Forum: Wirtschaft
Riester-Rente: So wertvoll wie ein Sparstrumpf

Millionen Deutsche vertrauen der Riester-Rente. Doch*zehn Jahre nach Einführung der staatlichen Altersvorsorge*fällt eine Bilanz der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DIW nach SPIEGEL-Informationen ernüchternd aus: Die Renditen vieler Produkte sind eher dürftig.

Seite 20 von 27
Silverhair 20.11.2011, 21:21
190. Nachrechen und Nachdenken

Zitat von kojak2010
mit Kapitalwerten fahren sie immer gut. wer hat den Geld in einem Land? der der täglich am Sofa sitzt und alles schlecht redet, oder der der täglich in seine Firma fährt und werte schafft? scheisse ist es natürlich am sofa zu sitzen und dann den Kravatten-Heinis die hochglanzprospekte abzukaufen, staat mal seine Birne zum denken (über Geld, Zins und deren Effekte) einzuschalten. Bier holen und schimpfen geht ja auch viel einfacher, als sich 10 Min. täglich Gedanken zu machen und Schlussforderungen eigenverantwortlich zu ziehen.
Wer täglich in seine Firma fährt der produziert für seinen Chef Handelswaren/Werte - die diesem die Gewinne und einem selber nur einen Abklatsch davon geben - dieses "Ihr erschafft Wertschöpfung" ist doch Unsinn, es geht um nichts göttliches - und egal was es ist - man soll nur teuer letztlich verkonsumieren was man selber "Erschaffen hat"...

Und diese Kapitalwerte in einem "Ungedeckten Giralgeldsystem" dessen "Deckung nur 4cent Zentralbankgeld pro Euro Buchgeld darstellt? Bio auf dem Konto aber keiner darf die Abholen weil sonst der Betrug auffliegt?

Wer eigenverantwortlich handelt nimmt Taschenrechner, nimmt Computer -Rechnblatt - und ein paar Erklärungen von Wikipedia zu "Geldbasis, Giralgeld, Geldmengenmultiplikator und weiteres" - setzt das Alles im Kopf mal zusammen und flüchtet dann Hals über kopf aus diesem System!

Nochmal - jede Einladung sich an einem wie auch immer gearteten "Gemeinsamen Ertragsystem" zu beteiligen mit "unterschiedlichen Zinssätzen" dient nur dazu den Dummen sogar noch ihre Erträge aus der Tasche zu ziehen - den vertrauensvollen "Anlegern" eben!
Das ist nicht nur bei Riester so, sondern bei ALLEN Systemen die mit unterschiedlichen Zinsen -> Erträgen arbeiten!

Das -> http://s1.directupload.net/images/110919/9556iqys.png ist das Ergebnis der "freundlichen Einladung doch mal gemeinsam etwas zu investieren" ... der höchste Zinsatz ist der einzige der dabei wirklich gewinnt , er saugt wie ein Vampier nur die Erträge der anderen auf .. und noch schlimmer wird das bei vielen Zinssätzen:
->http://s7.directupload.net/file/d/2556/iy5c2s5i_png.htm

Sie Empfehlen "Kapitalanlage" - Ich empfehle mal Taschen Rechner , Verstand und Nachrechnen - und zwar gründlich - dann hört diese Illusion von "wir helfen ihnen mehr zu haben" schnell zu einer totalen Desillusionierung - und vielleicht dann doch zum Nachdenken das es einen hervorragenden math. Hintergrund hatte das man "Geld-Zins-Nehmer" immer die Hände und oft genug den Kopf in der Geschichte abgetrennt hat .. nix mit Religion - richtig handfeste Mathematik und "Anleger damals " die wohl besser rechnen konnten als heutzutage Ganze Nationen mit Supercomputern unterm Schreibtisch!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Yogial 20.11.2011, 21:26
191. Kompliziert ohne Ende

Ich habe mehrfach, nach mehreren gescheiterten Versuchen auch mit Hilfe von Freunden, z.B einen Finanzbeamten, versucht meinen Antrag auf Zulage auszufüllen. Ich/wir sind jedesmal kläglich gescheitert. In vielen Fällen weiss ich bis heute nicht, was das für Informationen sind, die man da von mir in dem Formularberg!!! haben will??? Also riestere ich seit 6 Jahren ohne Zulage. Habe schon mehrfach überlegt, den DRECK zu kündigen. Nur der Gedanke, dass sich dann die Aasgeier der Versicherungen, die sich diese Megasubvention bei der Politik mit vielen Euros Bestechungsgeldern ergaunert (s. Kommentare weiter oben), haben, dann so richtig ins Fäustchen lachen, hat mich bisher davon abgehalten. Da wird man zu Wutbürger.

P.S - Nein, auch die freundliche Hotline meines Versicherers (wahrscheinlich in Indien oder der Türkei angesiedelt), vermochte mir nicht zu helfen. Bei verschiedenen, natürlich kostenpflichtigen Anrufen auf die Frage, wo ich die abgefragten Nummern/Angaben herbekomme, bekam ich zu hören:

Fragen sie:
- ihren Arbeitgeber
- ihr Finanzamt
- ihre Sozialversicherungkasse - häää?
- die deutsche Rentenversicherung
- die Kindergeldkasse

Wahrscheinlich haben die eine Liste mit Antworten, wo der Mitarbeiter nach dem Zufallsprinzip eine Antwort auswählt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Silverhair 20.11.2011, 21:28
192. Besser selber Nachrechnen

Zitat von Dok_Tor
Selbst 10 Jahre nach Einführung der Riester-Rente machen mich die großen doch sehr betroffen. Wurden bewusst Fehl- und Falschinformationen verteilt oder leisten viele Berater immer noch die notwendige Aufklärung? Es gibt vier Arten von Riester: (Kosten rel. hoch, genau vergleichen, fester Zins bei der klassischen Variante) (gut gemacht eine clevere Alternative, Inflationssicherer als Versicherung, 100 % Beitragsgarantie, gute Renditechancen, auch hier genau vergleichen) (rel. wenige Anbieter, eher sehr konservative Geldanlage, sicher und langweilig, wenig Zins, genau hinschauen, da LZ bis Rente sehr lang und Chancen ausgelassen werden) (sofort die Förderungen genießen und gleich einziehen, gefördert werden Spar- und Tilgungsbeiträge, sehr geringe Kosten, auf jeden Fall vergleichen, Inflationssicher, wenn Finanzierung bis Restschuld=0 sichergestellt ist) Es gibt keine Produkte, bei denen die Kosten so genau Kosten genau aufgegliedert sein müssen als bei Riester(gesetzl. Vorschrift). Nachgelagert besteuert wird nicht nur bei Riester, Ihre gesetzl. Rente ist davon genauso betroffen, wie andere Anlageformen auch. Sie sollten nur bei kaufen. Lassen Sie sich Qualifikationen und Erfahrungen nachweisen und zeigen.
Es wäre noch viel wichtiger sich mal selber mit Taschenrechner und Nachdenken hinzusetzen - und zu überlegen warum schon die Gemeinsame Geldanlage mit nur einer einzigen person zu "unterschiedlichen Zinssätzen" immer den saureich macht der den höchsten Zinsatz für sich reklamieren kann!

http://s1.directupload.net/images/110919/9556iqys.png

Da helfen alle Berater nichts - da hilft alles "Anlegen nichts" wenn man nicht begreift das JEDE dieser Anlageformen zu unterschiedlichen Zinssätzen einen nur braucht damit man mit seinen Erträgen die Erträge der Gewinner erst erschafft - das man der Dumme bei diesem System immer ist - egal wiegut der Berater da irgendwas berechnet - weil noch keiner diese Way-route-Verteilung irgendjemand mal erklärt hat!

Es gibt in allen Zinseszins Systemen nur einen einzigen Gewinner - den der den höchsten Zins hat - alle anderen sind nur die Esel die dafür sorgen das dieser Reich, und man selber arm wird!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Benjowi 20.11.2011, 21:41
193. Betrügerische Veranstaltung wie branchenüblich.......

Zitat von Wemhöner
Es ist ein Riesenskandal, dass die Versicherer mit Sterbetafeln arbeiten, die mit der Realität nichts zu tun haben. So werden die Versicherungsnehmer von Rentnenversicherungen und Riesterveträgen millionenfach über den Tisch gezogen. Und das Schlimmste: Die Politik scheaut einfach nur zu, gesteuert von den Lobbyisten der Assekuranz.
Der Eindruck drängte sich bereits kurz nach der Einführung auf, dass die ganze Veranstaltung unter dem Vorwand einer "Rente" nur dazu diente, den Anbietern aus der Versicherungsbranche Zugriff auf Fördermilliarden des Staates und wie üblich leistungslose hohe Einkommen zu ermöglichen. Davon kommt ja offensichtlich nicht das Geringste bei den Versicherungsnehmern an, sondern verschwindet wie üblich bei langfristigen Verträgen in den Gebühren, Provisionen und dubiosen "Sterbetafel"-Kalkulationen der Abzocker! Bemerkt wird es ja erst, wenn alles gelaufen ist........

Beitrag melden Antworten / Zitieren
montaxx 20.11.2011, 21:41
194. xxx

Zitat von klaus meucht
Das haben wir schon seit ca. 150 Jahren. Trotzdem geht es den heutigen Rentnern besser als vor 150 Jahren. Das liegt an der Produktivitätssteigerung. Wir brauchen immer weniger Menschen für denselben Umfang von Waren und Dienstleistungen. Deshalb ist ein höherer Anteil älterer Menschen auch verkraftbar. Allerdings profitiert in Deutschland die allgemeine Bevölkerung seit etwa 20 Jahren nicht mehr von der Produktivitätssteigerung. Das Umlageverfahren ist das effizienteste System. Wer zusätzlich privat vorsorgen will, soll es tun. (...)
Sehe ich genauso!Vielleicht merken irgendwann auch die letzten "Privat ist immer besser"-Jubler,dass die gute alte staatl. Rente doch nicht so schlecht ist.Die müssen erst aus ihren Superrendite-Träumen aufwachen.So gesehen sind die Finanzkrisen der letzten Jahre ganz hilfreich...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
**Kiki** 20.11.2011, 22:05
195. .

Zitat von Dok_Tor
Es gibt vier Arten von Riester: (Kosten rel. hoch, genau vergleichen, fester Zins bei der klassischen Variante) (gut gemacht eine clevere Alternative, Inflationssicherer als Versicherung, 100 % Beitragsgarantie, gute Renditechancen, auch hier genau vergleichen) (rel. wenige Anbieter, eher sehr konservative Geldanlage, sicher und langweilig, wenig Zins, genau hinschauen, da LZ bis Rente sehr lang und Chancen ausgelassen werden) (sofort die Förderungen genießen und gleich einziehen, gefördert werden Spar- und Tilgungsbeiträge, sehr geringe Kosten, auf jeden Fall vergleichen, Inflationssicher, wenn Finanzierung bis Restschuld=0 sichergestellt ist)
Aus irgendwelchen Gründen wollten Sie mir die Fragen, die Sie mir über private Nachricht gestellt hatten, nicht wie von mir erbeten öffentlich stellen. Ich beantworte sie jetzt trotzdem:

Die Zulagen helfen mir nichts, wenn die Rendite so niedrig ist, daß sie schon von den Inflationsrate aufgefressen wird. Damit sind Rentenversicherungen und Banksparpläne von vornherein ungefähr so sinnvoll wie Kapitallebensversicherungen - nämlich gar nicht.

Bei den Fondssparplänen, bei denen einem bessere Renditen verheißen werden, ist der Pferdefuß, daß sie mit gewissen Risiken behaftet sind - das haben alle, die solche Sparpläne abgeschlossen haben, im Anschluß an den Finanzcrash erlebt. Auch drei Jahre danach liegt der Anlagebetrag bei mir immer noch unter den Einzahlungen inklusive Zulagen, und damit liege ich meilenweit hinter dem, was jetzt theoretisch vorhanden sein müßte, um auch nur entfernt in die Nähe der angepeilten Auszahlungsbeträge zu kommen. In den verbleibenden 14 Jahren ist das nicht mehr aufzuholen, nicht einmal dann, wenn es zu keinem weiteren Finanzcrash mehr kommen sollte - was wohl ein ziemlicher Glücksfall wäre.

Gefördertes Bausparen ist an zu viele Bedingungen geknüpft. Da verzichte ich lieber ganz auf die Zulage, andere haben teilweise die Möglichkeit, vermögenswirksame Leistungen ihres Arbeitgebers dafür zu nutzen, da hat man mehr davon.

In allen Anlageformen ist das Geld aber vor allem auch viel zu lange "weg". Angesichts der Unsicherheiten der heutigen Arbeitswelt werden wohl viele Riester-Sparer im Lauf der Zeit - genau wie bei den Kapitallebensversicherungen - ihr Geld notgedrungen (oder manchmal sicher auch: vermeintlich notgedrungen) flüssig machen und dabei noch sehr viel mehr Geld verlieren.

Den Fondssparplan habe ich trotz erheblicher Skepsis experimenthalber abgeschlossen und das Experiment wieder abgebrochen, sowie mir klar war, daß meine Skepsis berechtigt war. Im Moment, wie erwähnt, liegt der Anlagebetrag immer noch unter den von mir eingezahlten Beiträgen, also freut es mich, daß ich zumindest den Garantiebetrag sicher habe. Aber mit dem Garantiebetrag habe ich natürlich keinen müden Euro Gewinn, sondern vielmehr einen Verlust gemacht.

Dabei ist noch gar nicht mit einkalkuliert, daß ich die staatliche Zulage ja durch meine Steuergelder mindestens teilweise selbst bezahlt habe.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Wißbegier mit dieser Erklärung befriedigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tatsache2011 20.11.2011, 22:22
196. Gesetzliche Rente ist das beste System

Zitat von pudel_ohne_mütze
....Nennen Sie mir eine einzige Geldanlage, die vor der zu erwartenden Inflation durch die heute existierende Verschuldung geschützt ist. Nur eine einzige. Es wird der EZB garnichts anderes übrig bleiben als, wie die USA, Geld zu drucken.
1) Sachwerte, z.B. Aktien steigen nach der Inflation, weil die Produkte zu den höheren Preisen verkauft werden können.

2) Die gesetzlichen Renten steigen mit den Löhnen, die erhöht werden, weil die Unternehmen höhere Preise erzielen.
Nach zwei Inflationen blieben die früheren Beiträge werthaltig. Dagegen waren private Versicherungen nach jeder Inflation fast wertlos.

3) Die gesetzliche Rentenversicherung bringt außer der eigenen Altersrente, zusätzlich den Vorteil, dass wir die Eltern nicht versorgen müssen, sowie auch Witwen- und Waisenversicherung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Krautathaus 20.11.2011, 22:30
197. Klopapier

Zitat von cp³
Die können Sie sich über das Klo hängen. Kündigen - dann können Sie sehen, was Sie da fabriziert haben.
Na gut, dann können Sie ihren Giro-Kontoauszug Ihrer Bank genauso über's Klo hängen, wenn Sie schon meinen, daß eine Wertmitteilung keine verbindliche Aussage darstellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Listerholm 20.11.2011, 22:40
198. Ich hab meine eigene Philosophie fürs Alter

Zitat von sysop
Millionen Deutsche vertrauen der Riester-Rente. Doch*zehn Jahre nach Einführung der staatlichen Altersvorsorge*fällt eine Bilanz der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DIW nach SPIEGEL-Informationen ernüchternd aus: Die Renditen vieler Produkte sind eher dürftig.
Das tut hier zwar nichts zur Sache. Aber, ich hab mich auch mal interessiert für Riester.
Und abgelehnt.
Es war,ist und bleibt Betrug.
Mit tun die Leute leid, die ihr sauer verdientes Geld investiert haben, statt es auszugeben und zu leben.
Halt Deutschland ;-(
Gibts eigentlich Politiker, die auf Riesterrente sparen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Krautathaus 20.11.2011, 22:43
199. Zulagen

Zitat von **Kiki**
Die Zulagen helfen mir nichts, wenn die Rendite so niedrig ist, daß sie schon von den Inflationsrate aufgefressen wird. Damit sind Rentenversicherungen und Banksparpläne von vornherein ungefähr so sinnvoll wie Kapitallebensversicherungen - nämlich gar nicht.
Gute Kapitallebensversicherungen hatten nach 12, 20 oder 30 Jahre Laufzeit immer eine deutlich höhere Rendite, weit über der Inflationsrate (zwischen 5 und 6,4 % je nach Laufzeit).
Klassische Rentenversicherungen hatten sogar eine etwas höhere Rendite, weil der Risikobeitrag wegfällt.

Banksparpläne haben eine relativ niedrige Verzinsung (auch niedrige Kosten)die in Stufen steigt.

Die Zulagen werden ihnen immer helfen, schließlich ist sie geschenkt. Natürlich muß die Verzinsung möglichst höher sein als die Inflationssteigerung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 20 von 27