Forum: Wirtschaft
Riester-Rente: So wertvoll wie ein Sparstrumpf

Millionen Deutsche vertrauen der Riester-Rente. Doch*zehn Jahre nach Einführung der staatlichen Altersvorsorge*fällt eine Bilanz der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DIW nach SPIEGEL-Informationen ernüchternd aus: Die Renditen vieler Produkte sind eher dürftig.

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auri sacra fames 20.11.2011, 13:38
40.

Zitat von czarpeter
Das Ihre Kapitallebensversicherung besser ist als eine Riesterrente das glaube ich gerne, aber eine Kapitallebensversicherung ist im Grunde genommen auch nur ein Schrottprodukt. Dazu muessen Sie das Risiko tragen, das die Versicherung pleite geht und das der Inflation und das ja nicht nur fuer 5 Jahre sondern fuer erheblich laengere Zeitraeume.
Sie müssen für vile mehr das Risiko tragen.
Sie haben immer das Risiko, dass die aktuelle Generation nicht bereit ist, die Auzahlung zu erarbeiten.

2008 stand es Spitz auf Knopf, ob die Gesellschfat bereit und in der Lage ist, die Auszahlung der "Kapitalgeckten Anlagen" über 300 Milliarden Neuverschuldung zu garantieren.

Und es ist ja auch nicht klar ob - bei Riesterrente - die Gesellschaft bereit ist, dauerhaft über Neuverschuldung der Fianzindustrie "Riesterzuschüsse" zu überweisen, nur um dann auch noch für die Auzahlung noch mal aufzukommen.

Eine Rendite gibt's bei "Riester" eh nicht. Denn ist ja nur ein (teilweiser) Ausgleich für die vorgenommenen Kürzungen der gesetzlichen Rente - bei der staatlich verodnete Lohnkürzungen (nichts anderes ist die Kürzung von "Lohnnebenkosten") über Neuverschuldung und Gehalt den Arbeitnehmers bezahlt werden.

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levitian 20.11.2011, 13:39
41.

Die Riester-Rente ist doch wie vieles, was unsere Laienspieler in den Regierungen angezettelt haben, lediglich ein auf Lobbyarbeit zurückzuführender Zusatzverdienst für die Versicherungswirtschaft und letztendlich ein hinterhältiger Betrug am Riestersparer. Gefördert werden doch nur Personen, deren Einkommen dermaßen gering ist, dass sie später ohnehin die aufgestockte Einheitsrente bekommen. Sie werden also überhaupt keinen Vorteil oder gar einen zusätzlichen Betrag zu ihrer gesetzlichen Rente erhalten. Sie sind nur jahrzehntelang abkassiert worden. Riester sollte sich dafür schämen. Von den Versicherungsvertretern, die wissend diese armen Tölpel über den Löffel balbieren, kann man das nicht erwarten.

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HenningPogwisch 20.11.2011, 13:40
42. Gesetzliche Rente mit besseren Renditen??????

Zitat von Giraffenzebra
Wenn der Staat aus neoliberalen Gründen einen schon dazu zwingt, mehr in private Altersvorsorge statt in die gesetzliche Altersvorsorge zu investieren...
Schon 'mal einen Renditevergleich zwischen privater rund gesetzlicher Rente versucht??? Ich verrate Ihnen schon mal das Ergebnis: Die Privatrente liegt um Längen vorne. Das ist - damit haben sich absolut Recht - ein neoliberales Ergebnis = höhere Rendite!!!

Damit meine ich NICHT die Riesterrente, hier geht tatsächlich ein Großteil der Erträge in die Töpfe der Versicherer - wie bei der gesetzlichen Rente eine Menge Geld durch Umverteilungs-Griffe der Politiker in den Rentenversicherungstopf verloren geht. Gemeint ist eine unkomplizierte Privatrente aus der "dritten Säule"!!

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citizen_kane 20.11.2011, 13:42
43. Mal ein Kompliment ...

... an dieses Forum. Ich dachte nach jahrelanger Gehirnwäsche in Richtung "Private Vorsorge = automatisch vernünftig, staatliche Vorsorge = automatisch unvernünftig" würde ich mit meiner hohen Skepsis an der Riester-Rente alleine stehen. Anscheinend ist das nicht so. Gut, wenn die Menschen kritisch bleiben und mitdenken.

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cp³ 20.11.2011, 13:43
44. 1²³

Zitat von sysop
Millionen Deutsche vertrauen der Riester-Rente. Doch*zehn Jahre nach Einführung der staatlichen Altersvorsorge*fällt eine Bilanz der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DIW nach SPIEGEL-Informationen ernüchternd aus: Die Renditen vieler Produkte sind eher dürftig.
Es war ja auch nur ein Lobbygeschenk an die Versicherungswirtschaft. Wird der Riesterschwachsinn vor Laufzeitende gekündigt, kommt das bitterböse Erwachen - nur der Sparbeitrag wurde verzinst, dagegen sind Bausparer und Sparbuch nahezu Top-Anlagen. Im Prinzip leiht man diesen Unternehmen für fast umsonst sein Geld, meistens macht man nasse. Die staatliche Subvention ist ein Witz, wenn die Gurke mal wirklich was abwerfen sollte, droht später die nachgelagerte Besteuerung.

Nicht umsonst wird der Schrott neben der KLV als Cash-Cow in den Strukkibuden wie AWD, DVAG etc. verhökert.

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Silverhair 20.11.2011, 13:45
45. Nachrechnen können

Zitat von BR_Demokratie
mein herr, das mit der riester hätten sie sich sparen können... Die umlagefinanzierten Rente ist das einzige System das funktionieren kann - wenn mans richtig macht...
Sie war zumindest das einzige System was in die Nähe eines Wert-Erhaltes gekommen ist!
In einem sich vergrösserden Geldsystem ändern sich laufend die gesamten Parameter - nach oben wie üblich - die Geldmenge steigt, damit steigt auch die Inflation , damit die Preise - dort ist - spätestens im Zweiten jahr das ganze schon aus dem Ruder gelaufen - und da sich das alles zwangsläufig expotentiell entwickelt laufen alle Parameter immer weiter auseinander - und bleiben eben nicht wie viele glauben "konstant" - Potenzfunktionen lassen sich noch nicht mal addieren - dafür kennt die Mathematik noch nicht mal eine Rechenregel - und auf sowas vertraut man?

Dagegen ist Kunst - oder die Umlagefinanzierte Rente hochgradig stabil - man löst sie zu den "akt. Preisen" eben immer ein.. diese Betragsjahre oder wie auch immer haben ja nichts mit dem "Geldsystem" zu tun .. und selbst nach 60 /100/1000 Jahren ist das Auszahlungsverhältnis eben entsprechend den "akutellen" und keinen Illusionsberechnungs zahlen!

Wie heißt es so schön - Deutschland das Land der Dichter und Denker? Na ja - die Politiker dichten sich wie eh und je allesmögliche Zusammen - aber wo sind eigentlich die Denker und Nachrechner geblieben - irgendwo Mangelware geworden - oder will noch jemand ernsthaft - der Dinge wie Riester und Fonds etc. als "Wertanlage sieht" - wirklich behaupten er würde Zinseszinsrechnung beherrschen , oder mal Nachdenken über die Zaubertöpfe am Ende des Regenbogens die man brauchen würde um all diesen Müll wirklich zahlen zu können?

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klaus meucht 20.11.2011, 13:47
46. Umweg über Kapitalwirtschaft teuer

In wie weit Korruptheit oder Unwissenheit der Verteidiger der privaten Kapitalwirtschaft zu Grunde liegt, möchte ich nicht beurteilen.

Es wird die private Kapitalwirtschaft gefördert, aus der Angst heraus dass die Wirtschaft aufgrund der demographischen Entwicklung in Zukunft nicht genug abwirft um den höheren Anteil der Rentner zu versorgen.

Was man dabei vergisst, die Kapitalwirtschaft kann auch nicht mehr verteilen als die Realwirtschaft produziert. Die Geldmenge kann zwar anwachsen, aber wenn die Warenmenge nicht entsprechend steigt - entstehen nur Blasen oder eine Inflation sorgt Geldentwertung.

Der Umweg über die Kapitalwirtschaft hilft gar nichts. Das demographische Problem, wenn es denn wirklich so gross ist, wird dadurch nicht gelöst. Das ändert sich kaum daran, wenn Versicherungsgesellschaften mit diesem Geld Orgien feiern.

Es kann dann theoretisch funktionieren wenn das Ausland sich bei uns verschuldet und später auch wirklich das Geld zurückzahlen kann. Die anderen Industrienationen haben aber dasselbe demographische Problem, China aufgrund der Ein-Kind Politik noch viel extremer. Und ausgerechnet zu erwarten dass die 3. Welt Länder mit Geburtenzuwachs uns Einwohner der Industrieländer die Renten zahlen werden - halte ich für abenteuerlich. Ich hoffe diese armen Länder werden Wirtschaftswachstum haben - aber sie werden diesen für die eigene Bevölkerung benötigen.

Unsere Lebenserfahrung zeigt dass das Geld das ich heute nicht versaufe, dann im Alter für ein Bier ausgeben kann. Was man nicht erkennt, dass das Geld das ich heute spare dafür dem Wirt fehlt, damit er ggf. im Alter sich ein Frühstück leisten kann. Volkswirtschaftlich gesehen ist gar nichts gespart. Wenn wir auf Konsum verzichten, erzeugen wir nur Arbeitslosigkeit.

Das Sparen funktioniert ähnlich wie die Mieten. Das Vermieten einer Wohnung lohnt sich wenn man jemanden findet der es mieten will. Wenn ich der einzigste der Stadt bin der eine Wohnung vermieten will - kann ich hohe Mieten verlangen. Gibt es viele in dieser Stadt muss ich mit dem Mietpreis herunter. Wollen alle in der Stadt eine Wohnung vermieten, werden die allermeisten keine Vermieter finden und bleiben auf ihre Kosten sitzen.

Sparer brauchen Menschen die bereit sind sich zu verschulden und diese auch zurückzahlen können. Wenn alle sparen werden aber alle arm. Und wenn wirklich die geburtenstarken Jahrgänge alle privat vorsorgen, und im Alter von diesen Ersparnissen uns ernähren wollen, werden die Banken nicht genügend auszahlen können.

Eine Suppe die versalzen ist, bleibt auch dann versalzen wenn man diese um die Hälfte verkauft. Probleme der Realwirtschaft lassen sich nicht über die Kapitalwirtschaft lösen. So wie der Koch lernen muss richtig zu würzen, müssen wir eben lernen mit der Demographie umzugehen. Ggf. länger arbeiten (Achtung: Ein höheres Rentemeinstiegsalter erzeugt aber nicht neue Arbeitsplätze); oder dafür zu sorgen dass der Produktivitätszuwachs möglichst allen Bürgern zu Gute kommt.

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spiegelleserin 20.11.2011, 13:47
47. Kindersegen

Zitat von halteraner
...Diese sollte jedoch von der Anzahl der Kinder abhängig gemacht werden, da bei einem umlagefinanzierten System die Anzahl der Beitragszahler entscheidend ist und nicht die Anzahl der Jahre in denen man eine aktuelle Rentnergeneration versorgt hat.
Abhängig gemacht von der Zahl der Kinder, die dieses System auch stützen!
Nicht mitzurechnen sind dann Kinder, die nicht in die Rentenversicherung einzahlen, weil sie z. B.
- arbeitslos sind
- ausgewandert sind
- im Knast sitzen
- sonstwie arbeitsunfähig sind
- aufgrund ihres Verdienstes rentenversicherungsfrei sind
- tot sind

Da kommen manche Eltern ganz schnell auf null, d. h. alle anderen durften nicht nur für die Schulbildung der lieben Kleinen mitaufkommen, sondern womöglich jetzt auch für ihre weitere Unterstützung. Und dafür bekommen die Eltern dann eine fette Rente? Nachdem sie womöglich selbst auch herzlich wenig zum Gemeinwohl beigetragen haben?

Schönen Dank auch.

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Willi Wacker 20.11.2011, 13:50
48. Gewerkschaft

Zitat von sacco
man müßte doch allmählich begriffen haben, dass die riester -rente ein geschenk an die versicherungswirtschaft war, die sich hernn riester auch heute noch großzügigst dafür erkenntlich zeigt.
Herr Riester hat die Regeln von gewerkschaftlicher Arbeit tief verinnerlicht. Nämlich, viele, viele Regeln einbauen, dann hat man was zu verhandeln und am Ende gibt es immer zwei Sieger. Und eine Überwachungsbehörde dazu.

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dent42 20.11.2011, 13:52
49. Re

Zitat von Der Byzantiner
Warum erwähnt Spiegel mit keine Wort, dass beim Abschluss so einer "Riester-Rente" die ersten Jahre nicht auf das Konto eingezahlt wird, sondern das dies der Versicherungsmakler bekommt?
Das ist bei jeder privaten Renten- und Kapitallebensversicherung der Fall, man nennt das "Zilmerung"

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