Forum: Wirtschaft
Riester-Rente: So wertvoll wie ein Sparstrumpf

Millionen Deutsche vertrauen der Riester-Rente. Doch*zehn Jahre nach Einführung der staatlichen Altersvorsorge*fällt eine Bilanz der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DIW nach SPIEGEL-Informationen ernüchternd aus: Die Renditen vieler Produkte sind eher dürftig.

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coloneltw 20.11.2011, 14:33
70. selten so viel Blödsinn gehört

Zitat von kimba2010
Wer weiss denn heute, ob es das Riesterrentensystem in 30 oder 40 Jahren überhaupt noch gibt? Sollte es zu einem Währungs- oder Finanzsystemkoppaps komen, ist das Geld weg, das muss jedem klar sein, der dort einzahlt. Die Wahrschainlichkeit, dass jemand, der heute mit dem Riestern beginnt, im Jahre 2050 noch etwas aus dem Topf herausbekommt, ist nahe Null. Vorher wird entweder das Finanzsystem oder das Rentensystem kollabieren. Die Gewinner beim Riestern ist der Staat und die Versicherungen, Verlierer ist der Einzahler. Das werden viele Menschen schon sehr bald merken. Ich bin ein Jahr nach Abschluss meines Riestervertrages wieder ausgestiegen, weil die Verwaltungskosten so extrem hoch waren und sich die Sache einfach nicht rechnete. Viele Leute rechnen aber gar nicht durch und zahlen in gutem Glauben immer weiter ein, dabei kann dieses Modell auch theoretisch kaum funktionieren. Ich verweise da auf Infoseiten im Netz (riesterrentenbetrug.de) oder Beiträge im Fernsehen wie Monitor, Plusminus etc. Ich sorge daher inzwischen anderweitig für meine Rente vor, Riester, nein danke.
Von welchem Topf reden sie denn? Sie geben das Geld nicht dem Staat sondern der Bank/Versicherung. Mit dem Tag an dem sie das tun erhalten sie vom Staat Geld. Ja sie vertrauen darauf das die Versicherung/Bank das Geld gut anlegt. Ich für meinen Teil habe viele Altersvorsorgen. Alle inkl. der Riester Rente haben zur Zeit eine Rendite von 4,3%. Wenn ich mein Geld in den Sparstrumpf packe habe ich eine Rendite von -3%. Also ist die Bank schon mal der bessere Ort.
Zudem kenne ich kein Festgeldkonto oder Sparbuch was mit über 4% bei garantierten 3,5% geführt wird.
Und wenn der Staat pleite geht... hm mal überlegen. Staaten können dem bach runter gehen, Banken nicht wirklich. Im Notfall rettet die der Steuerzahler.
Der große Knall wird nicht kommen. Im übrigen z.B. können solche Produkte nur angeboten werden wenn Staaten Schulden machen. Was glauben sie denn was Dt. Staatsanleihen sind?
Es ist der Kreislauf des Geldes der die Wirtschaft am Leben hält. Zudem muss ich für mich persöhnlich sagen, dass ich meinem Bankberater mehr vertrauen entgegenbringe wie der Kanzlerin. Sprich ich vertraue meinen priv. Renten mehr wie der staatlichen Rente. Wer sagt das wir die in 40 jahren noch bekommen. Und es gibt eh nur 2 Optionen. Entweder es war alles umsonst und die Welt ist dann weg. Dann interessiert es mich auch nicht mehr wirklich, oder ich werde vielleich ein angenehmeres leben im Alter haben und über die Lachen die heute alles verprassen.

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Achim 20.11.2011, 14:36
71. Nö

Zitat von halteraner
Ein Fehler unseres Systems ist, dass die Rentenhöhe von der Anzahl der Arbeitsjahre abhängig gemacht wird. Diese sollte jedoch von der Anzahl der Kinder abhängig gemacht werden, da bei einem umlagefinanzierten System die Anzahl der Beitragszahler entscheidend ist und nicht die Anzahl der Jahre in denen man eine aktuelle Rentnergeneration versorgt hat.
Jedes Kind kostet den Staat garantiert erstmal 18 Jahre lang Kindergeld / niedrigere Steuereinnahmen für den Staat, Subventionierungen anderer Dienstleistungen (z.B. kostenlose Mitfahrt in der Bahn). Ob das Kind später mal in das System der gesetzlichen Rente einzahlt, ist völlig offen - vielleicht wird das Kind ja Selbstständiger, Beamter, Politiker oder Hartzi?

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Schleswig 20.11.2011, 14:37
72. xxx

Zitat von NormanR
dass Riester Mist ist. Dass den Versicherungen von Schröder, Riester und Rürup die Hasen in die Küche getrieben wurden??!! Na, toll. Wie kann es sein, dass eine staatlich geförderte Rente wie Riester keine Rahmenbedingungen mitbekommt vom Staat? Dass die Versicherungen ihre Bedingungen einfach diktieren können??? Eine Riesensauerei!!! Ich spiel eh nicht mit in dem dummen Spiel.
Also für den Herrn Riester und den Rürup ist die Riester Rente auf keinen Fall ein Flop. Sie verdienen prächtig in dem sie Werbung für den AWD machen, die die Riester Renten vertreiben. Eine wunderbare Win - Win Synergie.

Noch einmal zur Erinnerung.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...750599,00.html

http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...tik-12451.html

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sitiwati 20.11.2011, 14:38
73. was heisst

Zitat von dent42
Deshalb sollte man sich auch unabhängig beraten lassen. Die Versicherungen garantieren auch nur das gesetzlich garantiert werden muss. Der Rest ist Variabel und nur eine Prognose, dabei wird in der Regel eine Rendite von 6% zu Grunde gelegt, ob das einem auch so gesagt wird, steht auf einem anderen Blatt.
unabhängig ? vom Verbraucherschutz oder ehrenamtlichen Beratern ? dass Versicherungen ihre Leute loss schicken. VERKAUFEN-VERKAUFEN, dass ist der Betrug, man wird übern Tisch gezogen und wenn ich mich nicht auf den blauäugigen Vertreter einer grossen Bank verlassen kann, auf wen sonst, ´muss ich erst Versicherungsmathematik studieren oder was?

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auri sacra fames 20.11.2011, 14:40
74. -

Zitat von böseronkel
Aber natürlich lohnen sich Riesterverträge für die Produktverkäufer als Provisionen, für die Manager als Boni, für die share-holder als Gewinnausschüttungen usw.
Vergessen sie die Arbeitgeber insgesamt nicht.
"Riester" war ja der (teilweise) "Ausgleich" für den Teil der staatlichen Lohnsenkungen im Rahmen der Ättschenda 2010, die die Rente betreffen (unbegrenzte Leiharbeit, Aufstockungen, 400-Euro-"Jobs",... hatten mindestens genau so katastrophale Auswirkungen auf das allgemeine Lohnniveau - aber das ist ja ein anderes Thema) . Denn die (vormaligen) Kosten für Arbeitgeber werden ja jetzt über Neuverschuldung finanziert.
Das war der offizielle Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung der Sozialsysteme.

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poppi 20.11.2011, 14:41
75. Rürup, Riester...

Zitat von Rainer Daeschler
Ein wichtiges Argument gegen die Behauptung, eine Riester-Rente würde nichts bringen. Gut, man muss dazu Finanzmakler, Anlageberater, Besitzer eine Anlageberatungsunternehmens, oder Walter Riester selber sein, der mit Carsten Maschmeyer ein gemeinsames Unternehmen nach seiner Amtszeit als Minister aufmachte.
Ich mag mich irren, will auch den Herrn Riester nicht in Schutz nehmen, aber war das nicht der Rürup, unser anderer großer Rentenreformer? Oder am Ende doch beide?

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spon-1277755831106 20.11.2011, 14:41
76. der Bürger kauft alles

Zitat von sacco
man müßte doch allmählich begriffen haben, dass die riester -rente ein geschenk an die versicherungswirtschaft war, die sich hernn riester auch heute noch großzügigst dafür erkenntlich zeigt.
Sie haben es wenigstens bemerkt. Auch der viel geschmähte Norbert Blüm hat es früh kritisiert. Subventionen sind, anstatt in die Rentenkasse, in die Kassen von Allianz u. Co. geflossen. Rürup und Riester gehören wegen persönlicher Vorteilsnahme eigentlich in den Knast.

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vincent1958 20.11.2011, 14:43
77. Und...

Zitat von citizen_kane
Wertvoll vor allem für die private Versicherungswirtschaft. Schon ein genialer Schachzug: Ein Staat, der der privaten Versicherungswirtschaft die Kunden in die Scheune treibt.
...ein Staat,der viel Geld sparen möchte.Ein "Geringverdiener Single",der später auf Sozialrente angewiesen ist,veringert die Zahlung des Staates um die geringen Rentenbeiträge aus der RR, und kommt dennoch nicht auds eigener Kraft über den Sozialrentensatz.Warum sollte Er sich dann die monatlichen RR Beiträge vom Munde absparen?

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Dok_Tor 20.11.2011, 14:43
78. Riester sollte Pflicht werden

Und zwar für Alle! Wenn ich das Forum hier so lese, besteht bei vielen zu dem Thema scheinbar noch ein Riesen-Informationsbedarf. Der Link im Beitrag "Fakten statt Mythen" gefällt mir dabei sehr gut, er verweist auf den aktuellen Finanztest-Artikel http://www.test.de/themen/versicheru...90015-4298826/

Lasst Euch nur von wirklich guten Leuten beraten und schaut auf die Qualifikation des Vertreters. Kostet zwar ein wenig Zeit und manchmal auch Geld für die Beratung, aber es lohnt sich!
Ein paar Fakten:1. Dann gehen die Finanzmärkte kaputt und meine Riester-Rente ist verloren: Keine Anlageform ist staatlich so reguliert und sicher wie die Riester Anlage. Es sind alle Beiträge und Zulagen garantiert, Verluste ausgeschlossen.

2. Ja die Versicherungen: Nota bene, es gibt verschiedene Riester-Formen (lasst Euch informieren), Rentenversicherung ist nur eine, daneben gibt es
- Fondssparpläne (siehe Beitragsgarantie)
- Banksparpläne
sowie
- gefördertes Bausparen
Da ist für Jeden etwas dabei.

3. Kosten: Ja, viele Versicherungsprodukte sind teuer, manche Autos, Handtaschen und Schuhe auch. Deswegen kaufe ich ja nicht irgendwelche Schuhe oder Autos, sondern lasse mich beraten und vergleiche. Beachte: Bei Riester ist vorgeschrieben die Abschlusskosten auf die ersten 5 Jahre zu verteilen. Da Viele die Kosten solcher Produkte bei Riester vielleicht erstmalig sehen, gibt es hierzu immer wieder Irrtümer. Lassen Sie sich qualifiziert beraten.

4. Und dann wird die Riester-Rente im Alter auch noch versteuert: Richtig, eben wie Ihre gesetzliche Rente zu 100 % auch. So ist leider die gesetzl. Lage (erzwungen durch Urteil höchster Richter). Ob ich das gerecht finde? Es wurde damals über die Klage eine Beamten entschieden.

5. Ich zahl so viel ein und die Rente die dabei rauskommt ist so klein: Rechnen Sie selbst, nehmen Sie einen Meterstab (am Besten einen mit 100 cm), jetzt fassen Sie den Meterstab mit der linken Hand und legen den Daumen auf Ihr jetziges Alter. Dann nehmen Sie die rechte Hand und legen den Daumen dieser Hand auf das gewünschte Rentenalter. Sie haben den Meterstab bis 100 cm aufgeklappt - sehen Sie wie lange Ihr Geld reichen muss?

6. Beratung, Beratung, Beratung! Entscheiden Sie selbst, ob Sie beim ehem. Hilfsarbeiter mit Rückenschmerzen, dem Super-Kumpel aus dem Sportverein oder bei einem qualifizierten Berater kaufen. Gute Beratung kann u.U. auch Geld kosten, kein Notar, Rechtsanwalt oder Wirtschaftsprüfer dieser Welt arbeitet unentgeltlich - wie der gute Schuhverkäufer eben auch nicht.

Schade, dass Riester inzwischen nicht längst zur Pflicht für Alle geworden ist. Den Ansatz, Ansprüche auch mit Pflichten zu verknüpfen halte ich für sehr richtig.

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böseronkel 20.11.2011, 14:45
79. ¿Was man verdient?

Zitat von MissBildung
Wie im Arbeitsleben gilt auch hier: Man bekommt was man verdient
Man bekommt was man verdient? Ich habe bis heut nicht feststellen können, dass Gebäudereineiger, Pflegekräfte, usw. bekommen was sie verdienen. Es bekommen nur jene Personen reichlich, die die genannten Personen für sich arbeiten lassen. Verdient haben sie es allerdings nicht.

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