Forum: Wirtschaft
Riester, Rürup oder Betriebsrente: So finden Sie die richtige Altersvorsorge
DPA

Jeder sechste Erwerbstätige sorgt nicht fürs Alter vor - das ist ein Fehler. Doch wie macht man es richtig? Ein paar Tipps für verschiedene Konstellationen.

Seite 4 von 7
hohnspiegel 17.02.2018, 10:49
30. Vorsorge wozu ?

Mit Mitte 50 habe ich so viele Änderungen in der Rentenversicherung erlebt dass mein Fazit ist: Lebe und gib dein Geld aus , wozu die Butter vom Brot sparen wenn man nicht sicher ist wie die Altersversorgung im Eintrittsfall überhaupt aussieht ,damit Staat und Versicherungswirtschaft sich die Taschen vollstopfen oder sich über Sozialbeitrags- und Steuerpflicht einen Teil der Anlagen wieder einverleiben.
Wer sich über die Jahrzehnte ein Häuschen angespart hat wird es über die Pflege eh wieder verlieren.
Also Hartz 4 und ggfs private Insolvenz , einem nackten Mann/Frau kann man nicht in die Taschen greifen.
Dann lasse ich lieber das Sozialamt für meinen Pflegeplatz aufkommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwäbischalemannisch 17.02.2018, 11:02
31. @ Nr. 23 - falsches Bild der Branche

Es gab natürlich jahrzehntelang Vertriebe, die massiv am Bedarf des Kunden vorbei verkauft haben. Gewinnmaximierung bei einigen wenigen. Dank hoher Garantien haben alte Verträge wenigstens noch ein positives Ergebnis gebracht. Das ist längst Geschichte. Trotzdem werden immer noch Millionen unrentabler Versicherungen verkauft.

Das Geld ist sicher nicht alles in den deutschen Konsum geflossen. Steuern ja, aber da gabs ja noch massenweise Modelle zum Steuern sparen.

Das Problem ist klar. Der Staat kann den Bürger ohne Banken, Versicherungen und Finanzvertriebe ja nicht "fördern". Diese Greifen aber immer einen Großteil der Förderung ab. Es ist ja gewollt, dass die Finanzwirtschaft ihren Beitrag zum BIP beiträgt.

Andererseits ist die Gesetzliche Rente nur aktuell lukrativ. Die Demografieproblematik wird derzeit nur verdeckt.

Wirklich sinnvoll ist die Beteiligung am Produktivvermögen einer Gesellschaft. Aktien sind für den Einzelnen zu riskant. Auch Belegschaftsaktien sollte man nicht zu viele haben (Klumpenrisiko).

Kostengünstige Vermögensbildung geht am besten über Fonds. ETF sehe ich eher kritisch. Auch hier gilt: was zu billig ist, ist am Ende nichts wert. Breite Streuung über viele verschiedene Anlageklassen und aktives Portfoliomanagement. Das ist der Königsweg.

Family Offices und institutionelle Anleger machen es vor wie es geht. Zwar muss der Kleinanleger mit höheren Kosten rechnen, aber solange er dafür einen Gegenwert erhält, ist das auch in Ordnung.

Bleibt aber das Problem woran erkennt dieser, dass sich etwas für ihn lohnt..?

Es fehlt an Allgemeinbildung zum Thema Finanzen. Ist aber wohl auch politisch so gewollt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alfredo24 17.02.2018, 11:02
32. Rentenversicherung einfach gerechter gestalten.

Es ist schön, wenn beschrieben wird, wie man die richtige Altersvorsorge findet. Wir sind doch als Angestellte verpflichtet Rentenversicherungsbeiträge zu bezahlen? Diese Rentenversicherungsbeiträge sollten doch ausreichen, um im Alter in Würde leben zu können. Wer mehr möchte kann zusätzliche Absicherungen fürs Alter treffen. Das Kernproblem ist dies, dass viele Menschen nicht das nötige mtl. Geld aufbringen können, um zusätzlich etwas fürs Alter anzusparen. Ob die eine oder andere Altersvorsorge besser oder etwas schlechter ist, ist fast unbedeutend. Die Politik sollte eher darauf achten, dass die Rentenversicherung gerechter gestaltet wird. Viele Dinge sollten einfach besser berücksichtigt werden: Liegt eine unterbrochene Erwerbsbiographie vor und es entstehen Fehlzeiten (arbeitslos, notwendige Selbstständigkeit für einige Jahre und keine Altersvorsorgemöglichkeit aus finanziellen Gründen), so sollten zum Ausgleich zumindest die Studienzeiten bei einem abgeschlossenen Studium mit zumindest einem Rentenpunkt (Durchschnitt aller Rentenzahler) pro Jahr Studienzeit ergänzt werden. Kann jemand in den letzten beispielsweise 10 Jahren vor Renteneintritt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Vollzeit arbeiten und arbeitet zumindest Teilzeit, so dürfte nicht der gleiche Maßstab für die Rentenpunkte gelten. Wenn jemand vorher einen Rentenpunkt pro Jahr angespart hatte, so hat er in den letzten Arbeitsjahren durch die notwendige Teilzeitarbeit nur noch einen halben Rentenpunkt pro Jahr, was sich auf seine Rente erheblich auswirkt. Hier sollte der halbe Rentenpunkt mit einem gewissen Faktor, z. B. 2 auf einen Rentenpunkt pro Jahr angehoben werden. Hat jemand eine Familie gegründet und es führt später zur Scheidung, so muss der Ernährer der Familie über einen Rentenausgleich die Hälfte der während der Ehe gesammelten Rentenpunkt abtreten. Dies führt ebenso zu einer erheblichen Minderung in der Altersrente. Auch hier müsste durch die Erziehung von Kindern Rentenpunkte gutgeschrieben werden, denn dies führt ja schließlich zur Verringerung der schon erworbenen Rentenpunkte. Große Firmen bezahlen Betriebsrente. In Deutschland kann man im Gegensatz zur Schweiz die Betriebsrentenansprüche beim Arbeitgeberwechsel nicht mitnehmen. In Deutschland verfallen Betriebsrenten, wenn nicht 10 Jahre in einer Firma gearbeitet wird. Kleine Firmen sollten auch für die Ansparung für Betriebsrenten der Mitarbeiter verpflichtet werden. Die Sozialversicherungszahlungen von Rentnern sollte wie früher wieder abgeschafft werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hajojunge 17.02.2018, 11:07
33. Unkündbar, gute Pension, beim Arzt bevorzugt

Beamter müßte man sein. Gesetzlich Versicherte zahlen im Durchschnitt 7,3 % ihres Einkommens für die Krankenversicherung , Beamte 6,4 %. Im Alter übernimmt der Staat 70 % der Krankheitskosten, während GKV-Mitglieder über ihre Steuern das Krankenversicherungsprivileg der Beamten mitfinanzieren. Sie werden auf deren Kosten beim Arzt bevorzugt. Beamte tragen kein Risiko, arbeitslos oder erwerbsunfähig zu werden. Der Wegfall von Arbeitslosen- und Rentenversicherung führt zu einem optisch geringeren Bruttoeinkommen, was sich steuerlich günstig auswirkt. Die Pensionszahlungen sind im Vergleich zu Renten dreimal so hoch, denn sie orientieren sich nicht am Lebensdurchschnittsverdienst, sondern am letzten Gehalt, das naturgemäß am höchsten ist. Und wovon werden die Pensionen bezahlt? Von uns allen über die Steuern. So ist für Pensionäre immer genügend Geldreserve vorhanden. Ein Loch in der Pensionskasse gibt es nicht.
So ist die Grundsicherung für Beamte kein Thema (mittlerweile sind 2,7 Millionen Rentner davon betroffen), sie müssen sich nicht ihre Lebensmittel von der Tafel abholen (ca. 350 000) und sammeln auch keine leeren Flaschen. Sie müssen weder riestern noch rürupen, um der Versicherungswirtschaft zu satten Gewinnen zu verhelfen. Kann ohnehin kaum ein Sozialversicherungspflichtiger, wovon denn?
Unsere Zweiklassen-Altersversorgung ist ein Skandal, der zum Himmel schreit. Österreich, die Niederland und die Schweiz machen es vor, wie sein sein könnte. In D wird sich da wohl nie etwas ändern, denn wir werden ja von Beamten regiert. Merkwürdig, dass die kleinen Parteien dieses Thema im Wahlkampf nicht thematisiert haben. Sie hätten Hunderttausende Stimmen hinzugewinnen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sibylle1969 17.02.2018, 11:22
34. Das derzeitige System taugt nichts

Das System der privaten Altersvorsorge krankt an mehreren Stellen, zu kompliziert, zu wenig Rendite, zu hohe Gebühren, und diejenigen, die es am nötigsten haben, können es sich nicht leisten...
Aus meiner Sicht müsste eine sinnvolle private Altersvorsorge so aussehen: 1. Staat und Arbeitgeber geben etwas dazu, zumindest bei Geringverdienern. 2. Altersvorsorgeaufwendungen zahlt man als Gehaltsumwandlung vor Steuern und Sozialabgaben. 3. Wenn man den Arbeitgeber wechselt, ist der Altersvorsorge-Sparplan einfach und ohne Aufwand auf den neuen Arbeitgeber übertragbar. 4. Die Form der Geldanlage ist im Grunde frei wählbar, sofern der Anbieter einige Grundvoraussetzungen erfüllt: a) Das Anlagevermögen ist vor Insolvenz des Anbieters zB durch einen Einlagensicherungsfonds geschützt. b) Die Auszahlung erfolgt als Rente im Rentenalter, d.h. vorher kommt man an das Geld nicht ran. c) Der Anbieter darf nur eine angemessene Gebühr verlangen (0,25-0,5% der Anlagesumme wie bei ETFs). 4. Das Anlagevermögen wird bei Bezug von Sozialleistungen vor Renteneintritt auf jeden Fall als Schonvermögen betrachtet. 5. Im Rentenalter erfolgt keine oder zumindest nur eine teilweise Anrechnung auf eine evtl. Grundsicherung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stäffelesrutscher 17.02.2018, 11:27
35. Tanzlehrerin ...

»Als selbstständig Lehrende ist sie freiwillig gesetzlich versichert«
Ist sie nicht etwa pflichtversichert - wie Fitnesstrainer und andere?
Und was ist mit der Künstlersozialkasse und deren famosen Unterscheidung zwischen »künstlerischen« und »normalen« Tänzen? Muss sie also auch den AG-Anteil zahlen oder darf sie die Hälfte bezuschusst bekommen?


Davon mal abgesehen: der Artikel zeigt, was für eine elende Flikckschusterei das deutsche System ist. Und niemand ist sicher vor irgendwelchen nachträglichen Gesetzesänderungen ohne Vertrauens- und Bestandsschutz, siehe KK-Beiträge auf Betriebsrenten. Das war/ist Enteignung und Betrug.

Beim Thema Rente liegen die besseren Alternativen quasi vor der Haustür: tu felix Austria und Hopp Schwyz. Aber dann würden ja die Herren Maschmeyer, Riester und Rürup weniger kassieren ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
p.dornn 17.02.2018, 11:33
36. Riester und / oder Betriebsrente - Vorsicht

1. Bei Betriebsrenten erfolgt in der Auszahlphase keine "paritätische" Belastung durch KV, PV und Zusatzbeitrag. Der Rentner muss diese Beiträge von seiner Betriebsrente (ca. 20 %) vollständig selbst tragen. Auch wenn er in der Einzahlphase einen Großteil der Beiträge in die Betriebsrente (oft Pflichtversicherung z.B. VBL) vom verbeitragten Lohn selbst trägt. Die sogenannte "Attraktivität einer Betriebsrente ist fragwürdig
2. Riester - Vorsicht: Riesterverträge abgeschlossen mit dem Arbeitgeber oder einem sogenannten Pensionsfond, werden - auch wenn der Versicherte alle Beiträge zum Vertrag selbst trägt und der Arbeitgeber keinen Cent dazugelegt hat - in der Auszahlphase wie Betriebsrenten behandelt und mit KV, PV und Zusatzbeiträgen belastet. Riesterverträge dagegen, die mit einem Unternehmen z.B. Allianz, Ergo etc. abgeschlossen wurden, sind frei von KV, PV u. Zusatzbeiträgen. Außerdem sollte man in de Steuererklärung einmal nachschauen, die staatlichen Zulagen werden im Steuerbescheid als Steuerlast dem betreffenden Steuerbürger wieder angelastet.
3. Sinnvoll - statt Riester und Co. wäre es gewesen, für alle Bürger, die es möchten, im Rahmen einer Freiwilligen Zusatzversicherung unter dem Dach der gesetzlichen Versicherung, einen "Riester-Vertrag" abzuschließen. Die gesetzliche Versicherung hätte dieses im Rahmen ihrer bestehen IT/IV-Struktur locker ohne großen Verwaltungsaufwand absichern können. So aber wurden private Versicherungen mit einem neuen Geschäftsmodell versorgt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hedele 17.02.2018, 11:40
37. Rürup ist Nonsens

Als Selbstständiger ist eine Anlage, in die man immer gleiche Beträge einzahlen muss, die man nicht pbertragen, nicht vererben, nicht belasten oder sicherungsübereignen kann, sinnlos. Sie ist ein Monate im von Beamten für Beamte. Eine Immobilie kann in Krisenlagen belastet werden, sie kann notfalls wieder veräußert werden, sie wird vererbt und man kann neue Tilgungspläne mit der Bank aushandeln. Und wenn alle Stricke reißen und man in Hartz IV fällt, wird sie zum Schonvermögen, sofern man selbst darin wohnt.
Mit ungläubigem Schaudern kann man da nur staunen, wie weit entfernt die politische Blase in Berlin weitab jeder Realität von Lobbyisten getrieben agitiert. So etwas brauche ich nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gehmlich 17.02.2018, 11:45
38. Eigene investition

Es ist unverantwortlich und höchst riskant anderen Geld zu leihen, damit diese es für meine Rente vermehren. Politiker können jederzeit steuern oder andere Bedingungen ändern, ohne dass die Bürger darauf einen Einfluss haben. Jeder Rentner sollte 1m Investition haben und kann anschließend genüsslich seinen Lebensabend genießen. Ich wage, dass einjeder dies auch schafft, falls man nicht so viele steuern und Versicherungsangestellte hätte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
micromiller 17.02.2018, 11:50
39. Eine interessante Darstellung

der Möglichkeiten wie sie heute wahrgenommen werden können. Das Problem ist jedoch die Glaubwürdigkeit der
Politiker, die uns fast täglich zu kleinen Affeb machen. Denken wir nur an den CDU Sozialgiganten .. Die Rente ist sicher. oder den großen Sozialisten und heutigen Pipeline Präsidenten, der unsere Arbeitslosen-
sicherung entsichert hat. Wir haben heute eine schreckliche Altersarmut und die Totalausplünderung der Bürger,
die im Alter unverschuldet arbeitslos sind aber 30 Jahre in die Versicherung eingezahlt haben. Es gibt nur 2 Möglichkeiten der unverschuldeten Armut im Alter zu entkommen. Sahra Wagenknecht und ihre Truppe wählen oder monatlich Aktien ( mit hoher Dividende) und Gold kaufen. Unsere Markenpolitakteure arbeiten im Zweifel nur für sich und eventuell für die Lobbygruppe, die es am wohligsten für die herrichtet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 7