Forum: Wirtschaft
Rezessions-Abwehr: DIW fordert Milliarden-Investitionen vom Staat
DPA

Der Bundestag debattiert über den Haushalt - und in Politik und Wirtschaft mehren sich die Forderungen, ein Abrutschen in eine Wirtschaftskrise mit höheren Staatsausgaben zu verhindern.

Seite 1 von 2
ptb29 11.09.2019, 10:54
1. Jahrelang kassieren die Firmen gut,

und jetzt, wo eventuell die Zeiten härter werden, soll der Staat investieren? Vielleicht wäre es hilfreich, wenn die Aktionäre zur Kasse gebeten werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ichbines2 11.09.2019, 11:11
2. welche Wirtschaftskrise denn?

Die gestrigen Konjunkturdaten waren schon wieder besser! Die großen Sorgen sind wie weggepustet. Der Dax hat deswegen schon in den letzten Tagen fast 800 Pluspunkte gemacht und auch heute rast er weiter. (Dow fast auf All-time-high) Börse spielt Zukunft, das ist ein geflügeltes Wort.
Käme also eine Krise, würden wohl kaum die Leute Aktien von Absturz bedrohten Firmen kaufen, so what?
Besser das Geld in Schulen und Infrastruktur investieren!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nikaja 11.09.2019, 11:20
3. altes Motto

Den Gewinn personalisieren, den Verlust auf den Steuerzahler abwaelzen, so haben wir es gerne ! Das nennt sich dann soziale Marktwirtschaft. Die Selbstregulierung des Marktes, sooft zitiert von den Verfechtern des freien Kapitalismus, funktioniert nur, wenn der Staat die Schulden uebernimmt; und das haben wir gerne wenn die dicken Gewinne gemacht werden und spaeter keine Verantwortung uebernommen wird, wenn die Marktmaschine nicht mehr rund laeuft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gunpot 11.09.2019, 11:24
4. Bitte nichts in die Infrastruktur

stecken. Der Auftragsbestand des Bauhauptgewerbes hat in der ersten Jahreshälfte 2019 noch einmal zugenommen. Die Bahn verfolgt ein verstärktes Investitionsprogramm und der Soli wird weitgehend abgeschafft und dürfte einen wen n auch geringen Konsummultiplikator in Gang setzen. Innnovationen sollten von der Privatwirschaft bezahlt werden; denn sie profitiert letzten Endes davon. So auch bei der Beschleunigung des Internet. Es täte den Wirtschaftswissenschaftlern mal gut, Schnupperkurse auf unseren Baustellen zu nehmen. Wir kommen auf unseren Bundesfernstrassen kaum voran, weil überall gebuddelt wird. In unseren Städten sind permanent ganze Strassenzüge gesperrt, weil die Großbaustellen zu ende gebracht werden müssen. Kommunen rufen Bundesgelder zur Verbesserung ihrer kommunalen Infrastruktur nicht ab, das bei fast 0 Prozent Zinsen auf einen Eigenanteil von 10 bis 15 Prozent. Versuchen Sie doch einmal einen Handwerker vor Ort zu bekommen. Die Standartantwort ist: Unsere Leute sind für unabsehbare Zeit auf den Baustellen. Im letzten Monat zogen die Exporte an. Ach ja, da gibt es ja noch die so darniederliegende Autoindustrie. Die haben noch keinen entlassen, es werden nur Sonderschichten heruntergefahren. Vielleicht können wir ja Neuwagen bald billiger kaufen. Kurzum, Kassandra kommt zu früh für die Theaterbesetzung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlo1952 11.09.2019, 11:31
5. Die Industrie sollte sich

zuerst einmal aus den Rücklagen bedienen, die sie ja regelmäßig bilden und nicht an die Aktionäre und Anteilseigner auszahlen. Mittlerweile sind wir soweit, dass schon gejammert wird, wenn der Umsatz mal um 2 % zurückgeht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
noalk 11.09.2019, 11:59
6. Genau so ist es

Die Foristen #1 - #4 haben eigentlich schon alles Nötige geschrieben. Kommt mir vor, als jammere das DIW auf hohem Niveau. Wenn Staatshilfen, dann allenfalls als Kredite.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markx01 11.09.2019, 12:01
7. Wachstum, Wachstum, Wachstum

In Zeiten einer wie auch immer gearteten klimatischen Veränderung ist die Forderung nach immer mehr Ressourcenverbrauch - im Wesentlichen läuft es darauf hinaus - durchaus zweifelhaft. Ganz gleich in welches Mäntelchen man es verpackt.

Zumindest wenn es nur um mögliche Gewinnmaximierung geht. Die Exportindustrie hat die letzten Jahre durchaus profitiert und sollte mehr als genug Mittel für neue Innovationen (Konsumanreize, Produkte) zur Verfügung haben.

Innovation ist keine zwanghafte Frage zur Verfügung gestellter staatlkicher Mittel.

Gruß

Beitrag melden Antworten / Zitieren
.freedom. 11.09.2019, 12:05
8. Es sollten mehr Sozialwohnungen gebaut werden.

Das bringt den Mietspiegel wieder runter. Die Häuser gehören dem Staat und das Geld bleibt im Land.
Die Wirtschaft wird angekurbelt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ichbines2 11.09.2019, 12:25
9. Keine Ahnung,

was das DIW will: Sobald sich auch nur der Hauch einer Krise zeigen würde, stünden die Notenbanken, mit Interventionen bereit. Draghi hat doch schon wieder angekündigt dass er weitere Lockerungen auf den Weg bringen will und in den USA sollen die Zinsen gesenkt werden.
Una das alles, obwohl weit und breit keine Krise in Sicht ist, vgl. Dax und Dow, die auf die Zukunft setzen und steigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2