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Rezession: Abschwung in Großbritannien verschärft sich
AFP

Schlechte Nachrichten für Großbritannien zum Olympia-Auftakt: Die britische Wirtschaft ist tiefer in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen April und Juni um 0,7 Prozent. Ein Analyst sprach von "schrecklichen Daten".

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Nonvaio01 25.07.2012, 14:27
1. kein wunder

Zitat von sysop
Schlechte Nachrichten für Großbritannien zum Olympia-Auftakt: Die britische Wirtschaft ist tiefer in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen April und Juni um 0,7 Prozent. Ein Analyst sprach von "schrecklichen Daten".
eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr

Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England.

Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen.

Was produziert England denn schon noch?

Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)

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chrimirk 25.07.2012, 14:45
2. Genau so ist es!

Zitat von Nonvaio01
eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England. Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen. Was produziert England denn schon noch? Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)
Ohne Kolonien (= Sklavenausbeutung), kein Wohlstand. Inzwischen auch keine nennenswerte Industrie, Produktion usw. Nur Bankster werden der ehemaligen "Großmacht" wohl nicht reichen.
Klammheimliche Freude breitet sich aus!

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E.Cartman 25.07.2012, 14:47
3.

Zitat von Nonvaio01
eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England. Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen. Was produziert England denn schon noch? Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)
Nun, da wäre zunächst der Dienstleistungssektor der im Gegensatz zu anderen Ländern tatsächlich einen Teil der Exporte stellt.

Ansonsten stellt der sekundäre Sektor je nachdem wie man rechnet und welche Quelle man nimmt 12 - 21% des BIP, was mehr ist als der Finanzsektor, weniger als in Deutschland, aber das sieht im Rest der westlichen Welt ja ähnlich aus. Wobei es natürlich nicht unbedingt heißt, dass deutlich weniger hergestellt wird, sondern vor allem dass der Dienstleistungssektor größer ist als früher. Nach Industrie Sektoren sieht es dann etwa so aus:

"machine tools, electric power equipment, automation equipment, railroad equipment, shipbuilding, aircraft, motor vehicles and parts, electronics and communications equipment, metals, chemicals, coal, petroleum, paper and paper products, food processing, textiles, clothing, other consumer goods"

https://www.cia.gov/library/publicat...k/geos/uk.html

Dann könnte man jetzt noch dieses dämliche Spiel anfangen, bei dem Sie sagen dass dies und jenes dort doch gar nicht mehr hergestellt würde, und ich dann nach irgendeiner britischen Firma google die es doch herstellt und die als Gegenbeweis hinstelle.

Die britische Leistungsbilanz könnte besser aussehen, ist aber ein geringeres Problem als in Südeuropa.

United Kingdom Current Account to GDP

Der größte Vorteil den die Insel derzeit hat ist wohl, dass sie nicht so einfach in die Pleite geredet und geschrieben werden kann wie etwa Spanien.

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porky1 25.07.2012, 15:42
4. jetzt

Zitat von Nonvaio01
eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England. Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen. Was produziert England denn schon noch? Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)
geht es mit "die produzieren gar nichts mehrt" schon wieder los, und wir befinden uns wieder im Tal der Ahnungslosen.

Sie nennen zwei Industriebranchen - die Autoindustrie gibt es hier doch noch und Kohle - was soll das? Im Ruhrgebiet gibt es auch nur noch eine stark subventionierte Restindustrie, wenn's um Bergbau geht.

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zila 25.07.2012, 17:16
5.

Zitat von Nonvaio01
eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England. Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen. Was produziert England denn schon noch? Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)

Deutschland hat auch keine bedeutende Kohleindustrie, warum ist ihnen das wichtig? Wir sind nicht mehr im 19 Jahrhundert.

Grossbritannien hat z.B. noch immer eine starke Pharmaindustrie, auch im Energiesektor sind sie nicht ganz unbedeutend, vielleicht haben sie ja mal was von British Petrol gehoert, Nordsee Oel und Gas werden vor der eigenen Haustuer gefoerdert. Rolls-Royce stellt z.B. Flugzeugtriebwerke her und nicht nur ein paar Luxuslimos. Jeder bedeutende Konzern hat eine Zweigstelle in UK. Die LSE ist eine der fuehrenden Boersen, Lloyds versichert glaub ich auch noch Gott&die Welt von London aus - nach wie vor beliebt als Residenzstadt der Reichen, die ordentlich Geld dort lassen. Heathrow ist einer der bedeutendsten Flughaefen weltweit etc.
GB hat zu Recht stark auf die Serviceindustrie gesetzt, wie man das als post-industrielle Gesellschaft auch machen sollte, weil man so Arbeitsplaetze schafft. Und ich glaube einige japanische Auto-Hersteller lassen auch noch in GB fertigen. Die kaempfen sicher auch mit einer Strukturkrise, aber v.a. mit dem Platzen einer eigenen Real Estate Blase nachdem man wohl in UK auch NINJA loans genau wie in den Staaten ausgegeben hat, SPON berichtete.

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Liebäugelnde_Habseligkeit 25.07.2012, 18:58
6. Ja aber...

Zitat von porky1
geht es mit "die produzieren gar nichts mehrt" schon wieder los, und wir befinden uns wieder im Tal der Ahnungslosen. Sie nennen zwei Industriebranchen - die Autoindustrie gibt es hier doch noch und Kohle - was soll das? Im Ruhrgebiet gibt es auch nur noch eine stark subventionierte Restindustrie, wenn's um Bergbau geht.
Wenn es nur darum geht, überhaupt Autos zu bauen, dann stimmt es: Die Briten bauen noch Autos.

Im Vergleich zu Deutschland (auch proportional zur Bevölkerung betrachtet) ist es jedoch wenig.
In Deutschland (damit sind auch wirklich die hiesigen Fabriken gemeint) sind es 5.5 Mio Autos, in Großbritannien 1.6 Mio Autos jährlich.
Also ca. dreieinhalb mal so viele, obwohl die Bevölkerung nur ein Drittel größer ist (80 Mio. gegenüber 60 Mio.)

Auch wenn man den Wert der Autos betrachtet, ändert sich dieses Bild nicht (zumindest nicht zugunsten der Insel): 350 Mrd. € in Deutschland versus 65 Mrd. € in Großbritannien.

In den anderen Branchen sieht es ähnlich aus.

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n+1 25.07.2012, 19:19
7. Uk

schmiert derzeit regelrecht ab, das stimmt.
Offiziell gibt es 10% Arbeitslose, wenn sie aber so berechnet wie in Deutschland, dann sind es mindestens 15%.

Aber sie können wenigstens das eigene Geld drucken. Und solange die EURO-Debiliker so rumeiern passiert auch dem Währungskurs nichts.

Riesige Defizite in der Industrie gibt es nicht. Pharma, Mobilfunk,Schiffsausrüstungen, Großmotoren - das ist doch noch einiges da.
Ein Problem ist die Ausbildung. Zwar Oxford und Cambridge; wo man im Innenhof im Kreis rennen kann - aber auf den technischen Seite in keinem Fall mit Deutschland vergleichbar.

Wenn allerdings die Ölquellen der Nordsee ausgepumpt sind - dann wird es in Albion so richtig schattig.

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aagaard 25.07.2012, 19:58
8. UK kann zurückkommen

Dies Land, in dem ich seit 7 Jahren lebe und das ich unverändert mag, hat Chancen volkswirtschaftlich zurückzukommen. Es gibt einen ungeheuren Bedarf an bezahlbarem Wohnraum, insbesondere in englischen Städten, und guter Infrastruktur. Das britische Eisenbahnnetz ist auf dem Stand der Bundesbahn 1970 usw. Was das Land braucht sind Sparkassen und Volksbanken nach kontinentalem Vorbild, die der örtlichen Wirtschaft und den Menschen in ihrer Region verpflichtet sind und ihnen die in unglaublich hoher Geldmenge verfügbaren Finanzmittel der Bank of England auch als Kredite zur Verfügung stellen. Camerons Regierung kungelt aber weiter mit den Klassen- und Universitätskameraden der Finanzwirtschaft und dient deren kriminellen Selbstbedienungsmentalität statt sich ums Land zu kümmern. Die Quittung kommt 2014: Schottland wird sich in die wirtschaftliche, vielleicht sogar totale Unabhängigkeit verabschieden. Dann ist der Öl- und Gashahn für London zu, mit allen Konsequenzen.

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Inuk 25.07.2012, 20:45
9. Falklandinseln

Zitat von E.Cartman
... Der größte Vorteil den die Insel derzeit hat ist wohl, dass sie nicht so einfach in die Pleite geredet und geschrieben werden kann wie etwa Spanien.
Die Notenpresse der britischen Zentralbank läuft auf Hochtouren, und wenn es ganz Dicke kommt, können die Briten noch die Falklandinseln verkaufen.

Schließlich sind die Zinsmanipulationen aufgeflogen und das Vertrauen auf die britische Finanzoligarchie, der größte Dienstleistungssektor Britanniens ist schwer angeschlagen.

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