Forum: Wirtschaft
Revolution auf dem Energiemarkt: Diese Mühle erzeugt 100.000 Kilowattstunden Strom
SPIEGEL ONLINE

In Niemandsland zwischen Hamburg und Bremen steht eine alte Mühle. Seit Anfang Juni ist sie Teil eines Masterplans für eine komplett neue Stromversorgung.

Seite 22 von 30
misterknowitall2 22.06.2018, 13:07
210.

Zitat von roby111
So sollten z.b. die Kunden von enyway dann ihren Strom auch nur DANN bekommen, wenn die Mühle mal LÄUFT, oder die Sonne scheint und die Solarzellen ein wenig einspeisen, nicht aber, wenn es kalt, dunkel oder windstill ist! Zudem sollten die Leitungsnetzkosten transparent ausgewiesen werden, sowohl bei den "alternativen", als auch den regulären Anbietern! Das würde manch Einem die Augen öffnen, WER sich da DÄMLICH verdient! Wir hatten in Deutschland eines der besten und zuverlässigsten Netze der Welt, sowie die SICHERSTEN Atommeiler, nun haben wir ein Flickschusterwerk aus landschaftszerstörenden Windrädern, fischschreddernden Kleinwasserkraftanlagen und Solarzellen, die die Landschaft verschandeln, ganze Felder abschatten und somit die Vegetation verändern/zerstören, sowie zu Bodenerosion führen, da das Wurzelwerk der Büsche fehlt und Windschäden begünstigen. Dass selbst heutige Solarzellen nur bei idealer Lage und nach 20 Jahren Nutzungsdauer, wenn der Wirkungsgrad schon auf unter ein Viertel des ursprünglichen Werts abgesunken ist, mal soviel Energie erzeugt haben, wie zu ihrer eigenen Herstellung, Aufstellung und Recycling notwendig war/ist, das wird total verdrängt! Die Solarzelle ist sozusagen eine Art "Akku", die Herstellungsenergie wird unter Lichteinwirkung an anderer Stelle wieder frei, das macht auf abgelegenen Berghütten, Freizeitgrundstücken oder in Ländern mit fehlender Infrastruktur (aber langer Sonnenscheindauer...) vielleicht Sinn, in D aber definitiv NICHT! Noch hoffe ich, dass es die Wende in der Energiewende geben wird und bald wieder zuverlässige und günstige Kernkraftwerke entstehen anstelle der flächenintensiven und letztlich gar nicht so ökologischen Alternativen, die zudem den Bau von zig Gaskraftwerken erforderten, und somit unsere Abhängigkeit vom Russen-Gas massiv erhöht wurde. Schröder grinst sich eins und Putin erst recht, aber für uns ist das Alles Andere als gut!
Ich würde mir die Finger wund tippen, deswegen ein wenig Pauschal: Es ist ALLES FALSCH was sie sagen oder behaupten, wirklich alles!!!! Warum verbreiten Sie solche FAKE Facts? Also entweder arbeiten sie in einem Atomkraftwerk oder verdienen daran. Anders ist diese Desinformation ja nicht zu erklären.

Sehr gelacht habe ich bei: "...ihren Strom auch nur DANN bekommen, wenn die Mühle mal LÄUFT" Na klar, aber das ist erstens bei jeder Form von Kraftwerk so und zweitens, warum sollte die Mühle nicht laufen? Es handelt sich nicht um ein Windrad, wo es mal windstill sein kann.

Auch toll: "Die Solarzelle ist sozusagen eine Art "Akku", die Herstellungsenergie wird unter Lichteinwirkung an anderer Stelle wieder frei.." Sehr schön, da lesen sie doch mal wofür Einstein seinen Nobelpreis bekommen hat (kleiner Tipp: photoelektrischen Effekt). Das entlarvt ihren Unsinn.

Beitrag melden
bammy 22.06.2018, 13:08
211.

Zitat von syracusa
Immerhin hat Einstein dafür den Nobelpreis erhalten. Ob das Nobelkomittee so vorausschauend war, den Photoeffekt (die Grundlage der Photovoltaik) mit dem Nobelpreis zu würdigen, und nicht die Relativitätstheorie als Grundlage von AKWs? Die Energiewende ist bisher tatsächlich extrem erfolgreich verlaufen. Mit einer relativ geringen und schon in ca 20 Jahren getilgten Anschubfinanzierung haben wir uns und der ganzen Welt eine saubere, unerschöpfliche, und kostengünstige Energiequelle erschlossen. Das EEG ist IMO damit das erfolgreichste Gesetz aller Zeiten, und vermutlich auch das auf lange Sicht mit der höchsten Rendite.
Woran machen Sie das fest?
PV und vor allem Wind hat auch schon vor dem EEG als Energiequelle erschlossen.
Zigtausende nutzloser Windräder sind für mich kein Erfolgsmodell.
Von PV mit noch nicht mal Eintausend Volllaststunden brauchen wir erst gar nicht reden.

Beitrag melden
Freedom of Seech 22.06.2018, 13:18
212.

Zitat von misterknowitall2
Ach, kommen Sie. Die Flächen würden auch so weiter mit Jauche zugespritzt, denn Brachland gab es nur wegen der Subventionen. Und ob der Mais nun in der Biogasanlage landet oder als Futtermais für das Vieh gebraucht wird, ist auch ziemlich egal. Monokultur bleibt Monokultur.
Ihr Einwände sind nicht unberechtigt. Richtig: das Brachland gab es bis 2006 wegen der Subventionen der EU (um die Lebensmittelpreise stabil zu halten). Genau das ist der kritische Punkt. Die Landwirte müssen für "Landschaftspflege" (z.B. durch brachen) im Interesse der Allgemeinheit im Sinne einer Ausgleichszahlung vergütet werden. Eine Subventionierung dieser Leistung der Landwirte durch den Steuerzahler (Allgemeinheit) ist somit angemessen. Die fertigen Konzepte hierfür liegen in den Schubladen. Richtig: die Gülle und auch Glyphosat würden genauso auf die Monokultur Ackerflächen verbracht werden wenn statt Biosprit Nahrungsmittel erzeugt würden. Nur: man bräuchte diese Flächen dann aber gar nicht mehr für Nahrungsmittel weil in subventionierte Brachflächen umgewandelt. Im Übrigen ist es eine dreiste Heuchelei für den Anbau von Biosprit üppige Subventionen einzustreichen und das Ganze dann noch als ökologisch wertvollen Beitrag zu Klimaschutz (auf Kosten des Umweltschutzes) in der Öffentlichkeit zu verkaufen.... und wie in meinem letzten Post dargelegt, wir reden hier nicht über Peanuts: 60% aller erneuerbaren Energien sind vom Staat subventionierte Monokulturen für Biosprit. Das ist fast genauso abartig wie Palmöl aus Indonesien, Brasilien etc. Hier wird die deutsche Öffentlichkeit massiv durch sogenannte Ökoaktivisten getäuscht.

Beitrag melden
misterknowitall2 22.06.2018, 13:21
213.

Zitat von Freedom of Seech
Sie sind nicht auf Stand: In Fukushima ist durch Verstrahlung kein einiziger Mensch gestorben, nach Tschernobyl waren es einige Hundert. In Deutschland sterben durch EE jährlich 250 Menschen (Zahlen der EU-Kommision). Die Reaktoren aus Tschernobyl und Fukushima stammen aus der Anfangszeit der Kernenergie (60iger Jahre). Berücksichtigt man das ist bislang erstaunlich wenig passiert - alle anderen Technolgien haben mehr Tote produziert. Durch den Ersatz von Kohle durch Atomstrom sind weltweit seit den 60iger Jahren ca. 2 Millionen Menschen weniger gestorben. Die Entsorgung ist das Hauptproblem. Hier werden derzeit neue Technologie entwickelt (Stichwort Transmutaion), die nächste Genration der Kernkraftwerke (Generation IV) benötigt überhaupt kein Endlager mehr
WAs ein Blödsinn. Ein paar hundert in Tschernobyl? Haben sie auch wirklich alle Krebstoten eingerechnet, oder nur die die ihnen passen? Dann 250 Tote durch erneuerbare Energie? Haben die alle einen Stromschlag bekommen? Oder ist ihnen einen Solarzelle auf den Kopf gefallen? Lächerlich.

Und hören sie doch auf mit ihren auch so modernen Anlagen. Diese Lüge verfolge ich seit ich ein kleiner Junge bin. Fusion, Thorium und was weis ich nicht alles. Nichts davon ist nichts je wahr geworden. Es laufen immer noch die alten, sehr bedenklichen Reaktoren aus den 60igern.

Wenn man wirklich einen funktionstüchtigen Fusionsreaktor bauen kann, bitte soll man es tun. Aber das wird wohl erst in 50-60 Jahren was. Bis dahin freue ich mich über jedes Windrad.

Beitrag melden
Ein_denkender_Querulant 22.06.2018, 13:22
214. Riesiges Potential

Wenn man die 100.000 kWh im Verhaltbis zu den 516 Terawattstunden setzt, die unser Staat 2016 verbrauchte, dann braucht man nur 5,16 Millionen dieser unglaublich wertvollen Wasserräder, um unseren Stromverbraucht zu decken.

Wann werden endlich Hamsterräder als Stromquelle genutzt, auch dort schlummert ein riiiiesiges Potential.

So ein Wasserrad ist für eine autarke Lebensweise ganz nett, es lösst aber keine unserer Energiefragen.

Beitrag melden
soulbrother 22.06.2018, 13:29
215.

Zitat von bammy
... Ohne Speicher sind Wind und PV Anlagen in unserem Stromversorgungssystem nutzlos. ....
Speicher machen erst Sinn, wenn es nennenswerte Überschüsse an Wind- und PV-Strom gibt. Also noch lange nicht.

Voher ist es sinnlos zu speichern - reine Stromverschwendung (Verluste).

Beitrag melden
misterknowitall2 22.06.2018, 13:29
216. Deutlich werden und nicht rumeiern.

Zitat von bammy
Woran machen Sie das fest? PV und vor allem Wind hat auch schon vor dem EEG als Energiequelle erschlossen. Zigtausende nutzloser Windräder sind für mich kein Erfolgsmodell. Von PV mit noch nicht mal Eintausend Volllaststunden brauchen wir erst gar nicht reden.
Zigtausend nutzlose Windräder? Wo stehen die denn? Sobald sich so ein Rad dreht erzeugt es Strom, solange kein Kohlekraftwerk den Einsatz verhindert. Was also ist ihr Problem damit? Jede Kilowattstunde Solarstrom muss nicht anderweitig hergestellt werden. Egal ob nun mit 1000 Volllaststunden oder mit 800. Was also ist ihr Problem damit?

Beitrag melden
syracusa 22.06.2018, 13:32
217.

Zitat von bammy
Woran machen Sie das fest? PV und vor allem Wind hat auch schon vor dem EEG als Energiequelle erschlossen. Zigtausende nutzloser Windräder sind für mich kein Erfolgsmodell. Von PV mit noch nicht mal Eintausend Volllaststunden brauchen wir erst gar nicht reden.
Naja, PV und Windstrom erzeugen bei uns wohl an die 30% des Stromverbrauchs. Diese Teile sind deshalb nachweislich nutzlos. Zumindest müssen das realitätsblinde Ideologen glauben.

Beitrag melden
fletcherfahrer 22.06.2018, 13:35
218. Genauso ist es beim Wasser

Zitat von bammy
Solange bedarfsunabhängig Strom ins Netz eingespeist wird und für ein Überangebot sorgt, das wiederum Preisstürze an den Strombörsen verursacht, die aber der Netzbetreiber nicht mitgehen kann, weil er da feste Vergütungssätze zahlen muss, was dem Verbraucher als Umlage aufs Auge gedrückt wird, solange braucht man nicht über unnötigen Stromverbrauch diskutieren. Da ja auch unnötig viel Strom erzeugt wird, was der Verbraucher zahlen muss. Im Gegenteil wenn der Verbraucher in Zeiten börslichen Niedrigpreisen Strom spart, kann dadurch die Umlage erhöht werden. Diesen Irrsinn muss man sich mal vorstellen.
Wasser sparen hilft nichts. Die Abwasserkanäle brauchen einen Mindesdurchfluss. Ist der nicht vorhanden spülen die Stadtwerke durch. Die verbrauchte Wassermenge wird auf den Wasserpreis umgelegt. Spareffekt dahin!

Beitrag melden
syracusa 22.06.2018, 13:39
219.

Zitat von dietrichknoll
Alle sind hier sympathisch beschrieben und es wird ausführlich erklärt was sie tun und wenn die dann nicht mehr weiter wissen bzw. den gewünschten Strom nicht liefern können, dann kommt in einem Halbsatz "... weil im Zweifel ein sogenannter Grundversorger einspringt". Revolution ist für diese Art von Arbeits- und Sympathieteilung ein grosses Wort. Ein echte Revolution ist aus meiner Sicht, wenn jemand kommt der den Öko-Strom billig speichern kann.
Dass der Grundversorger einspringt, liegt nur an der Struktur des Strommarkts, und ist in keiner Weise technisch bedingt. Enyway könnte genau so gut auch konventionell erzeugten Strom zukaufen, wenn eine EE-Anlage den Bedarf ihrer Kunden nicht decken kann.

Und ja: dass konventionelle Kraftwerke und Speicher die Lücken zwischen volatiler EE-Leistung und Netzlast decken müssen, ist eine überaus triviale Binsenweisheit. Das ist nichts anderes als die Aussage, dass wir heute noch keine 100% EE-Strom im Netz haben.

Was wollen Sie heute mitv Stromspeichern? Heute sorgen EE-Anlagen sogar dafür, dass der Bedarf an Stromspeichern heute niedriger ist als vor 30 Jahren. Die Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken machen aktuell Verluste, weil der Bedarf an Speicherstrom infolge der Energiewende erst mal gesunken ist!

Neuer Speichernbedarf entsteht erst ab ca 60% EE-Anteil im Netz. Und ja: die Technologien zur billigen Speicherung gibt es bereits seit 100 Jahren. Als Revolution hat das noch nie jemand begriffen.

Beitrag melden
Seite 22 von 30
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!