Forum: Wirtschaft
"Riesiges Kartellrechtproblem": Donald Trump droht Amazon
AP

Sollte Donald Trump US-Präsident werden, könnte es für Amazon ungemütlich werden. Der Internetriese zahle zu wenig Steuern und habe ein Kartellrechtsproblem.

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acitapple 13.05.2016, 14:29
110.

Zitat von dliblegeips
Zu Zeiten von Standard Oil konnte man auch anderes Öl kaufen. Trotzdem wurde Standardoil zerschlagen. Klar gibt es alternativen zu Google, Facebook und Co. Aber so lange sie eine so grossen Marktanteil haben nütz das wenig. Ab Marktanteil von 25% sollten die betreffeneden Firmen beobachtet werden, zukäufe und Fusionen nicht mehr möglich sein. Ab 50% in mehrere Firmen zerschlagen.
Was sollte dann mit Microsoft geschehen ? Deren Windows hat immer noch einen Dominanten Anteil, was jedoch durchaus praktische Gründe hat. Wirtschaft und Industrie haben absolut und überhaupt kein Interesse an einer Inkompatibilität, wie mit mehreren verschiedenen OS mit hoher Wahrscheinlichkeit zustande käme.

Selbst wenn Microsoft zerschlagen und Windows Inc. nur noch das OS verkaufen würde, wäre der Marktanteil gleich hoch. Was also tun, die Kunden zwingen was anderes zu kaufen ? Wenn nunmal niemand ein konkurrenzfähiges Produkt anbietet, was soll man tun ? Von einzigartigen Medikamenten mit Patent wollen wir erst gar nicht reden.

Ein Monopol ist ja erst gefährlich, wenn es marktbeherrschend ist, also die Regeln aufstellt. Somit wird Konkurrenz erst gar nicht zugelassen. Auch wenn Amazon der dickste Fisch ist, es gibt noch zahlreiche andere Fische und keiner wird an seiner Geschäftstätigkeit gehindert.

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santoku03 13.05.2016, 15:13
111.

Zitat von maximizer
schon einmal gehört? Oder reden Sie vielleicht gar nicht von einem Monopolisten?
Umgekehrt wird's ein Schuh: Amazon erarbeitet sich seinen Monopolstatus durch derzeitigen Verzicht auf Gewinn. Die Monopolrente gibt's dann später.

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geotie 13.05.2016, 15:41
112.

Zitat von wopress1104
Trump ist ganz offensichtlich so unabhängig dass er den "Großen" auch vor's Schienenbein treten kann. Und das ist gut so.
Er ist nur einer der verbal wild um sich schläg. Nach der Wahl wird er wie jeder Präsident vor ihm die kleinen Bürger drücken und die großen verhätscheln. Da geh ich jede Wette ein!

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markus_wienken 13.05.2016, 16:07
113.

Zitat von mr-mucki
Amazon hat ein natuerlich gewachsendes Monopol und das fast weltweit. Da koennen die Kartellwaechter herzlich wenig machen. Und einen Schachzug wie bei Mircosoft, welche den Quellcode nicht an 3 Anbieter geben wollten, kann das Kartellamt hier nicht durchfuehren. Naja, bei Mircosoft ist das .....
Ich vermag nur Deutschland zu beurteilen und hier hat Amazon sicherlich kein Monopol.
Und soweit mir bekannt, ist der Amazon Anteil am Markt in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern am größten, ein weiterer grund, der gegen ein weltweites Monopol spricht.

Sicher, Amazon ist groß aber von einem Monpol doch sehr weit entfernt.

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tpro 13.05.2016, 18:05
114.

Auch einfach ausgedrückt: Sie haben es nicht verstanden um was es ging und werfen jetzt Nebelkerzen.


"Halbbildung ist eben auch eine Bildung"..

...zumindest mehr als Viertelbildung (einfach ausgedrückt)

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cage24 13.05.2016, 18:25
115. Gier

Wahrscheinlich hat Amazon nur zu wenig für seinen Wahlkampf "gespendet"....kleiner wink mit dem Zaunfahl....vor allem an die anderen "Gönner"...Wer hier wirklich soziale Gerechtigkeit als seine Intention sieht sollte nochmal über ihn recherchieren.

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ostseesegler 13.05.2016, 19:23
116.

Steuern zahlt man auf Gewinne. Amazon macht im Gegensatz zu Google, Microsoft, Apple aber keine nennenswerten Gewinne.

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naive is beautiful 14.05.2016, 03:35
117. Aufgewärmtes vom Trumpeltier

Und wieder treibt Onkel Donald seine tägliche Sau durchs Dorf - und sogar hierzulande bekommt er zumindest von den den stets üblichen Verdächtigen unreflektierten Applaus.

Für alle, die möglicherweise sogar glauben, hinter irgendwelchen Trump'schen Steuer- oder Monopol-Schlagworten würde auch nur ein Ansatz, ein leichter Hauch von Ernsthaftigkeit stecken: s'Trumpeltier ist einfach zu schnell und wendig für Euch! Und ihr seid zu vergesslich.

Schon vergessen, was der Donald mit seinem vorgeblich prallen Geldspeicher schon so alles zu diesen Themen von sich gegeben hat? Vor einem Jahr, oder vor fünf Jahren? Und wie wieselflink er seine Schlagworte oft schon am nächsten Tag relativiert - immer in der Hoffnung, es möge immerhin ein Stückchen von seinem gestrigen Verbal-Sondermüll haften bleiben?

Haben ihn die Monopol- und Steuerclaqueure etwa auch für seine Mexikomauer oder die von ihm entlarvten Millionen von randalierenden, stehlenden, betrügenden, vergewaltigenden, mordenden Latinos ähnlich lieb? Oh, sorry, falsches Beispiel: Inzwischen wissen wir ja, dass er Latinos eigentlich abgöttisch liebt...

Übrigens: Das Monopolythema hat sich in den USA nur mühsam und wenige Stunden in den Medien gehalten - dort interessiert viel mehr die aufkommende Frage, warum's Trampel es so vehement ablehnt, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen - ganz entgegen aller gewohnten und geschätzten Übung, denen sich fast alle Präsidenten und Kandidaten der letzten Jahrzehnte angeschlossen haben. Passt irgendwie nicht ganz zu seinem lauten Mundwerk zu Amazon-Steuern, oder...?

Wetten dass am Montag das nächste Trump-Lieblingsthema sein Licht der Welt erblicken wird?

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naive is beautiful 14.05.2016, 03:48
118. Luftnummer mit blondem Hirninhalt...

Zitat von GSYBE
Trump kämpft gegen den Eindruck, eine Luftnummer zu sein; dieser Auftakt ist mehr als interessant. Scheint er am Ende doch was im Hirn zu haben?
Klar hat er auch etwas im Hirn.

Es ist strohblond, und sein Hirn ist so voll davon, dass dieses Etwas schon aus seinem Schädel herauswächst.

Manche halten es sogar für sein Haupthaar :)

Diese Mitmenschen glauben im Übrigen meist auch, dass er wirklich ernst meinen könnte, was er in seinen täglichen Audienzen absondert.

Ich glaube derzeit viel eher, dass er sich auf dem GOP-Wahlparteitag irgendwann zur besten Sendezeit und mitten in seiner Dankesrede die Strohperücke samt Grimassenmaske vom Kopf reißen wird, und sich der ganze lächerliche Primary-/Trumpel-Hype als geschmacklose Böhmermann-Inszenierung herausstellt.

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naive is beautiful 14.05.2016, 04:32
119. Höchst durchdacht, wissend, messerscharf...

Zitat von seine-et-marnais
Das ist die alte Methode. Bsp in Frankreich: 'Le Figaro'. Der Besitzer Dassault verkauft auch die berühmten 'Rafale' Flugzeuge. Und die Präsidenten Frankreichs benehmen sich als wären sie Handlungsreisende für Dassault Rafales. Dafür gibt es dann gute Kritiken im Figaro. Zweites Beispiel, Le Monde oder Liberation werden von Leuten wie Niel (free) oder Bergé (ex Compagnon Yves St Laurent und Segolène Royal-Fan) unterstützt, und zB Niel steht hinter dem Presse-Buzz für Macron. Darüberhinaus lassen sich in beiden Fällen auch noch Steuern sparen. Im dritten Fall geht es vor allem um Steuerersparnis. Bolloré hat den Medienkonzern Vivendi und damit auch Canal+ übernommen. Um an die vergünstigte MWSt für die gedruckte Presse zu kommen die niedriger ist als die MWSt für Fernsehen, soll es einen 'Mix' geben für ein Abonnement das TV und Online-Ausgabe der gedruckten Presse einschliesst, und das wegen der 'Teilnahme' der gedruckten Presse einen erheblichen Mehrwersteuergewinn ermöglicht. Vielleicht sollte man auch einmal Berichten welche steuerlichen Vorteile die deutsche Presse bietet.
Bestechende Analyse! Insgeheim hatte ich unsere Kanzlerin ja auch schon im Verdacht, sie wäre in der 'Bild der Frau' oder der Bäckerblume investiert. Inzwischen hat sich ja leider herausgestellt: Es war in Wahrheit Berlusconi...

Immerhin wird unsere bundesdeutsche Meinungsbildung aber von einem Medienzar dominiert, der von uns aus gesehen auf dem Kopf steht. Was mir noch nicht ganz klar ist: Was erwartet dieser Aussie Murdock eigentlich von uns - wo könnten wir ihm insbesondere beim Steuersparen behilflich sein? Bei seinem FOX Nachrichtenkanal in den USA werden immerhin bevorzugt Moderatoren aus dem Minderheitenmilieu beschäftigt (z.B. körperlich und geistig 'Herausgeforderte', wie es das gehobene Schriftenglisch mit dem Begriff 'challenged' taktvoll umschreibt). Das spart Murdoch vielleicht ein paar Steuermillionen - mag ja sein. Aber bei Sky Deutschland gibt es ja gar keine Moderatoren, und Steuern kann man nur mit ausgewiesenen Verlusten sparen. Oder geldwerte Vorteile genießen: Als 85-jähriger darf Murdock in den meisten Städten immerhin kostenlos S-Bahn fahren...

Übrigens - 'Mehrwertsteuergewinn': Ein Unternehmen hat die Mehrwertsteuer (nach Abzug der in den Kosten enthaltenen Vorteuer) abzuführen, die es tatsächlich vereinnahmt hat. Wo also steckt da ein möglicher Gewinn für das Unternehmen?

Welche Steuervorteile 'die deutsche Presse bietet'? Keine. Die deutsche Presse ERHÄLT Vorteile durch den reduzierten MwSt.-Satz - so wie z.B. auch die Lebensmittelwirtschaft. Diese Vorteile genießen allerdings die Verbraucher, nicht die Unternehmen.

Aber nicht verzagen, liebe(r) Autor(in): Wer nur oft genug mit seiner Meinung vorbeischießt, landet trotzdem gelegentlich auch mal einen Zufallstreffer ;)

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