Wobei mit jeder zusaetzlichen kW Stunde der Preis linear ansteigt. Das selbe Prinzip gilt auch fuer den Wasserverbrauch. Hinweis private Anbieter verlangen auch schon mal eine Grundgebuehr von 1 EUR/Monat ...
...
Der kleine Unterschied zwischen Grund-Versorgung und Grund-Gebuehren. einfach mal googeln z.B. Strompreise Thailand ...

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syracusa 22.06.2018, 13:01
208.

Zitat von Freedom of Seech
Sie sind nicht auf Stand: In Fukushima ist durch Verstrahlung kein einiziger Mensch gestorben, nach Tschernobyl waren es einige Hundert.
WoW. Welch groteske Verzerrung der Faktenlage!

Dass man bei einzelnen Krebstoten die Ursache nicht auf eine einzelne radioaktive Ursache zurück führen kann, bedeutet nicht, dass Radioaktivität keine Todesopfer fordert. JEDE noch so geringe Menge radioaktiver Strahlung verursacht Schäden. Die Todesopfer durch Fukushima über die nächsten paar hundert Jahre kann man nur statistisch erfassen. Da werden einige hunderttausend Krebsfälle zusammen kommen mit etlichen tausend Toten.

In Tschernobyl sind bisher alleine von den eingesetzten 600.000 bis 800.000 Liquidatoren an die 50.000 an den Folgen des Einsatzes verstorben (https://de.wikipedia.org/wiki/Liquidator_(Tschernobyl)). Dazu kommen mit Sicherheit noch etliche hunderttausend Todesopfer aus der Zivilbevölkerung.

Sacharow hat als erster seriöse Hochrechnungen über die Langzeitfolgen von geringer radioaktiver Verstrahlung geforscht. Alleine für die durch die Atombombentests verursachte Radioaktivität kam er auf mehrere Millionen Todesopfer weltweit.

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peterka60 22.06.2018, 13:03
209.

Zitat von thomas_finkbeiner
.... ist KEINE grüne Energie!! Wasserkraft zerstört Lebensräume, macht Fließgewässer unpassierbar, tötet und schreddert Millionen auch höchst gefährdeter Fische (Aale, Lachse, Meerforellen, Maifisch etc.) .. Während teilweise gut konzipierte Fischaufstiege noch eine gewisse Wirkung haben, sieht es bei Abstiegen schon ganz anders aus, sofern überhaupt welche vorhanden sind, sind sie fast überall wirkungslos. Gefährdete Lebensräume für Störe, Huchen etc. werden durch Wasserkraft nachhaltig zerstört. In Sachsen soll ein guter Teil (20 - 30 % ) der hier beschriebenen Kleinanlagen sogar illegal (ohne gültige Erlaubnis) betreiben werden - ein Ansatzpunkt für eine Redaktion zum nachhaken. Wasserkraft bringt praktisch mengenmäßig kaum etwas in den Energiemix ein, richtet aber ökologisch Riesenschäden an. Für mich nicht nachvollziehbar, dass hier nicht vorehr umfassend recherchiert wurde und ausgerechnet Lebensraumgefährdende und Tierschreddernde Wasserkraft als ökologisch dargestellt wird.. Hier wird massiv die europäische Wasserrahmenrichtlinie missachtet zum durchgängig machen von Flüssen etc.. Wie so oft in D ist man auf dem grünen Auge blind für die Verwüstungen, welche diese "grüne Energie" anrichtet, sobald nur einer mal den Button" öko" auf so eine absolut schädliche Energieform gedrückt hat. Dass da nicht besser recherchiert wird, macht mich traurig.
Jetzt habe ich es begriffen. Darum verbrennen wir Braunkohle um Strom zu erzeugen. Weil Wasser keine Grüne Energie ist. Fragen Sie doch einmal die Schweizer, wie diese darüber denken. Warum der Strom dieser Mühle so schlecht gemacht wird, erschliesst sich mir wirklich nicht.

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