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Riester-Rente: So wertvoll wie ein Sparstrumpf

Millionen Deutsche vertrauen der Riester-Rente. Doch*zehn Jahre nach Einführung der staatlichen Altersvorsorge*fällt eine Bilanz der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DIW nach SPIEGEL-Informationen ernüchternd aus: Die Renditen vieler Produkte sind eher dürftig.

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Pedro1000 20.11.2011, 12:49
10. Betrug

Es ist bekannt, dass nur die Versicherungen, Vermittler etc. verdienen.

Die Versicherten erlauben diesem Kreis ein sorgenfreies Leben.

Ist dies das Prinzip der Riesterrente?

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Wemhöner 20.11.2011, 12:50
11. Die Politik schaut zu

Es ist ein Riesenskandal, dass die Versicherer mit Sterbetafeln arbeiten, die mit der Realität nichts zu tun haben. So werden die Versicherungsnehmer von Rentenversicherungen und Riesterveträgen millionenfach über den Tisch gezogen. Und das Schlimmste: Die Politik schaut einfach nur zu, gesteuert von den Lobbyisten der Assekuranz.

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Giraffenzebra 20.11.2011, 12:52
12. Ich glaube, ...

Ich glaube, die meisten Menschen haben mittlerweile erkannt, dass die Riester-Rente der klassischen umlagefinanzierten Rente alles andere als überlegen ist ... eher im Gegenteil. Die kapitalgedeckte Riester-Rente ist eher anfälliger für Finanz- und Wirtschaftskrisen und kann bei der nächsten Finanzkrise auch mal ganz schwupps komplett weg sein. Bei Finanz-Crashs wird Geld verbrannt ... und das sind in der Regel private kapitalgedeckte Alters-, Lebens- und Krankenversicherungen. Das konnte man 2008 sehr gut in USA und GB beobachten, wo im Zuge der Finanzkrise dutzende Millionen von Menschen ihre privaten, kapitalgedeckten Alters- und Gesundheitsversorgungen teilweise oder komplett verloren haben, für die sie oftmals jahrzehntelange gearbeitet und in die Finanzmärkte eingezahlt haben. Bei der gesetzlichen Rente ist das anders. Denn nach dem Finanzcrash sind die Menschen, die die gesetzliche Rente miterarbeiten immer noch da. Auch die Riester-Rente könnte in dem Fall, dass sie tatsächlich 50 Jahre lang bis zur Rente durchhält, nur das verteilen, was in 50 Jahren tatsächlich erwirtschaftet wird ... genau wie das die gesetzliche Rente auch tut.

Ein weiterer Nachteil der Riester-Rente ist, dass in fast jedem Riester-Vertrag fast sämtliche Zuschüsse, die der Staat zahlt, durch die Abschluss-Gebühren aufgefressen wird. Man muss als Kunde nämlich deren Gewinn-Geilheit mitfinanzieren, was bei der gesetzlichen Rente nicht der Fall ist. Der Kunde hat also von den staatlichen Zuschüssen der Riester-Rente sogut wie garnichts. Einzig und allein die private Versicherungswirtschaft profitiert langfristig von den privaten, kapitalgedeckten Renten.
Wenn der Staat aus neoliberalen Gründen einen schon dazu zwingt, mehr in private Altersvorsorge statt in die gesetzliche Altersvorsorge zu investieren, lohnt es sich fast schon mehr, jeden Monat was auf ein Tagesgeld-Konto oder als Festgeld bei einer zuverlässigen Sparkasse einzuzahlen. Da ist die Rendite am Ende ungefähr genauso gut wie die 2,5%, die bei einer Riester-Rente rauskommen, wenn man überhaupt 100 Jahre alt wird.

MfG

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Halodri73 20.11.2011, 12:53
13. Die Rechnung würde ich gerne sehen!

Zitat von AntiGravEinheit
Ich müßte im Jahr Unsummen einzahlen, um in den Genuß der vollen Förderung zu kommen. Sind die Kinder aus dem Haus, fällt wieder ein Teil der Förderung weg. Dazu ist mir das Ganze mit zuvielen Einschränkungen verbunden, auch wenn das in letzter Zeit etwas gelockert wurde. Egal wie und wo ich mir das habe durchrechnen lassen, auch bei direkter Verwandtschaft, die von vornherein wußte, daß ich dort nichts abschließe, sondern ich einfach nur einmal einen Vergleich haben wollte: Ausnahmslos war das Ergebnis so, daß eine klassische Kapitallebensversicherung in meinem Fall auch bei sehr konservativer Annahme von Zins und Rendite die deutlich bessere Alternative ist. Und auch aus heutiger Sicht ist bei meiner Zins- und Rendite-Kalkulation immer noch Luft nach unten, sprich: Mein Ergebnis (bzw. die Differenz zur Riester-Rente) ist noch deutlich besser als angenommen.
Vergleichen Sie eine Kapital-LV von vor 2005 mit einer Riester-LV? Das wäre der klassische "Äpfel mit Birnen"-Vergleich, da es seinerzeit noch bei der Auszahlung komplett steuerfreie Verträge gab.

Vergleichen Sie heute Riester-LV mit normaler, wird Riester aufgrund der Förderung (Zulage oder Steuerliche Absetzbarkeit! Bei besserverdienenden ist es fast egal, wieviele Kinder vorahnden sind, da überwiegt beinahe immer der Steuervorteil) in der Gesamtrechnung vorne liegen.

Aber man muss IMMER für die eigene Situation genau rechnen - und sich erstmal umfassend informieren.

Ein kostenschlanker, fondsgestützter Riestertarif ist sicher für einige erste Wahl, für andere hingegen nicht geeignet.

Insgesamt ein sehr dürftig recherchierter, undifferenzierter und fachlich unzueichender Aritkel.

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Wemhöner 20.11.2011, 12:55
14.

Zitat von klimperhannes
Natürlich ist es ein Glücksfall, wenn man bei einer Rentenversicherung sein eingezahltes Geld kumuliert zurück bekommt. Bei der gesetzlichen Rente regt sich keiner mehr auf, dass man (üertrieben) 250 Jahre alt werden muss, um die durch die Berufszeit eingezahlten Beiträge zurück zu bekommen. Bei einem Sparstrumpf hat man das Problem, sich das Geld einzuteilen. Gibt man von dem gesparten Geld zu früh zu viel aus, ist man mit 80 für die noch folgenden 15 Jahre verarmt. Gibt man zuwenig aus, kann man nach 5 Jahren in Sparsamkeit wenigstens fast alles vererben. Da man seine persönliche Restlebenszeit nicht kennt, ist eine Renten- statt Kapitalzahlung immer mit dem Verlustrisiko verbunden - man kann es aber auch nicht mitnehmen. Insofern hinkt der Sparstrumpf-Vergleich gewaltig.
Gegenüber der Privatrente ist die gesetzliche Rente ein Hort der Stabilität. Ich weiß, wovon ich spreche.

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fitzke 20.11.2011, 12:55
15.

Liberalisierung der Zustelledienst und Post schief gegangen, Riesterrente schief gegangen... was kommt noch, die Bahn?
Wann geht es endlich die Köpfe, dass Deutschland nicht gleichzusetzen ist mit den USA aus denen wir diese Modelle zu implimentiern versuchen. Seit die Post so arbeitet hat sich der Service verschlechtert, wir bekommen nur noch an 4 Tagen die Post (Montag nicht mehr), die Briefträger sind anonyme Menschen mit keinerlei Beziehung zu ihren Kunden, wie auch, von dem bischen Geld kann ja keiner mehr leben. Früher, da wusste man wer der Bot' (allemanisch: der Bote (Post-)) am Ort war. Er war ein redlicher Beamter der treu seine Pflicht getan hat. Ebenso bei der Rente. Wieso soll es denn eine private, auf Profit ausgelegte Firma besser machen, als ein seit Jahren etabliertes staatliches System? Der Homo Oeconomicus ist nicht mehr der Idealtyp, dem man den Erhalt unserer Gesellschaft zutrauen kann.

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peterregen 20.11.2011, 12:59
16.

Zitat von sysop
Millionen Deutsche vertrauen der Riester-Rente. Doch*zehn Jahre nach Einführung der staatlichen Altersvorsorge*fällt eine Bilanz der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DIW nach SPIEGEL-Informationen ernüchternd aus: Die Renditen vieler Produkte sind eher dürftig.
Und was sagen die Finanzdienstleister zu dem Thema? Die haben bestimmt gut daran verdient. Und das ist doch die Hauptsache, oder?

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smallprint 20.11.2011, 12:59
17. Zahlenspiele der Anbieter

Daß die Anbieter ihre Kunden "bescheißen", wo geht, sollte doch bekannt sein. Wenn man eine Rentenversicherung will, wird zu einer Sterbetafel gegriffe, wonach man kerngesund ist und ein stolzes Alter von 103 (Frau) erreicht.

Bei einer Risikolebensversicherung wird mit einer Sterbetafel gerechnet, wo man nur noch 77 Jahre alt wird.

Die reale statistische Sterbetafel liegt irgendwo dazwischen.

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Clawog 20.11.2011, 13:00
18. Riester Rente

Der Staat braucht wieder Geld. Einen Sparstrumpf gibt es nur unter der Matraze und der ist sicher.

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cheguevara73 20.11.2011, 13:00
19. das grundprinzip

Zitat von klimperhannes
Natürlich ist es ein Glücksfall, wenn man bei einer Rentenversicherung sein eingezahltes Geld kumuliert zurück bekommt. Bei der gesetzlichen Rente regt sich keiner mehr auf, dass man (üertrieben) 250 Jahre alt werden muss, um die durch die Berufszeit eingezahlten Beiträge zurück zu bekommen. Bei einem Sparstrumpf hat man das Problem, sich das Geld einzuteilen. Gibt man von dem gesparten Geld zu früh zu viel aus, ist man mit 80 für die noch folgenden 15 Jahre verarmt. Gibt man zuwenig aus, kann man nach 5 Jahren in Sparsamkeit wenigstens fast alles vererben. Da man seine persönliche Restlebenszeit nicht kennt, ist eine Renten- statt Kapitalzahlung immer mit dem Verlustrisiko verbunden - man kann es aber auch nicht mitnehmen. Insofern hinkt der Sparstrumpf-Vergleich gewaltig.
der staatlichen rente ist ja auch ein ganz anderer ansatz.
während die staatliche durch die volksgemeinschaft gesichert bzw. erwirtschaftet wird, sind privatversicherungen auf die person angelegt und wird durch dessen beiträge finanziert.

einfach mal "Vortrag von Rico Albrecht in Nova Scotia / Kanada, 09.08.2011

Teil 1: Kapitalvernichtende Lebensversicherung - Staatlich gedeckter Betrug
und
Teil 2: Das den Staaten übergeordnete Finanzsystem als Ursache dieser Verwerfungen"

anschauen.
zu glauben, das die private vorsorge im interesse der versicherten ist, der glaubt wohl noch dem weihnachtsmann

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